Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Musik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
EIN SONG, DEN ICH GERADE SEHR MAG
Wahrscheinlich bin ich der letzte Mensch auf diesem Planeten, der die Band Milky Chance entdeckt, aber besser spät, als nie – und seither: ständig. Dieser Song. Die erste CD. Die zweite (gerade erschienen) auch. Hilft gegen Grippe-Blues. Und zu lange To-do-Listen. Und klingt nach Sommerferien.
A MONDAY MORNING WAKE UP-MIX
Ein Mixtape zum Aufwachen, Sport machen, Wach- und Warmwerden mit diesem und allen anderen Montagen, laut und mitgrölig. Kommt gut in diese Woche. Und in dieses Jahr!
A MONDAY MORNING WAKE UP-MIX
1) Taylor Swift: Shake It Off
2) Jessie J, Ariana Grande & Nicki Minaj: Bang Bang
3) Ariana Grande feat. Iggy Azalea: Problem
4) Fifth Harmony: Boss
5) Iggy Azalea feat. Jennifer Hudson: Trouble
6) Little Mix feat. Missy Elliott: How Ya Doin?
7) Destiny´s Child: Bootylicious
8) Beyoncé: Crazy In Love
9) Spice Girls: Wannabe
10) Jennifer Lopez: Jenny From The Block
11) Mariah Carey: Emotions
12) Lorde: Royals
Hier anzuhören.
EINFACH NUR SO
Dieses Video hat mir Marlene eben geschickt. Und plötzlich mag ich diesen müden Freitag. Schönes Wochenende!
CANDLES – MIXTAPE NO. 7
Ein paar Lieder für den Herbst. HIER anzuhören, falls euch gerade auch danach ist.
1) City and Colour: The Girl
2) Bon Iver: Skinny Love
3) Neil Halstead: Spin the Bottle
4) Daughter: Candles
5) Sarah Jaffe: Clementine
6) The Honey Trees: To Be With You
7) The Narrative: Eyes Closed
8) Bombay Bicycle Club: You Already Know
9) The Paper Kites: Bloom
10) Emily and The Woods: Steal His Heart
11) Wolf Larsen: If I Be Wrong
12) Surfjan Stevens: Concerning The Ufo Sighting Near Highland, Illinois
13) Iron & Wine: Such Great Heights
EIN PAAR DINGE, DIE WIR GERADE MÖGEN
Hier sind ein paar Dinge, die uns gerade Spaß, Freude, gute Laune machen. Für Kleine und Große. Ihre und meine.
EIN KOCHBUCH
// SIE
„Entdecke, was dir schmeckt” von Anke M. Leitzgen & Lisa Rienermann
Ein Buch, das Kindern Lust aufs Essen und Kochen, Probieren und Experimentieren macht. Wir sind ein bisschen früh dran – das Buch ist eigentlich erst für Kinder ab 6, aber Fanny hat es sich bei Goldhahn & Sampson sehr stolz selbst ausgesucht und als Vorlese-Rumblätter-Guck-Rezepte-Aussuch-Buch funktioniert es auch ganz toll. Weil es Fragen stellt, die (auch mich) neugierig machen: Warum ist Riechen für das Schmecken so wichtig und wie funktioniert das überhaupt mit dem Schmecken? Welches Obst und Gemüse gibt es in welchem Monat und jetzt gerade? Und was kann man alles mit einem Ei oder einer Kartoffel kochen? Spannend, informativ und sehr schön gestaltet.
// ICH
„My Darling Clementine – Recipes from my real food kitchen” von Emma Galloway
Ein Geschenk, über das ich mich irre gefreut habe, denn die Rezepte von Foodbloggerin Emma Galloway sind nicht nur wunderschön fotografiert, sondern größtenteils auch angenehm alltagstauglich und immer sehr gesund. Als Erstes auf meiner Liste: die Blaubeer-Bananen-Frühstücksmuffins, die Avocado-Frühlingsrollen, der Auberginen-Tomaten-Feta-Salat, die Linsen-Spaghetti, das Bananen-Dattel-Olivenöl-Brot und die Mango-Limetten-Slushies. Und wenn es dann mal Pfirsiche gibt: der Pfirsich-Rosmarin-Joghurt-Kuchen. Hier ist ihr Weblog. Und hier ein paar Worte darüber, warum sie gluten- und laktosefrei kocht.
EINE APP
// SIE
„Fiete”
Mit Seemann "Fiete" kann man 18 kleine Abenteuer erleben: Man kann ihm helfen, seinen Kutter zu beladen, ein Papierschiffchen fahren zu lassen oder eine Schatzkiste zu öffnen. Das Fiete-Memory „Match” mögen wir auch sehr gerne (auch wenn Fiete uns beim Orte-Memory immer den Eiffelturm klaut). Erwähnen möchte ich an dieser Stelle aber auch die App „Knard”, die uns ihr Erfinder Christoph Minnameier zum Ausprobieren gegeben hat. In dem interaktiven Bilderbuch werden die Abenteuer von Waldgnom Knard erzählt, die Geschichte seiner abenteuerlichen Reise durch eine magische Welt voller Trolle, Rittermädchen und Zauberer. In dieser Geschichte steckt viel Liebe und Sinn fürs Detail, auch die Gestaltung ist wirklich gelungen – für Fanny ist „Knard” gerade noch ein bisschen zu gruselig, aber eigentlich ist diese App auch erst ab 5.
// ICH
„Oblique Strategies”
1975 haben sich der Musiker Brian Eno und der Künstler Peter Schmidt einen Stapel Karten ausgedacht. Auf den Karten stehen Sätze, die Künstlern dabei helfen sollen, Blockaden zu überwinden, indem sie den Gedanken eine neue Perspektive oder andere Herangehensweise bieten. In der App gibt es alle vier Editionen der Karten von 1975, 1978, 1979 und 1996. Wenn ich hier sitze und beim Schreiben nicht weiterkomme, drücke ich öfter mal auf die App. "Emphasize differences" steht dann da zum Beispiel. Oder: "What is the simplest solution?" "Work in a different speed." "Do the last thing first." Auf Wikipedia kann man mehr über „Oblique Strategies” nachlesen.
EINE CD
// SIE
„Herzlichen Glückwunsch, kleines Huhn” von Susanne Koppe, Franziska Biermann und Nils Kacirek
24 Kinderlieder („Alle Vögel sind schon da”, „Backe, backe Kuchen” oder „Der Mond ist aufgegangen”) wild interpretiert. Beim ersten Hören ist man überrascht, dass „Wide-wide-wenne” wie ein Countrysong klingt oder „Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See” nach Latin, beim zweiten Hören will man sofort mitsingen und tanzen (und ganz ehrlich: so geht´s mir nicht mit jeder Kinder-CD). Man hört den Machern an, was für einen Spaß sie hatten – und genau diesen Spaß hat man beim Hören auch. Passend zur CD gibt es ein illustriertes Buch mit Noten, den Texten und einer Zeichnung pro Lied – alle Zeichnungen zusammen erzählen dann die Geschichte vom Geburtstag des Huhnes. Hier ein bisschen mehr.
// ICH
”Ibeyi” von Ibeyi
Als ich neulich nicht einschlafen konnte, hab ich noch „TTT” geguckt und so Ibeyi entdeckt, das Debüt der kubanischen Zwillingsschwestern Naomi und Lisa-Kaindé Díaz. Ich habe dieses Album in den letzten Tagen viel gehört und weiß doch nicht, wie ich diese Musik beschreiben soll – aber vielleicht ist irgendeine Genrezuteilung auch gar nicht so wichtig, entscheidend ist ja, was die Musik mit einem macht – und dieses Album verhakt sich, es trifft und rührt mich. (Hier ein bisschen mehr über sie).
EIN HEFT
// SIE
„Olli und Molli Kindergarten”
Fanny blättert genauso gerne Hefte wie ihre Mama und das „Olli und Molli”-Heft, das wir einmal im Monat mit der Post bekommen, ganz besonders gerne. Wahrscheinlich, weil es wirklich für Kinder von 3-6 Jahren gemacht ist. Im ersten Teil des Heftes kann man die Welt entdecken (da wird zum Beispiel eine Bücherei erklärt oder warum man nachts eigentlich schlafen muss). Im zweiten Teil gibt es Bastelanleitungen und Mandalas zum Ausmalen, im dritten Teil Vorlese-Geschichten, zum Abschluss einen Bastelbogen. Im letzten Heft gab´s zum Beispiel ein Wimmelbild von Paris im Schnee, eine Bastelanleitung für Korken-Figuren, eine Vorlesegeschichte von „Familie Blümchen im Schnee” und einen Bastelbogen für ein Schlittenrennen mit Erdnuss-Männchen. Wirklich schön. Hier zu bestellen.
// ICH
„Bon Appetit”
Jeden Monat warte ich auf die Email, die mir sagt, dass ich mir die neueste Ausgabe von „Bon Appetit” herunterladen kann, einem amerikanischen Magazin, das mit heiligem Ernst, großem Spaß, fundiertem Wissen und manchmal auch herrlicher Durchgeknalltheit übers Essen, Kochen und Trinken schreibt. Dazu kommen Fotos, die einen immer bloß laut aufstöhnen lassen. Was für ein tolles, leidenschaftliches Food-Magazin. Zwei Hefte, die noch darauf warten, gelesen zu werden: „The Heritage Post – Magazin für die Frau” und das neue „Eltern”-Magazin.
EIN BUCH
// SIE
„Die große Zooparade” von Judith Drews
Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat ein Slomo-Leser "Die große Zooparade" empfohlen. Und ich bin wirklich dankbar für diesen Tipp, denn dieses Buch ist lustig, hübsch illustriert und sehr schön, wenn das Kind langsam Lust auf Buchstaben und Zahlen bekommt. In diesem Buch wird nämlich ein neuer Zoo eröffnet. Zu Beginn des Buches ist er noch leer – die Tiere sind aber schon auf dem Weg und kommen nach und nach beim Zoodirektor an, von der Anakonda bis zum Zebra. Und am Ende, nein, das verrate ich nicht.
// ICH
fange jetzt mal mit „Telegraph Avenue” von Michael Chabon an. Die erste Seite, die er mir immer von jedem neuen Buch vorliest, ist schon so gut. Ich wünschte, mir fielen Sätze wie dieser ein, aber Sätze wie dieser fallen nur Michael Chabon ein: „Mondgesichtig, massig und mild bekifft stand Archy Stallings, ein Baby auf dem Arm, in einem rehbraunen Kordanzug und einem kürbisfarbenen Rollkragenpullover, der seine berüchtigte, aber nicht unvorteilhafte Ähnlichkeit mit Gamera betonte, der riesigen, fliegenden Mutantenschildkröte aus dem japanischen Kino, hinter dem Verkaufstresen von Brokeland Records."
Was mögt ihr denn gerade gerne? Ich freu mich in dieser Grippewoche über Tipps. Kommt gut ins Wochenende!
MAI 2014 (UND DREI SEHR SIMPLE LIEBLINGSREZEPTE)
Irgendwie kommen das Jahr und ich bislang nicht so recht zur Ruhe. Aber da es ja nun auch nichts bringt, sich hinzusetzen und einzujammern, habe ich in den letzten Wochen versucht, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Und da waren einige: Die allererste Begegnung mit dem kleinen Jungen meiner Freundin, der mich ganz sprachlos vor Entzücken macht. Warme Sommertage im T-Shirt und mit Sandalen. Spaziergänge mit Fanny. Riesige Schüsseln mit Wassermelonenstückchen und Erdbeeren mit Vanillezucker. Das Wiederlesen eines meiner Lieblingskinderbücher: "Na klar, Lotta kann Rad fahren". Knallpinke Pfingstrosen auf dem Schreibtisch (meine Lieblingsblumen). Eine ausgewachsene "The Good Wife"-Sucht (die erste Fernsehserie seit Ewigkeiten, auf die wir beide uns mal wieder einigen können). Eine CD, von der ich gerade nicht genug bekommen kann: Haim (die so herrlich nach 80er klingen, das man sofort blauen Lidschatten auflegen will – danke für den Tipp, Melanie! – hier kann man mal reinhören). Nachdem ich in den letzten Wochen extrem viel Blödsinn gegessen habe, hat der Mai auch ein paar alte und neue Lieblingsrezepte gebracht – ich dachte, ich schreibe sie statt des üblichen Rückblickes einfach mal auf – ein Monat in (sehr alltagstauglichen) Rezepten sozusagen.
Eine Frühstückspremiere für mich:
Mango-Kokosmilch-Porridge
Keine Ahnung, warum ich mich nie für Porridge interessiert habe, aber dieser Mango-Kokosmilch-Porridge war tatsächlich eine Premiere für mich. Und ich liebe ihn, weil er gleichzeitig warm und schlotzig, frisch und knackig ist. Und die Zubereitung ungefähr fünf Minuten dauert. Für eine ordentliche Frühstücksschüssel braucht man:
40g Haferflocken (die schmelzende Sorte), 100 ml Milch, 100 ml Kokosmilch, 1 EL braunen Zucker, 1 Mango und ein paar Mandeln (ich bin gerade ganz versessen auf Mandeln mit Honig und Salz). Die Haferflocken, die Milch und die Kokosmilch mit dem braunen Zucker kurz aufkochen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mangowürfel und Mandeln dazu, schon fertig.
(Rezept hier gefunden).
Mein liebster Mittagssnack, wenn nicht viel Zeit ist:
Joghurt mit Blaubeeren, Müsli und Ahornsirup
Irgendwie ist es schon ein Ritual geworden – am Sonntagnachmittag machen Fanny und ich Müsli, ein riesiges Glas voll, von dem wir uns dann die ganze Woche bedienen. Eine große Portion Joghurt, eine noch größere Portion Müsli drauf, ein Schuss Ahornsirup und alle Beeren, die der Markt gerade hergibt. Irgendwann habe ich das Rezept schon mal aufgeschrieben, aber hier ist es noch einmal. Für ein Vorratsglas Müsli braucht man:
4 Cups Haferflocken (300g, die nichtschmelzende Sorte), 1-2 TL Zimt, 1-2 TL Salz, 60g weiche Butter, 1/2 Cup Honig (170g), 1/2 Cup braunen Zucker (110g), 2 TL Vanilleextrakt, zwei Handvoll Mandelblättchen, Rosinen (nach Belieben).
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen (Ober/ und Unterhitze). In einer Schüssel die Haferflocken, den Zimt und das Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel den Honig, die Butter, den braunen Zucker und die Vanille vermischen. Die Haferflockenmischung dazu geben und gut durchkneten, es dürfen sich ruhig Klümpchen bilden. Die Mischung auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für zehn Minuten in den Ofen geben. Nach zehn Minuten die Müslimischung wenden, damit nichts anbrennt, und die Mandelblätter dazu geben. Noch einmal für 10-15 Minuten im Ofen lassen, das Müsli sollte nicht zu dunkel werden. Eine Minute vor Schluss die Rosinen dazu geben und eine Prise Salz. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Sieht erst gar nicht aus, als würde es knusprig werden – sobald alles abgekühlt ist, wird es aber schön knusprig. Dann fülle ich es in unser Müsliglas um.
(Rezept von hier.)
Ach, und nicht zu vergessen: die Pommes von David Lebovitz aus "My Paris Kitchen".
Die könnte ich gerade dauernd zum Abendbrot essen – mit einer Riesenportion Kräuterbutter und einem kalten Bier. Man braucht dafür:
1,3 kg große, festkochende Kartoffeln, 1 guten Schuss Olivenöl, Salz, einen Bund Thymian (oder Rosmarin).
Die Kartoffeln gut waschen und in ein Zentimeter breite Scheiben schneiden, die wiederum in ein Zentimeter dicke Pommes geschnitten werden. Wenn alles fertig geschnitten ist, die Pommes für eine Stunde in eine Schüssel mit kaltem, leicht salzigen Wasser geben (neulich habe ich das nur für eine Viertelstunde gemacht, weil ich es eilig hatte – das geht notfalls auch). Den Ofen auf 200 Grad Ober/ Unterhitze vorheizen. Die Pommes gut abtrocknen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, ein paar Spritzer Olivenöl dazu geben, ein paar Prisen Salz und die klein gehackten Kräuter. Alles gut mit den Händen durchmischen. Für 45-50 Minuten backen, bis sie schön knusprig sind – zwischendurch immer mal wieder wenden.
Ich wünsch euch eine schöne Woche!
DAS VIELLEICHT TOLLSTE VIDEO, DAS ICH JE GESEHEN HABE
Seit Ewigkeiten sitzen wir hier auf dem Sofa und schauen uns immer nur das gleiche Video an. Weil es sowas von glücklich macht. Weil man nicht anders kann, als aufzustehen und mitzutanzen. Weil es eine so unglaublich geniale Idee ist. Weil dieser Song süchtig macht:
"24 Hours of Happy" von Pharrell Williams.
Das andere Video, das mich diese Woche begeistert und gerührt hat:
"Like A Rolling Stone" von Bob Dylan.
(Soviel mal zum Thema weniger bloggen...).
Jetzt aber wirklich: ein schönes, glückliches Wochenende.
10
Kommentare
Labels: Glück, Gute Laune Baby, Happy, Ich bin ein Fan, Musik, Tanzen, Video, Wie toll ist das denn?
Labels: Glück, Gute Laune Baby, Happy, Ich bin ein Fan, Musik, Tanzen, Video, Wie toll ist das denn?
HELLO, WAKE UP - MIXTAPE NO. 6
Ein Mixtape, das beim Aufwachen hilft. Gegen schlechte Laune. Und gegen das Müdesein. Hip Hop zum Rumbouncen. HIER anzuhören.
EIN PAAR DINGE, DIE MIR GUTE LAUNE MACHEN
* Arcade Fire, Greta Gerwig, Spike Jonze.
* Dieser Kalender von Julia Joliat.
* "Touching Portraits of Mothers with Their One-Day-Old Babies" (via)
* "Leather Pouches for Kids DIY".
* Und ein "DIY Coatrack".
* Rosmarinchips.
* Große Lust auf Kino: "Jung und schön". "Blau ist eine warme Farbe" ist auch schon vorgemerkt. Und "Inside Llewyn Davis".
* Alice Gao auf Instagram.
* Das Bilderbuch "Schau mal, so viele Tiere" von Yayo Kawamura (danke für den Tipp mrsaannafranziska!).
* Geburtstagskuchenpläneschmieden. Vielleicht der hier?
* Weblog-Entdeckung: Decade Diary.
* Rezepte, die ich ausprobieren möchte: Butternut Squash and Brie Galette von Happyolks. Fried Honey Bananas von Rachel Schultz. Maple, Vanilla, Flax Roastet Almonds and Pecans von Top with Cinnamon. Sweet Potato Chips von Food52. Und die Cashew Ricotta-Creme von Foxycheeks.
* Dieses Buch klingt gut.
* Lieblingsbeauty-Entdeckung: Die "Baume Corps Super Hydrant"-Körperlotion von Clarins. Hilft verlässlich gegen meine trockene Haut.
* Zartes Porzellan von zierrathundgold.
Kommt gut in die Woche.
MIXTAPE NO. 5: BOOMSHAKALAKA
Gestern gedacht: Es wird mal wieder Zeit für ein neues Aufwach-hochkomm-los-geht´s-Mixtape. Ein Mixtape, zu dem ich aufs Lenkrad trommeln würde, wenn ich ein Auto hätte. Ein neues Boomshakalaka-Mixtape (das alte funktioniert nicht mehr so richtig, ich hab´s einfach zu oft gehört). Vielleicht hilft es euch ja auch beim Wachwerden heute.
BOOMSHAKALAKA - MIXTAPE NO. 5
Jackson 5: I Want You Back
Sam & Dave: Soul Man
Aretha Franklin: Respect
Charles Wright: Express Yourself
Jean Knight: Mr. Big Stuff
Curtis Mayfield: Move On Up
Cee Lo Green: Forget You
Justin Timberlake: Senorita
Spice Girls: Who Do You Think You Are
Destiny´s Child: Bootylicious
Outkast: Hey Ya!
HIER anzuhören.
EIN NEUER TISCH (UND ANDERE ENTDECKUNGEN)
Februar-Verschönerungsmaßnahmen, Teil 2:
Dieser Tisch. Bei "Bodie and Fou" gesehen und sofort gewusst, dass dies unser neuer Couch-Tisch ist. Palette und Rollen bestellt, weiße Farbe ist noch da, am Wochenende baue ich uns einen neuen Tisch. Das Bild stammt übrigens aus dem Milk Magazine - hier sind noch mehr Fotos dieser tollen Wohnung zu sehen.
Noch ein paar kleine Entdeckungen, die ich mochte:
* Ende April erscheint das neue Phoenix-Album.
* Der Trailer zum neuen Michel Gondry-Film "Mood Indigo". (Wie gerne möchte ich mal einen Tag im Kopf von Michel Gondry wohnen, wie schön muss es sein, die Welt mit solchen Augen zu sehen?!)
* "I love you". (Danke, N.)
* Eine Valentinstag-Girlande.
* Nils Frahm: Screws. Mein Soundtrack der letzten Tage.
* Ach, und dieses Video: The Scared is scared. Ich bin so verknallt in dieses Video. Als Bianca Giaever einen Film drehen will, fragt sie eine Sechsjährige, wovon er handeln soll. Dies ist ihre Antwort:
Dieser Tisch. Bei "Bodie and Fou" gesehen und sofort gewusst, dass dies unser neuer Couch-Tisch ist. Palette und Rollen bestellt, weiße Farbe ist noch da, am Wochenende baue ich uns einen neuen Tisch. Das Bild stammt übrigens aus dem Milk Magazine - hier sind noch mehr Fotos dieser tollen Wohnung zu sehen.
Noch ein paar kleine Entdeckungen, die ich mochte:
* Ende April erscheint das neue Phoenix-Album.
* Der Trailer zum neuen Michel Gondry-Film "Mood Indigo". (Wie gerne möchte ich mal einen Tag im Kopf von Michel Gondry wohnen, wie schön muss es sein, die Welt mit solchen Augen zu sehen?!)
* "I love you". (Danke, N.)
* Eine Valentinstag-Girlande.
* Nils Frahm: Screws. Mein Soundtrack der letzten Tage.
* Ach, und dieses Video: The Scared is scared. Ich bin so verknallt in dieses Video. Als Bianca Giaever einen Film drehen will, fragt sie eine Sechsjährige, wovon er handeln soll. Dies ist ihre Antwort:
EVERYBODY´S FREE (TO WEAR SUNSCREEN)
Ach ja, Tage wie diese. Kopfschmerzen. Auf-meinem-Kopf-parkt-ein-Sattelschlepper-Kopfschmerzen. Mich geärgert (obwohl ich es besser weiß). Nicht voran gekommen mit der Arbeit (nicht genug jedenfalls). Und drei Minuten vorm Schlafengehen schneidet sich das Kind in den Finger.
Kurz überlegt, ob ich heute etwas übers Haare(ab)schneiden schreibe. (Mach ich auch noch, in den nächsten Tagen). Kurz überlegt, ob ich einfach ins Bett gehe und im Dunkeln liege und mich selbst bemitleide. Kurz ein paar Schoko-Bons vernichtet. Kurz ein bisschen rumgesurft. Dieses Video gefunden, "Everybody´s Free (To Wear Sunscreen)" von Baz Luhrmann, und mich so darüber gefreut. Wann habe ich diesen Song zuletzt gehört? Die Wikipedia sagt 1999, ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr an das Jahr erinnern. Eben die Geschichte zu diesem Song nachgelesen und die Kolumne "Advice, like youth, probably just wasted on the young" von Mary Schmich im "Chicago Tribune" vom 1. Juni 1997, die in "Everybody´s Free (To Wear Sunscreen)" vorgelesen wird. Verdammt, ist das gut. Hier ist der Song. Und ein paar Punkte der Liste von Mary Schmich, die ich mir jetzt mal ausdrucken und hinten in meinen Kalender legen werde. Für Tage wie diese.
Wear sunscreen.
Do one thing every day that scares you.
Sing.
Don´t be reckless with other people´s hearts. Don´t put up with people who are reckless with yours.
Floss.
Don´t waste your time in jealousy. Sometimes you´re ahead, sometimes you´re behind. The race is long and, in the end, it´s only with yourself.
Remember compliments you receive. Forget the insults. If you succeed in doing this, tell me how.
Don´t feel guilty if you don´t know what you want to do with your life. The most interesting people I know didn´t know at 22 what they wanted to do with their lives. Some of the most interesting 40-year-olds I know still don´t.
Dance, even if you have nowhere to do it but your living room.
Understand that friends come and go, but with a precious few you should hold on. Work hard to bridge the gaps in geography and lifestyle, because the older you get, the more you need the people who knew you when you were young.
Be careful whose advice you buy, but be patient with those who supply it. Advice is a form of nostalgia. Dispensing it is a way of fishing the past from the disposal, wiping it off, painting over the ugly parts and recycling it for more than it´s worth.
But trust me on the sunscreen.
(Hier ist die ganze Kolumne nachzulesen).
DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: BRATAPFEL-MARMELADE UND EIN WEIHNACHTS-MIXTAPE
Zum Ende der Weihnachtstee-Woche (und zum Abschied für die Gäste) gibt es heute ein kleines Geschenk: selbstgemachte Bratapfel-Marmelade. Viel einfacher zu machen als ich dachte (und so gut!):
BRATAPFEL-MARMELADE (nach einem Rezept aus dem Blog vom Gaarn-Magazin für Nähkultur)
für 4-5 Gläser
800g Äpfel, geschält und klein geschnitten
350g Gelierzucker 2:1
eine Handvoll gehobelte Mandeln
2-3 EL Zitronensaft
50g Rosinen
1-2 TL Zimt
Die Rosinen in warmem Wasser einlegen (im Originalrezept wird dafür Rum verwendet, das geht natürlich auch). Die Gläser reinigen, dafür jedes Glas eine Minute lang in kochendes Wasser geben und auf einem Küchentuch abkühlen lassen. Die geschälten und geschnittenen Äpfel mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Die Apfelstücke mit dem Gelierzucker und dem Zimt in einen Topf geben, unter Rühren aufkochen lassen, die Rosinen dazu geben und alles 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum Schluss die Mandeln dazugeben. Die Marmelade auf die Gläser verteilen, gut verschließen und die Gläser für ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht.
A MERRY LITTLE CHRISTMAS
1) She & Him: Have Yourself A Merry Little Christmas
2) Jenny O.: Get Down For The Holidays
3) Eels: Everything´s Gonna Be Cool This Christmas
4) Winston Jazz Routine: Through The Snow
5) Catherine Feeny: The Christmas Song
6) Surjan Stevens: The Friendly Beasts
7) Florence + The Machine: Last Christmas
8) Feist: Lo, How A Rose E´re Blooming
9) Joni Mitchell: River
10) Judy Garland: Merry Christmas
11) Blitzen Trapper: Christmas is Coming Soon
12) Regina Spektor: My Dear Acquaintance (A Happy New Year)
Danke für die schöne Woche mit euch, liebe Guerilla Bakery.
Ich wünsch euch ein gemütliches Wochenende und einen schönen zweiten Advent!
EIN LEISER TAG
Ein Tag Pause, durchatmen, Luft holen, Musik hören, Kaffee trinken, mehr Kaffee trinken, backen, lesen, liegen, Creme aufs Gesicht. Diese Frauen haben mir Gesellschaft geleistet:
Sibylle Baier. Was für eine Entdeckung. Und was für eine Geschichte.
Florence + the Machine. Dieses eine Lied: Dog Days Are Over.
Dillon. You Are My Winter. Hier ist die ganze Folge "Aufnahmezustand: Dillon".
Und Boy. Immer wieder.
Sibylle Baier. Was für eine Entdeckung. Und was für eine Geschichte.
Florence + the Machine. Dieses eine Lied: Dog Days Are Over.
Dillon. You Are My Winter. Hier ist die ganze Folge "Aufnahmezustand: Dillon".
Und Boy. Immer wieder.
KIRSTENS FÜNF: STÄDTEREISEN
Ich habe Urlaub. Sogar richtig lange. Nach einem arbeitsreichen bisherigen Jahr heiß ersehnt. Ich merke, dass Menschen, die mich nach meinem Reiseziel fragen, große Erwartungen haben. Vermutlich würden Antworten wie "Och, ich wollte schon immer mal ein paar polynesische Inseln erkunden", oder "Ich tausche mit einem Architekten aus Japan für ein paar Wochen die Wohnung. Der interessiert sich für die 50er-Jahre-Bebauung in Köln und, naja, Tokyo stand ja schon lange auf meiner Liste", diese Erwartungen befriedigen. Die Wahrheit ist: Ich bin im Moment zu müde. Zu müde, einen neuen Ort kennenzulernen. Ich hab das tiefe Bedürfnis, einfach zuhause zu bleiben. Nachmittags im Café sitzen und lesen. Mal in ein Museum gehen oder mir ein Bauwerk von innen anschauen, an dem ich sonst immer nur vorbeilaufe. Freunde treffen und solche Verabredungen nicht nur um den Arbeitsalltag drumrum organisieren. Zweimal hintereinander am gleichen Tag ins Kino gehen. Auf dem Sofa rumlümmeln und endlich die zweite Staffel "Downton Abbey" schauen, tagsüber, stundenlang. Dann mal raus auf den Balkon, für eine Kuchenlänge. Und wieder rein und weitergucken. Oder einfach nur laut und lange Musik hören. Zum Fernreisen reichen mir diesen Sommer ein paar Filme und Bücher. Hier meine fünf liebsten:
Bei jedem Film von WES ANDERSON bin ich gespannt, wo die Reise diesmal hingeht. In ein Pfadfinderlager. Unter die Meeresoberfläche. Per Zug durch Indien. Vor allem: In die Anderson-Version dieser Orte, denn es sind schrullige, bunte, sorgfältig komponierte Fantasiegebilde. Und so liebe ich es, mit Anderson und seinen "Royal Tennenbaums" in ein New York zu reisen, wie ich es in der Realität nicht erleben könnte. Ich bin gerührt von dieser dort wohnenden, schrecklich beknackten Familie, die trotz aller Egomacken nicht ohne einander kann. Ich liebe, wie ein knurriger Gene Hackman heimlich seinen Enkeln beibringt, was Spaß ist. Wie Bill Murray sich wie ein melancholischer bärtiger Maulwurf vergeblich um seine junge Frau Margot bemüht. Wie eine kajaltriefende Gwyneth Paltrow stoisch ihre Zigaretten raucht. Wie ein hüftsteifer Danny Glover Angelica Huston ungelenk einen Heiratsantrag macht. Und das Tenenbaum-Haus, in dem sich alle immer wieder begegnen, irgendwo in New York.
Ich höre selten Popmusik im klassischen Sinne. Ich bezeichne neongelbe Radlerhosen mit Fransen und Blumenshirts mit Monsterschulterpolstern für gewöhnlich nicht als sexy. Und dann kommt SANTIGOLD. Zeigt, dass frau in Popsongs nicht nur über Liebe, Jungs und Herzschmerz singen muss. Dass sie musikalisch alles mixen kann, worauf sie Bock hat. Dass knallbunte Videos in 90er-Ästhetik immer noch cool sind und mich ein bisschen selig an viel vor MTV vertrödelte Provinzjugend erinnern. "So machen wir das in Brooklyn", sagt sie auf der Bühne, freut sich über die jubelnde Menge und lacht. Vor allem macht sie ihr eigenes Ding. Was ne coole Sau. Ich kann einen Konzertbesuch nur empfehlen. Oder das laute Hören ihrer Songs beim nächtlichen Fahren durch die Stadt.
Eine Querflöte zirpt, das Schlagzeug wird sanft angeschlagen, die Gitarre dazu, Streicher und Bläser setzen ein und ein Mann tanzt mit seiner Stimme darüber. Das ist nicht Brooklyn, das ist London. Und das Gegenteil von modern. Bluesig, soulig, eine Zeitreise in die 60er Jahre, an denen MICHAEL KIWANUKA offensichtlich Lust hat. Meiner Fußballunlust verdanke ich, über diesen Sänger gestolpert zu sein. Arte statt EM. Zum Glück. Im Herbst will ich ihn unbedingt auf der Bühne sehen.
Das Arte-Programm hat mich mit seinem "Britishness"-Themenschwerpunkt auch durch den Rest der EM gerettet. Von London aus bin ich aufs Land weitergereist und einmal die Woche in JANE AUSTENS Welten abgetaucht. Wunderbar, wenn Dialoge immer erstmal mit einer Frage eröffnet werden, ob es denn auch den Eltern und Geschwistern gesundheitlich gut gehe. Immer wieder schön: Die BBC-Verfilmung von "Pride and Prejudice". Die mit Colin Firth als Mr. Darcy und der berühmten Teich-Szene, bei der die Zuschauerin unwiderruflich den gleichen entrückten Gesichtsausdruck bekommt wie Elizabeth Bennet. Colin Firth wird wohl trotz Oscargewinn für immer der Mann bleiben, der selbst in teichfeuchtem Zustand seine Elizabeth erstmal fragt, ob denn auch ihre Eltern wohlauf seien.
Mit JULIE DELPY macht mir Städtereisen besonders Spaß. Ich staune über ihr wunderschönes Gesicht, als sie in "Drei Farben: Weiß" mit ihrem polnischen Ehemann hadert und am Ende in Warschau strandet. Wie unfassbar jung sie da war und ebenso in "Before Sunrise", als sie mit Ethan Hawke durch Wien läuft. Wie sie ihm Jahre später in Paris wieder begegnet (ob es jemals einen dritten Teil dieser Filmreihe geben wird? Und in welcher Stadt treffen sich Julie und Ethan dann?). Wie sie und ihre Familie ihren amerikanischen Freund in Paris und in New York an den Rand des Nervenzusammenbruchs führen. Woody Allen verschlägt es in seinem nächsten Film nach Rom (und endlich spielt er auch selbst wieder mit), aber sollte er irgendwann keine Filme mehr machen, hab ich das beruhigende Gefühl, dass mit Madame Delpy eine würdige Nachfolgerin im Schaffen großartiger neurotischer Filmcharaktere schon bereit steht.
Und ihr? Wenn Geldbeutel, Wetter, Terminkalender oder andere das Reisen verhindern, welcher Film oder welche Musik hilft als Ersatz?
Kirsten
Bei jedem Film von WES ANDERSON bin ich gespannt, wo die Reise diesmal hingeht. In ein Pfadfinderlager. Unter die Meeresoberfläche. Per Zug durch Indien. Vor allem: In die Anderson-Version dieser Orte, denn es sind schrullige, bunte, sorgfältig komponierte Fantasiegebilde. Und so liebe ich es, mit Anderson und seinen "Royal Tennenbaums" in ein New York zu reisen, wie ich es in der Realität nicht erleben könnte. Ich bin gerührt von dieser dort wohnenden, schrecklich beknackten Familie, die trotz aller Egomacken nicht ohne einander kann. Ich liebe, wie ein knurriger Gene Hackman heimlich seinen Enkeln beibringt, was Spaß ist. Wie Bill Murray sich wie ein melancholischer bärtiger Maulwurf vergeblich um seine junge Frau Margot bemüht. Wie eine kajaltriefende Gwyneth Paltrow stoisch ihre Zigaretten raucht. Wie ein hüftsteifer Danny Glover Angelica Huston ungelenk einen Heiratsantrag macht. Und das Tenenbaum-Haus, in dem sich alle immer wieder begegnen, irgendwo in New York.
Ich höre selten Popmusik im klassischen Sinne. Ich bezeichne neongelbe Radlerhosen mit Fransen und Blumenshirts mit Monsterschulterpolstern für gewöhnlich nicht als sexy. Und dann kommt SANTIGOLD. Zeigt, dass frau in Popsongs nicht nur über Liebe, Jungs und Herzschmerz singen muss. Dass sie musikalisch alles mixen kann, worauf sie Bock hat. Dass knallbunte Videos in 90er-Ästhetik immer noch cool sind und mich ein bisschen selig an viel vor MTV vertrödelte Provinzjugend erinnern. "So machen wir das in Brooklyn", sagt sie auf der Bühne, freut sich über die jubelnde Menge und lacht. Vor allem macht sie ihr eigenes Ding. Was ne coole Sau. Ich kann einen Konzertbesuch nur empfehlen. Oder das laute Hören ihrer Songs beim nächtlichen Fahren durch die Stadt.
Eine Querflöte zirpt, das Schlagzeug wird sanft angeschlagen, die Gitarre dazu, Streicher und Bläser setzen ein und ein Mann tanzt mit seiner Stimme darüber. Das ist nicht Brooklyn, das ist London. Und das Gegenteil von modern. Bluesig, soulig, eine Zeitreise in die 60er Jahre, an denen MICHAEL KIWANUKA offensichtlich Lust hat. Meiner Fußballunlust verdanke ich, über diesen Sänger gestolpert zu sein. Arte statt EM. Zum Glück. Im Herbst will ich ihn unbedingt auf der Bühne sehen.
Das Arte-Programm hat mich mit seinem "Britishness"-Themenschwerpunkt auch durch den Rest der EM gerettet. Von London aus bin ich aufs Land weitergereist und einmal die Woche in JANE AUSTENS Welten abgetaucht. Wunderbar, wenn Dialoge immer erstmal mit einer Frage eröffnet werden, ob es denn auch den Eltern und Geschwistern gesundheitlich gut gehe. Immer wieder schön: Die BBC-Verfilmung von "Pride and Prejudice". Die mit Colin Firth als Mr. Darcy und der berühmten Teich-Szene, bei der die Zuschauerin unwiderruflich den gleichen entrückten Gesichtsausdruck bekommt wie Elizabeth Bennet. Colin Firth wird wohl trotz Oscargewinn für immer der Mann bleiben, der selbst in teichfeuchtem Zustand seine Elizabeth erstmal fragt, ob denn auch ihre Eltern wohlauf seien.
Mit JULIE DELPY macht mir Städtereisen besonders Spaß. Ich staune über ihr wunderschönes Gesicht, als sie in "Drei Farben: Weiß" mit ihrem polnischen Ehemann hadert und am Ende in Warschau strandet. Wie unfassbar jung sie da war und ebenso in "Before Sunrise", als sie mit Ethan Hawke durch Wien läuft. Wie sie ihm Jahre später in Paris wieder begegnet (ob es jemals einen dritten Teil dieser Filmreihe geben wird? Und in welcher Stadt treffen sich Julie und Ethan dann?). Wie sie und ihre Familie ihren amerikanischen Freund in Paris und in New York an den Rand des Nervenzusammenbruchs führen. Woody Allen verschlägt es in seinem nächsten Film nach Rom (und endlich spielt er auch selbst wieder mit), aber sollte er irgendwann keine Filme mehr machen, hab ich das beruhigende Gefühl, dass mit Madame Delpy eine würdige Nachfolgerin im Schaffen großartiger neurotischer Filmcharaktere schon bereit steht.
Und ihr? Wenn Geldbeutel, Wetter, Terminkalender oder andere das Reisen verhindern, welcher Film oder welche Musik hilft als Ersatz?
Kirsten
THAT SUMMER FEELING - MIXTAPE NO.3
Ein Mixtape für faule Sommernachmittage. Hier anzuhören.
1 The Parlour Suite: The Goldenhand
2 Girls: Lust for Life
3 The Kooks: Seaside
4 Serge Gainsbourg: Sous Le Soleil Exacement
5 Concorde: Stay High
6 Feist: 1 2 3 4
7 Boy: July (Akustik Version)
8 Badly Drawn Boy: A Minor Incident
9 Super 700: Life With Grace
10 Of Monsters and Men: Love Love Love
11 Kings of Convenience: Me In You
12 Jonathan Richman: That Summer Feeling
EINFACH NUR SO
Eben dieses Video geschickt bekommen (danke, Nicky!). Feuchte Augen. Sehr feuchte Augen. Und wenn wir schon dabei sind:
(Und schon ist es wieder vorbei mit der Fassung.)
EIN PAAR DINGE, DIE MIR GERADE GUTE LAUNE MACHEN
Eine dieser Wochen, in denen der Berg Arbeit irgendwie nie kleiner wird und der Sommer hauptsächlich vorm Fenster stattfindet. Das Gute an solchen zähen Wochen: Am Ende ist trotzdem Freitag. Und dieser Freitag ist der Freitag vorm freien Montag. Oh, ja. Hier sind ein paar Dinge, die mir gute Laune machen:
* Die Fotos von Brian W. Ferry, oben zu sehen. Schönheit.
* Der Herzpullover und die Pinguin-Bluse, die ich mir bestellt habe. Nachdem ich diese Fotos gesehen habe. Herzen und Pinguine? Doch, musste sein.
* Erdbeeren. Erdbeeren. Erdbeeren.
* Dieses Kinderbuch. (Danke für den Tipp, Kati!).
* Dieser Film. Irgendwie verpasst letztes Jahr, diese Woche gesehen und wirklich gemocht.
* Und dieser Film. Diese Woche ebenfalls zufällig gesehen und wirklich gemocht. Wie toll ist denn bitte Emma Stone?
* Eiskaffee. In meinem Lieblingscafé tun sie noch eine Winzigkeit dunkle Schokolade in ihren Frappé, ich bin absolut süchtig danach und muss am Wochenende mal ausprobieren, ob ich das nicht auch hinkriege.
* 20 Kilo Zeitschriften, die darauf warten, gelesen zu werden.
* Wie Fanny ihren Teddy badet. Mit Haarewaschen und allem drum und dran.
* Dieses unfassbar rührende Video. Und die Geschichte dazu.
* Significant Others.
* Wind durchs offene Küchenfenster.
* Katjeskinder. Ungefähr hundert Jahre nicht mehr gegessen, jetzt kann ich plötzlich nicht genug von Lakritz bekommen.
* Dieses Lied:
Und ihr so? Ein schönes Wochenende!
Fotos: Brian W. Ferry (1+2+3)
Slomo All rights reserved © Blog Milk Powered by Blogger














