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LIEBLINGSBLOGS: MODE & BEAUTY

Keine Ahnung, was diese Woche los ist, wahrscheinlich der Frühling und die Erleichterung, aus der Winter-Uniform herauszukommen - ich habe jedenfalls Modeheißhunger. Deswegen gibt es als Teil der kleinen Slomo-Modewoche heute meine Lieblingsblogs. Blogs, die mir eine Idee geben, was ich mit meinem Sachen anstellen könnte (ich gehöre leider nicht zu den Frauen, die mit geschlossenen Augen in den Kleiderschrank greifen können und dabei garantiert ein tolles, müheloses Outfit zutage fördern...), ich bin dankbar für Inspiration. Diese Blogs schaffen das immer wieder:

MODE

Oh, Frantastic. Apropos mühelos. Franziskas Weblog ist genau das. Dürfte ich mir einen Kleiderschrank klauen, dann wäre es vermutlich ihrer. Geklaut habe ich mir auch ihre Frisur, die finde ich nämlich so schön, dass ich mich endlich getraut habe, meine Haare abzuschneiden. (Die beiden Fotos oben sind von ihr).

Andy Heart. Minimalistisch und schnörkellos - Ann Kim bleibt ihrem eigenen Stil treu, das mag ich sehr.

AfterDRK. Sabrina Meijer aus Amsterdam bloggt schon seit 2009, ich habe sie erst vor kurzem entdeckt und gucke seitdem regelmäßig, auch weil Sabrina es immer schafft, Klassiker modern aussehen zu lassen.

Journelles. Muss man ja niemandem mehr erklären. Gut gemacht, lese ich gern.

Closet Visit. Ich könnte stundenlang in die Kleiderschränke anderer Frauen gucken - was vermutlich der Grund ist, warum ich immer so gerne auf dieser Seite versacke.

Backyard Bill. Noch eine Seite, mit der ich mich herrlich vor der Arbeit drücke: Backyard Bill portraitiert interessante Menschen und ihren ganz eigenen Stil (und man sieht den Bildern an, wie sehr er die Menschen mag, die er fotografiert).

Man Repeller. Dieses Video sagt alles, finde ich.

A Love is Blind. Das Weblog von Fotografin Sandra Semburg (hier schon einmal vorgestellt).

Spruced. Das Blog meiner Freundin Marlene, die hier ja auch regelmäßig über Mode schreibt.

Inattendu. Lese ich schon ewig und noch genauso begeistert wie am ersten Tag: Tines puristische Schönheit "Inattendu".

Garance Doré. Immer noch.

Sara Strand. Schlichte, aber niemals langweilige Outfits - wie auf diesen beiden Bildern (und übrigens auch sehr schöne Instagram-Fotos @sarastrandno).







BEAUTY

Lisa Eldridge. Ich bin ein bisschen süchtig nach ihren Videos: toll erklärte, nachschminkbare Make-Ups.

Primer & Lacquer. Reviews, Lieblingsprodukte, Wunschzettel, Interviews - ich mag, wie abwechslungsreich das Blog von Make-Up-Artistin Ariane Stippa ist. Ihren unkomplizierten Ton mag ich auch.

Foxy Cheeks. Sehr schön fotografiertes, mit Liebe geführtes Make-Up-Blog, auf dem ich schon viele Entdeckungen gemacht habe.

Into the Gloss. Wenn ich ehrlich bin, verwirrt mich das Layout dieser Seite etwas, ich weiß nicht so recht, wohin ich eigentlich zuerst gucken soll - der Inhalt mit Kategorien wie "Top Shelf" gefällt mir aber.

The Formula. Die Seite von Aimee Blaut habe ich gerade erst entdeckt: sehr gut gemacht, angenehm unaufgeregt und mit schönen Rubriken wie "You are a babe".

Falls ihr Lust habt, schreibt doch eure Lieblinge in die Kommentare, ich freue mich über neue Entdeckungen!

Fotos: Franziska @ Oh, Frantastic (1+2), Sara Strand (3+4)

BLOGLIEBE: JUST LITTLE THINGS







Ein Blog über die kleinen, großen Dinge des Lebens: Just Little Things. Das Buch "Just Little Things: A Celebration of Life´s Simple Pleasures" von Nancy Vu erscheint im Mai 2013 bei Penguin.

Ein paar kleine Dinge, die mir das Leben schöner machen:
Der Duft von frischem Basilikum.
Wenn der Kaffee morgens schon fertig ist.
Wenn sich das Kind hundert Mal vor Lachen kugelt, bloß weil man "Apfelstrudel" sagt.
Hören, wie das Kind "Appeltudel" sagt.
Etwas abgeben, an dem man ewig rumgefeilt hat.
Etwas anfangen, vor dem man sich ewig gedrückt hat.
Eine Postkarte im Briefkasten.
Eine heiße Dusche.
Und ein Becher heißer Kakao.
Die schnelle Schlange im Supermarkt zu erwischen.
Jemanden anzurufen, der einen in dieser Sekunde auch anrufen wollte.
Wenn über Nacht eine Blume aufgegangen ist.
Etwas gleich beim ersten Mal haargenau richtig abzumessen.
Einen Fünf-Euro-Schein in der Hosentasche zu finden.
Hören, wie der Regen gegen die Fensterscheibe prasselt.
Ein Teller Spaghetti Bolognese.

PS: Auch schön: Die "1000 Gefühle" von Mario Giordano.

WIEDER DA



Da bin ich wieder. Ein paar schöne, blogfreie Tage waren das. Das Bloggen vermisst und nicht vermisst. Viel gelesen und endlich mal wieder richtig in einem Roman versunken (und ich versinke immer noch: "Die Kunst des Feldspiels", was für ein Buch). Auch gelesen: das neue "Deli", das ich gerne mag (nicht nur, weil ich im ersten Heft meine Küche zeigen durfte). Viel draußen gewesen, durchgeatmet und Blätter geguckt. Zimtschnecken gebacken. Die Wohnung ein bisschen umdekoriert, neue Bilderrahmen, neue Lichterkette, eine neue Lampe bestellt. Fannys Mokassins vom Zoll geholt. Ungefähr 100 Mal den Süßkartoffel-Feigen-Ziegenkäse-Salat aus dem neuen Kochbuch von Yotam Ottolenghi gekocht. Drei Entdeckungen gemacht, über die ich mich immer noch gar nicht einkriegen kann: das "Fabulous Face Oil" von Aesop, schwarz-weiße Nikes und Katie Quinn Davis` Kochbuch "What Katie Ate". Endlich meinen Kleiderschrank ausgemistet. Auch Slomo ein wenig umdekoriert und ein neues Kleid angezogen. Und wieder Sehnsucht bekommen zu schreiben, zu bloggen, hallo zu sagen. Hier sind wir also, Slomo, das neue Layout und ich. Hallo, ich freu mich sehr.

UNGEFÄHR SO...



... stell ich mir das vor. Himmel, ich kann nicht aufhören zu heulen. Ist das schön. So viel Liebe. Das Hochzeitsvideo von James und Aubrey, gefilmt von Geoff Boothby/ Landshark. (Und falls ihr es nicht ohnehin längst kennt: das Bleubird-Blog).

EIN PAAR DINGE, DIE MIR GERADE GUTE LAUNE MACHEN




Eine dieser Wochen, in denen der Berg Arbeit irgendwie nie kleiner wird und der Sommer hauptsächlich vorm Fenster stattfindet. Das Gute an solchen zähen Wochen: Am Ende ist trotzdem Freitag. Und dieser Freitag ist der Freitag vorm freien Montag. Oh, ja. Hier sind ein paar Dinge, die mir gute Laune machen:

* Die Fotos von Brian W. Ferry, oben zu sehen. Schönheit.
* Der Herzpullover und die Pinguin-Bluse, die ich mir bestellt habe. Nachdem ich diese Fotos gesehen habe. Herzen und Pinguine? Doch, musste sein.
* Erdbeeren. Erdbeeren. Erdbeeren.
* Dieses Kinderbuch. (Danke für den Tipp, Kati!).
* Dieser Film. Irgendwie verpasst letztes Jahr, diese Woche gesehen und wirklich gemocht.



* Und dieser Film. Diese Woche ebenfalls zufällig gesehen und wirklich gemocht. Wie toll ist denn bitte Emma Stone?



* Eiskaffee. In meinem Lieblingscafé tun sie noch eine Winzigkeit dunkle Schokolade in ihren Frappé, ich bin absolut süchtig danach und muss am Wochenende mal ausprobieren, ob ich das nicht auch hinkriege.
* 20 Kilo Zeitschriften, die darauf warten, gelesen zu werden.
* Wie Fanny ihren Teddy badet. Mit Haarewaschen und allem drum und dran.
* Dieses unfassbar rührende Video. Und die Geschichte dazu.



* Significant Others.
* Wind durchs offene Küchenfenster.
* Katjeskinder. Ungefähr hundert Jahre nicht mehr gegessen, jetzt kann ich plötzlich nicht genug von Lakritz bekommen.
* Dieses Lied:



Und ihr so? Ein schönes Wochenende!
Fotos: Brian W. Ferry (1+2+3)

VIER SEITEN, DIE MICH GERADE HUNGRIG MACHEN


"Celebrating the awesomeness of food" steht über Stephanie Les Blog und viel besser kann man es auch gar nicht beschreiben. Dieses Food-Blog ist ein Fest. Und ich bin hin und weg.
Fotos: Stephanie Le.





Food-Stylist, Rezept-Entwickler, Fotograf, Wahl-Stockholmer. Ich mag, wie hell und leicht seine Bilder sind. Ich mag, dass auf seinen Bilder genossen und rumgefleckt wird. So gut.



Natürlich liebe ich dieses Weblog auch, weil die Frau, die "Comme un lait fraise" schreibt, Fanny heißt.  Genauso toll finde ich die Fotos, die sie macht, die Bilder, die sie zeichnet, die Rezepte, die sie sich ausdenkt und die Art, wie sie schreibt. Ich würde schrecklich gerne einen Abend lang mit Fanny Desserts essen und über das Leben reden. Oder darüber, wie sie eine Patissière wurde. Ja, das wäre schön.



Falls ich mal wieder zu faul dazu bin, mir etwas Anständiges zu kochen, muss ich nur fünf Minuten auf Sarah Brittons Weblog gehen. Leckere, gesunde Rezepte, umwerfend schön fotografiert. Beeindruckend.
Fotos: Sarah Britton.

Jetzt wüsste ich zu gern: Welche Food-Blogs machen euch gerade hungrig? Und glücklich?

UNITED SPIELVERDERBER

Eine Email bekommen, in der mir eine Frau schreibt, wie schrecklich sie es findet, dass bei mir immer alles ganz wunderbar, wundertoll und herrlich sei. Und dann all diese netten Kommentare, schreibt sie, die immer nur alles super finden. Grauenhaft. 


Ich könnte da jetzt drüber stehen. Let Karma take care of it, dann lies doch woanders, zwingt dich doch niemand, dir so viel grauenhafte gute Laune anzutun, gibt ja sicher genug Orte im Netz, die dich nicht mit Freundlichkeit belästigen.


Aber ich steh nicht drüber. Ich denke darüber nach.


Erster Gedanke: Wenn du wüsstest, wie superhappy ich gerade bin. Ich habe Migräne, schon seit drei Tagen, ich habe Rückenschmerzen, ich tue mich außerordentlich schwer damit, mein Kind in die Kita zu schicken, ich tue mich außerordentlich schwer damit, einen geraden Satz zu schreiben und anständig zu arbeiten, ich habe einen Pickel von der Größe des Empire State Buildings, das Kind hat drei Stunden zum Einschlafen gebraucht, die Bratkartoffeln sind angebrannt, die erste Mahlzeit, die ich heute kriege, gleich werde ich noch ein bisschen arbeiten, es ist halbzwölf. Der einzig wirklich gute Moment heute: mit Fanny zu Darwin Deez und Phoenix zu tanzen. Danke der Nachfrage.


Zweiter Gedanke: Natürlich kann man das alles doof finden. Die Dinge, die ich schreibe, fühle, zeige, liebe. Geschmäcker sind nun einmal unterschiedlich. Total legitim. Warum man allerdings etwas liest, was man so total grauenhaft findet, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Muss ich aber auch nicht können.


Dritter Gedanke: Ein Fragezeichen. Können Weblogs zu glücklich sein? Ich lese einen ganzen Haufen schrecklich glücklicher Weblogs. Weblogs, in denen Menschen sich glücklich kochen, basteln, backen, fotografieren, schreiben. Ich bin froh, diese Orte zu kennen. Froh, dass ich an einem Tag wie diesem zwischendurch mal fünf Minuten darüber nachdenke, ob ich Fanny auch so ein großartiges Namens- und Gesichterbuch machen kann wie Joanna für Toby. Froh, dass ich ganz hibbelig werde, wenn ich die in Gold getauchten Gläser auf "Say Yes to Hoboken" sehe. Froh, dass ich breit grinsen kann, wenn ich diese Bilder sehe. Oder diese. Oder diese. Oder dieses Sandwich. Aber es ist nicht nur das. Nicht nur die Freude darüber, an Tagen wie diesen (und an allen anderen) Orte zu kennen, die mich glücklich machen. Ausflugsdampfer. Schrebergärten. Badewannen. Als ich vor anderthalb Jahren mit Slomo begonnen habe, hätte ich nie damit gerechnet, wie nahe man Menschen sein kann, denen man noch nie begegnet ist. Wie liebevoll, mitfühlend und großzügig ein so abstrakter Ort wie das Internet sein kann. Wie sehr es mir manchmal den Tag rettet, wenn jemand, den ich noch nie gesehen habe, jemand, der auf der Straße einfach an mir vorbei gehen würde, schreibt: Ich denke an dich, du bist nicht allein mit diesem Gefühl. Oder manchmal auch: Yeah, diese Schuhe sind wirklich ein Knaller. Wie sehr es mir den Tag rettet, wenn ich an Fannys allererstem Kita-Tag ein kleines Paket von K. bekomme, einfach so, weil sie weiß, dass ein allererster Kitatag nicht so ganz leicht ist. Vielleicht auch, weil ich hier auf Slomo eigentlich immer nur ich bin. Nie das Gefühl habe, irgendwer anders sein zu müssen. Weil es okay ist, mal durchzuhängen. Oder Angst zu haben. Oder nicht zu wissen, wohin mit mir. Oder glücklich zu sein. Ich glaube, ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so oft verknallt wie in den letzten Monaten. In Weblogs, in Geschichten, in Kommentare, in Emails, in euch.


Dreieinhalbter Gedanke: Aber wenn ich doch manchmal übel drauf bin und Schwermut sich in mir breit macht und meine Tage zerschossen sind und zu viel auf meiner To-Do-Liste steht und ich nicht weiß, wie ich die einzelnen Punkte abhaken soll, ohne dass für jeden abgehakten Punkt zwei neue auf die Liste kriechen, und die Migräne und die Müdigkeit beschlossen haben, sich ausgerechnet mich als Ort für ihren Vergleichskampf auszusuchen - ja, dann kann es doch nicht stimmen, dass dieses Weblog ich ist, dann ist dieses Weblog doch nur mein halbes Ich, das nette, freundliche, gut gelaunte Ich, das ich der Welt entgegen halte, und dann hat das doch etwas Verlogenes, nicht wahr? Vielleicht. Kommt darauf an, was man von einem persönlichen Weblog erwartet. Ob man davon ausgeht, dass es eine Psychotherapeuten-Couch ist, auf der absolut alles raus muss, jedes Unbehagen, jede Träne, jedes Mir-gehts-aber-nicht-immer-so-toll-wie-alle-glauben, jedes der-Kollege-war-aber-heute-scheiße-drauf. Oder ob man den Menschen, die ein persönliches Weblog betreiben, gestattet, sich dieses Weblog so einzurichten wie ein, sagen wir mal: Wohnzimmer. Also möglichst stimmungsaufhellend. Mit hübscher Deko, ein paar schönen Bildern, frischen Blumen, die einen daran erinnern, dass es Schönheit gibt. Statt mit knarzenden Stühlen, die bei der Benutzung so ächzen wie die eigene Seele manchmal. Würde man dem Wohnzimmer nachsagen, dass es falsch ist, weil nichts in ihm darauf schließen lässt, dass die Menschen, die sich aufs Sofa legen, gar nicht immer so fläzig sind? Könnte mein Wohnzimmer jemanden aufregen, weil es wohlig, hell und freundlich ist und deswegen ein falsches Bild von mir abgibt? Ach ja.


Vierter Gedanke: Einfach nur froh. Froh, dass ich keine anderen Sorgen habe als eine mies gelaunte Email, keine anderen Probleme als Kita-Abschiedsschmerz, einen Riesenschädel und Müdigkeit. Das war nicht immer so in meinem Leben. Froh, froh, froh. Von mir aus auch zu glücklich. Falls das überhaupt geht.


FATMUMSLIM UND EIN FEBRUAR VOLLER FOTOS

Seit ich vor ein paar Tagen die "Photo A Day"-Challenge der australischen Bloggerin Fatmumslim entdeckt habe, freue ich mich auf den Februar (Minus 20 Grad? Pffffff....). Die Idee ist einfach und gerade deshalb wunderbar: 29 Tage, 29 Fotos zu 29 Wörtern, die Chantelle sich ausgedacht hat.













Die Fotos werden auf Facebook, Instagram, Twitter, Tumblr oder auch gar nicht gezeigt, falls jemand die Bilder lieber einfach nur für sich macht. Hier sind alle Details. Und hier eine Linkliste von Blogs, die mitmachen. Ihr vielleicht auch?

Liste: Fatmumslim.

EURE FRAGEN (UND EINE WOCHE IN BILDERN)




















Diese Woche hab ich mich ganz besonders auf Freitag gefreut, denn diesmal sind die Fragen von euch. Danke dafür. Und danke überhaupt, für eure Kommentare, fürs Mitfühlen, Mitfreuen und Lesen. Hier sind eure Fragen:

Wie alt bist du?
Ich bin 34. Allerdings nicht mehr sehr lange.

Woher ist euer Sofa?
Unsere graue Liegewiese haben wir in Hamburg bei Dieter Lübke Schaumdesign bestellt, Farbe und Bezug kann man selbst auswählen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir so ein Riesenteil anzuschaffen, bis ich in der Wohnung einer Bekannten dieses Sofa gesehen habe. Es war Liebe auf den ersten Blick und eine der besten Anschaffungen überhaupt: wir können alle gleichzeitig auf diesem Sofa liegen. Fanny kann darauf rumtoben. Unsere Gäste haben ein bequemes Doppelbett. Ich liebe es.

Welche Kamera benutzt du?
Wenn ich Zeit habe, benutze ich meine Pentax K-x. Wenn es schnell gehen soll: mein iPhone. Ich liebe instagram und den Nashville-Filter.

Hast du schon ein Brautkleid?
Hab ich noch nicht. Aber ich hab mich schon ein bisschen verliebt. In dieses hier.

Welches ist dein liebstes Reiseziel?
New York und Paris. Keine Ahnung, woher das kommt, aber sobald ich in New York und in Paris bin, fühle ich mich zu Hause, glücklich, angekommen, wach. Sobald Fanny ein bisschen größer ist, würde ich aber auch schrecklich gerne mal nach Buenos Aires. Und Sydney. Für ein langes Wochenende auf der Liste: Istanbul. Und Barcelona.

Bester Restauranttipp in Berlin?
Für den einen, unvergesslichen Abend: das Reinstoff. Für ein wirklich gutes Schnitzel und Kaiserschmarrn: Zum dritten Mann. Italienisch: Al Contadino sotto le Stelle. Burger: The Bird. Für ein perfektes Steak: das Filetstück.

Wie organisierst du deinen Alltag, so dass du all das tun kannst, worüber du bloggst? Was macht Fanny in der Zeit? Und wann entstehen deine Posts?
Eigentlich besteht mein Tag gerade aus zwei Teilen: Bis zum Abend gehört der Tag mehr oder weniger Fanny. Wir stehen gegen neun Uhr auf, frühstücken in Ruhe, spielen, dann gehen wir meistens raus, machen Einkäufe oder einen Spaziergang. Nach dem Mittagessen schläft Fanny meistens, da erledige ich, was gerade zu erledigen ist, Emails, Telefonate, Post. Die Nachmittage verbringen wir meistens in der Küche, hören Musik, sitzen am Küchentisch und lesen, backen oder kochen. Manchmal will Fanny einfach mitmachen und auch eines von meinen Kochbüchern lesen oder Teig kneten, manchmal räumt sie mit Inbrunst alle Schubladen aus und wieder ein, während ich koche. Sobald Fanny im Bett ist und wir gegessen haben, beginnt für mich der zweite Teil des Tages: ich arbeite. Lese. Und blogge. Meistens wird es ziemlich spät, ein bisschen zu spät, aber ich liebe diese Zeit des Tages, wenn alles ruhig und dunkel ist. Meine Posts entstehen also meistens irgendwann nach Mitternacht. Was mir unheimlich hilft und was ich sehr genieße: Wir arbeiten beide von zu Hause aus. Wir sind immer zu zweit, wir können uns abwechseln, helfen, freie Zeit organisieren. Und jeden Mittwochnachmittag kommt ein Babysitter. Manchmal sitzen wir einfach nur im Café um die Ecke und arbeiten, manchmal machen wir einen langen Spaziergang oder gehen ins Museum. Dieser Nachmittag tut unheimlich gut. Das ändert sich natürlich alles, wenn Fanny in einem Monat in die Kita kommt.

Was bringt dich auf die Palme und kaum wieder runter?
Ich kann es nur schwer ertragen, wenn Menschen offensiv unfreundlich, ruppig, unhöflich sind. Ich bin allergisch gegen allzu dreisten Ideenklau. Und ich kann es nur ganz schlecht ertragen, wenn der HSV verliert. Ich bin überhaupt ein miserabler Verlierer.

Was ist Fannys Lieblingsessen?
Oh, das wechselt ständig. Nach einer ausgiebigen Weißwurst-Phase liebt sie gerade Risotto, French Toast und Äpfel. Und alles, was auf unserem Teller liegt.

Wer ist dein Lieblingsringelshirthersteller?
Mein Lieblingsringelshirt ist von COS.

Warum hast du angefangen zu bloggen?
Ich wollte schon ganz lange bloggen, hab mich aber nie getraut. Als ich dann sehr schwanger mit Fanny war, nicht mehr viel machen konnte und mir ein bisschen die Decke auf den Kopf gefallen ist, habe ich angefangen zu bloggen.

Warum bist du immer noch mit so viel Elan dabei?
Ganz ehrlich: weil es unglaublich glücklich macht. Weil ich durch dieses Weblog die tollsten Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen habe. Weil ich manchmal losheule vor Rührung, wenn ich manche Kommentare und Emails lese (und mir immer noch nicht wirklich vorstellen kann, dass das hier jemand liest). Weil ich durch dieses seltsame Weblog Dinge ausprobiert habe, die ich sonst wahrscheinlich nie ausprobiert hätte (BACKEN? Moi?). Manchmal hilft es auch einfach, wenn man seine schlechten Tage, Fragezeichen und Durchhänger teilen kann. Und gegen Schüchternheit hilft das Bloggen auch ziemlich gut. (Und manchmal hab ich übrigens auch überhaupt keinen Elan, nicht den geringsten, da fällt mir überhaupt nichts ein und ich bin müde und alle und krieg nichts auf die Reihe...).

Was hörst du im Moment am liebsten?
Moment, mal eben kurz nachgucken: Boy. Philipp Poisel (ah, und das hier). James Blake. Nneka. Cat Power. Whitest Boy Alive. Phoenix. Ryan Adams. Robin Thicke. Remy Shand. Jan Delay. Gonzales. Ben Harper.

Die Woche in Bildern: Blauer Himmel und Sonne. Fanny. Neue Auflaufform. Slomo als Lieblingsblog in Nido (yeah!). Den HSV-Schal rausgesucht, morgen geht es endlich mal wieder ins Stadion. Entdeckung der Woche: Maronensuppe mit Kaffee, gebratenen Äpfeln und Pancetta. Tolles Rezept aus dem Kochhaus.

Schönes Wochenende! Und danke für eure Fragen! Jetzt bin ich sehr gespannt, was ihr Steffi gefragt habt...

BLOGLIEBE: ALOVEISBLIND















Was ist das nur mit den Fotos von Sandra Semburg? Einmal kurz auf "Aloveisblind" geguckt, und ich verspüre sofort unsagbare Lust auf pinke Hosen, Lederröcke und Männerhüte. Obwohl ich immer nur Grau und Schwarz und Blau und Weiß trage und Lederröcke ganz sicher nicht. Erste Vermutung: Sandra ist eine verdammt gute Fotografin mit einem unglaublich wachen Blick für Details. Zweite Vermutung: Die Menschen auf Sandras Fotos nehmen Mode ernst - sich selbst dafür nicht ganz so sehr. Dritte Vermutung: Aloveisblind zeigt, dass das "geht gar nicht!", das man selbst so oft im Kopf hat, häufig ein Irrtum ist. Ein Spitzenoberteil mit einem neongelben Gürtel? Pinke Lackschuhe? Neongrüne Heels? Aber ja! Vierte Vermutung: Ich bin gerade gefährlich anfällig für Fashion-Blogs. Denn meine Mode hängt im Schrank, dort, wo sie sicher vor Pfirsich-Bananen-Apfelbrei ist (denn soviel steht fest: Obstbreiflecken gehen wirklich gar nicht). Bis ich mal wieder ausgehe. Was ich eindeutig viel zu selten schaffe. Fünfte Vermutung: Ich möchte auch aussehen wie die Menschen auf Sandras Bildern. So schön leuchten.

Um Sandra ein bisschen besser kennenzulernen, habe ich ihr einen kleinen Fragebogen geschickt, ein 5x5. Hier sind ihre Antworten:

Fünf Geschäfte
Le Printemps, Paris: Hier kann ich ungestört durch sämtliche Designer stöbern oder Sandro-Teile anprobieren, die Verkäufer hinterfragen nicht, ob ich mir das überhaupt leisten kann.
10 Corso Como, Mailand: Concept Store, Gallerie, Café.
Matières à réflextion, Paris: Ein kleiner Laden mit wunderschönem zarten Silberschmuck und Kleidung. Jedes Mal wenn ich nach Paris fahre, kaufe ich noch einen Ring oder eine Kette, nun ja, jetzt brauch ich nichts mehr.
Piet Hein Eick, Eindhoven: Eigentlich nur ein kleiner Shop integriert in eine Restaurant und eine Gallerie mit tollen Piet Hein Eick-Möbeln.
San Maurilio Calzature, Via San Maurilio 7, Mailand: Ein winziger italienischer Schuhladen. Hier kaufe ich die perfekten handgemachten Ballerinas und Mokkassins, außer mir sind nur ältere Damen im Geschäft, die wissen eben, was Qualität ist.

Fünf Stücke aus meinem Kleiderschrank
Meine Joseph-Jacke, ein Doppelreiher aus dunkelblauer Wolle, der sitzt so toll
Der Cashmere-Pulli von meinem Ex-Freund
Schwarze Jeans von Cheap Monday, soo bequem
Meine Chloé-Stiefeletten
Mein bunter Schal von Epices

Fünf Websites
Garance Doré
NY Times Magazine
The Coveteur
NY Magazine/ The Cut
Into the Gloss

Fünf Filme
Wong Kar Wai: In the Mood for Love
Thomas Vinterberg: Das Fest
Eric Toledano: Ziemlich beste Freunde
Matt Tyrnauer: Valentino: The Last Emperor
Adrian Lyne: Lolita

Fünf CDs
Alicia Keys: As I Am
Adele: 21
Keith Jarrett: The Köln Concert
Claudio Baglioni: Tutti Qui
Marisa Monte: Cor de Rosa E Carvao

Mehr Bilder von Sandra Semburg gibt es ab heute übrigens in der Grazia zu sehen: Da zeigen Marlene und James ihre Wohnung.

Alle Fotos: Sandra Semburg.

BOOKSHELF PORN (UND SECHS BÜCHER, DIE ICH ENDLICH LESEN WILL)

















"Bookshelf Porn". Und "Awesome  People Reading". Sofort an "Shakespeare and Company" in Paris gedacht, an den Geruch von alten Büchern, an den Klavierspieler im Hinterraum, die winzige Kammer mit der Schreibmaschine. Die Lesung in dieser Buchhandlung in New York, ein paar Autoren lasen aus "The Best Music Writing", einer von ihnen war so nervös, dass er sich mit dem Rücken zum Publikum drehte, er begann zu lesen, ganz leise, viel zu schnell, dann lauter, langsamer. Mit fester Stimme. Als er sich zum Publikum umdrehte, standen die Zuschauer für ihn auf, sie klatschten und klatschten und ich mit ihnen. Einer dieser Momente, in denen ich mir gewünscht habe, ein New Yorker zu sein. "Barnes & Nobles" am Union Square. Wirklich nicht der schönste Buchladen, aber unser Buchladen, der Buchladen, in dem wir einen Nachmittag vertrödeln, uns in die Gänge setzen, lesen, einen Kaffee holen, den alten Männern im Buchhandlungs-Starbucks beim Schachspielen zusehen, Bücher kaufen, Zeitschriften kaufen, er besorgt sich eine "Barnes & Nobles"-Kundenkarte und ich lache, wofür willst du die denn. Als wir draußen sind, will ich auch so eine. Die Buchhandlung in der Großen Bleiche, ich habe den Namen vergessen, aber nicht die Buchhändlerin, die mir gesagt hat, welche Bücher sie gerade liest. Sie sprach über Bücher wie über Freunde, sie steckte einen mit Liebe an, irgendwann hat der Laden dicht gemacht, was für eine Schande. Ich muss endlich wieder lesen.













Eins. Jeffrey Eugenides: Die Liebeshandlung. Zwei: Sloane Crosley: I was told there´d be cake (ein Weihnachtsgeschenk von einer Frau, deren Geschmack ich gerne besäße). Drei. Julie Orringer: Die unsichtbare Brücke. Vier. Nigel Slater: The Kitchen Diaries. Fünf. Michael Chabon: Mann sein für Anfänger. Sechs. David Simon: Homicide. Ein Jahr auf mörderischen Straßen.

Fotos: Infraleve (1). Tome Reader by Ozyman (2). Asen Todorov (3). Bookshelf Porn Facebook Site (4). Via Eagles and Motorbikes (5).

Und ihr?

An Afternoon With...





























Eben eine Stunde auf der Seite "An Afternoon With..." des New Yorker Fotografen Michael Mundy verbracht. Keine neue Idee, aber wundervoll umgesetzt. "This is a project about people. It is a project about our space and the things we keep and the things we don´t throw away", sagt Mundy. "It is a project about looking for and finding connections we all have. It is about seeing yourself in these spaces. Every picture is a portrait of the owner - be it a room, an object or a view. Every portrait in the end becomes a self-portrait. So in the end this a project about me". Hier ist seine Homepage. Und hier sein toller Blog "The Refind".

(Alle Fotos von Michael Mundy für "An Afternoon With". Via "all the mountains...")

Das Glückspaket fürs Wochenende


Was für eine Woche. Schön, glücklich, dramatisch, traurig. Ein Abschied, der viel zu früh kam, und ich war nachdenklich und melancholisch und habe pausenlos über das Leben nachgedacht, so viele Warums im Kopf und kein einziges Darum. Aber manchmal erinnern einen so dramatische Ereignisse ja auch daran, dass es schon ziemlich gut ist, das Leben. Und nicht selbstverständlich. Ich hasse dieses ganze Carpe-diem-Gequatsche, aber natürlich ist da schon etwas dran. Und wenn diese merkwürdige Woche für irgendetwas gut war, dann vielleicht dafür, mich daran zu erinnern, auf die schönen Dinge zu gucken (statt mich über irgendeinen Mist einzuärgern, viel zu oft, ganz eindeutig). Mal kurz durchzuatmen und zu sehen, was da alles ist. Und da ist viel, großes Glück und kleines Glück und Glück, das einen Dreiviertelmeter groß ist. Ich war selten so dankbar dafür wie diese Woche.

(Hm, wollte ich nicht eigentlich darüber schreiben, was Steffi und ich uns ausgedacht habe? Entschuldigung. Noch einmal von vorn).

Freitag und das Wochenende liegt vor uns. Und als ich mir diese Woche mit der wunderbaren Steffi vom wunderbaren Blog "Ohhh...Mhhh" geschrieben hab, haben wir uns gefragt, ob wir diese Freitage nicht ein bisschen mehr zelebrieren  und feiern sollten. Sollten wir, da waren wir uns sofort einig, deswegen gibt es bei uns ab jetzt jede Woche "Das Glückspaket fürs Wochenende". Dinge, die uns gute Laune machen, auf die wir uns freuen, die wir gucken, kochen, backen, lesen, lieben.

Ich freue mich dieses Wochenende auf:


























































Den besten Schokoladenkuchen der Welt. Den Schokoladenkuchen von Kathreinerle, die Ihr wahrscheinlich schon längst von ihrem unglaublichen Blog "Photisserie" kennt. So göttlich schokoladig. Und saftig. Und trotzdem nicht zu süß, weil ordentlich viel Kaffee drin ist. Und die Glasur. OhGottistdergut. Wollt Ihr auch? Das Rezept (samt wunderschöner Fotos) gibt es hier. (Und liebe Kathreinerle: Willst Du die Bilder nicht bitte mal als Prints rausbringen, ich würde mir die sofort rahmen und überall aufhängen!).






























Worauf ich mich dieses Wochenende noch sehr freue: Das neue Buch "Design Sponge at Home" von Grace Bonney mit all den Dingen, die schon ihr Blog berühmt gemacht haben: wunderschöne Haustouren, Do-it-yourself-Anleitungen und Vorher-Nachhers (ich LIEBE Vorher-Nachher-Geschichten). Hier gibt es noch mehr Bilder. Und hier ein hübsches Video zum Buch.





























Einen langen Spaziergang mit Fanny. Eine Kanne Minze-Honig-Tee. Den Sieg vom HSV über Werder Bremen (haha, schön wär´s). Schlafen.

Macht Ihr mit und verratet uns, was Euch dieses Wochenende glücklich macht?

PS: Hier sind Steffis "Fünf Dinge".

Blog-Liebe: Kiss My Spatula





























Ein sagenhaft toller Food-Blog: "Kiss My Spatula" von Giao aus Kalifornien, Fotografin (wie man sehen kann) und eine fantastische Köchin. Gestern habe ich den "Healthy Chinese Chicken Salad" gemacht, den sich Giao für Design*Sponge ausgedacht hat:


Ist der gut, schnell gemacht und gesund, den mach ich jetzt öfter. Und dieses Blog kommt sofort auf die Leseliste. Über welche Blogs habt Ihr Euch in letzter Zeit gefreut?

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