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WAS GIBT´S ZUM ABENDBROT? SHAKSHUKA
Es gibt viele Gründe für Shakshuka. Weil es kalt und verregnet ist und das Leben endlich wieder wie Sommer schmecken muss. Weil es warm und sonnig ist und Shakshuka so gut zur Leichtigkeit eines solchen Tages passt. Weil ich Kraft brauche, aber sofort. Weil dieses Essen so unheimlich schlotzig ist, dass man immer weiter und weiter essen muss. Weil es so gut tut. Weil es wenig Besseres gibt, als die letzten Soßenreste noch mit einem Stück Milchpide wegzustippen. Außer vielleicht: das Ei anzustechen, das dann goldgelb zerfließt, und es, zusammen mit ein bisschen Soße, mit einem Stück Milchpide aufzustippen. Weil dieses Abendbrot wie Urlaub schmeckt. So ist das mit der Shakshuka und mir. Große Liebe. Hier ist das (leicht abgewandelte) Rezept von Yotam Ottolenghi, mal wieder aus "Genussvoll vegetarisch":
SHAKSHUKA
ZUTATEN (für eine große Pfanne):
1/2 TL Kreuzkümmel
Ein sehr guter Schuss Olivenöl
2 große Zwiebeln, in Ringe geschnitten
2 rote und 2 gelbe Paprika, in 2 cm breite Streifen geschnitten
2 EL brauner Zucker
2 Lorbeerblätter
6 Zweige Thymian, die Blätter abgezupft und gehackt
2 EL gehackte Petersilie
2 EL gehacktes Koriandergrün, mehr zum Drüberstreuen
6 reife Tomaten, grob gehackt
1 Prise Cayennepfeffer
Salz und schwarzer Pfeffer
4 Eier (ggf. mehr, je nachdem wie viele Eier die Esser mögen)
Den gemahlenen Kreuzkümmel in einer sehr großen Pfanne (oder in zwei Pfannen) bei hoher Temperatur ohne Fettzugabe kurz rösten.
Das Öl und die Zwiebeln zugeben und 5 Minuten anbraten.
Die Paprikastreifen, den Zucker und die Kräuter hinzufügen und weitere 5-10 Minuten bei hoher Temperatur braten, bis das Gemüse etwas Farbe bekommt.
Die Tomaten, den Cayennepfeffer und etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
Auf niedrige Temperatur schalten und 15 Minuten garen.
Während des Garvorgangs immer wieder etwas Wasser zugießen (insgesamt bis zu 250 ml), sodass die Mischung die Konsistenz einer Tomatensauce annimmt. (In dieser Phase würde ich vorsichtig sein, dass die Shakshuka nicht anbrennt oder trocken wird).
Bei Bedarf nachwürzen. Es sollte würzig und aromatisch schmecken.
Die Lorbeerblätter entfernen und mit einem Löffel kleine Kuhlen für die Eier ausheben. In jede Lücke ein aufgeschlagenes Ei gleiten lassen.
Mit etwas Salz bestreuen, bei sehr niedriger Temperatur 10-12 Minuten garen, bis die Eier gestockt sind.
Mit frischem Koriander bestreuen.
Dazu passt Fladenbrot oder Milchpide.
Rezept aus: Yotam Ottolenghi, Genussvoll vegetarisch, 288 Seiten, 24,95 Euro, Dorling Kindersley.
EIN KOCHBUCH, EIN REZEPT: DEUTSCHLAND VEGETARISCH
Nachdem ihr so von "Deutschland vegetarisch" geschwärmt habt, habe ich mir Stevan Pauls neues Kochbuch angesehen und kann nur mitschwärmen: Was für ein außergewöhnlich schönes, liebevoll gemachtes Kochbuch. Toll fotografiert und gestaltet (drei Lesebändchen, so etwas mag ich). Vor allem aber: was für tolle Rezepte.
Die Idee: Deutsche vegetarische Rezepte. Gibt es denn da überhaupt so viele, dachte ich kurz, aber die gibt es selbstverständlich: "Bis in die Wirtschaftswunderjahre hinein war Fleisch in deutschen Speisekammern und Küchen eine Sonntagsangelegenheit - etwas ganz Besonderes", schreibt Stevan Paul. "Daher findet sich in allen Bundesländern eine regionale Gemüseküche mit langer Tradition." Das macht natürlich Sinn. Und mir großen Hunger. Die Bärlauch-Mandel-Paste mit Röstkartoffeln aus dem Ofen oder die Remoulade von 1858 mit Pellkartoffeln, zum Beispiel. Spinatomelett oder Zwiebelkuchen. Pilzpfanne und Thüringer Klösse mit dunkler Soße. Mir haben es aber vor allem auch die süßen Rezepte angetan: Gebratene Griessschnitten mit Rhabarberkompott, Kirschenmichel, Zwetschgenklösse, Süsse Nudeln mit Backobstkompott und Ofenschlupfer. Ich könnte endlos weitermachen, es gibt tatsächlich wenig Rezepte, die mich nicht neugierig machen.
Das Rezept, das ich heute gebacken habe, hat hier allen herrlich geschmeckt: Süße Rohrnudeln mit Vanillesauce. Ein tolles Rezept für einen Sonntagvormittag. Wenn man nach dem Frühstück gemütlich anfängt zu backen, hat man zum Mittagessen dampfende, duftende, mit Pflaumenmus gefüllte Rohrnudeln. Das dauert eine Weile, der Teig muss drei Mal gehen (sehr zum Entzücken des kleinen Mädchens, das ihn jedes Mal samt Einschlaflied zugedeckt hat), aber ich finde es schön, wenn sich ein Rezept (und ich mir) mal Zeit lässt (keine Zeit haben wir ja alle oft genug). Hier ist das Rezept:
SÜSSE ROHRNUDELN MIT VANILLESAUCE
ZUTATEN FÜR DIE ROHRNUDELN (für eine Auflaufform)
100ml Milch
280g Mehl (Typ 405)
20g frische Hefe
ca. 50g Zucker
40g weiche Butter
4 Eigelb (Größe M)
1 Ei (Größe M)
Prise Salz
Mehl für die Arbeitsfläche
ca. 80g Zwetschgenmus
Butter für die Form
1 EL Sahne
Puderzucker
ZUTATEN FÜR DIE VANILLESAUCE
100ml Sahne
1 Vanilleschote
250ml Milch
50g Zucker
2 Eigelb
8g Speisestärke
Zubereitung der Rohrnudeln:
Die Milch leicht erwärmen.
Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen, die Hefe hineinbröckeln und mit 3 EL Milch, 1 TL Zucker und Mehl vom Rand weg verrühren.
Den Vorteig mit einem Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort eine Viertelstunde gehen lassen.
Die restliche Milch, den restlichen Zucker, die weiche Butter, 3 Eigelb, Ei und Salz zugeben.
Mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den Teig auf einer bemehlten Fläche mit den Händen 2 Minuten kräftig kneten. (Bei mir war er noch sehr feucht, deswegen habe ich noch ein wenig Mehl dazu gegeben).
In einer Schüssel mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.
(Das ist ein guter Moment, die Vanillesauce zu machen, Anleitung unten.)
Den aufgegangenen Teig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen.
Die Rolle in 12 Stücke schneiden.
Jedes Stück mit den Händen leicht flach drücken und mit je 1 TL Zwetschgenmus füllen.
Den Teig über die Füllung klappen, zusammendrehen, rund formen und mit der Nahtseite nach unten nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform setzen.
Mit einem Küchentuch bedecken und 20 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Das Eigelb mit der Sahne verquirlen und die Oberfläche der Rohrnudeln damit bestreichen.
Für 30-35 Minuten backen.
Mit Puderzucker bestäuben.
Zubereitung der Vanillesauce:
Die Sahne cremig-steif schlagen.
Die Vanilleschote längs halbieren und mit Milch, Zucker, Eigelb und Stärke unter Rühren aufkochen. 1 Minute kochen.
Die Sauce in eine Schüssel geben, die Sahne unterheben und unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.
Falls jemand Stevan Paul noch nicht kennt: Hier ist sein Weblog - dort findet sich auch eine Liste seiner Bücher - Stevan Paul kann nämlich nicht nur sensationell kochen, sondern auch schreiben.
"Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul (Autor) und Katharina Seiser (Herausgeberin), 272 Seiten, Brandstätter Verlag, 34.90 Euro.
DER PLAN FÜRS WOCHENENDE
Der Plan fürs Wochenende: möglichst viel rumliegen, möglichst viel essen (also im Prinzip: Weihnachtsferien - nur ohne Lebkuchen und bei 40 Grad). Nachdem ich im Bad jeden Morgen auf Melanies "Enjoy it. Because it´s happening" gucke, mag ich nun endlich auch den Film zum Spruch sehen: "Vielleicht lieber morgen" ("The Perks of Being A Wallflower"). Am Kühlschrank hängt schon das Rezept für "Penne mit Zwiebelconfit, Rucola und Ziegenkäse" von Vienna Wedekind (sehr empfehlenswertes Blog übrigens), das ich letztes Wochenende probiert habe und großartig fand. Und ein neues Buch wartet auch schon: "Blue Plate Special: An Autobiography of My Appetites" von Kate Christensen (als wäre der Stapel neben dem Bett nicht schon groß genug, aber dieses Buch klingt einfach zu gut..). Was mehr braucht es für ein gutes Wochenende? Außer einem Riesenvorrat Eis, natürlich. Habt ein schönes.
Auch schön:
* Sign Him Up!
* Dieser Trailer.
* 101 Picnic Dishes to Make in 20 Minutes.
* Konglomeratdesign. Auch bei den Fünf Dingen.
* Food &.
* Sterne auf der Strickjacke. Und diese Schuhe.
* Blogentdeckung: Grossman & Friends - besonders das Rezept für den Schokoladenkuchen der Schwiegermutter.
* Berndnaut Smilde Makes Real Clouds.
* Mimas Fragen.
SÜCHTIG NACH... AUBERGINE MIT JOGHURT
"Veggiestan - A Vegetable Lover´s Tour of the Middle East" von Sally Butcher ist eines dieser Kochbücher, die ich an einem Trödelnachmittag bei "Goldhahn & Sampson" gefunden habe. Das erste Rezept, das ich aus diesem Buch probiert habe, ist gleich ein Lieblingsrezept geworden oder ein "Du willst es doch nicht schon wieder?"-Rezept, wie es der Mann seufzend nennt. Zusammen auf einem Teller ist es einfach zu gut: das warme, geschmorte, herrlich würzige Gemüse, der kalte, erfrischende Joghurt mit der Minze und das knusprige Fladenbrot. Hier ist das Rezept für Burani Bonjon:
ZUTATEN (für 2 Hungrige oder als Vorspeise für 4 Personen):
3 große Auberginen
Salz
Rapsöl
1 Zwiebel, klein gehackt
4 Tomaten, klein gehackt
1 TL Kurkuma
1 halber Bund Koriander, klein gehackt
450ml Joghurt
2 EL Zitronensaft (nach Geschmack auch etwas weniger)
1 klein gedrückte Knoblauchzehe (das Originalrezept verlangt nach 5-6, mir ist das deutlich zu viel..)
1 Handvoll frische, gehackte Minze (und ein paar Blätter extra)
Salz und Pfeffer
Eine Pfanne mit Deckel
Fladenbrot (oder ein anderes Brot)
Die Auberginen waschen und in 6-7 mm dicke Scheiben schneiden.
Mit Salz bestreuen und mindestens 30 Minuten stehen lassen, danach leicht auspressen, abwaschen und abtrocknen.
Die klein geschnittene Zwiebel in einer Pfanne mit Rapsöl anbraten und weich dünsten, aus der Pfanne heben und zur Seite stellen.
Ein bisschen Öl nachgeben und die Auberginenscheiben anbraten, bis sie auf beiden Seiten eine leichte Bräune angenommen haben, mit Kurkuma würzen.
Die Tomaten, den Koriander und die weich gedünstete Zwiebel dazu geben.
Mit soviel Wasser aufgießen, dass die Zutaten in der Pfanne fast bedeckt sind. Bei geschlossenem Deckel und geringer Hitze 30 Minuten köcheln lassen (es sollte immer genug Flüssigkeit in der Pfanne sein, bei Bedarf etwas Wasser nachgießen).
Den Joghurt mit dem Zitronensaft verrühren, Knoblauch und Minze dazu geben.
Die Auberginen-Tomaten-Zwiebel-Mischung mit Salz abschmecken.
Die Hälfte des Joghurts auf einen Teller geben und die Auberginen-Tomaten-Zwiebel-Mischung darauf verteilen. Den Rest des Joghurts darauf geben und mit ein paar Blättern Minze dekorieren.
Dazu schmeckt Fladenbrot.
DER PLAN FÜRS WOCHENENDE
Der Plan für dieses Wochenende: Keinen Plan haben. Rumliegen, ganz viel lesen, ganz viel essen, ganz viel Limonade trinken. In der App von "Green Kitchen Stories" das Rezept für einen Passionsfrucht-Sommer-Drink gefunden, den ich ausprobieren werde. Dazu gibt´s die zweite Ausgabe vom "Cereal"-Magazin (ist das vielleicht ein schönes Cover?), "Bist du noch wach?" von Elisabeth Rank, meine Lieblings-Bodylotion, endlich mal wieder frisch lackierte Nägel (dieses Mal mit "Tart Deco" von Essie). Und wenn der Korb wieder leer ist (den ich genau wie das Magazin mal wieder bei Babyssimo gefunden habe), wird er mit Kartoffeln gefüllt - ich hab Heißhunger auf ein riesiges Blech Pommes. Hier ist das Rezept für die Limonade, vielleicht habt ihr ja auch Lust darauf...
PASSIONSFRUCHT-SOMMER-DRINK
ZUTATEN
30 Minzblätter
2 Limetten, in 1cm große Würfel geschnitten
7 cm frischer Ingwer (in dünne Stifte geschnitten)
8 Passionsfrüchte
4 Orangen, ausgepresst
Eis-Würfel
250 ml Mineralwasser
Die Minz-Blätter, die Limetten-Stücke und die Hälfte des Ingwers in einer Schüssel etwas zerdrücken, dann in eine Karaffe oder einen Krug geben. Die Passions-Früchte halbieren und das Fruchtfleisch dazu geben. Dann den Orangensaft und die Eiswürfel - einmal gut umrühren. Mit Mineralwasser aufgießen und die restlichen Ingwer-Stifte und ein paar Minz-Blätter dazu geben. (Und so sieht das dann aus..).
Und noch ein paar Dinge, über die ich mich diese Woche gefreut habe:
* Im Oktober erscheint das erste Kinfolk-Kochbuch.
* Und Monika Scheele Knights Buch "Tomorrow Can Wait - Exploring Europe With Our Autistic Child" ist jetzt gerade erschienen (herzlichen Glückwunsch!).
* Noch mehr tolle Lektüre: "Berlin mit Kind" vom Himbeer-Magazin ist da.
* Remy Shand hat zwei neue Songs herausgebraucht. Nein, ich muss es so schreiben: REMY SHAND HAT NACH MEHR ALS ZEHN JAHREN ZWEI NEUE SONGS HERAUSGEBRACHT. Und wie herzumdrehend schön ist denn bitte "Springtime"?
* Fabelhafte Idee: Gebackene Avocado mit Ei. Und überhaupt dieses ganze Food-Blog: "What Should I Eat For Breakfast Today?".
* Ich kann endlich "Oh, Boy" auf DVD sehen.
* Mich für das neue Projekt von Miranda July eingetragen: "We Think Alone" - 20 Emails in 20 Wochen von Absendern wie Lena Dunham oder Kirsten Dunst. Hier wird die Idee erklärt. (Danke für den Tipp, H.!)
* Meine neue Lieblingsbluse.
Habt ein schönes Wochenende!
PASSIONSFRUCHT-SOMMER-DRINK
ZUTATEN
30 Minzblätter
2 Limetten, in 1cm große Würfel geschnitten
7 cm frischer Ingwer (in dünne Stifte geschnitten)
8 Passionsfrüchte
4 Orangen, ausgepresst
Eis-Würfel
250 ml Mineralwasser
Die Minz-Blätter, die Limetten-Stücke und die Hälfte des Ingwers in einer Schüssel etwas zerdrücken, dann in eine Karaffe oder einen Krug geben. Die Passions-Früchte halbieren und das Fruchtfleisch dazu geben. Dann den Orangensaft und die Eiswürfel - einmal gut umrühren. Mit Mineralwasser aufgießen und die restlichen Ingwer-Stifte und ein paar Minz-Blätter dazu geben. (Und so sieht das dann aus..).
Und noch ein paar Dinge, über die ich mich diese Woche gefreut habe:
* Im Oktober erscheint das erste Kinfolk-Kochbuch.
* Und Monika Scheele Knights Buch "Tomorrow Can Wait - Exploring Europe With Our Autistic Child" ist jetzt gerade erschienen (herzlichen Glückwunsch!).
* Noch mehr tolle Lektüre: "Berlin mit Kind" vom Himbeer-Magazin ist da.
* Remy Shand hat zwei neue Songs herausgebraucht. Nein, ich muss es so schreiben: REMY SHAND HAT NACH MEHR ALS ZEHN JAHREN ZWEI NEUE SONGS HERAUSGEBRACHT. Und wie herzumdrehend schön ist denn bitte "Springtime"?
* Fabelhafte Idee: Gebackene Avocado mit Ei. Und überhaupt dieses ganze Food-Blog: "What Should I Eat For Breakfast Today?".
* Ich kann endlich "Oh, Boy" auf DVD sehen.
* Mich für das neue Projekt von Miranda July eingetragen: "We Think Alone" - 20 Emails in 20 Wochen von Absendern wie Lena Dunham oder Kirsten Dunst. Hier wird die Idee erklärt. (Danke für den Tipp, H.!)
* Meine neue Lieblingsbluse.
Habt ein schönes Wochenende!
SCHOKOLADEN-BROWNIES (UND DAS LEBEN)
Eigentlich wollte ich etwas über die Wiederentdeckung meiner Lieblings-Brownies schreiben, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit handelt von dieser Woche, die mich erst auf diese Brownies gebracht hat.
Eigentlich war diese Woche nicht weiter dramatisch, eine anstrengende Woche, wie es viele gibt, so ist der Alltag manchmal, oft. Und trotzdem fühlte ich mich gestern schrecklich alle. Nicht mal nur von der Woche. Von der Erkältung. Den tausend schon viel zu lange aufgeschobenen Kleinigkeiten. Dem Gerüst vorm Fenster, das dort für die nächsten vier Monate steht (kaum ist es hell, ist es auch schon wieder dunkel) oder den kurzen, aber sehr beeindruckenden Schlagbohrer-Einsätzen. Auch nicht von den Gefühlen des Kindes, die es gerade nur noch in Fortissimo gibt - ihre Freude ist die größte Freude, ein Tanz, ein Hüpfen, ein Glucksen, eine in die Arme gerannte Umarmung, ein schmatzender Kuss, und ihr Sauersein ein tränenreiches Drama, ein Drama, wenn der Puppenwagen umfällt, ein Drama, wenn es keine Eierspiegel zum Abendbrot gibt, ein Drama, wenn sie die Gummistiefel nicht anziehen kann, weil ich die Gummistiefel im Kindergarten vergessen habe, DRAAMAAA, manchmal hat es sich ungefähr so angefühlt. Irgendwie war ich sauer auf mich. Weil ich es so selten sein lassen kann (obwohl ich es mir so oft vornehme). Weil ich dann auch noch die Wohnung putze und den Schrank vom Kind ausmiste und Emails beantworte, statt einfach mal zu schlafen. Oder herumzusumpfen. Als müsste ich mir meine Entspannung immer erst verdienen.
Dann habe ich auf der Suche nach meinem Lieblingsrezept für Fußball-Nudeln (die Fußball-Nudeln heißen, weil wir sie oft zum Fußballgucken essen), ein ganz anderes Lieblingsrezept entdeckt, und beschlossen, es SOFORT zu backen. Wie konnte ich dieses Rezept nur vergessen? Die Schokoladen-Brownies aus Jamie Olivers "Besser kochen" waren in der Zeit nach Fannys Geburt mein liebstes Rezept. Ich nannte sie damals "Müde-Brownies", weil ich sie immer gemacht habe, wenn ich vor Müdigkeit umfallen wollte. Diese Brownies sind die schokoladigsten Schokoladen-Brownies, die mir je untergekommen sind, ein Biss von diesem Brownie, noch warm, an den Fingern klebend, und alles ist nicht mehr ganz so dramatisch. Gestern Abend habe ich sie wiedergebacken, ohne getrocknete Sauerkirschen und ohne gehackte Nüsse wie im Rezept verlangt, weil ich die gerade nicht da hatte, dafür mit Kirschen aus dem Glas, die den Teig aber eigentlich nur besser machen. Man braucht dafür:
MÜDE-BROWNIES (nach Jamie Oliver)
250g Butter
200g Bitterschokolade (mindestens 70% Kakaoanteil, in Stücke gebrochen)
80g Kakaopulver, gesiebt
65g Mehl, gesiebt
1 TL Backpulver
350g extrafeiner Zucker
4 große Bio-Eier
150g abgetropfte Sauerkirschen aus dem Glas
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine rechteckige Backform von ca. 30 cm Größe mit Backpapier auskleiden. Die Butter und die Schokolade in eine große hitzebeständige Schüssel geben, auf einen Topf mit siedendem Wasser setzen und schmelzen lassen. Die Mischung glatt rühren. In einer zweiten Schüssel das Kakaopulver mit dem Mehl, Backpulver und Zucker mischen und anschließend sorgfältig unter die Schokomasse ziehen. Die Eier verschlagen und gründlich unterrühren. Dann die Kirschen dazu geben und vorsichtig umrühren.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für etwa 25 Minuten backen. Der Kuchen soll sich noch elastisch anfühlen, wenn man ihn leicht andrückt, und in der Mitte noch etwas feucht und klebrig sein. Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Form lösen und in Stücke schneiden.
Vielleicht habt ihr ja auch Lust auf Brownies, auf einen Mund voll Schokolade? Ich mache nächste Woche eine Pause vom Bloggen. Vielleicht gehe ich ins Kino und schaue mir "Take This Waltz" an. Vielleicht lese ich das neue Buch von J.R. Moehringer "Knapp am Herz vorbei" (ich habe "Tender Bar" so sehr gemocht). Vielleicht mache ich auch nichts von all dem, mal sehen, das wird sich schon finden. Es wird jedenfalls eine langsame Woche und ich freue mich drauf. Habt ein schönes Wochenende!
APFELKUCHEN
Warmer Apfelkuchen. Mit Schlagsahne. Gegen das Wetter da draußen. Und das Januar-Gefühl. Das Rezept für diesen Kuchen habe ich auf Nicole Franzens Blog "La Buene Vida" entdeckt, die es wiederum von David Lebovitz hat, der es sich von Dorie Greenspan abgeguckt hat. Es ist simpel, ich musste nicht einmal einkaufen gehen, weil ich alle Zutaten noch im Haus hatte. Und es ist gut, sehr gut sogar - nicht sehr süß, dafür sagenhaft saftig, ein richtiger Sonntagskuchen.
APFELKUCHEN
ZUTATEN
110g Mehl
3/4 TL Backpulver (3g)
Prise Salz
4 große Äpfel (ich habe Braeburn genommen, man kann die Äpfel aber auch mischen)
2 große Eier (Raumtemperatur)
150g Zucker
3 EL Rum (ich habe das durch 1,5 TL Vanillearoma ersetzt)
1/2 TL Vanilleextrakt (habe ich dafür weggelassen)
115g geschmolzene, auf Raumtemperatur abgekühlte Butter
Den Ofen auf 180° C vorheizen.
Eine 20-23cm große Springform großzügig einbuttern.
In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz vermischen.
Die Äpfel schälen und entkernen und in nicht allzu dünne Stücke schneiden.
In einer zweiten Schüssel die Eier mit einem Mixer aufschlagen bis sie schaumig sind, dann den Zucker dazu geben, den Rum und die Vanille und alles gut vermixen.
Die Hälfte der Mehl-Mischung dazugeben und verrühren.
Dann vorsichtig die Hälfte der Butter.
Dann den Rest des Mehls und den Rest der Butter bis alles gut verrührt ist.
Die Apfelstücke unterheben und alles in die Springform geben und für 50-60 Minuten backen. (Ich hab den Kuchen nach ungefähr einer halben Stunde mit Alufolie abgedeckt, damit er nicht zu dunkel wird).
Nach dem Backen fünf Minuten abkühlen lassen und mit einem Messer am Rand entlang fahren, bevor die Springform geöffnet wird. Habt ein schönes Wochenende!
DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: BRATAPFEL-MARMELADE UND EIN WEIHNACHTS-MIXTAPE
Zum Ende der Weihnachtstee-Woche (und zum Abschied für die Gäste) gibt es heute ein kleines Geschenk: selbstgemachte Bratapfel-Marmelade. Viel einfacher zu machen als ich dachte (und so gut!):
BRATAPFEL-MARMELADE (nach einem Rezept aus dem Blog vom Gaarn-Magazin für Nähkultur)
für 4-5 Gläser
800g Äpfel, geschält und klein geschnitten
350g Gelierzucker 2:1
eine Handvoll gehobelte Mandeln
2-3 EL Zitronensaft
50g Rosinen
1-2 TL Zimt
Die Rosinen in warmem Wasser einlegen (im Originalrezept wird dafür Rum verwendet, das geht natürlich auch). Die Gläser reinigen, dafür jedes Glas eine Minute lang in kochendes Wasser geben und auf einem Küchentuch abkühlen lassen. Die geschälten und geschnittenen Äpfel mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Die Apfelstücke mit dem Gelierzucker und dem Zimt in einen Topf geben, unter Rühren aufkochen lassen, die Rosinen dazu geben und alles 4-5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Zum Schluss die Mandeln dazugeben. Die Marmelade auf die Gläser verteilen, gut verschließen und die Gläser für ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit ein Vakuum entsteht.
A MERRY LITTLE CHRISTMAS
1) She & Him: Have Yourself A Merry Little Christmas
2) Jenny O.: Get Down For The Holidays
3) Eels: Everything´s Gonna Be Cool This Christmas
4) Winston Jazz Routine: Through The Snow
5) Catherine Feeny: The Christmas Song
6) Surjan Stevens: The Friendly Beasts
7) Florence + The Machine: Last Christmas
8) Feist: Lo, How A Rose E´re Blooming
9) Joni Mitchell: River
10) Judy Garland: Merry Christmas
11) Blitzen Trapper: Christmas is Coming Soon
12) Regina Spektor: My Dear Acquaintance (A Happy New Year)
Danke für die schöne Woche mit euch, liebe Guerilla Bakery.
Ich wünsch euch ein gemütliches Wochenende und einen schönen zweiten Advent!
DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: DRINKS
Was fehlt noch auf der großen Weihnachtstafel? Genau: Getränke. Etwas Erfrischendes. Und etwas Süßes. Die Erfrischung übernehmen Cranberries: zum Sirup eingekocht und mit Wasser oder Bier aufgegossen. Die ersten drei Schlucke sind irgendwie gewöhnungsbedürftig, danach konnte ich nicht mehr genug bekommen vom Cranberry-Weihnachtsbier:
CRANBERRY-BIER oder SCHORLE (nach einer Idee von "A Beautiful Mess" und einem Rezept von "Smitten Kitchen") für ca. 100 ml Cranberry-Sirup
ZUTATEN
75g Zucker
90g Cranberries, halbiert
120ml Wasser
Bier oder Mineralwasser
Den Zucker mit 2 EL Wasser in einem kleinen Topf erhitzen, bis daraus heller Karamell wird (nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmeckt man später nur Karamell). Von der Flamme nehmen und vorsichtig die halbierten Cranberries und das Wasser dazu geben (das Karamell ist heiß, bitte nicht verbrennen, und es zischt sehr, wenn man das Wasser dazu gibt). Das Karamell verklumpt vermutlich, aber das macht nichts, denn auf kleiner Flamme soll alles jetzt so lange köcheln, bis sich das Karamell vollständig aufgelöst hat und die Cranberries zerfallen. Zwischendurch immer wieder umrühren. Am Ende alles durch ein feines Sieb geben, das das restliche Cranberry-Fruchtfleisch auffängt. Abkühlen lassen. Für die alkoholfreie Variante den Sirup nach Geschmack mit Mineralwasser auffüllen. Sonst mit kaltem Bier.
Das zweite Rezept stammt aus dem unglaublich liebevoll gemachten Kochbuch "Vintage Tea Party": Mokka mit weißer Schokolade. Süß und schwer und ein Abenteuer für jemanden wie mich, der sonst immer nur schwarzen Kaffee trinkt. Wäre dieser Mokka eine Frau, er würde mit großem Hut und roten Lippen auf der Rennbahn stehen (und SO aussehen):
MOKKA MIT WEISSER SCHOKOLADE (abgewandelt nach einem Rezept aus "Vintage Tea Party"), für 2-3 Tassen
ZUTATEN
50g weiße Schokolade
200ml Milch
300 ml frisch gebrühter Kaffee
Die Schokolade mit der Milch in einem kleinen Topf erhitzen bis sich die Schokolade aufgelöst hat. Mit dem frisch gebrühten Kaffee verrühren und noch heiß trinken.
In der Guerilla Bakery gibt es heute übrigens weiße Schoko-Chai und Glühweinsirup. Klingt gut, oder?
DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: BRIE AM STIEL UND LAUGENHAPPEN MIT ZWIEBELDIP
Am dritten Tag der Weihnachtstee-Woche gibt es etwas für die Gäste, die es lieber herzhaft als süß mögen (oder eine Pause von Lebkuchen und Keksen brauchen): Käse am Stiel und Laugenhappen mit Zwiebeldip hier bei Slomo und Minifrittatas und Apfel-Brie-Walnuss-Golatschen (ich liebe dieses Wort!), Karotten-Ingwer- Pommes, Süßkartoffel-Minitartes und Kichererbsen drüben bei der Guerilla Bakery.
BRIE AM STIEL (nach einem Rezept von Joy the Baker)
ZUTATEN
für ca. 10 Teigtaschen
1 Stück Brie (ca. 120g)
1 kleines Glas Preiselbeeren
1 verquirltes Ei
1-2 EL Milch
Eisstiele
Den Ofen auf 190°C vorheizen. Den Blätterteig ausrollen und in 20 etwa 5-6 Zentimeter große Quadrate schneiden. Das Ei mit der Milch vermischen und die Teigquadrate dünn damit bepinseln. Ein Teigquadrat nehmen, einen Holzstiel in die Mitte legen, darauf ein kleines Stückchen Brie und einen TL Preiselbeeren geben. Ein zweites Teigquadrat darauf legen und andrücken, mit einer Gabel die Ränder herunterdrücken. Die fertige Teigtasche auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit den anderen Teigquadraten genauso verfahren. Am Ende alle Teigtaschen dünn mit der Eier-Milch-Mischung bepinseln. 12-14 Minuten goldbraun backen. Dazu schmecken Preiselbeeren als Dip.
(Die Eisstiele kann man natürlich auch einfach weglassen und nur Brie-Teigtaschen machen).
Ich liebe Laugenbrötchen. Deswegen wollte ich unbedingt mal ausprobieren, ob man die nicht auch selbst machen kann. Das passende Rezept habe ich in dem schönen Brot-Backbuch "Drunter und Drüber" gefunden (das übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk ist!). Es kostet ein bisschen Zeit, macht aber unheimlich viel Spaß und schmeckt sehr lecker:
LAUGENHAPPEN (nach einem Rezept aus "Drunter und Drüber")
für ca. 12-15 kleine Brötchen:
ZUTATEN
1 Würfel Hefe
500g Weizenmehl (Typ 550)
1 TL Zucker
1 EL Salz
200g Natron (Haus- oder Kaisernatron)
Grobes Salz zum Bestreuen
Die Hefe zerbröckeln und in 300ml lauwarmem Wasser auflösen. Mit Mehl, Zucker und Salz zu einem glatten Zeig verkneten und zugedeckt eine Stunde gehen lassen. Den Teig noch einmal durchkneten, in ca. 15 kleine Portionen aufteilen und kleine Brötchen daraus formen. Zugedeckt 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 220°C vorheizen. 2 Liter Wasser zum Kochen bringen, vorsichtig nach und nach das Natron einrühren (das schäumt nämlich sehr) und die Gebäckstücke nacheinander für ungefähr 30 Sekunden darin erhitzen, dabei einmal wenden. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und gut abtropfen lassen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, einmal längs einschneiden und mit grobem Salz bestreuen. Goldbraun backen, ca. 15-20 Minuten.
ZWIEBEL-DIP (nach einem Rezept von "My Baking Addiction")
für eine Schüssel
ZUTATEN
2 Zwiebeln
Öl zum Anbraten
200g Schmand
100g Miracle Whip
1 TL Worcestershire-Sauce
1 Prise Knoblauchpulver
Salz & Pfeffer nach Geschmack
Die Zwiebeln in Würfel schneiden und in einer Pfanne auf kleiner Flamme in Öl so lange anbraten, bis sie weich und leicht braun sind (etwa 10-15 Minuten). Die Zwiebeln in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Die restlichen Zutaten miteinander vermischen, am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zwiebeln dazu geben. Für mindestens eine Stunde, noch besser über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Als leichtere Variante kann ich mir auch gut einen Joghurt-Feta-Dip dazu vorstellen. Das Rezept ist HIER zu finden.
DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: LEBKUCHEN-CUPCAKES, SCHOKOLADENKUCHEN UND WEIHNACHTSPUDDING
Am zweiten Tag der Weihnachtstee-Woche wird es noch einmal süß. Bei mir gibt es Lebkuchen-Cupcakes, verschneiten Schokoladenkuchen und dänischen Weihnachtspudding. Die GUERILLA BAKERY tischt heute Nikolaus-Cupcakes, Brown Butter-Pumpkin-Cupcakes mit Karamellfrosting, Mini Apple-Pies, Orangen- und Oreotrüffel, Weiße Schokolade-Cranberry-Cookies und Weihnachtsbrot auf (und ich hab schon beim Lesen Hunger!). Viel Süß, viel Glück, hoffen wir. Hier sind die Rezepte:
LEBKUCHEN-CUPCAKES
abgewandelt nach Rezepten aus "Süße Sünden" von der Hummingbird Bakery und
ZUTATEN FÜR DIE CUPCAKES
1,5 Cups Mehl
1,5 Cups Butter
3/4 Cup brauner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
3 TL Lebkuchengewürz
2 EL Grafschafter Sirup
4 Eier
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
(Als Cup-Messbecher verwende ich diese hier.)
ZUTATEN FÜRS FROSTING
300g Puderzucker
50g Butter
125g Philadelphia-Frischkäse
1 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Zimt
(wer keinen Zimt mag, lässt ihn und die Vanille weg und nimmt stattdessen 1 TL geriebene Zitronenschale)
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Muffinblech mit Muffinpapierförmchen auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig mixen. Den Sirup, die Eier und das Vanilleextrakt dazu geben und vermischen. Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen und in eine Schüssel sieben. Die Mehlmischung langsam zur Zucker-Butter-Mischung geben und zu einem homogenen Teig mixen. Teig in die Förmchen füllen (nicht höher als bis gut zur Hälfte). Etwa 20 Minuten backen.
In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten: Die Butter mit dem Frischkäse schaumig mixen, Puderzucker und Zimt dazu geben und so lange weitermixen, bis die Masse cremig wird. Cupcakes abkühlen lassen, dann mit dem Frosting überziehen.
Diesen Schokoladenkuchen habe ich zum ersten Mal zu Fannys Geburtstag gebacken. Seitdem (und das ist gerade einmal zwei Wochen her) habe ich ihn schon drei Mal gemacht. Das Rezept ist simpel, das Ergebnis sensationell schokoladig und saftig. Dieses Mal habe ich den Kuchen in Weckgläsern gebacken:
VERSCHNEITER SCHOKOLADENKUCHEN
nach einem Rezept von Ina Garten in "Food & Wine", für ca. acht Weckgläser:
ZUTATEN
1 3/4 Cup Mehl
2 Cup Zucker
3/4 Cup Kakao
2 TL Speisesoda
1 TL Backpulver
1 TL Salz
1 Cup Buttermilch
1/2 Cup Sonnenblumenöl
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
1 Cup heißer, frischgebrühter Kaffee (ich nehme immer koffeinfreien)
2 EL Puderzucker
8 Weckgläser (in meine passen 290ml, hier zu sehen)
Als Cup-Messbecher verwende ich diese hier.
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Weckgläser bereit stellen.
Mit einem Mixer auf niedriger Stufe das Mehl mit Zucker, Kakao, Speisesoda, Backpulver und Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel die Buttermilch mit dem Öl, den Eiern und der Vanille vermischen. Die Buttermilch-Mischung langsam zur Mehl-Mischung geben und gerade so lange mixen, bis alles verrührt ist. Vorsichtig den heißen Kaffee darunter mixen. (Nicht erschrecken, der Teig sieht jetzt ganz schön flüssig aus, aber das soll so). Den Teig bis zur Hälfte in die Weckgläser füllen und ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Das dritte Rezept verdanke ich meiner Freundin Marlene, die dänische Wurzeln hat. Vor ein paar Jahren Heiligabend zum ersten Mal gegessen, gehört "Risalamande" für mich mittlerweile zur Weihnachtszeit wie Mistelzweige und Kerzen - auch weil ich das Ritual dieses Weihnachtspuddings so mag. In einem der Gläser wird eine geschälte Mandel versteckt. Wer sie findet, darf unter dem Weihnachtsbaum die Geschenke verteilen und bekommt ein "mandelgave" - das Mandelgeschenk, meistens Schokolade. "Risalamande" schmeckt aber natürlich auch schon vor Weihnachten (und überhaupt das ganze Jahr...). Hier ist das Rezept von Marlene und ihrer Mutter:
RISALAMANDE
für eine große Schüssel oder 6 Weckgläser
ZUTATEN
250g Milchreis
1l Milch
50g gehackte Mandeln
1 TL Vanilleextrakt
4 EL Zucker
250ml Sahne
1 Glas Sauerkirschen
1-2 EL Vanillepuddingpulver
Den Milchreis nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen (am besten schon am Abend vorher und über Nacht in den Kühlschrank stellen). Die Sahne steif schlagen. Die gehackten Mandeln, das Vanilleextrakt und den Zucker unter den Milchreis rühren. Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Auf die Gläser verteilen und in einem eine ganze Mandel verstecken. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Für die heißen Kirschen ein Glas Sauerkirschen in einem Topf erhitzen. Ich gebe zum Andicken 1-2 EL Vanillepuddingpulver dazu, das ich in Wasser auflöse.
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