Posts mit dem Label Süß werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Süß werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

IMMER NOCH SÜCHTIG NACH: BANANENBROT



Manche Dinge mag ich so gerne, dass ich selten auf die Idee komme, sie je anders zu machen. Mein Gewohnheitstier mag Sonntagmorgen mit Pancakes und Sonntagabende mit Schnitzeln. Und es mag immer das Bananenbrot von Sophie Dahl. Es trägt gerne dunkelblaue Pullover und rote Lippen. Und ist sehr beleidigt, wenn es den Tatort verpasst. Das alles ist nicht weiter dramatisch, aber ein wenig langweilig, denn natürlich verpasst es dabei einiges – vor allem, sich hin und wieder mit sich selbst zu überraschen. Wie gut, dass manchmal jemand kommt und dem Gewohnheitstier das Gatter für einen Spaziergang öffnet. Über die Weihnachtsferien hatte ich mir die App von Jamie Oliver heruntergeladen und ein Rezept für ein Bananenbrot gefunden, das viel zu gut klang, um es nicht auszuprobieren. Den bekannten Zutaten fügt er Limetten, Honig, Zimt und Rosmarin hinzu – vier Dinge, die ich noch nie in ein Bananenbrot hineingebacken habe. Dabei ist das eine so gute Idee. Denn wenn das Brot nach einer vor sich hinduftenden Stunde aus dem Ofen geholt und noch warm mit einem Sirup aus Honig, Limette und Rosmarin bepinselt wird und man sich die erste Scheibe abschneidet und mit ein wenig Butter bestreicht, dann geht es einem plötzlich sehr, sehr gut. Völlig egal, ob der Tag beschlossen hat, nie hell zu werden. Oder ob der Berg an Arbeit sich so hoch türmt, dass man die Spitze gar nicht mehr sehen kann. 



BANANENBROT 
(nach einem leicht abgewandelten Rezept von Jamie Oliver)

Zutaten:

120g Butter (und noch ein wenig Butter, um die Kastenform einzufetten)
200g Zucker (ich nehme braunen)
3 große Eier
100ml Vollmilch
2 TL Vanilleextrakt
5 EL flüssiger Honig
4 mittelgroße, reife Bananen
300g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
eine Prise Salz
2 Limetten
3 Zweige Rosmarin
wer mag (ich mag): eine Handvoll Walnüsse

1) Die Butter in ungefähr 1cm große Würfel schneiden und so weich werden lassen, bis sie ungefähr Raumtemperatur haben.

2) Den Ofen auf 170°C Ober/ Unterhitze vorheizen und eine Kastenform (meine ist 25cm lang) einbuttern.

3) Die weichen Butterwürfel mit dem Zucker in eine große Schüssel geben und mit einem Handrührer fluffig schlagen.

4) Nacheinander die drei Eier untermixen, dann die Milch, das Vanilleextrakt und 3 EL Honig.

5) Die Bananen pellen, in kleine Stücke brechen, in einer Schüssel mit einer Gabel klein drücken, zum Teig geben und unterrühren.

6) Nach und nach das Mehl hinein sieben und untermixen, dann das Backpulver, den Zimt, eine Prise Salz und die geriebene Schale von einer Limette. (Wer mag, gibt an dieser Stelle noch eine Handvoll Walnüsse dazu).

7) Den Teig in die gebutterte Kastenform geben und mit einem Teigschaber glatt streichen (zwischen dem Teig und dem Rand der Form sollte ungefähr 1 cm Abstand sein).

8) Auf mittlerer Schiene für ca. 60 Minuten im Ofen backen, bis das Bananenbrot goldgelb ist und an einem Holzstäbchen, das in das Brot gestochen wird, kein Teig mehr haften bleibt.

9) In der Zwischenzeit den Saft von zwei Limetten, 2 EL Honig (nach Geschmack auch ein wenig mehr) und den gezupften und klein gehackten Rosmarin in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze für 3 bis 4 Minuten köcheln lassen bis die Konsistenz sirupartig ist.

10) Das fertige, noch warme Bananenbrot mit dem Sirup einpinseln und für eine Viertelstunde abkühlen lassen, bevor man es aus der Form löst.

MITTWOCHSKUCHEN, ZWEI BAISERS UND EIN GUTES BUCH


Als wir im Frühjahr in Paris waren, habe ich für Fanny ein Kinderkochbuch gekauft, das den schönen Titel „Meine Mittwochskuchen” trägt und hinreißend ist. Weil es fast nur mit Illustrationen auskommt. Und weil man darin Rezepte findet, die gegen Fernweh helfen, für Madeleines zum Beispiel oder für Chouquettes, diese kleinen, mit Hagelzucker bestreuten Windbeutel, die wir immer in der Bäckerei gegenüber unserer Wohnung gekauft haben). Ich mag dieses Buch aber auch für die Idee, den Mittwoch zu feiern. (In Frankreich hat das Mittwochskuchenbacken wohl Tradition, wie eine Freundin mir erzählte und hier jemand kommentierte, weil die Kinder am Nachmittag schulfrei haben). Gerade wenn viel los ist und bei uns ist gerade irgendwie immer viel los. Mal einen Nachmittag in der Küche zu verbringen, mit etwas Süßem, einem Kaffee oder Kakao und einem guten Buch. 

Mit Baisers zum Beispiel und Steffis neuem Buch. Nachdem mein Vorrat an Schokoladenbaisers genau für einen Tag gereicht hat, habe ich letzten Mittwoch die Variante aus „Herzlich Willkommen” ausprobiert: mit Vanillesahne, Schokoladensoße und Physalis (mein Ersatz für die im Rezept verlangten Kirschen). Himmel, sind die gut. Wie sagte Nelja neulich so schön auf Instagram? „Gut gegen und für alles”. Hier sind beide Rezepte: für die einfachen Schokoladenbaisers der BBC und für die luxuriösen Pavlovas von Steffi. Dazu ein Blick in „Herzlich Willkommen” – ein Buch, das mir Lust gemacht hat, mal wieder ein großes Essen für Freunde zu kochen. Oder in Ruhe mit einer Freundin zu kaffeesieren (wie meine Mama es immer nennt). Vielleicht nächsten Mittwoch? 


SCHOKOLADENBAISERS 

Zutaten
3 Eiweiß
150g Zucker
50g gute, dunkle Schokolade, fein gehackt
2 TL Kakao

* Den Ofen auf 140°C vorheizen.
* Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
* Das Eiweiß in einer fettfreien, trockenen Schüssel mit einem Handmixer aufschlagen bis es allmählich schaumig wird.
* Nach und nach den Zucker dazu geben bis der Eischnee so fest wird, dass man die Schüssel umdrehen kann.
* Vorsichtig die Schokolade und den Kakao unterheben.
* Mit einem Esslöffel größere runde Portionen auf dem vorbereiteten Blech formen und für ca. 40 Minuten bei 140°C im Ofen trocknen lassen.


MINI-PAVLOVAS MIT VANILLESAHNE, PHYSALIS UND SCHOKOLADENSOSSE 
(nach einem Rezept aus „Herzlich Willkommen” von Stefanie Luxat)

Zutaten
Für die Baisers:
3 Eiweiß
150g Puderzucker

Für die Schokoladensoße:
100g Edelbitterschokolade
200g Sahne
20g Butter

Für die Vanillesahne:
1 Vanilleschote
200g Sahne
1 EL Zucker

400g Physalis (oder im Sommer: frische Kirschen – wie im Originalrezept)

* Den Ofen auf 110°C vorheizen.
* Die Eiweiße mit dem Puderzucker langsam im Standmixer verrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt. Dann auf höchster Stufe so lange schlagen, bis die Masse steif ist und schön glänzt.
* Auf einem Backblech mit Backpapier kleine runde Portionen verteilen und bei 110 Grad 1 Stunde lang trocknen lassen, dabei einen Löffel in die Backofentür stecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
* Für die Schokoladensoße die Schokolade in grobe Stücke brechen und zusammen mit der Sahne im Wasserbad schmelzen. Immer schön mit dem Schneebesen rühren, bis die Masse homogen ist. Dann die Butter schnell unterrühren. Die Schokoladensoße beiseite stellen.
* Für die Vanillesahne das Mark der Vanilleschote auskratzen. 
* Sahne mit Zucker und Vanillemark steif schlagen. Auf den abgekühlten Baiserschalen verteilen.
* Die Physalis auf den Pavlovas mit der Sahne anrichten und die Schokoladensoße darüber träufeln (in meinem Fall eher: gießen).

Die Baisers lassen sich übrigens gut vorbereiten – trocken verpackt halten sie einige Tage. Und mit dem übrig bleibenden Eigelb könnte man Mayonnaise, Nudelsalat oder Spaghetti Carbonara machen.

Jetzt noch ein Blick in Steffis Wohnbuch „Herzlich Willkommen”, das vom Gastgeben handelt, von Tischdekorationen für die verschiedensten Anlässe (ob es nun ein Essen zu zweit, eine Hochzeit, ein Kindergeburtstag oder Weihnachten ist), aber auch erfahrene Gastgeber nach ihren Tipps und Rezepten fragt oder danach, mit welchem Drink man seine Gäste zum Tanzen bringt. So viele Ideen, so viele Anregungen, so sensationell schöne Bilder. Aber schaut doch selbst:




















Fotos: 1-3: Slomo, 4: Callwey Verlag, 5+6+7: Bernd Ebsen, 8: Brita Sönnichsen, 9: Our Food Stories. Video: Einblick in mein neues Buch „Herzlich Willkommen – mit Gästen Zuhause, Tischdekoration & kreative Ideen” from Stefanie Luxat.

„Herzlich Willkommen” von Stefanie Luxat, Callwey Verlag, 192 Seiten, 29,95 Euro.
Herzlichen Glückwunsch zum vierten (!) Buch, liebe Steffi!

DAS DICKE, ROTE KOCHBUCH
(UND DER KÄSEKUCHEN MEINER KINDHEIT)


Zu den Dingen, die ich von meiner Großmutter geerbt habe, gehören mein zweiter Vorname Hildegard (den ich lange schrecklich fand und heute schön), eine Sturköpfigkeit, die weniger sturköpfige Menschen mitunter in den Wahnsinn treibt und ein dickes, rotes Kochbuch. Das dicke, rote Kochbuch, das ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe, bekam sie 1972 zur Familiengründung von meiner Großmutter geschenkt. In meiner unvernünftig großen Kochbuchsammlung ist es mir das liebste.  

Das fängt schon mit seiner Entstehungsgeschichte an. 1891 gründeten die beiden Schwestern Margarete und Elisabeth Doennig „unter ungünstigen Bedingungen” die Ostpreußische Haushaltungsschule in Königsberg. „Man war damals der Meinung, daß in hiesiger Stadt bzw. Provinz eine derartige Einrichtung überflüssig (...) wäre”, schreiben sie 1902 im Vorwort zur zweiten Auflage. Doch die erste Auflage von 1.000 Exemplaren war in kürzester Zeit vergriffen. Mein Exemplar von „Doennigs Kochbuch” ist bereits die 37. Auflage. Aktuell kann man die 42. Auflage des Buches kaufen, und dass die Rezepte der beiden noch 124 Jahre nach Gründung ihrer Kochschule herausgegeben werden, wundert mich gar nicht. „Doennigs Kochbuch” ist ein praktisches, gründliches und beeindruckend umfassendes Kochbuch. Neben ausführlichen Kapiteln über Eintöpfe, Suppen, Soßen, Fleisch- und Fischgerichte oder über Kartoffeln finden sich darin alleine 44 Seiten über das Haltbarmachen von Lebensmitteln, ausführliche Anleitungen, wie man ein Tier als Ganzes verwendet (mit Rezepten für Zungenragout oder Leberwurst) und ein Kapitel zur „Resteverwendung”. Von manchen Rezepten gibt es auch eine günstigere Variante, die mit weniger teuren Zutaten auskommt. 638 Seiten präzises, aber nie ausschweifend beschriebenes Kochwissen (manche Rezepte sind nur einen einzigen Satz lang, wie das Rezept für Apfel-Kompott: „Aus den gewaschenen, geschälten Äpfeln wird das Kernhaus entfernt, die Äpfel werden in kleine Stückchen geschnitten, mit Wasser, Zitronenschale und Zucker langsam weich gekocht und abgeschmeckt.”)




Ich finde die Vorstellung schön, dass drei Frauen aus drei Generationen mit und aus diesem Buch gekocht haben – und falls Fanny später einmal Freude an solchen Dingen haben sollte, wird eine vierte Generation in „Doennigs Kochbuch” nachlesen können, wie man Marzipan anfertigt oder Kohlrouladen kocht. Und ich mag, dass sich in diesem Kochbuch Rezepte für Gerichte finden, von denen ich noch nie gehört habe – Hoppel-Poppel zum Beispiel (mit einer Prise Salz und einem Esslöffel Zucker schaumig gerührtes Eigelb, zu dem man Zitronensaft, Kaffee-Extrakt, Rum oder Bier gibt). Oder ein Rezept für Kirschsuppe. Oder für Trüffel aus Haferflocken. Und natürlich all jene Rezepte, die zu meiner ostpreußischen Großmutter gehörten wie ihre Perlenkette: Mockturtlesuppe, Königsberger Klopse, Mohnstriezel oder der mir so unvergessene Käsekuchen, dessen Rezept meine Mutter in energischer Schrift auf der linken Innenseite des Buches notiert hat, weil sie ihn noch ein bisschen lieber mochte als die „Quarg- (Glumse-) Torte” der Doennigs, die man auch in diesem Buch findet. Ich kann sie verstehen. Dieser Kuchen ist etwas Besonders. Er hat keine Angst vor zu viel Butter, zu viel Zucker, zu viel Boden oder überhaupt vor zu viel Zuviel. Ein Bissen, und ich bin wieder Kind. Ein sehr glückliches.




HILDEGARDS KÄSEKUCHEN

Zutaten für den Mürbeteig
200g Mehl
1 TL Backpulver
90g Zucker
1 Ei
125g kalte Butter

Zutaten für den Belag
1kg Speise-Quark
375g Zucker
7 ganze Eier 
Saft einer Zitrone
1 Paket Puddingpulver

Die kalte Butter mit einem Messer in Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten zu einem Mürbeteig kneten.
Den Mürbeteig für 15 Minuten in den Kühlschrank legen.
Eine Springform (Durchmesser: 26 cm) buttern. 
Den Ofen auf 210°C Ober/ Unterhitze vorheizen.
Den Teig in die gebutterte Springform drücken und für 15-20 Minuten goldbraun backen.
Für den Belag alle Zutaten gut miteinander verrühren (ich habe dafür einen Handrührer genommen).
Auf den vorgebackenen Boden geben und für 60-70 Minuten bei 170°C Ober/ Unterhitze backen bis die Stäbchenprobe sauber bleibt.

EIN KOCHBUCH, EIN REZEPT: DEUTSCHLAND VEGETARISCH


Nachdem ihr so von "Deutschland vegetarisch" geschwärmt habt, habe ich mir Stevan Pauls neues Kochbuch angesehen und kann nur mitschwärmen: Was für ein außergewöhnlich schönes, liebevoll gemachtes Kochbuch. Toll fotografiert und gestaltet (drei Lesebändchen, so etwas mag ich). Vor allem aber: was für tolle Rezepte.

Die Idee: Deutsche vegetarische Rezepte. Gibt es denn da überhaupt so viele, dachte ich kurz, aber die gibt es selbstverständlich: "Bis in die Wirtschaftswunderjahre hinein war Fleisch in deutschen Speisekammern und Küchen eine Sonntagsangelegenheit - etwas ganz Besonderes", schreibt Stevan Paul. "Daher findet sich in allen Bundesländern eine regionale Gemüseküche mit langer Tradition." Das macht natürlich Sinn. Und mir großen Hunger. Die Bärlauch-Mandel-Paste mit Röstkartoffeln aus dem Ofen oder die Remoulade von 1858 mit Pellkartoffeln, zum Beispiel. Spinatomelett oder Zwiebelkuchen. Pilzpfanne und Thüringer Klösse mit dunkler Soße. Mir haben es aber vor allem auch die süßen Rezepte angetan: Gebratene Griessschnitten mit Rhabarberkompott, Kirschenmichel, Zwetschgenklösse, Süsse Nudeln mit Backobstkompott und Ofenschlupfer. Ich könnte endlos weitermachen, es gibt tatsächlich wenig Rezepte, die mich nicht neugierig machen.



Das Rezept, das ich heute gebacken habe, hat hier allen herrlich geschmeckt: Süße Rohrnudeln mit Vanillesauce. Ein tolles Rezept für einen Sonntagvormittag. Wenn man nach dem Frühstück gemütlich anfängt zu backen, hat man zum Mittagessen dampfende, duftende, mit Pflaumenmus gefüllte Rohrnudeln. Das dauert eine Weile, der Teig muss drei Mal gehen (sehr zum Entzücken des kleinen Mädchens, das ihn jedes Mal samt Einschlaflied zugedeckt hat), aber ich finde es schön, wenn sich ein Rezept (und ich mir) mal Zeit lässt (keine Zeit haben wir ja alle oft genug). Hier ist das Rezept:

SÜSSE ROHRNUDELN MIT VANILLESAUCE

ZUTATEN FÜR DIE ROHRNUDELN (für eine Auflaufform)
100ml Milch
280g Mehl (Typ 405)
20g frische Hefe
ca. 50g Zucker
40g weiche Butter
4 Eigelb (Größe M)
1 Ei (Größe M)
Prise Salz
Mehl für die Arbeitsfläche
ca. 80g Zwetschgenmus
Butter für die Form
1 EL Sahne
Puderzucker

ZUTATEN FÜR DIE VANILLESAUCE
100ml Sahne
1 Vanilleschote
250ml Milch
50g Zucker
2 Eigelb
8g Speisestärke

Zubereitung der Rohrnudeln:

Die Milch leicht erwärmen.
Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen, die Hefe hineinbröckeln und mit 3 EL Milch, 1 TL Zucker und Mehl vom Rand weg verrühren.
Den Vorteig mit einem Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort eine Viertelstunde gehen lassen.

Die restliche Milch, den restlichen Zucker, die weiche Butter, 3 Eigelb, Ei und Salz zugeben.
Mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den Teig auf einer bemehlten Fläche mit den Händen 2 Minuten kräftig kneten. (Bei mir war er noch sehr feucht, deswegen habe ich noch ein wenig Mehl dazu gegeben).
In einer Schüssel mit einem Küchentuch bedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.

(Das ist ein guter Moment, die Vanillesauce zu machen, Anleitung unten.)

Den aufgegangenen Teig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen.
Die Rolle in 12 Stücke schneiden.
Jedes Stück mit den Händen leicht flach drücken und mit je 1 TL Zwetschgenmus füllen.
Den Teig über die Füllung klappen, zusammendrehen, rund formen und mit der Nahtseite nach unten nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform setzen.
Mit einem Küchentuch bedecken und 20 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Das Eigelb mit der Sahne verquirlen und die Oberfläche der Rohrnudeln damit bestreichen.
Für 30-35 Minuten backen.
Mit Puderzucker bestäuben.

Zubereitung der Vanillesauce:

Die Sahne cremig-steif schlagen.
Die Vanilleschote längs halbieren und mit Milch, Zucker, Eigelb und Stärke unter Rühren aufkochen. 1 Minute kochen.
Die Sauce in eine Schüssel geben, die Sahne unterheben und unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.


Falls jemand Stevan Paul noch nicht kennt: Hier ist sein Weblog - dort findet sich auch eine Liste seiner Bücher - Stevan Paul kann nämlich nicht nur sensationell kochen, sondern auch schreiben.

"Deutschland vegetarisch" von Stevan Paul (Autor) und Katharina Seiser (Herausgeberin), 272 Seiten, Brandstätter Verlag, 34.90 Euro.


SÜCHTIG NACH... BANANENBROT





Mein liebstes Urlaubsritual: warmes Bananenbrot zum Frühstück. Ein riesiges Stück warmer Kuchen mit einer großen Flocke Butter, die langsam darauf schmilzt. Süß, aber auf eine sehr sanfte Art. Saftig und gerade richtig nussig. Besser kann ein Tag nicht beginnen. Eigentlich seltsam, dass ich meine Bananenbrot-Liebe erst in New York entdeckt habe. Aber manche Dinge schmecken in den Ferien einfach besser, oder? Wieder zu Hause hatte ich jedenfalls große Lust auf Bananenbrot und habe nach einem einfachen Rezept ohne Rosinen gesucht, dass man schnell und unkompliziert backen kann. Meine Freundin Silke hatte den perfekten Tipp: das Bananenbrot von Sophie Dahl. In 15 Minuten im Ofen und genau das Richtige gegen die ersten Herbstgefühle und Regen vorm Fenster. (Danke, Silke!)

BANANENBROT (nach einem Rezept von Sophie Dahl)

ZUTATEN FÜR EIN BROT
75g weiche Butter
4 reife Bananen, zu Mus püriert
200g brauner Zucker
1 Ei, verrührt
1 EL Vanille-Extrakt
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
170g Mehl
1 Handvoll Walnüsse (wer mag - im Originalrezept stehen sie nicht)

Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Eine Kastenform buttern und mehlen.
Die pürierten Bananen in eine Schüssel geben. Die Butter, den Zucker, das verrührte Ei und das Vanille-Extrakt dazu geben und mit einem Handmixer gut verrühren.
Backpulver und Salz dazu geben und nach und nach das Mehl einsieben bis alles gut vermixt ist. Am Ende die Walnüsse dazu geben und mit einem Löffel unterrühren.
In die Kastenform geben und für eine Stunde backen.
Gut abkühlen lassen und aus der Form lösen.

EIN KOCHBUCH, EINE APP, EIN REZEPT: THE GREEN KITCHEN




Die Reihe der Blogger-Kochbücher in meinem Regal wird immer länger. Da sind "What Katie Ate""Dinner - A Love Story" und das wunderbare "The Smitten Kitchen Cookbook". Und seit drei Wochen steht auch noch das vegetarische Kochbuch "The Green Kitchen" von den Food-Bloggern David Frenkiel und Luise Vindahl an ihrer Seite oder besser gesagt: nicht an ihrer Seite, weil ich ständig damit koche. Den Salat mit Brokkoli, Granatapfel, roten Zwiebeln, Rosinen und Joghurt zum Beispiel. Den Sommerdrink mit Passionsfrüchten, Orangen und Ingwer. Die Fenchel-Kokosnuss-Tarte (die ich mit einer Winzigkeit Käse pimpe). Und immer wieder diesen Schokoladenkuchen, den ich in der Dessert-App von "The Green Kitchen" gefunden habe (die ich nur empfehlen kann).

Ich war ein bisschen aufgeregt, als ich diesen Kuchen für ein Essen mit Freunden zum ersten Mal gebacken habe... Kein Mehl? Kein Zucker? Dafür ein halbes Kilo Datteln? Aber dieser Kuchen ist gut, er ist sogar sehr gut. Es ist diese Art Kuchen, von dem man immer noch eine Gabel nimmt und noch eine allerletzte und jetzt aber wirklich allerletzte. Der Geschmack hat eine schon fast winterliche Süße, die mich ein bisschen an Marzipan erinnert (obwohl kein Marzipan verwendet wird) - mit einer Haube aus frischen Beeren und einem ordentlichen Schlag Creme Fraiche schmeckt dieser Schokoladenkuchen aber auch im Sommer herrlich. Hier ist das Rezept:

SCHOKOLADENKUCHEN

ZUTATEN
250g gemahlene Mandeln
500g Datteln (ohne Kerne)
100g 85% dunkle Schokolade, grob zerbrochen
6 Eier
1 Bio-Orange, Saft und Schale
1 TL Vanille-Extrakt
3 EL Kakao-Pulver
4 EL Kokosnuss-Öl (auf Raumtemperatur abgekühlt)
Frische Beeren (ganz nach Geschmack)
Creme Fraiche (auch nach Geschmack)
Puderzucker (wer mag)
Erforderlich: eine Küchenmaschine

Den Ofen auf 175°C vorheizen.
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und abkühlen lassen.
Die Mandeln mit den Datteln in einer Küchenmaschine klein mixen (ich mache das in zwei Schritten, erst die eine Hälfte der Datteln und Mandeln, dann die andere).
Die Dattel-Mandel-Mischung in eine Schüssel geben und alle restlichen Zutaten unterrühren: die (flüssige) Schokolade, die Eier, den Orangensaft, die Orangenschale, den Kakao und das Kokosnuss-Öl. Den Teig in eine eingefettete 20-cm-Springform geben und für 40-45 Minuten backen lassen (ich mag es ja, wenn der Teig innen noch ein bisschen flüssig ist, deshalb kommt der Kuchen bei mir nur 40 Minuten in den Ofen).
Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Springform lösen und mit Beeren belegen.








... und noch ein paar Kochbücher von Food-Bloggern, die ich wirklich gerne mag, einige habe ich oben ja schon genannt:
* "Dinner - A Love Story" von Jenny Rosenstrach
* "Sweets - Himmlische Verführungen für den ganzen Tag" und "Geschenkideen aus der Küche" von Nicole Stich
* "The Smitten Kitchen Cookbook" von Deb Perelman
* "What Katie Ate" von Katie Quinn Davies
* "La Tartine Gourmande" von Béatrice Peltre
* "A Homemade Life" von Molly Wizenberg
* "My Berlin Kitchen - A Love Story" von Luisa Weiss

Auf dem Wunschzettel:
* "Super Natural Every Day" von Heidi Swanson
* "Small Plates Sweet Treats" von Aran Goyoaga
* "The Sprouted Kitchen" von Sara Forte

Welches Kochbuch hat euch zuletzt so richtig Spaß gemacht? Oder welches fehlt in meiner Liste? Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

PS: Eine ganz ernsthafte Bitte: Schaut doch heute mal bei Steffi und Inga vorbei - Inga braucht unsere Hilfe...

NORA-KUCHEN (ZURÜCK IN DIE SPUR)



Eine dieser Wochen. Was haken kann, das hakt. Was schief gehen kann, geht schief. Was hilft:

Rausgehen. An die Luft. Weg vom Schreibtisch. Ein Riesenspaziergang.
Rote Lippen.
Früh ins Bett mit einer Fernsehserie (tausend Dank für all eure Tipps, wie toll... ich starte jetzt mal mit "Game of Thrones").
Frische Blumen. Pinke Pfingstrosen. Maiglöckchen.
Blaubeeren. Und Chips. Und Mango-Eis.
In die Buchhandlung gehen (manchmal schon für den Geruch von frischen Büchern).
Musik, sehr laut. Oft Klassik (wenn ich mich sehr dramatisch fühle). Oft Jan Delay (wenn ich mich nicht mehr dramatisch fühlen möchte).
Vorfreude. Ein Plan, etwas zum drauf freuen und das Wissen: Auch nur eine Woche, die vorbei geht. Es gibt Schlimmeres. Doch, wirklich.
Lesen.
Schlafen.
Backen.

Wenn nichts mehr geht, geht immer noch Kuchen. Dieses Rezept habe ich vor ein paar Tagen von meiner Freundin Nora geschenkt bekommen, die letztes Wochenende, pünktlich zu Marlenes Geburtstag, zu Besuch in Berlin war. Und den weltbesten Geburtstagskuchen gebacken hat: mit Blaubeeren und Erdbeeren, mit einer leckeren Creme, sensationell fluffigem Biskuit-Teig und einer Winzigkeit Kokos. Ein richtig schöner Sommer- und hervorragender Alles-nicht-so-wild-Kuchen. Hier ist das Rezept:

NORA-KUCHEN

ZUTATEN (FÜR DEN BISKUIT-TEIG)
5 Eier
130g Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
80g Mehl
45g Speisestärke
1/2 Päckchen Backpulver

Den Backofen auf 175 Grad (Ober/ Unterhitze) vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einem Drittel des Zuckers steif schlagen. Das Eigelb mit ca. 3 EL heißem Wasser anrühren, den Zucker und den Vanillezucker zugeben und so lange rühren, bis die Masse heller geworden ist. Das Eiweiß vorsichtig darunter heben. Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver vermischen und nach und nach über die Masse sieben und vorsichtig unterheben. In eine eingefettete Springform (Durchmesser: 26 cm) füllen und etwa 15 Minuten backen. Dann abkühlen lassen. Das ist wichtig: erst dann schneiden, sonst kann der Teig zerfallen.

ZUTATEN (FÜR DIE BUTTERCREME UND DEN BELAG) (nach einem Rezept von hier)
115g weiche Butter
150g Puderzucker
225g Frischkäse
Frisch geriebene Zitronenschale
Erdbeeren
Blaubeeren

Die Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen (das dauert ein bisschen, erst sieht es sehr krümelig aus, aber das wird, nicht wundern). Den Frischkäse einrühren (nur so lange wie unbedingt nötig). Nach Geschmack frisch geriebene Zitronenschale dazu geben. Etwa ein Drittel der Masse mit 4-5 klein geschnittenen Erdbeeren vermischen (es können natürlich auch andere Beeren sein). Beide Cremes in den Kühlschrank stellen.

Der abgekühlte Biskuit kann jetzt in zwei Teile geschnitten werden (mit einem Messer oder einem Faden, der durchgezogen wird). Den Boden mit der Erdbeer-Creme bestreichen, die zweite Hälfte als Deckel darauf setzen und mit Buttercreme bestreichen. Am Ende mit Kokosraspeln bestreuen und mit Blaubeeren und Erdbeeren belegen (auch da gehen natürlich andere Beeren).

Habt ein schönes Wochenende!

RHABARBER-BAISER-KUCHEN






Auf dem Markt am Wochenende neben dem ersten Spargel und den ersten Pfingstrosen (meinen Lieblingsblumen) auch den allerersten Rhabarber entdeckt. Von allem etwas nach Hause getragen, Spargel und Kartoffeln, pinke Pfingstrosen und Rhabarber. Zu Hause gleich das Rhabarber-Rezept von meiner Schwester herausgesucht, mit dem jedes Jahr der Frühling beginnt: Rhabarber-Baiser-Kuchen. Ich werde ihr für dieses Rezept (und für so vieles Anderes) wohl ewig dankbar sein.

Das Beste an diesem Kuchen ist seine Dreistigkeit. Er gibt sich nicht die geringste Mühe, zu verstecken, was er ist: sauer und süß, Rhabarber-sauer und Baiser-süß. Für mich eine absolut unwiderstehliche Mischung. Vor allem, wenn er noch ofenwarm ist. Und der Baiserteig bei jedem Bissen leise knistert. Ich kann nicht aufhören diesen Kuchen zu essen (bis nichts mehr übrig ist, gerade esse ich das letzte Stück, gleich ist es halbelf, aber Nachtkuchen ist ja ohnehin der beste, oder?). Hier ist das Rezept von meiner Schwester:

RHABARBER-BAISER-KUCHEN

ZUTATEN
Ein knappes Kilo Rhabarber
Ein Hefeteig aus dem Kühlregal (kann man natürlich auch selber machen)
3 EL Vanillepuddingpulver
4 Eier
200g Zucker

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen (Ober-Unterhitze: 180°C).
Den Rhabarber putzen, in kleine Stücke schneiden und in einer Schüssel mit dem Puddingpulver vermischen bis alles gut eingepudert ist.
Vier Eier sauber trennen und das Eiweiß in einer Schüssel mit einem Handmixer aufschlagen. Sobald das Eiweiß langsam fest wird, nach und nach den Zucker einrieseln lassen und dabei immer weiter schlagen, bis der Eischnee so fest ist, dass man die Schüssel umdrehen kann.
Vorsichtig den Rhabarber unterheben.
Den Teig auf einem Blech ausrollen (wie ein Pizzaboden). Die Rhabarber-Baiser-Masse gleichmäßig darauf verteilen.
Im vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten backen.

SCHOKOLADEN-BROWNIES (UND DAS LEBEN)


Eigentlich wollte ich etwas über die Wiederentdeckung meiner Lieblings-Brownies schreiben, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der Wahrheit handelt von dieser Woche, die mich erst auf diese Brownies gebracht hat.

Eigentlich war diese Woche nicht weiter dramatisch, eine anstrengende Woche, wie es viele gibt, so ist der Alltag manchmal, oft. Und trotzdem fühlte ich mich gestern schrecklich alle. Nicht mal nur von der Woche. Von der Erkältung. Den tausend schon viel zu lange aufgeschobenen Kleinigkeiten. Dem Gerüst vorm Fenster, das dort für die nächsten vier Monate steht (kaum ist es hell, ist es auch schon wieder dunkel) oder den kurzen, aber sehr beeindruckenden Schlagbohrer-Einsätzen. Auch nicht von den Gefühlen des Kindes, die es gerade nur noch in Fortissimo gibt - ihre Freude ist die größte Freude, ein Tanz, ein Hüpfen, ein Glucksen, eine in die Arme gerannte Umarmung, ein schmatzender Kuss, und ihr Sauersein ein tränenreiches Drama, ein Drama, wenn der Puppenwagen umfällt, ein Drama, wenn es keine Eierspiegel zum Abendbrot gibt, ein Drama, wenn sie die Gummistiefel nicht anziehen kann, weil ich die Gummistiefel im Kindergarten vergessen habe, DRAAMAAA, manchmal hat es sich ungefähr so angefühlt. Irgendwie war ich sauer auf mich. Weil ich es so selten sein lassen kann (obwohl ich es mir so oft vornehme). Weil ich dann auch noch die Wohnung putze und den Schrank vom Kind ausmiste und Emails beantworte, statt einfach mal zu schlafen. Oder herumzusumpfen. Als müsste ich mir meine Entspannung immer erst verdienen.

Dann habe ich auf der Suche nach meinem Lieblingsrezept für Fußball-Nudeln (die Fußball-Nudeln heißen, weil wir sie oft zum Fußballgucken essen), ein ganz anderes Lieblingsrezept entdeckt, und beschlossen, es SOFORT zu backen. Wie konnte ich dieses Rezept nur vergessen? Die Schokoladen-Brownies aus Jamie Olivers "Besser kochen" waren in der Zeit nach Fannys Geburt mein liebstes Rezept. Ich nannte sie damals "Müde-Brownies", weil ich sie immer gemacht habe, wenn ich vor Müdigkeit umfallen wollte. Diese Brownies sind die schokoladigsten Schokoladen-Brownies, die mir je untergekommen sind, ein Biss von diesem Brownie, noch warm, an den Fingern klebend, und alles ist nicht mehr ganz so dramatisch. Gestern Abend habe ich sie wiedergebacken, ohne getrocknete Sauerkirschen und ohne gehackte Nüsse wie im Rezept verlangt, weil ich die gerade nicht da hatte, dafür mit Kirschen aus dem Glas, die den Teig aber eigentlich nur besser machen. Man braucht dafür:

MÜDE-BROWNIES (nach Jamie Oliver)
250g Butter
200g Bitterschokolade (mindestens 70% Kakaoanteil, in Stücke gebrochen)
80g Kakaopulver, gesiebt
65g Mehl, gesiebt
1 TL Backpulver
350g extrafeiner Zucker
4 große Bio-Eier
150g abgetropfte Sauerkirschen aus dem Glas

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine rechteckige Backform von ca. 30 cm Größe mit Backpapier auskleiden. Die Butter und die Schokolade in eine große hitzebeständige Schüssel geben, auf einen Topf mit siedendem Wasser setzen und schmelzen lassen. Die Mischung glatt rühren. In einer zweiten Schüssel das Kakaopulver mit dem Mehl, Backpulver und Zucker mischen und anschließend sorgfältig unter die Schokomasse ziehen. Die Eier verschlagen und gründlich unterrühren. Dann die Kirschen dazu geben und vorsichtig umrühren.

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und für etwa 25 Minuten backen. Der Kuchen soll sich noch elastisch anfühlen, wenn man ihn leicht andrückt, und in der Mitte noch etwas feucht und klebrig sein. Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Form lösen und in Stücke schneiden.

Vielleicht habt ihr ja auch Lust auf Brownies, auf einen Mund voll Schokolade? Ich mache nächste Woche eine Pause vom Bloggen. Vielleicht gehe ich ins Kino und schaue mir "Take This Waltz" an. Vielleicht lese ich das neue Buch von J.R. Moehringer "Knapp am Herz vorbei" (ich habe "Tender Bar" so sehr gemocht). Vielleicht mache ich auch nichts von all dem, mal sehen, das wird sich schon finden. Es wird jedenfalls eine langsame Woche und ich freue mich drauf. Habt ein schönes Wochenende!

DIE GROSSE WEIHNACHTSTEE-WOCHE: LEBKUCHEN-CUPCAKES, SCHOKOLADENKUCHEN UND WEIHNACHTSPUDDING


Am zweiten Tag der Weihnachtstee-Woche wird es noch einmal süß. Bei mir gibt es Lebkuchen-Cupcakes, verschneiten Schokoladenkuchen und dänischen Weihnachtspudding. Die GUERILLA BAKERY tischt heute Nikolaus-Cupcakes, Brown Butter-Pumpkin-Cupcakes mit Karamellfrosting, Mini Apple-Pies, Orangen- und Oreotrüffel, Weiße Schokolade-Cranberry-Cookies und Weihnachtsbrot auf (und ich hab schon beim Lesen Hunger!). Viel Süß, viel Glück, hoffen wir. Hier sind die Rezepte:

LEBKUCHEN-CUPCAKES 
abgewandelt nach Rezepten aus "Süße Sünden" von der Hummingbird Bakery und 

ZUTATEN FÜR DIE CUPCAKES
1,5 Cups Mehl
1,5 Cups Butter
3/4 Cup brauner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
3 TL Lebkuchengewürz
2 EL Grafschafter Sirup
4 Eier
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
(Als Cup-Messbecher verwende ich diese hier.)

ZUTATEN FÜRS FROSTING
300g Puderzucker
50g Butter
125g Philadelphia-Frischkäse
1 TL Vanilleextrakt
1/2 TL Zimt
(wer keinen Zimt mag, lässt ihn und die Vanille weg und nimmt stattdessen 1 TL geriebene Zitronenschale)

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Muffinblech mit Muffinpapierförmchen auslegen. Die Butter mit dem Zucker schaumig mixen. Den Sirup, die Eier und das Vanilleextrakt dazu geben und vermischen. Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz und Salz mischen und in eine Schüssel sieben. Die Mehlmischung langsam zur Zucker-Butter-Mischung geben und zu einem homogenen Teig mixen. Teig in die Förmchen füllen (nicht höher als bis gut zur Hälfte). Etwa 20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit das Frosting vorbereiten: Die Butter mit dem Frischkäse schaumig mixen, Puderzucker und Zimt dazu geben und so lange weitermixen, bis die Masse cremig wird.  Cupcakes abkühlen lassen, dann mit dem Frosting überziehen.

Diesen Schokoladenkuchen habe ich zum ersten Mal zu Fannys Geburtstag gebacken. Seitdem (und das ist gerade einmal zwei Wochen her) habe ich ihn schon drei Mal gemacht. Das Rezept ist simpel, das Ergebnis sensationell schokoladig und saftig. Dieses Mal habe ich den Kuchen in Weckgläsern gebacken:

VERSCHNEITER SCHOKOLADENKUCHEN 
nach einem Rezept von Ina Garten in "Food & Wine", für ca. acht Weckgläser:

ZUTATEN
1 3/4 Cup Mehl
2 Cup Zucker
3/4 Cup Kakao
2 TL Speisesoda
1 TL Backpulver
1 TL Salz
1 Cup Buttermilch
1/2 Cup Sonnenblumenöl
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt
1 Cup heißer, frischgebrühter Kaffee (ich nehme immer koffeinfreien)
2 EL Puderzucker
8 Weckgläser (in meine passen 290ml, hier zu sehen)
Als Cup-Messbecher verwende ich diese hier.


Den Ofen auf 175°C vorheizen. Weckgläser bereit stellen.
Mit einem Mixer auf niedriger Stufe das Mehl mit Zucker, Kakao, Speisesoda, Backpulver und Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel die Buttermilch mit dem Öl, den Eiern und der Vanille vermischen. Die Buttermilch-Mischung langsam zur Mehl-Mischung geben und gerade so lange mixen, bis alles verrührt ist. Vorsichtig den heißen Kaffee darunter mixen. (Nicht erschrecken, der Teig sieht jetzt ganz schön flüssig aus, aber das soll so). Den Teig bis zur Hälfte in die Weckgläser füllen und ca. 20-25 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.


Das dritte Rezept verdanke ich meiner Freundin Marlene, die dänische Wurzeln hat. Vor ein paar Jahren Heiligabend zum ersten Mal gegessen, gehört "Risalamande" für mich mittlerweile zur Weihnachtszeit wie Mistelzweige und Kerzen - auch weil ich das Ritual dieses Weihnachtspuddings so mag. In einem der Gläser wird eine geschälte Mandel versteckt. Wer sie findet, darf unter dem Weihnachtsbaum die Geschenke verteilen und bekommt ein "mandelgave" - das Mandelgeschenk, meistens Schokolade. "Risalamande" schmeckt aber natürlich auch schon vor Weihnachten (und überhaupt das ganze Jahr...). Hier ist das Rezept von Marlene und ihrer Mutter:

RISALAMANDE 
für eine große Schüssel oder 6 Weckgläser

ZUTATEN
250g Milchreis
1l Milch
50g gehackte Mandeln
1 TL Vanilleextrakt
4 EL Zucker
250ml Sahne
1 Glas Sauerkirschen
1-2 EL Vanillepuddingpulver

Den Milchreis nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen (am besten schon am Abend vorher und über Nacht in den Kühlschrank stellen). Die Sahne steif schlagen. Die gehackten Mandeln, das Vanilleextrakt und den Zucker unter den Milchreis rühren. Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben. Auf die Gläser verteilen und in einem eine ganze Mandel verstecken. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Für die heißen Kirschen ein Glas Sauerkirschen in einem Topf erhitzen. Ich gebe zum Andicken 1-2 EL Vanillepuddingpulver dazu, das ich in Wasser auflöse.
»

Slomo All rights reserved © Blog Milk Powered by Blogger