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EINE STERNENKARTE FÜR UNSERE KÜCHE
(UND IN WELCHEM TOLLEN LADEN ICH SIE GEFUNDEN HABE)

Ist es schlimm, wenn ich schon wieder einen Laden beschwärme? Ich kann nicht anders. Das liegt nicht nur an meinem Schwärmdrang, sondern auch daran, dass Läden manchmal Orte sind, an denen sich Visionen, Schönheit, Lebensentwürfe und Leidenschaften ausdrücken. „Discover Prints” in Berlin-Mitte ist so ein Ort. Uwe Berger verkauft darin Drucke (im Original und als Reproduktionen), die einem die Welt und das Universum zeigen, aufschlüsseln, benennen, erläutern. Land- und Seekarten aus der vordigitalen Zeit, Ansichten des Mondes, der Milchstraße oder von Kometen in ihrem Flug durch das All, Kunstdrucke, auf denen Hunde 21 verschiedener Rassen friedlich versammelt sind oder ein Schwimmer, der die einzelnen Phasen des Brust- und Rückenschwimmens demonstriert. So hat man Wissbegierigen die Ordnung der Dinge vermittelt, als es Google Maps, die Wikipedia und das Internet noch nicht gab. Man zeichnete oder malte, was es zu wissen gab, und die Wirkung dieser Drucke hat viel damit zu tun, dass sich auf ihnen wissenschaftliche Präzision mit künstlerischer Interpretation verbindet – eine Poesie der Aufklärung gewissermaßen, die Schönheit des Dinglichen, Charakteristischen und Typischen. Die Bilder, die man bei „Discover Prints” entdecken und (in verschiedenen Größen) kaufen kann, bringen einem nicht nur bei, was man auf ihnen sieht, sondern lassen einen auch wieder Staunen über die Welt.

Was dieses Staunen in einem bewirken kann, dafür ist Uwe Berger selbst ein gutes Beispiel. In einem früheren Leben war er mal Meeresbiologe in Norwegen und Schweden und danach Bio- und Physiklehrer, auch an zwei Berliner Gymnasien. Die Drucke, alten Karten und wissenschaftlichen Abbildungen sammelte er nur für sein privates Vergnügen. Bis er sich eines Tages eingestand, dass sie es sind, für die er wirklich brennt und aus seiner Faszination einen Beruf machte. Zuerst auf Flohmärkten, schließlich in seinem Laden, den ich vor einer Weile beim Bummeln entdeckt habe und von dem ich hin und weg war. Von den Schätzen, die man dort findet, von der freundlichen (und kenntnisreichen) Beratung und den überaus gut gemachten Produkten. Berger litographiert die Drucke, die er sammelt, printet sie auf hochwertigem Papier oder auf Leinwand, vergrößert sie, macht sie zu Bildern, die man bei sich zu Hause an die Wand hängen kann.

Seit ein paar Tagen hängt an der Wand in der Küche, eine „Sternkarte des nördlichen Himmels” und eine „Sternkarte des südlichen Himmels” – zwei Kreise voller Sterne, Nebelflecke und Tierkreiszeichen, und seitdem bin ich mitten im Gespräch manchmal für ein paar Sekunden sehr, sehr weit weg, Lichtjahre entfernt. Und wenn ich dann wieder auf der Erde lande, ist mir, als wäre mir ein wenig leichter.

„Discover Prints”, Weinbergsweg 2, 10119 Berlin-Mitte, Di–Sa 12-20 Uhr. Der Onlineshop ist hier zu finden. 




EIN NEUES SCHLAFZIMMER




Wie lange schon wollte ich unser Schlafzimmer umstellen – das eine Zimmer, das ich immer ungemütlich fand. Letztes Wochenende habe ich endlich losgelegt. Erstaunlich, wie neu und anders sich ein Zimmer anfühlt, wenn man einfach nur alles umstellt. Vielleicht mache ich irgendwann mal ein paar Bilder. Bis dahin sind hier ein paar Fotos, die ich zur Inspiration gesammelt habe, ein paar Dinge, die ich gemacht habe und ein Wunschzettel:

Eins: Ich habe das Bett von der Mitte des Zimmers direkt vors Fenster gestellt (wie auf dem ersten Bild).

Zwei: Rechts neben dem Bett hängen jetzt gesammelte Lieblingsbilder: dieser und dieser Print von Petersen, unsere Passfoto-Sammlung und ein paar Zeichnungen von Fanny. Bei einer Freundin habe ich neulich diesen „Rapper´s Delight”-Print von Juniqe gesehen – der würde noch gut in die Sammlung passen.

Drei: Die uralten Malm-Kommoden stehen jetzt direkt an der Wand statt vorm Fenster. Da gefallen sie mir deutlich besser – ich bin allerdings nicht der weltgrößte Fan ihres Dunkelbrauns. Das Bett hat die gleiche Farbe. Jetzt denke ich darüber nach, einfach alles weiß anzustreichen. Hat jemand von euch das mal versucht und kann mir sagen, ob das funktioniert?

Vier: Auf der Kommode steht jetzt mein Lieblingsbild von Fanny: Wir drei und ihre beiden großen Lieben: Lulu, die Gastkatze aus New York und Franjo, der Hund meiner Schwester. Jetzt fehlt noch ein großes Bild. Vielleicht spare ich auf einen Print von Lola Donoghue.

Fünf: Was auch noch fehlt ist ein schlichter Teppich, den ich vors Bett legen möchte. Vielleicht der hier? Oder ich mach mich auf dem Flohmarkt mal auf die Suche.

Sechs: Diese zwei Kissen liegen momentan noch auf dem Sofa. Ins Schlafzimmer würden sie aber auch sehr gut passen.

Sieben: Und am Ende ist auch noch der ganze Kram rausgeflogen, der sich in den letzten Monaten (naja, eher Jahren) unter dem Bett, neben dem Schrank und in allen anderen Ecken angesammelt hatte. Wie viel schöner das Schlafzimmer ohne dieses ganze Zeug ist.

Noch mehr Bilder und ein paar schöne Tipps gibt´s bei Chapter Friday. Und hier sind noch ein paar Dinge, die gerne einziehen dürften:






Eins: Print „Rapper´s Delight” von Juniqe. Zwei: Kerzenständer „Circle” von Minimarkt. Drei: „Juno Blanket Grey” von The District Six Store. Vier: „Out of Her Loop” Abstract Giclée Print of Painting von Lola Donoghue (via). Fünf: Korb (Größe L) von Schöne Beute – Ghanin. Sechs: Baumwollteppich von H&M. Sieben: Kissen „Nice Shapes and Dots #2” von selekkt.com. Acht: „Marble Square” von Bolia.

Fotos: Alvhem Mäkleri & Interiör (1-3), Ollie & Seb´s House (4), Emma hos / Bild: Jonas Berg (5), Emma hos / Bild: Jonas Berg (6).

MINI-BADEZIMMER-RENOVIERUNG



Ich liebe diese Wohnung, wie ich noch keine vor ihr geliebt habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich noch nie irgendwo so zu Hause gefühlt habe oder so angekommen. Vielleicht liegt es auch an den knarzenden Dielen, deren Klang ich auf dem Weg von der Küche ins Kinderzimmer schon auswendig kann, Schritt, Schritt, Knarz, Schritt, Knarz, Knarz, Schritt, Schritt, Schritt, Knarz. Keine Ahnung, was es mit den knarzenden Dielen auf sich hat, ich habe schon immer von einer Wohnung mit knarzenden Dielen geträumt und jetzt knarzen sie endlich, die Dielen, und knarzen mich glücklich. Ganz sicher liegt es an der Küche, der allerersten Küche meines Lebens, in die ein großer Tisch passt zum Kochen und Reden und gemeinsamen Essen und Versumpfen. Nur mit dem Badezimmer konnte ich mich bisher nicht anfreunden (was schrecklich albern ist, es ist kein schlechtes Badezimmer, auch wenn es winzig ist und statt einer Badewanne eine riesige Gastherme hat, die morgens beim Anspringen ungefähr klingt wie ein alter Truck). Bis ich am Wochenende ein bisschen umgestellt habe: die Lichterkette ist vom Schlafzimmer ins Bad gezogen, neu eingezogen sind ein Rollschrank für Stauraum, eine Box und zwei Becher für Kosmetik, weise Worte von Petersen und jede Menge Flieder. Kleiner Umbau, große Freude. Fehlt nur noch ein Bild für die Wand. Vielleicht dieses von Philuko?

Hier sind noch ein paar Badezimmer-Ideen, die ich mir für irgendwann einmal aufgehoben habe:





Eins: Aus der Wohnung von Ryan Korban im Domino Magazine. Zwei: Das Badezimmer von Tara Mangini & Percy Bright bei Design*Sponge. Drei: Lonny Magazine, February/March 2010 Issue - die Tapete! Vier: Das Badezimmer von Zoe Johns & Max Catalano bei Design*Sponge.

EIN NEUER TISCH (UND ANDERE ENTDECKUNGEN)

Februar-Verschönerungsmaßnahmen, Teil 2:
Dieser Tisch. Bei "Bodie and Fou" gesehen und sofort gewusst, dass dies unser neuer Couch-Tisch ist.  Palette und Rollen bestellt, weiße Farbe ist noch da, am Wochenende baue ich uns einen neuen Tisch. Das Bild stammt übrigens aus dem Milk Magazine - hier sind noch mehr Fotos dieser tollen Wohnung zu sehen.

Noch ein paar kleine Entdeckungen, die ich mochte:
* Ende April erscheint das neue Phoenix-Album.
* Der Trailer zum neuen Michel Gondry-Film "Mood Indigo". (Wie gerne möchte ich mal einen Tag im Kopf von Michel Gondry wohnen, wie schön muss es sein, die Welt mit solchen Augen zu sehen?!)
* "I love you". (Danke, N.)
* Eine Valentinstag-Girlande.
* Nils Frahm: Screws. Mein Soundtrack der letzten Tage.
* Ach, und dieses Video: The Scared is scared. Ich bin so verknallt in dieses Video. Als Bianca Giaever einen Film drehen will, fragt sie eine Sechsjährige, wovon er handeln soll. Dies ist ihre Antwort:

MEIN BÜRO (UND EIN PAAR LIEBLINGSSCHREIBTISCHE)






Eins: Elisabeth Heier vom gleichnamigen Blog.
Zwei: Ein Schreibtisch von "In My House".
Drei: Eine von fünf Schreibtischvarianten vom "Stylizmo Blog" (übrigens richtig toll!).
Vier: Nette-Natalias Schreibtisch von "Lily".
Fünf: Ein Fundstück von "Bodie and Fou".

Manchmal, wenn ich solche Schreibtisch-Schönheiten sehe, seufze ich ein bisschen. Mein Schreibtisch steht bei uns im Flur, direkt neben der Garderobe und dem Schuhregal. Jeder Gast, der vorbei kommt, steht zuerst in meinem Büro. Und das nächste Fenster ist ein Zimmer weiter. Trotzdem liebe ich mein kleines Büro. Es ist ein Durchgangszimmer, aber meins - voller Kleinigkeiten und Erinnerungen, die mir gute Laune machen. Und seit ich vor ein paar Tagen alles umgestellt und neue Bilder aufgehängt habe, seit ich Kerzen und frische Blumen besorgt habe, fällt mir das Arbeiten auch wieder deutlich leichter. Hier sind ein paar Bilder:


Eins: Die Lampe ist schon viele Jahre alt (und ich mag sie immer noch so wie am ersten Tag).
Zwei: Mein Kalender und mit Washi-Tape beklebte Notizbücher.
Drei: Gut, öfter mal daran zu denken: "After Rain Comes Sun" von Philuko.
Vier: Vor ein paar Monaten eine schwarze Magnet-Klebefolie gekauft, die man auch mit Kreide beschreiben kann, ich mag sie sehr. Davor eine Kerze aus Paris (die nach Urlaub riecht) und zwei silberne Dosen für Tesafilm und Büroklammern, die ich in einem Second-Hand-Laden gefunden habe.
Fünf: Meine Eiffelturm-Sammlung. Jedes Mal, wenn wir in Paris sind, kaufe ich einen neuen.
Sechs: Zwei schwarze Klemmbretter an die Wand gehängt, die seit Ewigkeiten unter meinem Tisch herumflogen. Jetzt schau ich immer auf das Meer und auf den Wald (auch von Philuko).
Sieben: Mein Poster von "Good Fucking Design Advice". Vor einer ganzen Weile gekauft, endlich aufgehängt.
Acht: Manchmal muss ich sehr laut Musik hören. Am liebsten mit diesen Kopfhörern.
Neun: Diese Postkarte habe ich von Anoushka Matus zu Weihnachten bekommen, sie erinnert mich an meinen Plan, dieses Jahr ein bisschen weniger hektisch anzugehen.
Zehn: Hinter dem Schreibtisch stehen Regale, für alles, was untergebracht werden muss. Vier weiße Kisten sind auch dabei, in die ich gnadenlos alles reinstopfe, was herumliegt. Mit meinen Stiften und Quittungen halte ich es ähnlich: die verschwinden allesamt in einem weiß angemalten Besteckkasten.

PS: Eine Tumblr-Entdeckung der letzten Woche: "Write Place, Write Time" - ein Blog über die Schreiborte von Schriftstellern.
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