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NEUES (UND ALTES) FÜR DIE WÄNDE: NEUN LIEBLINGSPRINTS


Das Schöne an einem Umzug: Man mistet endlich mal richtig aus. Und hat einen Vorwand, die Wände neu zu behängen. Hier sind ein paar Prints, die mir gut gefallen – vielleicht seid ihr ja gerade auch auf der Suche.

1) „Green Leaves” von Desenio. Seit unserem Umzug bin ich total pflanzenverknallt. Ich habe mir ein paar Töpfe zugelegt und dann noch ein paar mehr. Und freue mich jeden Tag über sie. Über meinem kleinen Garten hängen diese grünen Blätter.
2)  „Leaf lines (blue)” von Silke Bonde. So schön zart.
3) „Black &” von Desenio. Ich mag Unds, deswegen hängt dieses über meinem Schreibtisch.
4) „Tiger” von Fine Little Day. Diesen Tiger habe ich beim Rumstöbern auf Ink + Olive entdeckt. Jetzt bewacht er unser Schlafzimmer.
5) „Monstera Three” von Desenio. Ich sag ja: pflanzenverknallt.
6) „Above the Clouds” von Christoph Abatzis über Junique, weil Wolkengucken immer eine gute Idee ist.
7) „Finds” von Fine Little Day. Diese Fundstücke erinnern mich an die Dänemark-Urlaube meiner Kindheit, die wir hauptsächlich damit verbrachten, Schätze zu sammeln. Vom Wasser abgeschliffene Scherben, besonders runde oder pechschwarze Steine, manchmal auch einen klitzekleinen Bernstein. Meine Sammlung sah allerdings nie so hübsch aus.
8) Das „Enjoy it” von Petersen hängt schon lange an meinen Wänden und findet immer wieder einen neuen Platz.
9) „In voller Blüte” von Lumelena. Für immer blühende Rosen, weil ich die leise Melancholie dieses Bildes sehr mag.

Was hängt denn an euren Wänden? 
Kommt gut in die Woche!
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WIEDER-DA-TAGE UND EIN RICHTIG SCHÖNES BUCH


Himmel, die letzten Tage hatten es in sich. Viel auf dem Zettel und schon wieder mehr im Kopf, als ich erwartet hatte. Mir in New York vorgenommen, die Gelassenheit und Klarheit dieser gedankenleichten Tage mit nach Hause zu nehmen, gar nicht so leicht. Umso schöner, wenn mitten in einer Endloswoche plötzlich der Paketmann klingelt und ein Buch überreicht, auf das ich mich schon lange gefreut habe: "Wie eine Wohnung ein Zuhause wird" von Stefanie Luxat. Reingeguckt und gleich darin versunken, wie noch oft in den Tagen danach.

Mich irgendwann gefragt, warum ich dieses Wohnbuch eigentlich so mag. Erste Antwort: Weil es wirklich schön und mit Detailliebe gemacht ist, weil es außer Wohnungen Tipps und Tricks zeigt, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Zweite Antwort: Weil einem darin viel Alltagsschönheit begegnet. Weil man sieht, dass sich da Menschen auf eine Weise eingerichtet haben, ein Zuhause, eine Höhle zusammengetragen und erschaffen haben, die exakt richtig für sie ist: IHR Zuhause, IHR Leben, IHRE Schönheit, IHRE Erinnerungen, IHRE Altare, IHRE Inseln, IHRE Spuren. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Ein Eis aus Holz an der Küchenwand, Sommer für immer. Ein Stapel Polaroidfotos auf der Kommode. Ein handgeschriebenes Lieblingsgedicht, das an einem Bilderrahmen klebt. Eine wilde Kinderzeichnung im Flur. Eine Badezimmer voll mit Vogelbildern aus dem Lieblingsbuch der Tochter. Ein paar schmutzig gekämpfte Boxhandschuhe. Nicht alles, was gezeigt wird, ist ganz genau meins – aber genau das mag ich an Steffis Buch: Es sind Wohnungen mit Charakter. Verdammt gut aufgeräumte Wohnungen, aber Wohnungen, denen man ansieht, dass Menschen in ihnen leben – sehr gerne in ihnen leben. Dritte Antwort: Weil dieses Buch mich daran erinnert, es mir so schön wie möglich zu machen. Toll, wenn ein Buch so etwas schafft. Toll, wenn es einen dazu bringt, die strunzhässlichen Nachttische rauszuwerfen, die beharrlich von einer Wohnung in die nächste mitgezogen sind, obwohl ich sie schon in meiner allerersten Wohnung nicht mochte. Jetzt stehen da zwei richtig schöne Hocker. Und neben den Hockern klemmen zwei neue Leselampen. Und über dem Bett hängen die Passfotos aus dem Passfotoautomaten, in dem wir uns immer wieder fotografieren, seit wir zu dritt sind (auf dem ersten bin ich gerade schwanger).

So ein Buch ist das. Eines, das ansteckt. Danke dafür, liebe Steffi. Und herzlichen Glückwunsch!

Hier sind zum Reingucken ein paar Lieblingsbilder:

Bild 1 & 2: Das Kinderzimmer und die Galerie im Flur von Anica-Skyren Villwock.
Bild 3 & 4: Der blau gestrichene Flur und der Bibliothekstisch in der Wohnung von Lilly und Tom.
Bild 5 & 6: Die Küche und das Arbeitszimmer von Karina und Thorsten Kaliwada.
Aus: "Wie ein Wohnung ein Zuhause wird" von Stefanie Luxat mit Fotos von Brita Sönnichsen im Callwey-Verlag (192 Seiten, 29,95 Euro).

Und wenn wir schon dabei sind: Diese Woche ist auch Steffis Buch "Wie sag ich´s meinem Mann? Über das Zusammenleben mit einer anderen Spezies" bei Eden Books erschienen. Mehr dazu und ein Video gibt es hier. Schönes Wochenende!

MINI-BADEZIMMER-RENOVIERUNG



Ich liebe diese Wohnung, wie ich noch keine vor ihr geliebt habe. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich noch nie irgendwo so zu Hause gefühlt habe oder so angekommen. Vielleicht liegt es auch an den knarzenden Dielen, deren Klang ich auf dem Weg von der Küche ins Kinderzimmer schon auswendig kann, Schritt, Schritt, Knarz, Schritt, Knarz, Knarz, Schritt, Schritt, Schritt, Knarz. Keine Ahnung, was es mit den knarzenden Dielen auf sich hat, ich habe schon immer von einer Wohnung mit knarzenden Dielen geträumt und jetzt knarzen sie endlich, die Dielen, und knarzen mich glücklich. Ganz sicher liegt es an der Küche, der allerersten Küche meines Lebens, in die ein großer Tisch passt zum Kochen und Reden und gemeinsamen Essen und Versumpfen. Nur mit dem Badezimmer konnte ich mich bisher nicht anfreunden (was schrecklich albern ist, es ist kein schlechtes Badezimmer, auch wenn es winzig ist und statt einer Badewanne eine riesige Gastherme hat, die morgens beim Anspringen ungefähr klingt wie ein alter Truck). Bis ich am Wochenende ein bisschen umgestellt habe: die Lichterkette ist vom Schlafzimmer ins Bad gezogen, neu eingezogen sind ein Rollschrank für Stauraum, eine Box und zwei Becher für Kosmetik, weise Worte von Petersen und jede Menge Flieder. Kleiner Umbau, große Freude. Fehlt nur noch ein Bild für die Wand. Vielleicht dieses von Philuko?

Hier sind noch ein paar Badezimmer-Ideen, die ich mir für irgendwann einmal aufgehoben habe:





Eins: Aus der Wohnung von Ryan Korban im Domino Magazine. Zwei: Das Badezimmer von Tara Mangini & Percy Bright bei Design*Sponge. Drei: Lonny Magazine, February/March 2010 Issue - die Tapete! Vier: Das Badezimmer von Zoe Johns & Max Catalano bei Design*Sponge.

MEIN BÜRO (UND EIN PAAR LIEBLINGSSCHREIBTISCHE)






Eins: Elisabeth Heier vom gleichnamigen Blog.
Zwei: Ein Schreibtisch von "In My House".
Drei: Eine von fünf Schreibtischvarianten vom "Stylizmo Blog" (übrigens richtig toll!).
Vier: Nette-Natalias Schreibtisch von "Lily".
Fünf: Ein Fundstück von "Bodie and Fou".

Manchmal, wenn ich solche Schreibtisch-Schönheiten sehe, seufze ich ein bisschen. Mein Schreibtisch steht bei uns im Flur, direkt neben der Garderobe und dem Schuhregal. Jeder Gast, der vorbei kommt, steht zuerst in meinem Büro. Und das nächste Fenster ist ein Zimmer weiter. Trotzdem liebe ich mein kleines Büro. Es ist ein Durchgangszimmer, aber meins - voller Kleinigkeiten und Erinnerungen, die mir gute Laune machen. Und seit ich vor ein paar Tagen alles umgestellt und neue Bilder aufgehängt habe, seit ich Kerzen und frische Blumen besorgt habe, fällt mir das Arbeiten auch wieder deutlich leichter. Hier sind ein paar Bilder:


Eins: Die Lampe ist schon viele Jahre alt (und ich mag sie immer noch so wie am ersten Tag).
Zwei: Mein Kalender und mit Washi-Tape beklebte Notizbücher.
Drei: Gut, öfter mal daran zu denken: "After Rain Comes Sun" von Philuko.
Vier: Vor ein paar Monaten eine schwarze Magnet-Klebefolie gekauft, die man auch mit Kreide beschreiben kann, ich mag sie sehr. Davor eine Kerze aus Paris (die nach Urlaub riecht) und zwei silberne Dosen für Tesafilm und Büroklammern, die ich in einem Second-Hand-Laden gefunden habe.
Fünf: Meine Eiffelturm-Sammlung. Jedes Mal, wenn wir in Paris sind, kaufe ich einen neuen.
Sechs: Zwei schwarze Klemmbretter an die Wand gehängt, die seit Ewigkeiten unter meinem Tisch herumflogen. Jetzt schau ich immer auf das Meer und auf den Wald (auch von Philuko).
Sieben: Mein Poster von "Good Fucking Design Advice". Vor einer ganzen Weile gekauft, endlich aufgehängt.
Acht: Manchmal muss ich sehr laut Musik hören. Am liebsten mit diesen Kopfhörern.
Neun: Diese Postkarte habe ich von Anoushka Matus zu Weihnachten bekommen, sie erinnert mich an meinen Plan, dieses Jahr ein bisschen weniger hektisch anzugehen.
Zehn: Hinter dem Schreibtisch stehen Regale, für alles, was untergebracht werden muss. Vier weiße Kisten sind auch dabei, in die ich gnadenlos alles reinstopfe, was herumliegt. Mit meinen Stiften und Quittungen halte ich es ähnlich: die verschwinden allesamt in einem weiß angemalten Besteckkasten.

PS: Eine Tumblr-Entdeckung der letzten Woche: "Write Place, Write Time" - ein Blog über die Schreiborte von Schriftstellern.
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