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DER MAI 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)





Nicht mehr so viel nachgedacht, dafür viel genossen. Verrückt, wie sich das Leben verändert, wenn man tagsüber die Balkontür aufmacht. Und es Erdbeeren zum Frühstück gibt. Wie schön es ist, morgens bloß ein T-Shirt überzuziehen. Alles so viel leichter gerade. Hellblauer Himmel, hellblaue Laune. Und:

* Eis, Eis, Eis. Eis mit Streuseln. Und natürlich Spaghetti-Eis. Spaghetti-Eis geht immer. Und kleine Runden um den Pudding, um beim Späti noch ein Vanilleeis für sie zu holen. Und Zitrone-Buttermilch für mich.
* Jeden Morgen mit dem Fahrrad durch den Erdbeerstand-Duft zu fahren.
* Riesige dunkelrote Pfingstrosen vom Markt mitgebracht zu bekommen. 
* Die ersten Sandalen-Tage, endlich wieder nackte Füße. Manchmal auch zu zweit in Gold. 
* Ein sehr interessanter Text darüber, wie es ist, drei Kinder zu haben: „Three is a magic number”.
* Die ersten kleinen Dinge fürs Baby. Ich hatte vergessen, wie klein das alles ist. Und wie es mich jedes Mal rührt, etwas so Winziges in den Händen zu halten, meine Güte, Strampler in Größe 56. Für den Rassel-Wal bin ich extra in meinen alten Kiez nach Schöneberg zum Monkind X Gretas Schwester StudioStore gefahren, ein toller Laden (bald mal mehr darüber). 
* Blaubeeren, am liebsten eingekocht auf Joghurt mit ganz viel Müsli. Jeden Tag, ich bin so ein Obsessiv-Esser, gerade noch mehr als sonst.
* Die Vorfreude auf das neue Buch von Joseph O´Neill: „Der Hund”. Ich habe „Niederland” so gemocht. Und mir nach „Vom Ende der Einsamkeit” geschworen, wieder mehr zu lesen. Es macht mich so reich.
* Spargel aus dem Ofen. Für mich so viel besser als Spargel aus dem Topf. Und so einfach zu machen: den Spargel schälen, 8-10 Spargelstangen in ein Paket aus Alufolie geben (doppelt hält da besser), salzen, pfeffern, mit ein wenig braunem Zucker bestreuen und mit zwei, drei Butterflocken belegen, dann gut (aber nicht allzu fest) verpacken und für 40-50 Minuten in den Ofen bei 200°C. (Jupp, ich denke gerade wirklich immer nur ans Essen). Danke, Mama.
* Dieses Interview mit Christine Nöstlinger – nicht neu, aber so gut. 
* Elisabeth Rank unterhält sich mit Malin Elmlid und ich habe das sehr gerne gelesen. 
* Wie auch diese Geschichte: „I was Prince´s Private Chef”.
* Und diese Geschichte, die mich unendlich gerührt hat: „On Being a Surrogate.” 
* Auf den Gehwegen von Boston stehen Gedichte, die erst sichtbar werden, sobald es regnet.
* Und noch dieser Film, den ich mir gerne angesehen habe: „Im Sommer wohnt er unten”.

Und ihr so?
Habt ein schönes Wochenende!

MAI 2014 (UND DREI SEHR SIMPLE LIEBLINGSREZEPTE)


Irgendwie kommen das Jahr und ich bislang nicht so recht zur Ruhe. Aber da es ja nun auch nichts bringt, sich hinzusetzen und einzujammern, habe ich in den letzten Wochen versucht, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Und da waren einige: Die allererste Begegnung mit dem kleinen Jungen meiner Freundin, der mich ganz sprachlos vor Entzücken macht. Warme Sommertage im T-Shirt und mit Sandalen. Spaziergänge mit Fanny. Riesige Schüsseln mit Wassermelonenstückchen und Erdbeeren mit Vanillezucker. Das Wiederlesen eines meiner Lieblingskinderbücher: "Na klar, Lotta kann Rad fahren". Knallpinke Pfingstrosen auf dem Schreibtisch (meine Lieblingsblumen). Eine ausgewachsene "The Good Wife"-Sucht (die erste Fernsehserie seit Ewigkeiten, auf die wir beide uns mal wieder einigen können). Eine CD, von der ich gerade nicht genug bekommen kann: Haim (die so herrlich nach 80er klingen, das man sofort blauen Lidschatten auflegen will – danke für den Tipp, Melanie! – hier kann man mal reinhören). Nachdem ich in den letzten Wochen extrem viel Blödsinn gegessen habe, hat der Mai auch ein paar alte und neue Lieblingsrezepte gebracht – ich dachte, ich schreibe sie statt des üblichen Rückblickes einfach mal auf – ein Monat in (sehr alltagstauglichen) Rezepten sozusagen.

Eine Frühstückspremiere für mich:
Mango-Kokosmilch-Porridge
Keine Ahnung, warum ich mich nie für Porridge interessiert habe, aber dieser Mango-Kokosmilch-Porridge war tatsächlich eine Premiere für mich. Und ich liebe ihn, weil er gleichzeitig warm und schlotzig, frisch und knackig ist. Und die Zubereitung ungefähr fünf Minuten dauert. Für eine ordentliche Frühstücksschüssel braucht man:

40g Haferflocken (die schmelzende Sorte), 100 ml Milch, 100 ml Kokosmilch, 1 EL braunen Zucker, 1 Mango und ein paar Mandeln (ich bin gerade ganz versessen auf Mandeln mit Honig und Salz). Die Haferflocken, die Milch und die Kokosmilch mit dem braunen Zucker kurz aufkochen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mangowürfel und Mandeln dazu, schon fertig.
(Rezept hier gefunden).

Mein liebster Mittagssnack, wenn nicht viel Zeit ist:
Joghurt mit Blaubeeren, Müsli und Ahornsirup
Irgendwie ist es schon ein Ritual geworden – am Sonntagnachmittag machen Fanny und ich Müsli, ein riesiges Glas voll, von dem wir uns dann die ganze Woche bedienen. Eine große Portion Joghurt, eine noch größere Portion Müsli drauf, ein Schuss Ahornsirup und alle Beeren, die der Markt gerade hergibt. Irgendwann habe ich das Rezept schon mal aufgeschrieben, aber hier ist es noch einmal. Für ein Vorratsglas Müsli braucht man:
4 Cups Haferflocken (300g, die nichtschmelzende Sorte), 1-2 TL Zimt, 1-2 TL Salz, 60g weiche Butter, 1/2 Cup Honig (170g), 1/2 Cup braunen Zucker (110g), 2 TL Vanilleextrakt, zwei Handvoll Mandelblättchen, Rosinen (nach Belieben).

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen (Ober/ und Unterhitze). In einer Schüssel die Haferflocken, den Zimt und das Salz vermischen. In einer zweiten Schüssel den Honig, die Butter, den braunen Zucker und die Vanille vermischen. Die Haferflockenmischung dazu geben und gut durchkneten, es dürfen sich ruhig Klümpchen bilden. Die Mischung auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und für zehn Minuten in den Ofen geben. Nach zehn Minuten die Müslimischung wenden, damit nichts anbrennt, und die Mandelblätter dazu geben. Noch einmal für 10-15 Minuten im Ofen lassen, das Müsli sollte nicht zu dunkel werden. Eine Minute vor Schluss die Rosinen dazu geben und eine Prise Salz. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Sieht erst gar nicht aus, als würde es knusprig werden – sobald alles abgekühlt ist, wird es aber schön knusprig. Dann fülle ich es in unser Müsliglas um.
(Rezept von hier.)

Ach, und nicht zu vergessen: die Pommes von David Lebovitz aus "My Paris Kitchen".
Die könnte ich gerade dauernd zum Abendbrot essen – mit einer Riesenportion Kräuterbutter und einem kalten Bier. Man braucht dafür:
1,3 kg große, festkochende Kartoffeln, 1 guten Schuss Olivenöl, Salz, einen Bund Thymian (oder Rosmarin).

Die Kartoffeln gut waschen und in ein Zentimeter breite Scheiben schneiden, die wiederum in ein Zentimeter dicke Pommes geschnitten werden. Wenn alles fertig geschnitten ist, die Pommes für eine Stunde in eine Schüssel mit kaltem, leicht salzigen Wasser geben (neulich habe ich das nur für eine Viertelstunde gemacht, weil ich es eilig hatte – das geht notfalls auch). Den Ofen auf 200 Grad Ober/ Unterhitze vorheizen. Die Pommes gut abtrocknen, auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen, ein paar Spritzer Olivenöl dazu geben, ein paar Prisen Salz und die klein gehackten Kräuter. Alles gut mit den Händen durchmischen. Für 45-50 Minuten backen, bis sie schön knusprig sind – zwischendurch immer mal wieder wenden.

Ich wünsch euch eine schöne Woche!
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