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16 FRAGEN AN 2016

„Tatsächlich... Liebe” geguckt. Und den Rotkohl meiner Schwester gekocht. Haselnuss-Karamell-Schnitten gemacht und unfassbare Schokoladen-Meringues. Im Milchreis nach der Glücksmandel gesucht (eine dänische Tradition, die Marlene mir beigebracht hat) und in neuen Weihnachtsbüchern gelesen. Runden um den Pudding gedreht. Schneekugeltage, wenn es denn schneien würde. Trotzdem geht mir gerade viel durch den Kopf. Mehr noch als sonst am Ende des Jahres. So viel ist 2016 passiert, im Kleinen wie Großen. Dieses Jahr hat mich so glücklich gemacht. So müde manchmal. Traurig auch und oft ratlos. Und weil ich Fragen und Listen mag, habe ich 16 Fragen an 2016 geschrieben, die dabei helfen sollen, dieses Jahr zu Ende zu denken – es zu sortieren, zu enthaken, einzuordnen. Und mich an all das Schöne zu erinnern, das es auch gebracht hat. Die Antworten, die ich gefunden habe, folgen nächste Woche. Oder wann immer ich sie gefunden habe. Jetzt denke ich mir ein Silvesteressen aus (was gibt´s denn bei euch?). Und kaufe ein paar Glückskekse und Knallerbsen. Und Ü-Eier fürs Ü-Eier-Orakel. Und schreibe mit einer Wunderkerze einen Wunsch für 2017 in die Luft. Weil ich mir ganz sicher bin, dass das funktioniert. Und bin sentimental und dankbar und ein bisschen durch den Wind.

Kommt gut ins neue Jahr. Ich hoffe, es bringt euch ganz viel Schönes. 
Danke fürs Lesen. Und überhaupt.
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DER NOVEMBER 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)


Auf dem Sofa gelegen, das jetzt wieder unsere Höhle ist. Alles, was ich brauche, in Griffweite – Windeln, ein Spucktuch, Bücher, die ich dann doch nicht lese, die aber eine gute Gesellschaft sind, mein Handy, eine Flasche Wasser. Irgendwann schläft sie auf mir ein. Ihr Atem wird gleichmäßiger, ihr Körper schwerer und dann liegen wir da, Bauch an Bauch und ich bewege mich nicht, nicht einen Millimeter – der Moment soll gar nicht mitkriegen, wie schön er ist. Manchmal binde ich sie mir um und wir holen Fanny von der Schule ab. Dann rennt sie auf uns zu und den ersten Kuss bekommt immer ihre kleine Schwester. Manchmal gehen wir einfach spazieren, nirgendwohin. Am Anfang musste ich mich erst an das Nirgendwo gewöhnen. Jetzt fließen die Stunden und Tage ineinander, manchmal weiß ich gar nicht, welchen Wochentag wir haben. Oder ich schaue zum ersten Mal auf die Uhr und es ist halbdrei. Unsere Kreise sind klein und das Leben sehr rund. 

Und dann war im November ja auch noch… 
* …Fannys sechster Geburtstag. Ich glaube, das Schild an der Tür lasse ich bis zum nächsten Geburtstag hängen. Was für ein schöner Tag das war. 
* Und dieser Pyjama-Sonntag, als wir die Tafel in der Küche in einen riesigen Adventskalender verwandelt haben (nicht meine Idee, sondern Instagram-Inspiration von mini-markt, lemonsare_sweet und vintagehouse). Plötzlich war da ganz viel leise Weihnachtsstimmung (später auch laute, denn dann haben wir meine Hohoho-Playlist angestellt).  
* Frisch gebackene Waffeln mit Puderzucker und heißen Kirschen. Diese hier sind toll. Diese hier werde ich auch mal probieren. Oder habt ihr ein gutes Rezept? 
* Der erste Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. Eigentlich mag ich Weihnachtsmärkte nicht besonders, meistens sind sie mir zu laut und trubelig, der skandinavische in der Kulturbrauerei ist aber wirklich schön. 
* All die liebevollen Gedanken und Geschenke für das kleine Mädchen, Fanny und mich. Wie die hinreißenden Ringelshirts, die wir von Marlene und Steffi geschenkt bekommen haben. „Liberté” für mich, „Petit Biscuit” für sie. 
* Die Fotografie, die ich mir bei der „Bathroom Chronicles”-Ausstellung von MDC Cosmetic gekauft habe. Nach einer Idee der Lektorin Friederike Schilbach zeigen Frauen aus aller Welt ihr Badezimmer. Mit dabei sind Sheila Heti, Leanne Shapton, Lena Dunham oder Sarah Illenberger. „Immer schon fand ich Badezimmer interessanter als Wohnzimmer, Küchen oder Schlafzimmer – es ist ein Ort, an dem man sich selbst begegnet, im Spiegel, beim Zähneputzen, Eincremen, Haare zurechtmachen, auf dem Weg in den Tag oder in die Nacht. Viele meiner Freundinnen bewahren dort Dinge auf, die für sie emotional bedeutsam sind (...). Es ist ein intimer Raum, vielleicht der intimste der ganzen Wohnung, in dem sie ihr Leben ausbreiten, sich selbst gegenübertreten, ihre Identität konstruieren, ein Selbstporträt schaffen”, schreibt sie auf Hey Women. Ich habe mir alle Bilder angesehen, ohne zu wissen, wer sie gemacht hat. Am Ende habe ich mich für das eine Foto entschieden, das ganz alleine neben der großen Fotowand hing: Nr. 89 von Yujin Seo aus Bangkok. Im großen rosefarbenen Flyer steht zu diesem Bild: „Ich habe all diese Objekte über Jahre gesammelt. Sie stammen aus unterschiedlichen Ländern. Es sind auch Bilder von meiner Tochter dabei. Sie sind an dem Ort versammelt, an dem ich morgens den Tag beginne und stellen eine Verbindung zu meiner Vergangenheit dar und der Zukunft, die vor uns liegt.” Ich werde ihr Bild in mein Badezimmer hängen.
* Der Himmel da oben: „Darkened Cities”.
* Neues Lippenrot gegen das Jogginghosengefühl: „Lip Shine” von RMS Beauty in „Sacred”.
* Das Zebra, das Fanny mir nach einem doofen Tag gemalt hat. Neben der so schönen Illustration von Feelizia.
* Diese Geschichte über Uromas Schokokekse. 
* Dieses so berührende Video über ein Paar, das über 70 Jahre verheiratet ist. 
* Diese so traurige Geschichte, die ich bei Stepanini entdeckt habe.  

Wie seid ihr denn durch den November gekommen? Ich hoffe, ihr habt viel Schönes erlebt.
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DER OKTOBER 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)


Gewartet. Gewartet. Gewartet. Ich bin nicht sonderlich gut darin, schon gar nicht, wenn ich so aufgeregt bin, wie ich es in den Oktobertagen war. Wann geht´s los? Wie wird es dieses Mal werden? Geht´s dem Baby gut? Wie wird er sein, dieser kleine Mensch, den ich nun schon so lange mit mir herumtrage? Wie wird das Leben zu viert? Und wie fühlt sich Fanny als große Schwester? Irgendwann habe ich aufgehört, Antworten auf diese Fragen zu suchen (am Ende finden sich die Antworten ja ohnehin von selbst) und mich bloß noch fallen lassen (oder es zumindest versucht). Kleine Runden im Kiez gedreht, Kastanien gesammelt, die Wohnung gemütlich gemacht, die Kliniktasche ein- und wieder ausgepackt, um sie dann wieder ein- und auszupacken, endlich mal wieder gelesen, Fanny als total gefährlichen, aber doch nicht zu gruseligen Vampir probegeschminkt und Kürbisse geschnitzt, einen großen Hasen für Fanny besorgt und einen kleinen für ihre Schwester. Und...

* ... diesen Apfelkuchen gebacken. 
* Und Laura Nyros'„Stoned Soul Picnic”, gegen die dunklen Tage. 
* Schokoriegel gefuttert. Verdammt, diese Schokoriegel. Ich wünschte, ich hätte sie nie entdeckt. Nein, das stimmt nicht.
* Seit Ewigkeiten mal wieder einen Kurzfilm geschaut. Wieso schaue ich bloß so selten Kurzfilme? „The Stutterer” ist so beeindruckend, so warm, so gut.
* Nach oben gesehen. Wie schön diese Bilder sind.
* Mitgelächelt. „You´re so beautiful.”
* Unendlich viele Partien Sagaland gespielt. Als Kind habe ich dieses Spiel geliebt. Und es hat sich nichts daran geändert (obwohl ich eigentlich immer verliere). 
* „West Wing” geschaut. Eigentlich hatte ich schon alle Staffeln durch, jetzt habe ich wieder von vorne angefangen. Und ich genieße jede einzelne Folge.
* Überlegt, was diesen Winter in meinen Kleiderschrank einziehen dürfte. Zuallererst: diese Tasche. 
* Diese Wahnsinnsgeschichte über den Food-Kritiker der New York Times gelesen.
* Diese Geschichte über Adele.
* Die Kindermode von Lisqa entdeckt. Ich bin sowas von verknallt in dieses graue Sweatshirt. Und den Rucksackfreund. Eine Crowdfunding-Aktion, die ich unbedingt unterstützenswert finde. Schaut doch mal rein.

Und dann ging es wirklich los und aus dem ewigen Davor wurde endlich ein Danach...

Wie war denn euer Oktober? Ich hoffe, ihr hattet es schön.

DER AUGUST UND SEPTEMBER 2016
(UND WAS SIE GUT GEMACHT HAT)


Als ich noch in Hamburg gewohnt habe, lag das Ende der Marathonstrecke fast vor meiner Haustür. Das letzte Stück war besonders hart, denn da ging es noch einmal bergauf. In den letzten Wochen musste ich oft an dieses Bild denken: die Ziellinie schon vor Augen, die Steigung aber noch unter den Füßen. Der Abschied von der Kita, die erste Woche im Hort, die Einschulung und die ersten Schulwochen, ein Riesenberg Arbeit, der vor dem Mutterschutz noch erledigt werden musste, die Schwangerschaft, unendliche Vorfreude, aber auch Erschöpfung. Die letzten Wochen waren aufwühlend, aber jetzt bin ich fertig. Die To-do-Listen sind abgearbeitet, alles ist besorgt und vorbereitet (nur ich noch nicht so ganz). Und ich atme durch und reibe mir die Augen. Wie schnell das plötzlich alles ging...

* Die Ferien in Stockholm. So schön und faul.

* Die erste Woche im Schulhort. Lauter fremde Menschen, neue Eindrücke, kleine und ziemlich große Ängste. Alles nicht so leicht. Aber wie damals nach den ersten Kita-Tagen, ging es nach ein paar Tagen auch dieses Mal so richtig gut. Eine hinreißende Einschulung, eine Schule, die sich einfach nur richtig anfühlt, ein glückliches Mädchen und das Gefühl, einen großen Schritt gegangen zu sein, aber auch: Herzmuskelkater.

* Die Schwangerschaftswochen, die dieses Mal wirklich vorbei gerauscht sind. Ich weiß noch, wie ich mich gefreut habe, schon die Hälfte der Schwangerschaft hinter mir zu haben, jetzt steht hier die Kliniktasche bereit. Ich weiß gar nicht mehr, wie das beim ersten Mal war, kommt irgendwann der Tag, an dem man sich bereit fühlt für die Geburt und die Zeit danach? Ich bin jedenfalls aufgeregter, als ich es erwartet hatte. Und ganz schön unruhig.

* Und sonst? Marlenes Buch „Stilvoll” ist endlich erschienen und ich mag es so sehr. Weil es elegant ist. Und smart. Wunderschön, aber auch herrlich selbstironisch. Bald mal mehr dazu, jetzt nur so viel: Bitte lest es. Es macht so viel Spaß.

* Es gibt einen neuen Buchstapel neben meinem Bett. Nicht, dass ich den alten schon kleiner gelesen hätte, aber den ersten wirklich freien Tag habe ich mit einem Besuch in der Buchhandlung gefeiert. Ich beginne mit „Die Männer meines Lebens” von Mary-Louise Parker, den Rest des Stapels zeige ich vielleicht mal in den nächsten Tagen. (Hier gibt´s eine Leseprobe). 

* Das Kinderzimmer ist aufgebaut. Wobei Kinderzimmer eigentlich totaler Blödsinn ist, denn da wir kein Zimmer mehr übrig haben, zieht das Baby mit seinem Bett und der Wickelkommode für die ersten Monate in unser Schlafzimmer in die kleine Babyecke. Ich mag sie sehr. Auch wenn man ihr ansieht, wie sehr ich gerade auf Hormon bin. Ich meine: die Eisbärenlampe! Und der Hase! 

* Ein Kochbuch, auf das ich mich freue: „Yummy! Lieblingsrezepte für die ganze Familie” von Susanne Klug – unkomplizierte Rezepte, die man gut mit Kindern kochen kann. Ich bin gespannt und habe wieder richtig Lust, viel zu kochen. 

* Für Fanny noch ein wenig zu früh, aber ein schönes Geschenk für Kinder ab acht: „Titus und der verwunschene Wald” von Theodor Serapion und Mirjam Zels. Titus, Held dieses Kinderbuches, muss in seinem dritten Ausbildungsjahr an der Märchenakademie in die verwunschenen Wälder gehen und große Abenteuer bestehen. Zusammen mit Elfe Rabea trifft er auf viele Märchenfiguren: Rumpelstilzchen, Dornröschen und Rapunzel mit Kurzhaarfrisur.

* Rettung für meine leider so gar nicht schwangerschaftsglowige Haut: das „Daily Reviving Concentrate Gesichtspflegekonzentrat” von Kiehls. Sorgt für viel Feuchtigkeit und strahlende Haut. Und riecht auch noch super. 

* Zauberstifte. Hab ich in Stockholm gefunden und in die Schultüte gepackt. Fanny liebt sie.

* Ein paar Texte, die ich interessant fand: 


* „Tschick” im Kino. Mag ich mir unbedingt noch ansehen.

* Und schließlich die Videos von „Choir! Choir! Choir!”, die ich bei Happy Schnitzel gefunden habe. Wie toll sind die denn?


Wie waren die letzten Wochen denn für euch?

PS: Danke fürs Warten.

PPS: Irgendetwas mit dem Layout stimmt hier nicht – plötzlich ist die gesamte Linkliste in meinem Header verschwunden und das Archiv sieht seltsam aus. Ich weiß noch nicht, woran das liegt, versuche aber, das schnellstmöglich wieder zu reparieren (falls jemand zufällig Hilfe weiß...).

DER JUNI 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)


Die letzten Wochen waren ungefähr so spektakulär wie eine Leitplanke. Viel erledigt, viel geschafft, dafür nicht sonderlich viel erlebt. Merkwürdigerweise mag ich solche Monate. Ich mag das Gefühl, ordentlich etwas weggerockt zu haben, obwohl mir tausend Dinge einfallen, die ich lieber gemacht hätte als die Steuer. Aber gar nichts ist diesen Monat natürlich auch nicht passiert, denn wir haben...

* ... einen Schulranzen gekauft. Ich wusste ja schon vorher, dass Fanny dieses Jahr in die Schule kommt, aber richtig begriffen habe ich es erst, als sie den roten Ranzen zum ersten Mal aufgesetzt hat. Und er plötzlich gar nicht mehr so riesig aussah, sondern ganz genau richtig. Ein aufregender Tag, für uns alle. Und nur der erste von so vielen, die dieses Jahr noch kommen werden. 
* Überhaupt gibt es gerade so viele Enden und Anfänge. Das letzte Sommerfest in der Kita, der erste Elternabend in der Schule, die Vorbereitungen auf den letzten Urlaub zu dritt und den ersten zu dreieinhalbt. Dieses Jahr verbringen wir die Sommerferien in Stockholm. Und da ich diese Stadt noch so gar nicht kenne: Habt ihr vielleicht Tipps?
* Die ersten Besorgungen fürs Baby. Auf Ebay ein Babykörbchen gefunden, das ich sehr mag. Und einen gebrauchten Kinderwagen.
* Ein schöner Ausflug ins Hallesche Haus.
* Schwarz gespielte Sommerfüße.
* Gestickte Broschen. Ich mag sie so.
* Und sonst? Die Wiederentdeckung von Spaghetti Carbonara. Keine Ahnung, wie ich über Monate vergessen konnte, wie gut Spaghetti Carbonara sind, jetzt kann ich plötzlich gar nicht mehr genug davon bekommen. Immer nach diesem Rezept.
* Pfingstrosen. Das schreibe ich hier jedes Jahr. Aber das verdienen sie auch.
* „Chef´s Table” – die zweite Staffel. So gut. Sogar noch besser als die ersten sechs Folgen, und die fand ich schon sensationell. 
* Das Ausmachen eines Friseurtermins, der für länger der letzte sein könnte, weil ich überlege, mir die Haare wieder wachsen zu lassen. Oder nicht? Ach, ich weiß es doch auch nicht.
* Eine hübsche Kinderapp: „Die Brille”.
* Eine neue Serie mit Sarah Jessica Parker. Ich bin sowas von gespannt auf „Divorce”. 
* Auf den neuen Bridget-Jones-Film freue ich mich auch. Schon für den Satz „Ich kann nicht immer wieder dieselben Fehler machen, wenn ich stattdessen neue machen kann.”
* Hübsches aus Papier zum Ausdrucken. Vielleicht mache ich aus diesem Vogel ein Mobile fürs Baby?
* Und diese Geschenkanhänger – auch zum Ausdrucken.
* Eine Frau lernt ihre Mutter noch einmal ganz neu kennen, als sie nach deren Tod ihren Computer erbt: „Her secret history: I discovered my mother´s digital life after her death.”

Wie war denn euer Juni? Seid ihr schon in Sommer- und Ferienstimmung?

DER MAI 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)





Nicht mehr so viel nachgedacht, dafür viel genossen. Verrückt, wie sich das Leben verändert, wenn man tagsüber die Balkontür aufmacht. Und es Erdbeeren zum Frühstück gibt. Wie schön es ist, morgens bloß ein T-Shirt überzuziehen. Alles so viel leichter gerade. Hellblauer Himmel, hellblaue Laune. Und:

* Eis, Eis, Eis. Eis mit Streuseln. Und natürlich Spaghetti-Eis. Spaghetti-Eis geht immer. Und kleine Runden um den Pudding, um beim Späti noch ein Vanilleeis für sie zu holen. Und Zitrone-Buttermilch für mich.
* Jeden Morgen mit dem Fahrrad durch den Erdbeerstand-Duft zu fahren.
* Riesige dunkelrote Pfingstrosen vom Markt mitgebracht zu bekommen. 
* Die ersten Sandalen-Tage, endlich wieder nackte Füße. Manchmal auch zu zweit in Gold. 
* Ein sehr interessanter Text darüber, wie es ist, drei Kinder zu haben: „Three is a magic number”.
* Die ersten kleinen Dinge fürs Baby. Ich hatte vergessen, wie klein das alles ist. Und wie es mich jedes Mal rührt, etwas so Winziges in den Händen zu halten, meine Güte, Strampler in Größe 56. Für den Rassel-Wal bin ich extra in meinen alten Kiez nach Schöneberg zum Monkind X Gretas Schwester StudioStore gefahren, ein toller Laden (bald mal mehr darüber). 
* Blaubeeren, am liebsten eingekocht auf Joghurt mit ganz viel Müsli. Jeden Tag, ich bin so ein Obsessiv-Esser, gerade noch mehr als sonst.
* Die Vorfreude auf das neue Buch von Joseph O´Neill: „Der Hund”. Ich habe „Niederland” so gemocht. Und mir nach „Vom Ende der Einsamkeit” geschworen, wieder mehr zu lesen. Es macht mich so reich.
* Spargel aus dem Ofen. Für mich so viel besser als Spargel aus dem Topf. Und so einfach zu machen: den Spargel schälen, 8-10 Spargelstangen in ein Paket aus Alufolie geben (doppelt hält da besser), salzen, pfeffern, mit ein wenig braunem Zucker bestreuen und mit zwei, drei Butterflocken belegen, dann gut (aber nicht allzu fest) verpacken und für 40-50 Minuten in den Ofen bei 200°C. (Jupp, ich denke gerade wirklich immer nur ans Essen). Danke, Mama.
* Dieses Interview mit Christine Nöstlinger – nicht neu, aber so gut. 
* Elisabeth Rank unterhält sich mit Malin Elmlid und ich habe das sehr gerne gelesen. 
* Wie auch diese Geschichte: „I was Prince´s Private Chef”.
* Und diese Geschichte, die mich unendlich gerührt hat: „On Being a Surrogate.” 
* Auf den Gehwegen von Boston stehen Gedichte, die erst sichtbar werden, sobald es regnet.
* Und noch dieser Film, den ich mir gerne angesehen habe: „Im Sommer wohnt er unten”.

Und ihr so?
Habt ein schönes Wochenende!

NICHT MEHR GANZ SO KLEINE NEUIGKEITEN


Der Grund, warum es hier in letzter Zeit ein wenig stiller war als sonst: Wenn alles gut geht, sind wir im Herbst zu viert. Und obwohl ich mittlerweile schon im fünften Monat bin und mich beim Anblick von Babysocken zusammenreißen muss, nicht vor Rührung loszuweinen (okay, das ist gelogen, ich breche in Tränen aus, und nicht nur beim Anblick von Babysocken, irgendeine schlimme Werbung tut´s auch schon), kann ich trotzdem noch immer nicht so recht glauben, dass in meinem Bauch ein kleiner Mensch wächst. Ein kleiner Mensch mit winzigen Wimpern. Unser zweites Kind.

Dieses Mal waren die ersten Wochen und Monate ein wenig härter als beim ersten Mal. Mir war ständig flau und ich mochte eigentlich gar nichts essen. Dauermüde war ich auch, so sehr, dass mir am Schreibtisch manchmal einfach die Augen zugefallen sind (und abends, wenn ich Fanny ins Bett gebracht habe). Immer wieder war ich auch ganz düster drauf, was mich am meisten überrascht hat. Schließlich hätte ich mich gar nicht mehr freuen können. Und doch war ich oft niedergeschlagen und traurig. Glücklicherweise sind diese Schatten mittlerweile wieder verschwunden und ich bin bloß noch aufgeregt, hungrig, neugierig, großgefühlig, vorfreudig, manchmal alle und manchmal immer noch sorgenvoll, aber meistens sehr glücklich und vor allem sehr, sehr dankbar.

Wie habt ihr denn eure zweite Schwangerschaft erlebt? Ähnlich wie die erste oder ganz anders? Und: Sucht jemand von euch zufällig noch einen Abnehmer für seinen alten Kinderwagen? Wir suchen nämlich noch einen. Wer seinen gerne verkaufen mag oder jemanden kennt, kann mir gerne eine Email schreiben: postanslomo(at)googlemail(dot)com.

PS: DANKE fürs so sehr Mitfreuen!

EINE WOCHE IN PARIS


Diese kleine Bäckerei namens Blé Sucré. „Der Spaziergang dorthin lohnt sich”, hatte unsere Haustauschfamilie uns geschrieben, „probiert unbedingt die Madeleines”. Wir probierten die Madeleines. Und die Pains au chocolat. Und die in Butter getränkten und in Karamell getunkten Teigstückchen, ich habe vergessen, wie sie heißen, aber nicht wie sie schmecken. 

Die Düfte vom Marché d´Aligre. Tomaten, frische Petersilie, Pfingstrosen, Erdbeeren, Basilikum.

Das Wiedersehen und Wiederlieben der Orte, die wir jedes Mal besuchen: Frenchie To Go, G. Detou (für die Honigbonbons!), die Grande Epicerie, der Jardin du Luxembourg, das Café Charlot, Merci und die Kinderschnickschnack-Etage von Bon Ton. Die Passfotos, die wir im Automaten gemacht haben, sind so dunkel, dass man kaum etwas auf ihnen erkennen kann. Man ahnt, dass wir Schnurrbärte und Riesenbrillen tragen, sonst ist da sehr viel Schwarz, aber jedes Mal, wenn ich jetzt an unserem Kühlschrank vorbeigehe, muss ich grinsen.

Das Entdecken ganz neuer Orte: das Boot-Café im Marais, so klein und hübsch und hellblau, die Epicerie Generale in St. Germain (wo es Basilikum-Apfelsaft gibt) oder Sézane – der hinreißend schöne Shop zum berühmten Onlinestore. 

Die blau-weiß-gestreifte Regenjacke, die ich Fanny von einem Bummel mitgebracht habe und die sie von diesem Tag an nur noch trug, selbst wenn keine Wolke am Himmel stand, manchmal sogar in der Wohnung. Ich glaube, Streifenliebe ist vererbbar.

Die Bluse von Soeur, die ich am liebsten nicht mehr ausgezogen hätte. Manchmal zieht man ja etwas an, von dem man weiß, dass man es noch in zehn Jahren mögen wird, und diese Bluse ist genau so eine Bluse, eine Wohnbluse. 

Das Café, in das wir nur gingen, weil es so zu regnen anfing, dass uns eigentlich gar nichts anderes übrig blieb. Vor fünf Jahren war ich das letzte Mal bei Mamie Gâteaux, aber der Zauber dieses Ortes ist noch immer der gleiche: ein paar schlichte Holztische, sehr viele Kuchen und Torten und eine heiße Schokolade, die auch als Mittagessen durchginge. Mit Zitronentarte schmeckt sie gleich noch viel besser.

Die silberne Katzentasche, die sie sich nach langem Abwägen von ihrem Omi-und-Opi-Reisegeld gekauft hat.

Meine Sephora-Tüte. Der Laden ist schrecklich, über den Inhalt dieser Tüte habe ich mich aber rauf- und runtergefreut: der Ultra HD-Concealer von Make Up Forever, der Pro Sculpting Brow Pen von Make Up Forever (plötzlich habe ich Augenbrauen) und das Lippenöl von Lancôme. 

Die lange Liste mit Orten, die ich mir angucken wollte: Nose zum Beispiel, Candelaria, Starvin Joe, das Fondation Cafe, La Cevicheria, das Ob La Di Café, Buvette und The Broken Arm – aber keine Liste der Welt war so wichtig wie ein Spaziergang an der Seine oder durch die Nachbarschaft.

Passionsfrucht-Joghurt.

Die Dinge, von denen sie auf dem Rückflug erzählt hat: der Riesenhund der Hausmeisterin. Die Chouquettes aus der Bäckerei an der Ecke, kleine, mit Hagelzucker bestreute Teigbällchen. Das Italien-Boot, das für sie auf dem Teich im Jardin du Luxembourg ins Rennen gegangen ist und fast vom Piratenboot geentert wurde (das hätte sie noch viel lieber gehabt). Die supersaure Schlickertüte, die ich ihr gekauft habe (ohne zu wissen, dass sie so supersauer ist). Das kleine Holzstück, das sie gefunden und aus dem sie sich eine Flöte gebaut hat, die zwar nicht flöten konnte, aber toll aussah. Der Regenmantel. Die Kletterwand auf dem Spielplatz, am letzten Tag hat sie es bis ganz nach oben geschafft. Die Honigbonbons. Unsere blaue Eingangstür. Und die scheue Katze, die zwar immer gucken kam, sich aber nie hat streicheln lassen. Unser Picknick an der Seine.

DER APRIL 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)


Nach all dem Uff nun endlich wieder ein bisschen Rückenwind. Wirklich verändert hat sich eigentlich nichts, ich habe immer noch zu viel auf dem Zettel und zu viel im Kopf, aber nach dieser einen Woche in Paris ist neben vielen Gedanken nun auch ein „Das wird schon alles” gewachsen und ich freue mich über die Gelassenheit und hoffe, dass sie es sich ein bisschen bequem bei mir macht. In Paris gab es einen schönen Moment, an den ich seither oft denken musste: An unserem letzten Tag war es kalt und stürmisch und verregnet, Fanny wollte trotzdem unbedingt noch einmal in den Jardin du Luxembourg, auf diesen wundervollen Spielplatz (der zwar geöffnet hatte, aber leider sehr nass war), zum Teich mit den Booten (die an diesem Tag leider nicht zu mieten waren) und zu diesem Karussell, bei dem die Kinder kleine Holzstangen bekommen, mit denen sie im Vorbeifahren Ringe fangen können. Als wir kamen, hatte auch das Karussell noch geschlossen. Aber dann kam der Mann, der es an diesem Tag betreute, öffnete das Zelt, fegte einmal gründlich durch und empfing seine kleinen Gäste. In der ersten Runde waren es nur drei, in der zweiten fuhr Fanny ganz alleine. Trotzdem stand der Mann mit den Fang-Ringen mit einem glückssatten Blick am Rand seiner Pferdeherde, feuerte Fanny jede einzelne Runde an und ging ihr auf den allerletzten Zentimetern, als ihr Holzpferd schon fast wieder zum Stehen gekommen war, noch ein paar Schritte entgegen, damit sie noch einen allerletzten Ring fangen konnte. Am Ende zählte er alle zusammen: 14. Und wiederholte es noch einmal: VIERZEHN! Fanny verstand die Zahl auf Französisch natürlich nicht, aber die war sowieso vollkommen egal. Sie lachte. Er lachte zurück. Dann gingen wir nach Hause und fanden den Regen unter unserem kleinen Schirm plötzlich sehr gemütlich.

Auch gut:

* „Vom Ende der Einsamkeit”. Ich schreibe die nächsten Tage noch einen eigenen Eintrag über dieses wundervolle Buch. Vielleicht lese ich es vorher auch noch ein zweites Mal, beim ersten Mal habe ich mich so in ihm verloren, dass ich mir all die guten Sätze gar nicht merken konnte.
* Und dann vielleicht: „Becks letzter Sommer”.
* Mein neues Tuch und meine neue Bluse.
* Und dieses Lippenöl in „Cherry Symphony”.
* Die zweite Staffel von „Broadchurch”, die ich mir in Frankreich angesehen habe.
* Diese Türen! (via)
* Der erste Rhabarber-Kuchen des Jahres.
* Thai-Reispudding mit Mango-Püree (und für mich auch noch mit frischer Passionsfrucht): gerade mein Lieblingsfrühstück.
* Außer natürlich: den Pariser Pains au chocolat, die schmecken, als wäre in jedem einzelnen ein Pfund Butter verarbeitet.
* „The Garden of Earthly Delights by Jheronimus Bosch”. Wow.
* D´Angelo ft. Princess: Sometimes It Snows in April.
* „How to get over common creative fears (maybe)”.
* Adele-Hits als Einschlaflieder.
* Was Cyndi Lauper tut, wenn es am Flughafen eine Verspätung gibt.
* Dieses Buch mit Gedanken, Erinnerungen und Einfällen von Astrid Lindgren, ich habe es vor einer Weile mal von einer tollen Frau geschenkt bekommen, und seither steht es auf meinem Schreibtisch und manchmal, so wie vor ein paar Tagen, nehme ich es mal wieder raus und blättere und staune über diese Frau und ihre Sätze wie diesen aus „Mio, mein Mio”: „Alles war so schön, dass man einfach nicht ertragen konnte, es allein anzuschauen.”

Wie war der April denn für euch?

DER MÄRZ 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)


Der März war ungefähr alles, was der Januar und Februar ausnahmsweise mal gar nicht waren: anstrengend und gedankenschwer. Viel Arbeit, viel Rumgeschnupfe, wenige Pausen zum Luftholen. Das war nur halbschön, aber okay, weil es zwischendurch viele schöne, kleine Momente gab...

Der Frühling, der Frühling, der Frühling. (Oder ist es eher das Ende des Winters?). Auf jeden Fall:

Das allererste Spaghettieis des Jahres.

Zum ersten Mal ohne Wintermantel rausgehen, in meiner neuen Jacke.

Und die ersten blühenden Kirschbäume. Ich muss morgen mal schauen, ob mein Lieblingsbaum schon blüht. Denn wenn er blüht, fängt für mich der Frühling an (als ob es bei 20 Grad noch einen Zweifel daran gäbe).

Die Sätze, die sie manchmal sagt. „Weißt du, was so schön an Pfützen ist? Man kann reinspringen und die Welt in ihnen sehen.” Oder: „Wenn ich groß bin, werde ich Rentier.”

Die beeindruckende Netflix-Dokumentation über den Kriegsfotografen Don McCullin. Wieviel Leben in ein Leben passen kann. Und wieviel Schrecken. 

Noch eine Dokumentation, die mich sehr berührt hat: „Twinsters”. Ein Mädchen bekommt über Facebook eine Nachricht, dass sie sich doch bitte mal melden solle, es gebe da ein Mädchen, das ganz genauso aussehe wie sie. Die Mädchen nehmen tatsächlich Kontakt auf und stellen fest: Sie könnten Zwillinge sein. Hier ist der Trailer.

Ihr neuer Hosentaschenigel.

Ein sehr schönes Osterferien-Frühstück im „Suicide Sue”, wo es Brote und Pancakes gibt, aber auch Schlickertütenbefüllung für den Nachhauseweg.

Eine große Schachtel Natas. 

Die Entdeckung einer völlig ziepfreien Bürste für Fannys schon so langen Haare. Halleluja.

Barbecue-Karotten mit Joghurt und Nüssen (ich würde Pistazien statt Pekannüssen nehmen). 

Mal wieder ein Buch angefangen: „Panikherz” von Benjamin von Stuckrad-Barre. Bislang bin ich genau zwei Kapitel weit gekommen, aber ich freue mich auf den Rest. Habt ihr es schon gelesen?

Und mal wieder „Schlaflos in Seattle” geguckt. Und dann angefangen, Nora Ephron zu lesen. Was für eine tolle Frau. Jetzt gibt es auch eine Doku über ihr Leben: „Everything Is Copy”.

Die Suche nach einer goldenen Kette mit Anhänger. Noch bin ich nicht fündig geworden. Weil diese hier schon ausverkauft ist. (Falls jemand einen guten Tipp hat...).


Die Ablehnungsbriefe, die J.K. Rowling bekam.

Die Guardian-Serie „My Last Supper”.

Dieses Stück in der New York Times: „My Mother Is Not a Bird”.

Und: „Winona, Forever”. (Ich muss mal wieder „Reality Bites” sehen).

Wie war der Monat denn für euch? 

DER FEBRUAR 2016 – UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT


Normalerweise kann ich den Februar von allen Monaten im Jahr am allerwenigsten leiden. Der Februar ist der Brokkoli unter den Monaten, wir beide werden einfach keine Freunde. Und dann kommt nach einem sehr anständigen Januar plötzlich auch noch ein sehr anständiger Februar, und ich bin kaum februarmuffig und selten kopfverknotet. Ob es an der Wiederentdeckung des Sports liegt? Geholfen hat die Bewegung auf jeden Fall. Und...

... Fasching mit dem Rentier. Und Bär, der dieses Jahr als Ballerina gegangen ist.

.. eine Pyjamaparty mit Schlickertüte.

... die ersten Tulpen.

... ein Nachmittag in der Alten Nationalgalerie.

... die Verbannung der Brause aus meinem Leben. Klingt jetzt fast, als hätte ich das Jahr mit riesigen Vorsätzen begonnen, aber das mit dem Sportmachen kam so zufällig in mein Leben wie die Brause ging. Ich hab´s zur Abwechslung einfach mal mit Wasser probiert und vermisse nichts.

... „Call the Midwife”. Mit guten Serien ist es ja wie mit guten Büchern, man kann sie ruhig auch zwei- oder dreimal anschauen. Und sie ist beim zweiten Mal wieder genauso schön wie beim ersten Mal.

... die Wiederentdeckung der Trockenbürste. Letztes Jahr habe ich mir bei einem Londonbesuch diese Körperbürste gekauft, von der ich so viel Gutes gehört hatte. Dann habe ich sie ins Badezimmerschränkchen gelegt und dort vergessen, bis Fanny sie neulich rausgefischt und gefragt hat, wozu dieses Ding denn gut ist. Antwort: Gegen kratzige, juckende Winterhaut. Und für extraweiche Haut. Am Anfang fühlt es sich fies an, aber man gewöhnt sich überraschend schnell daran.

... ein sehr schöner Burgerabend im Muse.

... mein Freitagsfrühstück. Denn da hole ich mir eine Tüte mit buttertriefenden Pain au chocolats zum Frühstück. So gut. Ich freu mich schon am Montagmorgen darauf.

... das englische Kinderkochbuch „1,2,3 Cook”. Jedes Gericht wird aus nur drei Zutaten gekocht. 

... und wenn wir schon bei Thema Backen sind: Wie gut ist denn bitte der Mirabellenkuchen aus dem „Herz und Niere”-Kochbuch? Weil es ja gerade keine Mirabellen gibt, habe ich ihn schon mit Kirschen (auf dem Foto oben) und mit Aprikosen aus dem Glas gemacht. 

... dieser Text: „What Romance Really Means After 10 Years of Marriage”: „After a decade of marriage, if things go well, you don´t need any more proof. What you have instead – and what I would argue is the most deeply romantic thing of all – is this palpable, reassuring sense that it´s okay to be a human being.”


... Untranslatable Words. Saudade (Portugese): a bitter-sweet melancholic yearning for something beautiful that is now gone.

... was schwangere Frauen auf der ganzen Welt einpacken, wenn sie sich auf den Weg ins Krankenhaus machen: The Essentials for Giving Birth Around the World.

Ich hoffe, ihr hattet es im Februar auch sehr schön.

DER JANUAR 2016 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)





Das Jahr hat gerade angefangen, da ist der Januar auch schon wieder rum. Netterweise hat er sich gar nicht so januarlich wie in den letzten Jahren angefühlt. Ob es daran lag, dass ich mir zur Abwechslung mal so ziemlich gar nichts vorgenommen habe (außer mehr Pausen einzulegen)? Der Januar 2016 war jedenfalls gut. Weil wir einem Schneemann ein Schneekind gebaut haben. Weil es Pfannkuchentorte zum Sonntagsfrühstück gab. Und weil:

.... ich es so schön finde, dass Stepha und ich fünf Jahre nach unserem ersten Kaffee-Blind-Date immer noch Freundinnen sind. Darauf ein gemeinsames Passfoto!

... weil ich ein zartes, weißes Top gefunden habe, das schon nach Frühling aussieht. Und ich meine goldenen Boots wiederentdeckt habe.

... ein anstrengender Montagmorgen mit frischen Blumen plötzlich nur noch halb so anstrengend war.

... uns das Rijksmuseum den schönsten Nachmittag seit langem beschert hat. Letztes Jahr hat sich das Amsterdamer Museum die Aktion #startdrawing ausgedacht und alle Besucher dazu aufgefordert, die Bilder, die sie sich im Museum ansehen, doch lieber abzumalen, statt sie zu fotografieren. Weil Fanny und ich diese Idee so mochten, haben wir das am Sonntagnachmittag im Hamburger Bahnhof auch gemacht. Irre, wieviel Spaß das macht. Was man plötzlich alles in einem Bild entdeckt, wenn man lange und genau hinsieht. Und was sie in den Bildern von Andy Warhol gesehen und entdeckt hat (was mir nie aufgefallen wäre). Bei einem Stück Kirschstreuselkuchen haben wir beschlossen, das jetzt öfter zu machen. Vielleicht mit einem Museum von dieser Liste?

... ich seit Ewigkeiten endlich mal wieder in eine Sneak-Preview gegangen bin. Gezeigt wurde „Anomalisa”, ein Film, der ungefähr von jedem geliebt und beschwärmt wird, der ihn gesehen hat. Nur meine Freundin und mich hat dieser Film merkwürdig kalt gelassen. Falscher Tag, falsche Stimmung? Habt ihr ihn schon gesehen?

... ich diesen Song so mochte.

... mich diese Geschichte so durchgeschüttelt hat.

... und die Worte dieses Mannes.

... ich ein paar Mal „Der erste fiese Typ” von Miranda July aufgeschlagen habe, das ich zu Weihnachten bekommen habe – mit einer Widmung der Autorin. Wie toll ist das?

... ich so gerne schöne Listen lese. Listen wie diese hier: „A Small List of Just Right Things". Auf meiner Liste stünde: Der Geruch von gerade ausgemachten Streichhölzern. Der erste Biss in einen genau richtig sauren Apfel. Die erste Seite von einem Buch zu lesen und zu wissen, dass man es sehr mögen wird. Und eine SMS von der Person zu bekommen, an die man gerade gedacht hat.

... es so viele schöne Listen gibt. Diese hier mag ich auch sehr: „26 Things Every Person Should Do For Themselves At Least Once A Year”.

... diese Bilder so unfassbar schön sind. Island!

... ich die Idee so mag, auf einer Website Lieblingssätze zu sammeln – wie Rachel Ball es auf „A Love of Sentences” macht. Ich notiere mir auch immer ganz viele Sätze. Leider in so viele verschiedene Notizbücher und Kalender, dass ich all die Schönheiten, die ich gerade gefunden habe, meistens sofort wieder verliere.

... und weil das Muxmäuschenwild-Magazin mich auf Christopher Hermelin gebracht hat (übrigens ein ganz fantastischer Newsletter!): Der New Yorker schreibt auf seiner 10 Dollar-Schreibmaschine Kurzgeschichten für Fremde, stand da. „Jeder der mag, kann sich live und vor Ort oder auf seiner Projekt-Website für eine eigene kleine Geschichte anmelden. Je nach Entfernung dauert es zwischen sieben Minuten bis zu knapp zwei Wochen vom ersten Anschlag bis zum persönlichen Lesevergnügen.” Da mache ich aber sowas von mit.



Wie war denn euer Januar? Seid ihr gut in dieses Jahr gekommen? Ich hoffe es. Habt ein schönes Wochenende.

Video: The Roving Typist from Mark on Vimeo.

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