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16 FRAGEN AN 2016

„Tatsächlich... Liebe” geguckt. Und den Rotkohl meiner Schwester gekocht. Haselnuss-Karamell-Schnitten gemacht und unfassbare Schokoladen-Meringues. Im Milchreis nach der Glücksmandel gesucht (eine dänische Tradition, die Marlene mir beigebracht hat) und in neuen Weihnachtsbüchern gelesen. Runden um den Pudding gedreht. Schneekugeltage, wenn es denn schneien würde. Trotzdem geht mir gerade viel durch den Kopf. Mehr noch als sonst am Ende des Jahres. So viel ist 2016 passiert, im Kleinen wie Großen. Dieses Jahr hat mich so glücklich gemacht. So müde manchmal. Traurig auch und oft ratlos. Und weil ich Fragen und Listen mag, habe ich 16 Fragen an 2016 geschrieben, die dabei helfen sollen, dieses Jahr zu Ende zu denken – es zu sortieren, zu enthaken, einzuordnen. Und mich an all das Schöne zu erinnern, das es auch gebracht hat. Die Antworten, die ich gefunden habe, folgen nächste Woche. Oder wann immer ich sie gefunden habe. Jetzt denke ich mir ein Silvesteressen aus (was gibt´s denn bei euch?). Und kaufe ein paar Glückskekse und Knallerbsen. Und Ü-Eier fürs Ü-Eier-Orakel. Und schreibe mit einer Wunderkerze einen Wunsch für 2017 in die Luft. Weil ich mir ganz sicher bin, dass das funktioniert. Und bin sentimental und dankbar und ein bisschen durch den Wind.

Kommt gut ins neue Jahr. Ich hoffe, es bringt euch ganz viel Schönes. 
Danke fürs Lesen. Und überhaupt.
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FRAGEN # 27 – # 34


Ein paar Fragen. Von ihm dieses Mal. Und meine Antworten.

# 27. Würdest du dich lieber finden oder verlieren?
Da ich das Gefühl habe, dass in meinem Leben gerade alles in Ordnung und da ist, wo es hingehört, und ich mich manchmal schwer damit tue, locker- und loszulassen: verlieren.

# 28. Wovon solltest du Ahnung haben, was hindert dich daran?
Ich würde gerne die eine Sprache heben, die irgendwo in meinem Gehirn versunken ist: Französisch. Konnte ich mal ganz gut. Daran hindert mich vor allem die ewig mangelnde Zeit. Und meine Faulheit. Ich würde auch gerne mein Geschichtswissen erweitern. Gleicher Grund. Worüber ich gerade nachdenke: Ballett. Das ist nichts, von dem ich eine Ahnung haben sollte, es fasziniert mich nur einfach. Und ich würde es gerne mal probieren. Mich hindert eigentlich nur, dass ich mir mich nicht unbedingt dabei vorstellen kann. Ich bin ungelenkig und untrainiert, aber vielleicht sind das gute Gründe, es doch mal zu probieren... (Hat jemand hier zufällig Erfahrung mit einem Spät-Ballett-Start?)

# 29. Was macht dich müde?
Zu viel Arbeit. Sorgen. Unsinnige Diskussionen über Blödsinn aller Art. Die Rückkehr zu Gedanken, die schon mal gedacht und geklärt wurden. Straßenbahnfahrten. So richtig viel rumrennen, das mag ich sehr. Und: Das warme, schlafende Kind im Arm, da könnte ich sofort auch einschlafen, die schönste Müdigkeit überhaupt.

# 30. Welcher Feiertag müsste dringend erfunden werden?
Der Feiertag des warmen Bettes. Man verbringt ihn natürlich im warmen Bett.

# 31. Kannst du deine Nase mit deiner Zunge erreichen?
Nee.

# 32. Hast du es gerade versucht oder wusstest du es auch so?
Natürlich hab ich´s versucht.

# 33. Schläfst du lieber ein oder wachst du lieber auf?
Ich schlafe viel lieber ein. Ich mag die Nacht und ihre Ruhe, noch zu lesen oder einen Film zu gucken, bis ich fast einschlafe, die Decke bis zur Nase gezogen. Das Aufwachen ist meistens ziemlich ruppig, weil der Wecker klingelt oder Fanny auf mich springt und sofort und superjetzt Hund spielen will.

# 34. Liebst du jemanden?
Sehr.

Eine gute Woche euch.
PS: Was für ein schönes Lied.

FRAGEN #22 – #26


Ein paar Fragen. Auch ein paar Antworten.

# 22. Hast du einen Glücksbringer?
Sogar mehrere, weil ich furchtbar abergläubisch bin: zwei winzige weiße Schweine aus Ton mit goldenen Hosen, die ich mitnehme, wenn ich ein bisschen Glück gebrauchen kann. Mein Infinity-Armband von Alexa. Mein HSV-Schal, den Ivica Olic unterschrieben hat, ich ziehe ihn nur zu ganz besonderen Anlässen an. Und: die Kette, die er mir zur Geburt von Fanny geschenkt hat, ich lege sie nie ab.

# 23. Was geht dir extrem auf die Nerven, was bringt dich zur Weißglut, was lässt dich deine guten Manieren vergessen, was erfüllt dich mit Rachefantasien, was führt dir vor, dass du auch nur ein Mensch bist, der anderen Menschen Mundgeruch und Fußpilz wünscht, was treibt dich in den Wahnsinn, aber so richtig, was hältst du, verdammt nochmal, einfach nicht mehr aus?
DHL.

# 24. Das Schönste, das du je gefunden hast?
Ein Schweizer Taschenmesser auf dem Nachhauseweg von der Schule, als ich acht war. Es war so schön rot, so cool und verboten – bald wusste ich auch, warum: Als ich es zu Hause endlich aufgeklappt habe, ist die eingerostete Klinge zurückgesprungen. Blöderweise war mein Zeigefinger dazwischen. 

# 25. Auf deinem Schreibtisch?
Eine Metallkiste mit all dem Krimskrams, den ich bei der Arbeit so brauche, mit Stiften und Textmarkern, Post-its und Briefumschlägen. Eine alte Schreibtischlampe, die ich mir gekauft habe, als ich zum ersten Mal in Berlin gewohnt habe. Das Believe-in-your-fucking-self-Poster. Die Küssenden von Anoushka Matus. Eine Duftkerze. Ein Weckglas mit süßer Lakritze. Steine, die mein Papa für mich am dänischen Strand gesammelt hat. Ein Stapel Zeitschriften. Eine Vase mit Kirschzweigen. Handcreme. Lipbalm. Passfotos von Fanny und ihm. Eine Zuckerdose mit meinem Schmuck. Ein paar Lieblingsbriefe und Karten. Mein Kalender.

# 26. Das Beste zuerst – oder zum Schluss?
Immer zum Schluss.

FRAGEN #17 – #21


Ein paar Fragen. Auch ein paar Antworten.

# 17. Was geht nur so – und auf keinen Fall anders?
Die Bettdecke darf beim Schlafen niemals mit der offenen Seite nach oben zeigen, das macht schlechte Träume. Die ARD gehört auf Sendeplatz eins, das ZDF auf zwei, 3Sat auf drei, Vox auf vier, Sat.1 auf fünf, RTL auf sechs, Pro7 auf sieben, Kabel eins auf acht und Arte auf neun. Das Gitarrenriff von „Satisfaction”.

#18. Kannst du gut Witze erzählen?
Leider überhaupt nicht. Mein Repertoire beschränkt sich auf zwei Kinderwitze: „Was ist orange und wandert herum? Eine Wanderine.” Und: „Was sagt die 8 zur 0? Hast du deinen Gürtel vergessen?”. Äh, ja. Genau. Aber dieser hier aus der Fernsehserie "West Wing" ist nicht so schlecht: „Es kann gar nicht mehr schlimmer werden”, sagt der Pessimist. „Doch”, sagt der Optimist, "auf jeden Fall."

#19. Der tröstlichste Geschmack?
Warmer Reispudding mit Vanille, Zimt und Muskatnuss.

#20. Wer steht dir eher im Weg: du selbst, die anderen – oder nichts und niemand?
Ich hatte das Glück, dass mir im Leben an wichtigen Abzweigungen oft Menschen begegnet sind, die mich sehr gefördert und gefordert haben. Lehrer, später Chefs, die mich in Richtungen gelenkt haben, auf die ich selbst wahrscheinlich nicht gekommen wäre. Wenn mir also etwas im Weg steht, dann wohl am ehesten mein Hang zu Selbstzweifeln. In den letzten Jahren sind die Zweifel kleiner geworden, auch weil ich ein paar Dinge, vor denen ich einen Riesenrespekt hatte, (trotzdem) gemacht und es nie bereut habe. Und weil ich die Zweifel manchmal auch sehr nützlich finde, um herauszufinden, warum ich etwas will oder nicht will und was genau da eigentlich in mir rumort. Manchmal wäre ich gerne mehr Voll-auf-die-Zwölf-hier-bin-ich-mach-mal-Platz. Vielleicht kommt das noch, vielleicht nicht. Aber ganz grundsätzlich habe ich das Gefühl, auf dem Weg zu sein.

#21. Welcher Satz ist dir lange im Gedächtnis geblieben?
"Eigentlich schön, dass es regnet – dann kann ich ein Regenlied singen."

PS: Mein tictail-Shop hat wieder geöffnet.

FRAGEN #12 – #16


Ein paar Fragen. Auch ein paar Antworten.


#12. Deine erste kleine Liebe?

Zwei Hunde. Ein braunes Kuscheltier namens Bodo, das ich zu Weihnachten geschenkt bekam. Bodo kam überall mit hin. Wenn man die Ohren auf dem Kopf zusammenknotete und seinen Schwanz darunter klemmte, sah er aus wie ein Flugzeug. Bodo hat sehr viele Geheimnisse erfahren, und sein Fell war nach vielen Jahren der Geheimnisteilerei schon ziemlich plattgekuschelt. Ich habe nie ein anderes Kuscheltier besessen, nur dieses eine. Und: Unser Familienhund Oskar, obwohl er nicht wirklich ein Familienhund war, sondern eher ein grummeliges Raubein. Merkwürdigerweise war dieser Riesenhund manchmal unglaublich zärtlich mit mir. Oskar hat sehr viele Geheimnisse erfahren, und seine Kuschelbereitschaft war nach vielen Jahren der Geheimnisteilerei erstaunlich groß. Ich habe nie wieder einen Hund gehabt, nur diesen einen.


#13. Das schönste Geräusch?

Ich mag das Geräusch von Rasensprinklern, auch wenn ich das nur selten höre, aber das ist ein so federleichtes Geräusch. Ich mag wie es klingt, wenn Bettdecken frisch aufgeschüttelt werden. Und Geschirrklappern aus dem Nebenzimmer. Das Geräusch das Regen macht, wenn man unter einem Regenschirm steht – auch wenn ich über den Regen meistens fluche. Möwenkreischen, Schiffstuten und Wasser, das an Hafenmauern schwappt. Das Ploppen von Tennisbällen, ein Geräusch, das ich eigentlich nie höre, das mich aber an einen Parisurlaub erinnert, als wir im Jardin du Luxembourg auf einer Bank saßen, während das Kind im Kinderwagen schlief, irgendwer spielte gerade Tennis. Das Läuten von Kirchenglocken aus der Ferne. Pfannenzischen. Das naheliegendste und mir nächste Geräusch: das Lachen meiner Tochter, glucksig, kieksig, bauchig, kehlig, kicherig, quietschig, klein, riesig, zart, wild.


# 14. Was für einen Kalender benutzt du – und ist er für dich vor allem ein praktischer oder auch ein sentimentaler Gegenstand?

Ich benutze einen Kalender, den ich mir letzten Sommer in New York gekauft habe: Weiß, mit großen goldenen Punkten, für anderthalb Jahre. Letztes Jahr wollte ich den gleichen haben, aber da war er schon ausverkauft, deswegen habe ich mich unheimlich gefreut, ihn so unerwartet mitten im Hochsommer zu finden. Ich trage in diesen Kalender alle Termine ein, immer mit einem schwarzen Stift, da bin ich seltsam pingelig, aber auch Dinge, die ich nicht vergessen darf, Sachen, die zu erledigen sind, kleine Zeichnungen von Fanny oder Sätze, die sie gesagt hat. Manchmal kommt sie und fragt, ob sie auch etwas in den Kalender schreiben oder zeichnen darf, dann kritzelt sie sehr wichtige Einkaufslisten und Katzen mit Tatzen. Ich habe es ein paar Mal mit digitalen Kalendern versucht, die Sunrise-App mochte ich sogar, aber am Ende bleibe ich immer bei dem einen Kalender, der auf meinem Schreibtisch liegt. Ich habe auch noch alle Kalender der letzten Jahre, lauter schwarze Moleskines, mit ihren ersten Bildern, mit Verabredungen zum Kino, mit allen Reisen, die wir gemacht haben – doch, mein Kalender ist ein sehr sentimentaler Gegenstand.


# 15. Was schreibst du mit der Hand?

Die Liste ist viel kürzer als ich dachte, das liegt vielleicht daran, dass ich mittlerweile schneller tippe als schreibe. Also: Briefe, Postkarten, Kalendereinträge, Notizen in meinem Notizbuch, Anfänge für Geschichten, die mir schwerfallen, Korrekturen, Einkaufszettel, To-Do-Listen und Rezepte, immer mit einem 0,5 Millimeter dicken schwarzen Geltintenstift von Muji, meinem Lieblingsstift.


# 16. Ein Wort, das du magst?

Wirklich nur eines? Sehnsucht.

FRAGEN #11


Jeden Tag eine Frage.

#11. Das allererste Buch, das dir viel bedeutet hat?

FRAGEN #10


Jeden Tag eine Frage.

#10. Ein Buch, das dir viel bedeutet?

FRAGEN #9


Jeden Tag eine Frage.

#9. Was würdest du deinem 16-jährigen Ich gerne sagen?

FRAGEN #8


Jeden Tag eine Frage.

#8. In welchem Kleidungsstück findest du dich am meisten du?

FRAGEN #7


Jeden Tag eine Frage.

#7. Wie geht es dir gerade?

FRAGEN #6


Jeden Tag eine Frage.

# 6. Ein Mensch jenseits deiner Familie, der in deiner Kindheit wichtig für dich war?

FRAGEN #5


Jeden Tag eine Frage.

# 5. Warum nicht?

FRAGEN #4


Jeden Tag eine Frage.

# 4. Wenn du dich für ein einziges Parfüm entscheiden müsstest, welches wäre das?

FRAGEN #3


Jeden Tag eine Frage.

# 3. Was kannst du dir nicht verzeihen?

FRAGEN #2


Jeden Tag eine Frage.

# 2. Das beste Gewürz? Warum?

FRAGEN #1


Jeden Tag eine Frage. (Und heute fünf, weil mir das gerade erst eingefallen ist.)

# 1. Wohin willst du?
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