MEIN BERLIN: SOEUR
Heute beginnt auf Slomo eine neue Serie. Ab jetzt schreibe ich immer mal wieder über die Orte, die ich in Berlin sehr mag. Mein Berlin sozusagen. Den Anfang macht mein Lieblings-Secondhand-Laden SOEUR, denn dieser Laden ist wirklich ein Wunder. Jedes Mal, wenn ich SOEUR betrete, fühle ich mich, als hätte ich große Ferien - ein bisschen leichtsinnig und fast schon albern gut gelaunt. Dabei kann ich Second Hand-Läden eigentlich nicht ausstehen. Was nicht an den Second Hand-Läden liegt, sondern daran, dass ich NIEMALS etwas finde. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die mit sicherer Hand die Knallerteile von der Stange pflücken. Und wenn ich etwas finde, das mir gefällt, hat es garantiert nicht meine Größe. Bei SOEUR ist das anders, da ist die Auswahl so gut, dass es wenige Stücke gibt, die mir nicht gefallen. Heute in der Hand gehabt: Einen Pulli von Wolfen! Einen Blazer von Dries van Noten! Ein Kleid von APC Madras! Schuhe von Lala Berlin! Eine kastanienbraune Handtasche von Aigner! Ach, und ein Kleid von Vanessa Bruno! Klinge ich gerade wie ein Groupie? Ich fürchte, ich BIN ein Groupie. Was auch daran liegt, dass ich die Besitzerin Nina so toll finde: Immer freundlich, immer auf eine Art lässig, die ich gerne lernen würde, immer fantastisch angezogen. Unglaublich herzlich ist sie auch - wie alle ihre Kollegen. Hingehen, es lohnt sich wirklich.
Soeur, Marienburger Str. 24, 10405 Berlin, Tel: 030 - 32 89 15 20, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr, Email: nina@soeur-berlin.de, www.soeur-berlin.de
EINE FRAGE (AN EUCH): FÜR WELCHE BLOGS SCHLÄGT EUER HERZ?
Jeden Morgen das gleiche Ritual. Wenn das Kind in der Kita ist, trinke ich noch einen Kaffee, wache auf und gucke meine Lieblingsblogs durch, zehn Minuten nur, manchmal eine Viertelstunde, aber diese Viertelstunde ist mir heilig. Meine Lieblingsblogs sind schon so sehr Lieblingsblog, dass ich sie richtig vermisse, wenn mal drei Tage nichts passiert. Merkwürdig (und schön), wie nah man sich Menschen fühlen kann, die man noch nie getroffen hat und vermutlich auch nie treffen wird. Merkwürdig (und schön), dass es im Internet so viel Fernwärme gibt. Kennt ihr dieses Gefühl? Verratet ihr mir, mit welchen Blogs euer Tag beginnt oder endet?
Hier kommen meine liebstenElf Zwölf:
A Cup of Jo
Bleubird
Rockstar Diaries
Spruced
Ohhh....Mhhh....
Miss Moss
Blog Milk
Elephantine
Oh Happy Day!
(wit + delight)
Fräulein Text
Und natürlich, nicht zu vergessen: Vier und mutig
Hier kommen meine liebsten
A Cup of Jo
Bleubird
Rockstar Diaries
Spruced
Ohhh....Mhhh....
Miss Moss
Blog Milk
Elephantine
Oh Happy Day!
(wit + delight)
Fräulein Text
Und natürlich, nicht zu vergessen: Vier und mutig
EIN PAAR DINGE, DIE ICH TOLL FINDE
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich diese Woche ein bisschen schwer getan mit der guten Laune. Es gibt so Wochen, in denen ist irgendwie alles extra-anstrengend, in denen fängt es genau in dem Moment an zu regnen, wo man vor die Haustür geht, in denen haben sich alle Nervtöter, Rumgrummler, Nichtgrüßer und Blödkommer verabredet - und ich finde mich ätzend, weil ich es nicht hinkriege, drüber zu stehen und mir nicht alles bis zum Anschlag reinzuziehen. Das Gute an solchen Wochen: Sie gehen vorbei. Und sie machen einen wach für all das Gute, Schöne, Glitzernde, Warme da draußen. Für einen Spätsommerabend mit einer Freundin und einem Bier. Für Emails, die so toll sind, dass man sie gerne umarmen würde. Für eine dampfende Schüssel Chili con Carne. Für gute Musik, sehr laut gehört. Alles nicht so schlimm. Und nächste Woche beginnt eine neue Woche und alles auf Null.
Hier sind ein paar Dinge, die ich gerade toll finde:
* Zwei Stunden im Prinzessinnengarten (Fotos oben). Einer dieser Orte, die einem das Herz zurecht rücken (also bitte HIER klicken, damit das auch so bleibt, vielen Dank!).
* Der Bücherstapel, der gerade neben dem Bett wächst: "Ruhlman´s Twenty", "Fanny at Chez Panisse" und "Die Kunst des Feldspiels".
* Feigen. Süß, lila, wunderschön.
* Die zweite Staffel "Downton Abbey" ist da und schon unterwegs zu mir.
* Remedy Quarterly. Schon der Titel.
* Lists of Note. Was für eine tolle Seite.
* Anonymous Confessions. Und dieses Video - auch bei ignant.
* Das Lexi-Armband von vonhey. Kommt auf den Wunschzettel.
* Das Foodblog "Nicky&Max". Und ihre "Tomatoes On Toast".
* Und "so ein freitag" (ich will bitte auch so eine HOSE!!).
* Dieses Kissen. Und überhaupt alles von ColetteBream.
* Port-Magazine. (Wann erfindet mal jemand so ein Heft für Frauen?)
* Eine Idee fürs Wochenende: Ein neues Rezeptbuch beginnen. Mit Zeichnungen. (Wie lange ist es her, dass ich das letzte Mal gezeichnet habe? Ungefähr 15 Jahre?). Buntstifte kaufen. Einen Bleistift 4b. Einen Radiergummi.
* Salzige Heringe, immer noch. Manner Schnitten, immer noch.
* Die Filme von "The Cooks Atelier":
Was findet ihr gerade toll?
Kommt gut ins Wochenende, ich wünsch euch ein schönes!
NEU IM SCHRANK
Hier sind ein paar Dinge, die in den letzten Wochen in der Einkaufstüte und in Fannys Schrank gelandet sind (nachdem sie quasi über Nacht fünf Zentimeter gewachsen ist und plötzlich nichts mehr gepasst hat...verrückt).
Eins: Jerseypullover (von Zara aus der Jungskollektion, 14,95 Euro)
Zwei: Mütze (von COS, 17 Euro)
Drei: Ringeljacke mit Kapuze (von Petit Bateau aus der Jungskollektion, 62,50 Euro - in Frankreich übrigens deutlich billiger, falls jemand eine Reise plant)
Vier: Ringelschal (von COS, 19 Euro)
Fünf: Jacke (von Monoprix, 35 Euro)
Sechs: Twillhose (von H&M, 9,95 Euro)
Sieben: Leggins (von thiefandbanditkids auf Etsy, etwa 31 Euro)
Acht: Pulli (von COS, 29 Euro)
Neun: Klettschuhe (von Stups, 49,95 Euro)
Zehn: Strickpulli mit Kapuze (von Zara, 16,95 Euro)
Elf: Mokassins (von Minnetonka, 39 Euro)
KÜRBISSUPPE UND DAZWISCHENTAGE
Ach, dieses merkwürdige Gefühl zwischen Sommer und Herbst. Irgendwie hat sich dieser Sommer nicht so recht wie ein Sommer angefühlt. Ich hab immer noch Sehnsucht nach Sonne und Wärme, ich mag noch ein paar Abende im T-Shirt draußen sitzen, ich mag noch ein bisschen diesen Sonnencreme-Duft auf der Haut riechen, nur T-Shirts anziehen. Gleichzeitig freu ich mich auf den Herbst. Ich mag den Herbst (ich glaube, ich mag den Herbst von allen Jahreszeiten sogar am liebsten). Die Ruhe, das Einmummeln, die Farben. Das Gefühl, dass etwas Neues beginnt (viel mehr als am 1. Januar oder im Frühling). Tausend Pläne im Kopf und einen kleinen Klumpen Melancholie im Bauch, so ungefähr ist das gerade. Letztes Wochenende habe ich zum ersten Mal Kürbissuppe gekocht, die Kürbissuppe meiner großen Schwester. Keine Suppe schmeckt für mich so sehr nach Herbst wie diese, nach Zuhause. Schon die Farbe macht mich glücklich. Eine wirklich gute Suppe für Dazwischentage.
ZUTATEN
1-2 kleine Hokkaidokürbisse (etwa 1,5 Kilo)
2 Gemüsezwiebeln
1-1,5l Gemüsebrühe
1 Orange
Muskatnuss
Salz
Zucker
Kürbiskerne
Benötigt wird auch ein Pürierstab
Die Kürbisse schälen und in kleine Stücke schneiden (allzu fein muss das nicht werden, am Ende wird sowieso alles püriert). Die Zwiebeln schälen, in große Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze in einem großen Topf in Olivenöl anbraten bis sie leicht Farbe bekommen. Die Kürbisstücke dazugeben und alles so mit Gemüsebrühe auffüllen, dass das Gemüse bedeckt ist. So lange köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist (ungefähr 15-20 Minuten). Alles mit dem Pürierstab pürieren. Die Orange auspressen und den Saft dazu geben, mit Salz, Zucker und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Mit Kürbiskernen bestreuen. Dazu schmeckt Ciabatta oder kross gebratener Pancetta.
EINE FRAGE, EINE ANTWORT: WELCHE TURNSCHUHE WÜRDEST DU KAUFEN?
Heute stelle ich meiner Freundin Marlene, die das tolle Fashion-Blog Spruced betreibt, wieder eine Frage. Dieses Mal dreht sich alles um Turnschuhe:Früher habe ich in meinen Turnschuhen gelebt. Ich habe sie getragen, bis sie auseinander gefallen sind, dann habe ich auf ein neues Paar gespart und sie getragen, bis sie auseinander gefallen sind. Bis ich sie plötzlich nicht mehr sehen konnte. Irgendwie habe ich mir eingebildet, dass es nun Zeit für hohe Schuhe ist (oder wenigstens nicht mehr für Turnschuhe). Keine Ahnung, woher das plötzlich kommt, aber ich hab wieder Lust auf Turnschuhe, auf festen Boden unter den Füßen, wenn du weißt, was ich meine. Jetzt suche ich nach einem Paar für jeden Tag. Ein bisschen habe ich mich in die Dunks von "A.P.C. + Nike" und die "Nike Air Royalty High" mit Sternen verguckt. Welche Turnschuhe würdest du kaufen?
Marlene: Vor ein paar Wochen stand ich abends auf einer Party in einem Kopenhagener Garten. Schon als ich ankam, dachte ich: Hätte ich bloß flache Schuhe angezogen, dann würde ich jetzt nicht mit den Absätzen im Rasen versinken. Und guckte neidisch zu den Däninnen, die fast komplett und sehr gut gelaunt in Turnschuhe dastanden und sich nicht irgendwann erschöpft setzen mussten. Bei den meisten waren es sogar nicht nur Turnschuhe, sondern: Laufschuhe. Angeber, dachte ich noch. Dann habe ich mir Laufschuhe bestellt. Könnte ja durchaus sein, dass ich noch mal mit dem Joggen anfange. Und falls nicht, taugen sie ziemlich gut dazu, bequem auf Partys zu gehen. Es sind diese von Nike, sie tragen den schönen Namen "Free Run". Ich hab sie in Neonpink gekauft, die ich online leider nicht mehr finden kann, aber in Schwarz würden sie mir auch gefallen. In Kopenhagen sind sie alle auch ganz wild nach den Nike Air Vortex, die ich online bei "Wood Wood" entdeckt habe und in Weinrot und Pink ganz schön großartig finde. Sehr lässig auch diese Nike Air Force 1, hochgeschlossen wie tiefliegend. Bevor der Eindruck entsteht, es gäbe nur eine Turnschuhmarke, empfehle ich ganz schnell die Vans von Kenzo. Und die Converse Jack Purcell Helen, die ich schon erwähnen muss, weil sie von einem Badminton-Champion entworfen wurden und mich das an die Zeit erinnert, als ich noch ziemlich beeindruckend auf einen Federball eindreschen konnte und Turnschuhe nicht (nur) nach modischen Gesichtspunkten ausgesucht habe.
Und ihr so?
Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf. Sechs. Sieben. Acht.
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