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MEIN BERLIN: MDC COSMETIC
Andere Menschen gehen an richtig schlimmen oder richtig guten Tagen in die Badewanne. Ich gehe zu MDC Cosmetic (und nicht nur, weil ich keine Badewanne habe). Tatsächlich funktioniert der Beauty-Shop am Wasserturm für mich ganz genauso: Reingehen, eintauchen, abtauchen, an gar nichts denken, bloß genießen, einatmen und wieder aus (ich kenne kein Geschäft, das so gut duftet wie dieses). Manchmal kaufe ich gar nichts, ich gucke bloß, es gibt so viel zu sehen (und auszuprobieren): den Lippenbalsam von ApoManum, den Eyeshadow von RMS Beauty, die Öle von Susanne Kaufmann, den Nagellack von Scotch und natürlich das große Regal mit der Kosmetik von Aesop, an der ich mich nicht satt riechen kann. Manchmal schlage ich zu oder spare auf ein Lieblingsprodukt - dank der hervorragenden Beratung habe ich zum Beispiel die Feuchtigkeitsmaske von Susanne Kaufmann entdeckt, auf die ich von alleine nie gekommen wäre. Nach Geschenken für beste Freundinnen und die Mama muss man hier auch nicht lange suchen. Weil ich MDC Cosmetic so mag und man bei jedem Besuch merkt, wie viel Liebe in diesem Laden und in der Auswahl der Produkte steckt, habe ich Inhaberin Melanie dal Canton ein paar Fragen gestellt...
Was ist die Idee von MDC Cosmetic? Wonach wählst du deine Produkte aus?
Melanie dal Canton: Mir ist es wichtig, exklusive Kosmetik, Düfte und Accessoires zum Wohlfühlen anzubieten, die qualitativ hochwertig sind. Schön finde ich, dass eigentlich alle Produkte eine interessante Geschichte zu erzählen haben und dass Menschen hinter den Produkten stehen, die sich sehr viele Gedanken machen. Außerdem liegt es mir am Herzen, dass MDC Cosmetic ein Ort ist, an dem sich meine Kunden wohl und gut aufgehoben fühlen. Ich lege sehr viel Wert auf gute Beratung, und mir ist es wichtig, dass unsere Kunden uns offen auch ihre Ängste und Probleme anvertrauen. Seit Januar 2013 haben wir unser Angebot deshalb auch durch eine TCM Heilpraktikerin erweitert.
Du hast den Concept-Store von Andreas Murkudis gemanagt. Wie kam es zu der Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen? Und warum hast du dich für Kosmetik entschieden?
Ich bin nach wie vor Geschäftsführerin bei Andreas Murkudis. Seit vier Jahren beschäftigte ich mich mit dem Thema Kosmetik, mit Düften und Gesundheit. Meine Suche nach kleinen Manufakturen und hochwertigen Produkten hat schnell meine Begeisterung geweckt. Je mehr ich über die einzelnen Produkte in Erfahrung bringen konnte, desto bewusster wurde mir, dass es großen Erklärungsbedarf gegenüber den Kunden gibt. Ich habe alle Manufakturen, die wir im Laden anbieten, besucht und mir persönlich vor Ort ein Bild gemacht, wie die Produkte hergestellt werden. Ich empfinde es fragwürdig, Kosmetika neben Kollektionen und Möbeln zu verkaufen. Wie soll ein Verkäufer, der gelernt hat, mich modisch gut zu beraten, mir allen Ernstes eine passende Gesichtscreme verkaufen können? Bei Körperprodukten ist es wieder ein bisschen anders. So brodelte die Idee schon eine Weile in mir.
Wie beglückend oder anstrengend ist es, den Traum vom eigenen Laden in die Realität umzusetzen?
Vielleicht war es ganz gut, dass ich mich schnell entscheiden musste, als ich erfuhr, dass die Ladenfläche in der Knaackstraße frei wurde. Es war natürlich anstrengend und es mussten viele Entscheidungen in kurzer Zeit getroffen werden, aber irgendwie hatte ich immer ein gutes Gefühl und tolle Menschen um mich, die mich während der ganzen Umbauphase unterstützt haben. Angefeuert von der Vorfreude, den Laden fertig zu stellen mit allen Inhalten.
Welches Produkt würdest du deiner besten Freundin schenken?
Gute Frage. Ich denke, ich würde ihr eine kleine Haarbürste von June Ainscough schenken. Die passt in jede Tasche und man kann sie immer bei sich tragen. Oder eine kleine Beauty-Tasche von Neri Firenze. Die habe ich selbst auch.
Was mich als Mutter interessiert: Wie kriegst du es hin, Muttersein und Karriere so gut zu vereinbaren?
Eigentlich klappt es immer irgendwie. Wir konnten zum Glück einen guten Organisationsweg finden. Ich binde meinen Sohn Levi mittlerweile in meine Arbeit ein bisschen ein, und das findet er ziemlich gut. So habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass er eine bessere Nase hat als ich, wenn es darum geht, Düfte auszuwählen. Und ihm macht es eine Menge Spaß, mich dabei zu "beraten".
Vielen herzlichen Dank!
MDC Cosmetic, Knaackstraße 26, 10405 Berlin, Tel: 030 - 400 563 39, Email: mail@mdc-cosmetic.com, www.mdc-cosmetic.com, Mo - Do 10-19 Uhr, Fr - Sa 10-20 Uhr. Fotos: MDC Cosmetic.
MEIN BERLIN: PRINCESS CHEESECAKE

Es gibt Orte, an denen das Leben aus der Zeit fällt. Einfach an der Tür stehen bleibt und draußen wartet, bis man wieder rauskommt. Die Patisserie Princess Cheesecake ist so ein Ort. Egal, mit welcher Laune ich hierher komme, hinterher ist alles ein bisschen besser. Das liegt an der Einrichtung, die schön schlicht ist, an all den winzigen Details, den Take-Away-Bechern (ich hab nie hübschere gesehen), den frischen Blumen, an dem Satz, der unter (und irgendwie auch über) allem steht: Make everyday a lovely day. Vor allem aber liegt das am Käsekuchen. Himmlischer, göttlicher Käsekuchen. Mit Zitrone, mit Schokolade, mit Rum, als Zupfkuchen oder ganz schlicht. Dreh-dich-ruhig-weiter-Welt-ich-ess-mich-jetzt-hier-glücklich-Käsekuchen. So ein Laden ist das.
Princess Cheesecake, Tucholskystr. 37, 10117 Berlin, Tel: 030 - 28 09 27 60, Mo-So 10-19 Uhr, Email: info@princess-cheesecake.de, www.princess-cheesecake.de. Alle Kuchen werden ohne Farb- und Konservierungsstoffe und raffinierten Zucker gebacken.
Fotos: Katy Otto.
MEIN BERLIN: SOEUR
Heute beginnt auf Slomo eine neue Serie. Ab jetzt schreibe ich immer mal wieder über die Orte, die ich in Berlin sehr mag. Mein Berlin sozusagen. Den Anfang macht mein Lieblings-Secondhand-Laden SOEUR, denn dieser Laden ist wirklich ein Wunder. Jedes Mal, wenn ich SOEUR betrete, fühle ich mich, als hätte ich große Ferien - ein bisschen leichtsinnig und fast schon albern gut gelaunt. Dabei kann ich Second Hand-Läden eigentlich nicht ausstehen. Was nicht an den Second Hand-Läden liegt, sondern daran, dass ich NIEMALS etwas finde. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die mit sicherer Hand die Knallerteile von der Stange pflücken. Und wenn ich etwas finde, das mir gefällt, hat es garantiert nicht meine Größe. Bei SOEUR ist das anders, da ist die Auswahl so gut, dass es wenige Stücke gibt, die mir nicht gefallen. Heute in der Hand gehabt: Einen Pulli von Wolfen! Einen Blazer von Dries van Noten! Ein Kleid von APC Madras! Schuhe von Lala Berlin! Eine kastanienbraune Handtasche von Aigner! Ach, und ein Kleid von Vanessa Bruno! Klinge ich gerade wie ein Groupie? Ich fürchte, ich BIN ein Groupie. Was auch daran liegt, dass ich die Besitzerin Nina so toll finde: Immer freundlich, immer auf eine Art lässig, die ich gerne lernen würde, immer fantastisch angezogen. Unglaublich herzlich ist sie auch - wie alle ihre Kollegen. Hingehen, es lohnt sich wirklich.
Soeur, Marienburger Str. 24, 10405 Berlin, Tel: 030 - 32 89 15 20, Mo-Fr 11-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr, Email: nina@soeur-berlin.de, www.soeur-berlin.de
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