Lieblingsessen: Meine Mama
Heute bin ich ganz aufgeregt, denn heute beginne ich hier mit einer neuen Rubrik, die mir irrsinnig Spaß macht: LIEBLINGSESSEN. Vor einer Weile habe ich angefangen, meine Familie und Freunde nach ihren Leibspeisen zu fragen und großartige Rezepte bekommen, die ich ab jetzt nachkochen werde.
Den Anfang macht meine Mutter und ihr Gewürzhähnchen mit marinierten Aprikosen - ein Rezept, das ich von ihr noch gar nicht kannte. Ein sehr leichtes und frisches Essen, das nach Sommerferien schmeckt. Und zum Nachtisch den liebsten Nachtisch ihres Vaters, eine einfache Creme, nach der ich seit Jahren ganz verrückt bin: Preiselbeer-Sahne (die übrigens ganz hervorragend gegen schlechte Tage, schlechte Laune und schlechtes Wetter hilft, mir jedenfalls). Auf dem Foto ist meine Mutter übrigens ungefähr so alt wie ich heute (und ich so alt wie Fanny).
Gewürzhähnchen mit marinierten Aprikosen
Zutaten für vier Personen:
500g frische Aprikosen (falls es keine frischen gibt, gehen notfalls auch Aprikosen aus der Dose)
1 große rote Zwiebel
1 kleine rote Pfefferschote
1/2 Bund glatte Petersilie
1/2 Bund Koriander
Saft von 1-2 Limetten, frisch gepresst
8-10 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, brauner Zucker
1-2 Salatköpfe, zB heller Eichblattsalat
4 TL Koriandersamen, 1-2 TL weiße Pfefferkörner, im Mörser zerkleinert
4 Hähnchenbrustfilets (ohne Haut)
Die Aprikosen in dünne Streifen schneiden. Die rote Zwiebel in dünne Ringe schneiden, Pfefferschote entkernen und in feine Ringe schneiden. Petersilie und Koriander grob hacken. Alle Zutaten in einer Schüssel mit Limettensaft und Olivenöl mischen und mit Salz, Pfeffer und braunem Zucker abschmecken. Mindestens eine Stunde ziehen lassen.
Die Hähnchenfilets rundum salzen und mit Olivenöl beträufeln, die glatte Seite mit den zerstoßenen Gewürzen bestreuen, fest andrücken. Bei starker Hitze ohne weiteres Fett von jeder Seite etwa vier Minuten anbraten bis sie schön braun sind.
Inzwischen den Salat säubern, auf vier Teller verteilen, salzen und pfeffern. Die Filets in Scheiben schneiden und mit den marinierten Aprikosen belegen.
Preiselbeersahne
Zutaten für vier Personen:
1 Becher Sahne (200ml)
1 Glas Preiselbeeren (400g)
1 Limette
Die Sahne in einem hohen Gefäß steif schlagen. Kurz bevor sie richtig steif ist, gut 200g Preiselbeeren dazugeben und weiterschlagen bis die Preiselbeeren und die Sahne sich zu einer Preiselbeersahne verbunden haben. Den Rest der Preiselbeeren mit dem Saft von einer Limette (nach Geschmack kann man auch nur eine Halbe nehmen) zu einer feinen Soße pürieren und darüber geben.
Fanny
24 Wochen.
Eine der schönsten Wochen bisher, obwohl wir eigentlich gar nichts sonderlich Spektakuläres gemacht haben. Wir sind viel unterwegs und gehen spazieren, wir sitzen draußen in Straßencafés und Fanny guckt den Spaziergängern zu, wir gucken uns Blumen und Blätter an, wir liegen auf dem Sofa und üben sitzen (lange wird es nicht mehr dauern), wir lesen Bücher (oh, wie ich dieses Buch liebe), wir liegen bis zwölf Uhr im Bett und kuscheln und gucken eine Folge "Masterchef Australia", wir spielen mit den tollen neuen Klötzen von Emma, wir hören Musik, wir baden. Und schon ist wieder eine Woche rum. Neu: Sie dreht sich pausenlos vom Rücken auf den Bauch und ist unglaublich stolz darauf. Sie versucht zu krabbeln. Sie ist unglaublich neugierig auf Essen und ganz aufgeregt, wenn wir ihr zum Abendbrot auch eine kleine Schüssel mit Gurkenstücken hinstellen, die sie dann hingebungsvoll bearbeitet. Die nächste Woche wird aufregend: Am Freitag müssen wir zur zweiten Impfung (lieber nicht daran denken), am Wochenende kommt ihre große Schwester und nächste Woche bekommt sie ihren allerersten Brei. Ich freu mich schon so auf die Abenteuer von Fanny und dem Löffel.
Royale Scones
Das hätte ich schon gerne eine Woche früher gefunden: das Scones-Rezept von Queen Elizabeth für einen Besuch von Präsident Eisenhower im August 1959 aus The National Archives.
Willkommen in seiner Welt
Hier, sagt er, und schickt mir einen Link, das ist mal eine Website: "Bless this Stuff" - was Jungs halt so brauchen.
Der Fahrrad-Weinhalter, das Steak-Thermometer und ein schlafender Bär als Sitzsack.
Der Fahrrad-Weinhalter, das Steak-Thermometer und ein schlafender Bär als Sitzsack.
Remy Shand
Es gibt Lieder, die funktionieren wie Zeitmaschinen. Immer, wenn ich "Schrei nach Liebe" von den Ärzten höre, sitze ich wieder im Zimmer von Jane und wir lesen uns aus unseren Tagebüchern vor und trinken lauwarmen Weißwein und fragen uns, ob F. und E. nun wirklich in uns verliebt sind, also so richtig, und wir in sie. Airs "Moon Safari" ist der Soundtrack vom Filmfest in Oldenburg, eine glückliche und wahnsinnige Zeit, wir sitzen bei über 30 Grad in unserem stickigen Pressebüro und gucken Filme und schreiben Pressetexte und schlafen nicht einmal wenn wir mal könnten und ich fange an zu rauchen, weil ich davon überzeugt bin, dass T. mich dann deutlich aufregender findet. Ryan Adams "Rock n Roll", der Soundtrack zur unglücklichsten Liebesgeschichte meines Lebens, "And everybody knows the way I walk and knows the way I talk and knows the way I feel about you, It´s all a bunch of shit and there´s nothing to do around here, it´s totally fucked up, I´m totally fucked up, Wish you were here." Und Remy Shand, "The Way I Feel". Ich bin fast mit meinem Studium fertig und habe keine Ahnung, was ich damit einmal anfangen soll. Ich mache ein Praktikum bei Amica in Hamburg, vielleicht ist ja der Journalismus etwas für mich, und ich werde in jeder Konferenz rot, weil ich schüchtern bin und alles so unendlich richtig machen will, weil ich endlich etwas gefunden habe, dass mir wirklich Spaß macht, weil ich beweisen will, dass ich gut bin, und dabei natürlich völlig verkrampfe. Und eines Tages, mein Praktikum ist fast vorbei und ich habe schon jede Hoffnung aufgegeben, dass ich noch etwas schreiben darf, kommt mein Chef zu mir und fragt, ob ich nicht diesen Musiker interviewen möchte, diesen Soul-Sänger aus Kanada, hör doch mal rein. Von diesem Tag an habe ich für ein paar Monate lang keine andere Musik gehört als immer nur "The Way I Feel", erst zur Vorbereitung auf mein allererstes Interview, dann weil ich nicht mehr aufhören konnte, weil mir etwas fehlte, wenn ich diese Musik nicht hörte. Und das Interview. Ich war so nervös, dass ich die Fragen auf meinem Zettel kaum lesen konnte, weil meine Hände so gezittert haben. Er merkte das natürlich sofort und half mir, erzählte schöne Geschichten und lustige Witze und sagte mir, wie interessant meine Fragen seien. Am Ende dieses Interviews lud er mich zu seinem Showcase ein, eines der schönsten Konzerte, die ich je gehört habe, auch wenn er nur drei oder vier Lieder spielte. Eine Weile war Remy Shand noch ziemlich erfolgreich, dann tauchte er völlig ab. Ich weiß nicht, wie oft ich nachgeschaut habe, ob er endlich mal wieder eine neue CD aufgenommen hat, immer ohne jeden Erfolg. Es ginge ihm nicht sonderlich gut, steht in irgendwelchen Foren, er hätte eine katastrophale Scheidung hinter sich und sei depressiv. Eben habe ich mal wieder nach ihm geschaut, das erste Mal seit Ewigkeiten, und plötzlich finde ich diesen Artikel vom August 2010 "Remy Shand is Back? New Track?", darunter eine sehr schlechte Aufnahme von einem sehr guten Song.
What Made You Happy Today?
Eben dieses schöne Blog entdeckt: What Made You Happy Today? - A Scrapbook of People and what makes them happy. Worauf (und worüber) ich mich diese Woche freue:
Den Besuch von Fannys großer Schwester Stella am Wochenende.
Ich weiß sogar schon, was ich backen werde, letzten Sonntag war ich nämlich beim "Cheesecake Sunday" von Goldhahn & Sampson und hab gelernt, wie richtig guter Käsekuchen geht. Nicht so schlecht, oder?
Auf meine Einladung am Donnerstag zum Essen bei Marlene.
Diese Fotos auf dem wunderbaren Blog Bleubird.
Und dieses Foto vom Sartorialist:
Den Besuch von Fannys großer Schwester Stella am Wochenende.
Ich weiß sogar schon, was ich backen werde, letzten Sonntag war ich nämlich beim "Cheesecake Sunday" von Goldhahn & Sampson und hab gelernt, wie richtig guter Käsekuchen geht. Nicht so schlecht, oder?
Auf meine Einladung am Donnerstag zum Essen bei Marlene.
Diese Fotos auf dem wunderbaren Blog Bleubird.
Und dieses Foto vom Sartorialist:
Oh, und dieser Trailer von "Submarine".
Die unglaublichen Papierarbeiten von Simon Schubert:
Die allerersten Erdbeeren.
Und dieses Video (auch wenn ich dabei jedes Mal ein bisschen heule). (Nicht neu, ich weiß, aber immer wieder schön).
Ein neues Wohnzimmer
Kennt Ihr das, wenn man von einem Tag auf den anderen die eigene Wohnung nicht mehr sehen kann? Vielleicht war ich die letzten fünf Monate ein bisschen zu viel zu Hause. Vielleicht liegt es auch einfach nur am Frühling, aber ich muss hier dringend mal umräumen und ein bisschen etwas verändern. Schön in Ruhe, Zimmer für Zimmer. Nummer eins: das Wohnzimmer. Hier sind ein paar Bilder, die ich gesammelt habe.
Diese Wand (Foto: Philipp Langenheim für "Freunde von Freunden" in der Wohnung von Frank Höhne).
Und diese Wände. Mit Ideapaint kann man direkt auf die Wand schreiben und alles wieder wegwischen wie auf einer Tafel. Irgendwie gefällt mir diese weiße Farbe gerade besser als schwarzer Tafellack. (Die Farbe gibt es übrigens hier). (Foto: Ideapaint).
Oder die Variante mit Punkten? (Foto: via Emmas Designblogg von Henrik Bonnevier).
Eine Lampe wie diese (falls jemand einen Tipp hat...). Das Original ist ja nicht wirklich erschwinglich. (Foto: Mirjam Bleeker).
Diese Wand (Foto: Philipp Langenheim für "Freunde von Freunden" in der Wohnung von Frank Höhne).
Und diese Wände. Mit Ideapaint kann man direkt auf die Wand schreiben und alles wieder wegwischen wie auf einer Tafel. Irgendwie gefällt mir diese weiße Farbe gerade besser als schwarzer Tafellack. (Die Farbe gibt es übrigens hier). (Foto: Ideapaint).
Oder die Variante mit Punkten? (Foto: via Emmas Designblogg von Henrik Bonnevier).
Eine Lampe wie diese (falls jemand einen Tipp hat...). Das Original ist ja nicht wirklich erschwinglich. (Foto: Mirjam Bleeker).
Und dieses Kissen. Leider habe ich keine Ahnung, wo es das oder ähnlich gute Kissen gibt. (Foto: Nicole Balch.)
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