Heute fahren Fanny und ich nach Hause zu meiner Familie in den Norden. Oh, wie ich mich freue. Auf Grillen im Garten. Auf den unfassbaren Rhabarberkuchen meiner Schwester (vielleicht gibt sie mir ja das Rezept?). Auf einen Ausflug ans Meer. Auf den Sonntagsbrunch bei meiner anderen großen Schwester. Auf einen Einkauf bei Hema (wann kommen die eigentlich mal nach Berlin?). Auf meine Nichte und meinen Neffen, die endlich ihre Cousine kennenlernen.
Bevor ich losfahre noch ein paar Dinge, die mir gute Laune machen:
Meine allerersten Macarons. Gut, dass ist jetzt noch nicht ganz großes Kino, aber stolz bin ich trotzdem. Wenn ich wieder in Berlin bin, werde ich auch noch das zweite totsichere Rezept probieren und alles mal in Ruhe aufschreiben. (Danke nochmal für Eure Tipps!).
Die Spring-Ensembles von La Garconne. Ich hätte bitte gerne dieses Shirt, diese Hose, diese Bluse, diesen Blazer und 1000 Dollar.
Dieses Kinderzimmer aus dem NY Times Style Magazine.
Diese Bürste von Paul Mitchell. Ich hätte ja auch nicht gedacht, dass einen eine Bürste glücklich machen kann, aber die hier ziept nicht und macht, wie auch immer das geht, unfassbar glänzende Haare.
Das Geburtstagspaket aus Hamburg. Danke, H. So toll. So lecker.
Die Buch-Empfehlung von meinem alten Kollegen R.: "Lieber Mischa" von Lena Gorelik, sofort gekauft, der Mann hat einen guten Geschmack. Meine Zug-Lektüre, falls ich dazu komme.
Dieses Lied.
Dieser Print (via Making it Lovely). Noch so eine Sache, die ich machen werde, wenn ich wieder da bin: ENDLICH die Wohnung umdekorieren und aufräumen.
Die Seite "The Art of the Pie". Ich weiß dann auch schon, was ich mache, wenn ich keine Macarons mehr sehen kann. (Aber dann bitte welche mit Fleisch, sagt der Mann.)
Ein schönes Wochenende!
Susan Cernek
Fotos via Jak & Jil (1+2), Stockholm Street Style (3) und A Cup of Jo (4). Und hier sind ihre Lieblingsprodukte.
Fanny
Ich bin so müde, dass mir die einfachsten Dinge schwer fallen. Zum Beispiel den Satz "Ich bin so müde" aufzuschreiben. Eben habe ich auf dem Weg vom Wohnzimmer in die Küche vergessen, was ich da eigentlich wollte. Kaffee holen, ach ja, und dann gehe ich zurück, gieß mir einen Becher ein und lasse ihn vor der Maschine stehen. Als hätte jemand dicke Kissen um mein Gehirn gewickelt. Seit einer Woche schläft Fanny nachts nie länger als zwei Stunden am Stück. Dann wacht sie auf und ist ganz untröstlich. Wenn ich Glück habe, schläft sie wieder ein, wenn ich ihre Hand halte. Die meiste Zeit macht sie die Augen erst wieder zu, wenn ich sie neben mich lege, ganz nah. Manchmal ist sie um drei Uhr morgens auch einfach wach. Dann liegt sie in ihrem Bettchen, streckt ihre Beine in die Höhe und versucht ihre Füße zu fangen, was natürlich ziemlich schwierig ist, wenn sie einen Schlafsack trägt. Äh, sagt sie dann. Ähhhhhh. Wenn sie sich ärgert, dann sehr entschieden. Und ich muss lachen, obwohl ich so unsagbar müde bin, ach Fanny, flüstere ich dann, schlaf doch ein bisschen, schlafen ist schön, ähhhh, sagt sie dann, noch ein bisschen lauter. Obwohl sie nachts so schlecht schläft, ist sie tagsüber unglaublich wach. Jeden Tag entdeckt sie irgendetwas Neues. Seit einer Weile hält sie sich selbst die Augen zu, wenn sie müde ist. Gestern hat sie den ganzen Tag gefiept wie ein kleines Vögelchen. Heute macht sie andauernd "Brrrrrrr", sie kriegt gar nicht genug von diesem "Brrrrr". Und auch das ist neu: Zwischen euphorischem Glück und Weltuntergang liegt manchmal nur eine Sekunde. Manchmal schafft sie es sogar, beim Lachen zu schreien und beim Schreien schon zu lachen. Und dann, wieder von einer Sekunde auf die nächste, schläft sie einfach ein. Augen zu. Und Tiefschlaf. Und wie wehrlos einen schlafende Babys machen, wenn sie so daliegen, mit weit ausgestreckten Armen und ihren Kinderatem atmen.
Morgen machen wir unsere allererste Reise. Nur wir beide. Aber darüber dann später mehr. Jetzt gleich, wenn sie wieder aufgewacht ist, werde ich erstmal zwei neue Ladungen Macarons versuchen, mit angeblich totsicheren Rezepten, ich bin gespannt.
Fünfminuten-Cupcakes
Heute waren die Mamis aus meinem Rückbildungskurs bei mir. Was für ein Spaß: Vier Babys und vier Mütter auf einem Sofa. (Fanny war allerdings ein bisschen beleidigt, dass Kjell partout nicht mit ihr Händchen halten wollte. Ach ja, Jungs). Damit der koffeinfreie Kaffee nicht ganz so öde schmeckt, hab ich gebacken. Die Schokoladen-Cupcakes aus "The Hummingbird Bakery Cookbook". Sind die lecker. Und schnell fertig.
Zutaten für 12 Cupcakes:
100g Mehl
20g Kakao
140g Zucker
1 1/2 TL Backpulver
Prise Salz
40g Butter (zimmerwarm)
120ml Milch
1 Ei
1/4 TL Vanille-Extrakt
Zutaten für die Glasur:
300g Puderzucker
100g Butter (zimmerwarm)
40g Kakao
40ml Milch
* Ofen auf 170 Grad vorheizen, Muffinförmchen bereit stellen.
* Mehl, Kakao, Zucker, Backpulver, Salz und Butter mit einem Mixer auf niedriger Stufe durchmischen bis es keine Butterklumpen mehr gibt und das Ganze wie Sand aussieht.
* Milch, Eier und Vanille-Extrakt vermischen und in drei Schritten und unter ständigem Rühren zum Mehlmix geben. So lange weitermixen bis ein glatter Teig entsteht.
* Cupcake-Förmchen etwa zu zwei Drittel füllen und im vorgeheizten Ofen für 20-25 Minuten backen. Auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Glasur machen:
* Puderzucker, Butter und Kakao mit einem Mixer gut verrühren (keine Sorge, das soll so aussehen).
* Löffelweise die Milch zufügen und immer weiter mixen bis die Mischung schön fluffig ist. Bei mir hat das ungefähr fünf Minuten gedauert. Die Cupcakes glasieren. Fertig.
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