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OKTOBER 2014 (UND EIN PAAR DINGE, DIE MIR GUTE LAUNE MACHEN)
Wie viel Zeit sie sich lässt. Fürs Blättersuchen, das, nein, dieses, nein, das hier, fürs Blätteraufkleben und Blättertiermalen. Zeit haben wir uns auch für unseren Sonntagsknödel bei Häppies gelassen, für mich dieser hier mit Ziegenkäse und Cranberrys, für sie einer mit Pflaumenmus und zerlassener Butter, und er schmeckte so gut, so sonntäglich, dass ich mir auch noch einen bestellt habe. Auf dem Nachhauseweg liegt diese Straße, die ich so schön finde, die Straße mit dem Blätterdach. Noch sind ein paar Bäume grün und es war fast sommerlich warm, aber das Licht ist schon Herbstlicht. Noch eine Schönheit: der Dahlienstrauß, den ich mir nach einem blöden Tag gekauft habe, an dem ich traurig war, weil ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe (und es manchmal so schlecht hinkriege, das Unwichtige vom Wichtigen zu trennen) – es sind ja oft die kleinen Dinge, die gegen die großen helfen. Große Freude und Aufregung über das Erscheinen meines Buches – und über die Kommentare und Texte, die mich so dankbar machen, so rühren, erstaunen, wärmen. Heiter bis glücklich hat mich auch das Zitat im Zeit-Magazin gemacht. Und das allererste Halloween mit dem kleinen Schreckgespenst, was für ein Spaß. Irgendwann wurde der Oktober dann doch noch kalt und brachte die ersten Mützentage. Sie trägt am liebsten ihr Schaf, ich suche noch nach einer Mütze für den Winter. Und immer wieder: der glühende Himmel über Berlin. Was für ein aufregender, schöner, verwirrender Monat.
Noch ein paar Dinge, die mir gute Laune machen:
* Am Samstag mache ich Kürbissuppe. Vielleicht diese Variante? Und zum Nachtisch: Zimtschnecken.
* Die Vorfreude auf Amsterdam, auf ein paar Tage ganz allein, auf eine Stadt, die mir noch ganz fremd ist.
* Die Weihnachtskarten, die ich gestern bestellt habe. Noch nie war ich so früh dran. Aber diese hier von Held & Lykke haben es mir wirklich angetan.
* Eigentlich bin ich ein Kaffee-Trinker. P & T hat mich wieder auf Tee gebracht. Am Wochenende habe ich mir eine kleine Tüte "Top of the Day" gekauft mit Apfelstücken, Hibiskusblüten, Pfefferminzblättern, Zitronengras und Rosenblütenblättern.
* Die zweite Staffel der Dokumentation über das New York City Ballet. Hier kann man sie ansehen.
* Die Herbst-Ausgabe des Chick Pea-Magazines. Hier anzusehen. Und die neue Ausgabe vom Mutti-Magazin.
* Der neu angeschaffte Pizzastein. (Und wie sie den Pizzateig über Nacht schlafen legt und zudeckt und morgens, drei Sekunden nach dem Aufwachen, in die Küche rennt, um nachzusehen, ob er denn auch gut aufgegangen ist). Diesen Flammkuchen würde ich gerne mal probieren.
* Dieses Video. Was für ein Mann.
* Zwei Filme, die ich wirklich gerne sehen möchte: "In No Great Hurry. 13 Lessons in Life with Saul Leiter." Und "The Skeleton Twins".
* Dieses Sweatshirt.
* Ich glaube, am Sonntag gibt´s mal wieder Frühstück im Bett. So wäre es schön. Und diesen Karotten-Bananen-Orangen-Kuchen stelle ich mir auch sehr lecker vor, vielleicht backe ich ihn Samstagabend, ich finde es unheimlich schön, am Abend zu backen, wenn alles still und es draußen dunkel ist.
* Und dieser Song: Rainmen von Erlend Øye.
Was macht euch denn gerade gute Laune?
Schönes Wochenende!
DIE LISTE, DIE KEINE IST. UND HALLO.
Da bin ich wieder. Geschlafen, Vanillekipferl gebacken, gelesen, Memory gespielt, Downton Abbey geguckt, Wunderkerzen angezündet, Magnetfische geangelt, eine lang vermisste Freundin wiedergetroffen, Mozart gehört, und Bombay Bicycle Club, neue Notizbücher begonnen, Croissants aufgebacken und mit Honig gegessen, ein Riesenpuzzle auf dem Küchenboden gelegt und die Nase vom Elefanten auch nach langem Suchen nicht wiedergefunden, gemalt, Neujahrsburger gegessen und es so schön gefunden, dass ich daraus gerne eine Tradition machen würde, getanzt, dankbar gewesen, für das, was gut war, es war so vieles, noch mehr für das, was sich als doch nicht so schlimm herausgestellt hat, ein Speed-Motorrad im Überraschungsei-Orakel gehabt und "Patience is the best remedy for every trouble" im Glückskeks, was auch immer das in der Kombination bedeutet, mich gefreut, an nichts gedacht, an vieles gedacht, die Stille gemocht, liegen geblieben. Eine Liste geschrieben, keine To-Do-Liste, nichts zum Abhaken oder Abarbeiten, eine Liste mit Dingen, auf die ich mich dieses Jahr freue und die ich nicht vergessen möchte, vorne, in meinem Kalender.
* Die Hochzeit planen.
* Rausfinden, wie man anständigen Butterkuchen backt. Und einen Apple-Pie, so richtig amerikanisch, mit Gitter obendrauf und allem drum und dran.
* Nach Amsterdam reisen.
* Die Relationen sehen. (Und mich nicht zu sehr über Blödsinn und Schlechtmacher ärgern. Vor einer Weile etwas Schlaues gelesen, ich glaube, es war bei "A Cup of Jo" und ging ungefähr so: Frag dich, ob du dich in einem Jahr auch noch darüber ärgern würdest - oder ob du dich überhaupt noch daran erinnern würdest. Gute Frage.)
* Und den Moment.
* Gute-Nacht-Cocktails trinken. In einem schönen Glas, mit Eiswürfeln, die klirren.
* Stricken lernen.
* Es lassen. Die Welt geht nicht unter, wenn die Wohnung mal ein paar Tage schlimm aussieht. Oder wenn ich nicht blogge. Oder. Oder.
* Zum Phoenix-Konzert gehen. Falls es eins gibt.
Ich wünsche euch ein glückliches und vor allem gesundes 2013. Ich glaub, es wird ein gutes Jahr.
Bild: "Enjoy it. Because it´s happening" von Melanie Petersen.
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