ZEHN FRAGEN ZUM KINDERKRIEGEN (UND EIN BABYJAHR IN BILDERN)

















Diese Woche gibt es eine Zehn Fragen-Sonderausgabe: Steffi hat mir zehn Fragen zum Thema Kinderkriegen gestellt. Und ich ihr zum Thema Heiraten. Passend dazu gibt es ein paar Fotos aus den ersten Monaten mit Fanny. Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Woche! Und danke für eure Paris-Kommentare gestern. Ich hab mich so darüber gefreut.

Warst du dir zu 100 Prozent sicher, dass du schwanger werden wolltest? Nicht generell, nur zu dem Zeitpunkt? Ich finde, den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist die Hölle. Alle sagen ja immer, den gibt es nicht. Gibt es ihn?
Ganz sicher nicht. Ich glaube, es gibt immer noch tausend Dinge, die man unbedingt machen möchte, Karriere, die Welt bereisen, zu zweit sein, dieses eine Projekt. Irgendetwas ist ja immer, oder? Und dann gibt es diese Stimme in dir, die sagt: Ich würde gerne eine Familie sein. Ich würde gerne ein Kind bekommen. Ich habe einfach diesem Wunsch vertraut, diesem Gefühl, und aufgehört, mich zu fragen, ob das jetzt der richtige, der perfekte Zeitpunkt ist oder nicht. Wenn der Wunsch nach einem Kind da ist und du wirklich schwanger bist, ist jeder Zeitpunkt, und sei er noch so falsch, der richtige.

Wie ging es dir, als du dann wirklich schwanger warst?
Ich konnte es nicht glauben und hab gleich noch einen Test gemacht. Und dann noch einen. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, richtig begriffen habe ich es aber erst, als ich das erste Ultraschall-Bilder gesehen habe. Man kann nicht wirklich viel erkennen, ein kleines weißes Knäuel, und doch ändert sich von einer Minute auf die nächste ALLES. Ich hab geheult vor Glück. Ich hatte ganz schön Schiss. Ich hätte nie gedacht, dass man ein kleines Knäuel so lieben kann. Tut man aber. Von der ersten Sekunde an.

Wächst man in den Gedanken einer Geburt hinein? Bereitet einen der Körper, bereiten einen die Hormone vor? Wird die Angst davor irgendwie gemildert? Je älter man wird, desto schlimmere Geschichten hört man ja...
Ich hatte unheimlich Angst vor der Geburt. Nicht nur vor den Schmerzen, sondern auch vor dem Tag, an dem man unwiderruflich zur Mutter wird. Was natürlich total merkwürdig ist, weil ich mich ja gleichzeitig so gefreut habe auf Fanny. Aber so ist das in der Schwangerschaft: man hat alle Gefühle gleichzeitig und nur noch als Superlativ. Und da waren so viele Fragen in meinem Kopf. Werde ich eine gute Mutter sein? Was, wenn ich keine gute Mutter bin? Und werde ich die Geburt überhaupt aushalten können oder werde ich das ganze Krankenhaus zusammenbrüllen? Was, wenn ich eine totale Memme bin? Oh Gott, wie peinlich wäre das denn? Ich habe Yoga gemacht und das richtige Atmen geübt. Ich habe einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht. Ich habe mit Frauen gesprochen, die schon Kinder haben. Und es hat alles nichts geholfen. Ich habe mich total verrückt gemacht. Die Geschichten, die man so hört, sind ja eigentlich alle immer nur schrecklich. Zwei Wochen vor meinem Termin saß ich mit meiner Hebamme auf dem Sofa und war völlig fertig. Sie hat mich ganz fest angesehen und gesagt: "Du kannst das. Ich weiß das. Und du weißt das auch, hör nur mal in dein Herz hinein. Es hat übrigens einen Grund, dass die Geburt im Englischen "Labour" heißt. Die Geburt ist ein hartes Stück Arbeit, aber nichts, was man nicht irgendwie hinkriegt. Und am Ende von diesem harten Stück Arbeit hältst du deine Tochter in den Armen." Von diesem Moment an wusste ich, dass ich das wirklich schaffen werde. Plötzlich hatte ich keine Angst mehr. Nicht mal, als es dann wirklich los ging.

Falls du wissen willst, wie die Geburt ist: wirklich ein hartes Stück Arbeit. Eine Dimension von Schmerz und Langstrecke, die ich vorher noch nicht kannte. Es tut einfach unfassbar weh. Und ich hab ungefähr 500 Mal gedacht, dass ich es einfach nicht mehr schaffe. Und trotzdem kriegt man es irgendwie hin. Und trotzdem würde ich es gleich morgen noch einmal machen, weil es kein größeres Glück, keinen schöneren Moment in meinem Leben gegeben hat als den Moment, in dem ich Fanny zum ersten Mal in den Armen hielt. In dieser Sekunde ist alles vergessen. In dieser Sekunde ist alles nur noch Liebe. (Und es ist dir vorher so egal, ob du das ganze Krankenhaus zusammen brüllst...).

Stimmt das Gerücht, dass sich, sobald das erste Kind da ist, die Prioritäten, die Sichtweisen auf vieles verändern, der Job einem nicht mehr so wichtig ist wie früher? Oder ist das nur kurz so und dann freut man sich auch wieder aufs Büro?
Bei mir hat das erste Jahr ganz und gar Fanny gehört. Ich liebe meine Arbeit und meinen Beruf, aber die ersten Monate wollte ich gerne bei meinem Kind sein, sie kennenlernen, uns kennenlernen. Diese Zeit gibt es nur ein einziges Mal, und ich wollte sie nicht verpassen. Hab ich meine Arbeit vermisst? Ehrlich gesagt: überhaupt nicht. Das ändert sich gerade wieder. Jetzt freue ich mich, dass Fanny ab März in die Kita kommt und ich wieder mehr arbeiten kann. Was die Prioritäten angeht: Die haben sich tatsächlich verändert. Das Muttersein hat mich entspannter gemacht. Weil jeder Tag eigentlich nie so ist, wie man ihn sich ausgedacht hat, wird man ganz automatisch ein bisschen unerschütterbarer. Früher habe ich mich immer wahnsinnig an Kleinigkeiten aufgerieben. Und mir alles reingezogen. Seit Fanny da ist, kreise ich ein bisschen weniger um mich selbst. Das hat mir ziemlich gut getan.

Wie meisterst du das mit der Müdigkeit? Akzeptiert man sie irgendwann als neue Mitbewohnerin und hasst sie nicht mehr nur?
Es gibt Tage, da könnte ich im Stehen einschlafen. Die sind aber die Ausnahme. Fanny schläft zwar immer noch nicht durch, man gewöhnt sich aber irgendwann an diesen Rhythmus und die Müdigkeit ist eher so etwas wie ein Hintergrundrauschen.

Was hättest du gerne vorher gewusst?
Wie wenig von all den Fragezeichen und Grübeleien übrig bleibt, wenn das Kind einmal auf der Welt ist. In der Sekunde, in der du Mutter bist, funktioniert alles von ganz allein. Man weiß, was zu tun ist, ohne überhaupt darüber nachzudenken.
Wie anstrengend es ist. Eine Freundin sagte mir vor der Geburt immer: "Schlaf, soviel du nur kannst. Setz dich ins Café und lies eine Zeitschrift. Leg dich zwei Stunden in die Badewanne. Geh ins Kino." So dramatisch wird es schon nicht sein, dachte ich immer. Aber sie hatte natürlich recht. Manchmal sehnt man sich wirklich nach einer Stunde für sich ganz allein. Nach einem Kaffee, der nicht kalt ist. Mal eine Email zu schreiben, ohne dass zwei Patschepfoten kommen und deine Betreffzeile in "aödfjadcaalfökadf" umbenennen. Oder danach, mal wieder in Ruhe ein Paar zu sein.
Wie unfassbar schön und richtig es sich anfühlt, Mutter zu sein. So müde, fertig, genervt ich manchmal bin: Ich habe mich auch noch nie so angekommen und ganz gefühlt.

Was würdest du Frauen, die übers Kinderkriegen nachdenken, mit auf den Weg geben?
1. Nach der Geburt fängt ein anderes Leben an.
2. Du wirst müde, fertig und völlig durch sein.
3. Und du wirst morgens um sechs in der Küche sitzen und vor Rührung heulen. Weil dich dieser kleine Mensch beim Aufwachen angelächelt hat. Oder weil er dir einen Kuss gibt und seine Arme um dich schlingt. Oder weil er "Mama" sagt.
4. Kinderkriegen verändert einen als Paar. Ihr werdet euch vermutlich nie so nah und so fern sein wie im ersten Jahr mit Kind.
5. Du wirst so mutig, stark, klar, organisiert und zäh sein, wie du es nie von dir gedacht hättest.
6. Mach dir nicht so viele Gedanken.
7. Es gibt im Kreißsaal keinen Tapferkeitsorden. Was auszuhalten ist und was nicht, entscheidest ganz allein du. Wenn es zu schlimm wird, frag nach einer PDA.
8. Das Leben ist nicht vorbei, nur weil du ein Kind bekommst. Wirklich nicht.
9. Mach es, du wirst es nicht bereuen.

Der schönste Moment mit Fanny bisher?
Die erste Nacht. Und all die ersten Male: das erste Lächeln, das erste Mal krabbeln, das erste Mal gehen. Und all die zweiten, dritten, tausendsten Male.

Sind Mütter untereinander wirklich so hart zueinander, wie man oft hört?
Es gibt Arschlochmütter. Alles andere wäre gelogen. Und man zieht sich den Scheiß rein, den die Arschlochmütter reden, man nimmt es persönlich, obwohl man weiß, dass kein Kind immer durchschläft und niemals schlechte Tage hat. Was mir aber viel öfter begegnet ist: Mütter, die so toll und warm, so hilfsbereit und beeindruckend sind, dass ich gar nicht weiß, wie ich je ohne sie auskommen konnte.

Hebst du Fanny manchmal hoch im Café und riechst an ihrer Windel, um dann laut zu sagen: "Mjoa, ich glaub, da ist was drin, ich geh mal kurz wickeln"? Wenn ja, red ich nie wieder mit dir!
Äh, nein.

60 Kommentare:

  1. es gibt keinen falschen Zeitpunkt für eine richtige Sache. Ich unterschreibe (fast) alles, was Du schreibst. Die wesentlichsten Unterschiede - ich hatte überhaupt keine Angst vor Geburt, bin da ohne Vorbereitungskurs und Ängste rein - aber die Liebe kam bei mir nicht sofort, am Anfang hatte ich ein Wahnsinnsrespekt vor diesem kleinen Wesen. Ich weiß das anders nicht nennen, keine Ahnung, wie das jetzt klingt. Die Liebe kam echt etwas später.

    Muss hier noch weiterarbeiten, Dir eine gute Nacht!

    Mailis

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    1. Liebe Mailis, schön, dass Du offen zugibst, am Anfang nicht diese endlose Liebe gespürt zu haben. Mir ging es genauso! Aber wenn man das ehrlich zugibt, wird man immer wie ein Alien angesehen. Geht Dir das auch so?
      Selbst in der ersten Nacht, fragte ich mich, ob ich nun eine schlechte Mutter bin, weil das große Liebegefühl fehlte. Ich lag nur da und dachte das ist Dein Kind, oh mein Gott, ich muss aufpassen, dass ihr nichts passiert. Oh mein Gott, das ist mein Kind, was muss ich denn alles tun und mache ich das dann auch richtig? Die Liebe wuchs aber mit jedem Tag und wurde endlos mit dem ersten Lächeln, mit den ersten wirklichen Reaktionen auf mich und all diesen wunderschönen Momenten. Und ich glaube, die Liebe wächst noch immer.

      Liebe Grüße, Sindy

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    2. Es war eine Riesenumstellung für mich, ich hatte ein Karrierejob, heute New York, morgen Tokyo, ich habe das geliebt. In diesen Kategorien – meins, deins, konnte ich damals gar nicht denken. Ich war einfach überwältigt von dem Gefühl, dass mir dieser kleine Mensch ÜBERLASSEN wurde, dass er so viel mitbringt, worauf ich keinen Einfluss habe, dass ich ihn unterstützen möchte, so gut ich es kann, dass ich irgendwann aber loslassen muss. Ich wusste, dass ich eine gute Mutter bin, ich wusste, was zu tun ist (es gibt da ja gottseidank nicht so viel Auswahl, das hätte mir ja noch gefehlt ;o) Die Liebe kam mit voller Wucht, genauso, wie Du das beschreibst.

      Liebe Grüße zurück!
      Mailis

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    3. Liebe Sindy, liebe Mailis, guten Morgen aus Paris! Wollte euch beiden kurz danke sagen. Danke, dass ihr hier so ehrlich aufschreibt, wie es euch ging. Wirklich ging. Danke für eure Ehrlichkeit und für eure Offenheit. Ich bin sehr beeindruckt davon. Würde das jetzt gerne noch viel subtiler ausdrücken, bin aber gerade so völlig umgeworfen davon, das alles hier zu lesen. Also danke. Von Herzen. Und liebe Grüße!

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  2. Liebe Okka, hab vielen Dank für all Deine intimen Antworten. Ich finde das sehr mutig! Sollte eine Freundin darüber nachdenken, ein Kind zu bekommen, werde ich ihr diesen Eintrag weiterleiten :)

    Ich kann all Deine Antworten so unterschreiben. Nur zur Geburt möchte ich noch sagen, dass man sich am Ende der Schwangerschaft nichts sehnlicher wünscht, als dass das Baby endlich zur Welt kommt. Man fühlt sich nicht mehr wohl. Man merkt, dass das Kind keinen Platz mehr hat. Man hat sich jetzt 9 Monate darauf gefreut, Ultraschallbilder gesehen, Bewegungen gespürt, jetzt will man sein Kind auch endlich mal kennenlernen! Egal, wie weh es tun wird, die Wehen sollen bitte schnell losgehen .. Und ja, man denkt während der Geburt sehr sehr oft, dass man das nicht schafft. Aber es geht dann doch irgendwie und man ist so fürchterlich stolz, dass man doch die Kraft hatte. UND: man vergisst die Schmerzen wirklich! Es dauert ein bisschen und man wird immer wissen, dass es fürchterlich weh tat, aber die Details verblassen.

    Liebste Grüße und eine schöne Zeit in Paris!

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    1. Liebe Sindy, da hast du absolut recht. Man wünscht sich am Ende wirklich nur noch, dass es endlich losgeht. Allerliebste Grüße aus Paris, ich geh jetzt mal bummeln!

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  3. Danke für diese genialen Fragen und die super schönen Antworten!
    LG Juliane

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  4. Du bist toll, ich liebe deinen Blog.
    So authentisch und ehrlich. Mit Zweifeln, mit Schwächen, mit Mut und Stärke. Ach, ich kann's gar nicht formulieren.
    Anke

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    1. Dankedankedanke. Du machst mich ganz sprachlos.

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  5. Liebe Okka,

    ich bin ganz neu bei Dir und könnte stundenlang in deinen Texten lesen, Du schreibst ganz wundervoll!
    Jetzt ist es mir ein Anliegen, hier kurz was zum Thema Geburt zu sagen. Es ist wunderbar, dass Du gleich in der ersten Sekunde eine so tiefe Liebe für Dein Kind gespürt hast. Mir ging es ganz anders, ganz ähnlich wie es die ersten beiden Kommentare beschreiben. Ich lag da mit meinem frisch geborenen Baby auf dem Bauch und hatte erwartet, dass alle Schmerzen vergessen sind und ich vor Liebe übergehe. Das war gar nicht der Fall. Ich wusste auch zwei Minuten nach der Geburt noch, wie unendlich schmerzhaft sie war. Und ich fühlte mich eher überwältigt von dem Gefühl, dass ich verantwortlich bin für dieses kleine Wesen. Als tiefe Liebe würde ich das nicht beschreiben. Die ersten Nächte lag ich im Krankenhaus und dachte: "ich möchte nachhause und fernsehen! Das Baby soll doch wieder in meinen Bauch." Warum, weiß ich nicht. Ich bin kein Fernsehjunkie. Ich glaube, es war irgendwie alles zu viel. Die wahnsinnig anstrengende Geburt und die fehlenden Gefühle, von denen mir alle gesagt hatte, dass ich sie augenblicklich haben würde. Die Liebe ist gewachsen. Bald darauf schon. Und sie wächst immer weiter, auch nach fünf Jahren noch. Aber anfangs war ich verwirrt. Und ich möchte es hier sagen, damit andere frischgebackenen Mamas wissen, dass einen die unglaubliche Liebe für das Kind nicht in der ersten Sekunde nach der Geburt überkommen muss.
    Herzliche Grüße,
    Melanie

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    1. Liebe Melanie,
      ich bin dir so unglaublich dankbar, dass du das hier so ehrlich aufschreibst. Man kennt ja immer nur seine eigene Geschichte, seine eigenen Glücksgefühle und Ängste. Und ich bin irre beeindruckt davon, wie ehrlich du deine Gefühle nach der Geburt beschreibst. Vielen, vielen Dank fürs Teilen. Und ganz herzliche Grüße (vielleicht heute spät noch ein bisschen mehr, das ist nämlich wichtig, was du und Mailis und Sindy hier schreiben, aber jetzt erstmal... Paris!).

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  6. Ach Okka, du sitzt jetzt hoffentlich in einem wunderbaren kleinen Café in Paris mit Milchkaffee und Croissants...hast schon die Liste deiner Lieblingsshops im Kopf und Paris hat dich umarmt...;)...deine Antworten sprechen mir so von der Seele...das erste Jahr ist so besonders und lässt einen wachsen...und auch später gibt es immer wieder Momente, in denen man zweifelt und manchmal auch nur jammern möchte...aber dann sieht man in ihre Augen und weiss, das es sich so lohnt...so verdammt lohnt...mitten in der Nacht geweckt zu werden und vor Müdigkeit im Stehen einzuschlafen, weil da diese wunderbare Liebe ist...diese unsichtbare Nabelschnur, die uns mit ihnen verbindet und uns nie ganz loslassen wird...ein ganz kostbares Gefühl...unbezahlbar...du Liebe, ich danke dir für das unbeschreibliche Authentische...für Dich und deine Gedanken...immer so wunderbar beschrieben...es ist einfach so schön mit dir...drück dich und habe ganz viel Spaß in der Stadt der Liebe...bis bald...

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    1. Ach Frau Heuberg, mein Herz macht immer einen kleinen Hüpfer, wenn ich deine Kommentare lese. ♥♥♥. Ganz liebe Grüße zurück!

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  7. Als Papa von 2 Töchtern möchte ich noch ergänzen, wie wichtig uns (und vor allem meiner Frau) die Betreuung "unserer" Hebamme war.

    Deshalb der Tipp an alle werdenden Mütter: Sucht Euch frühzeitig eine Hebamme, die Euch vor, während und nach der Geburt begleiten kann. Das nimmt eine Menge Angst und Streß.

    Wir waren übrigens hier: http://www.geburtshaus-am-treptowerpark.de/

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    1. Lieber Robert, da sagst du etwas. Ein ganz wichtiger Tipp. Kann nur ein großes Ausrufezeichen dahinter setzen.

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  8. Liebe Okka,
    mensch, da sitz´ich da und heule in meinen Obstsalat, weil all die schönen, wunderbaren und wahren Worte mich zu Tränen rühren.
    Genau so ist es !!
    Es ist scheiß-schmerzhaft, man macht sich sooo verrückt, grübelt, zweifelt, hofft, will zurück, sich umentscheiden, wieder ohne-Bauch und lieber in Highheels auf der Tanzfläche sein...und dann ist es da, dieses kleine verschmierte Menschlein, unglaublich faltig,schmierig und soooo klein und man ist verstört, weil man sich irgendwie gar nicht anders fühlt und doch die eigene Welt Kopf steht..diese Liebe, dieses Gefühl, sein eigenes Leben zu opfern, wenn man müsste, dieses Glück, welches Dich überrollt, dieser Stolz, wenn Du merkst, dass Du das richtig machst und Deine ratgeber-freie Erziehung einen ziemlich coolen, selbstbewussten, liebevollen und verrückten kleinen Menschen hervorgebracht hat, dann steht man da nach Jahren ( und auch wenn es gerade erst 7 sind) und fragt sich allen Ernstes, warum man sich anstatt 10000 Gedanken zu machen, nicht die Kleider vom Leib gerissen hat und schon viiiiel früher angefangen hat, Kinder in die Welt zu setzen.
    ...so einfach ist es mit diesem Kinder-Kriegen-Ding :-)
    ganz wunderbarer Blog..!!
    liebe Grüße
    Olga

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  9. liebe okka,
    bin immer wieder erstaunt über deine offenheit und gleichzeitig dankbar. mir ging und geht es auch so mit dem mutterwerden und -sein. bin ganz gerührt beim lesen, weil mir alles wieder einfällt, was in den letzten 20 monaten mein leben mit kind verändert hat und freue mich immer wieder, mit diesen unterschiedlichen gefühlen nicht allein zu sein.
    vielen dank + schöne grüße, wiebke

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  10. liebe okka, ich habe ein echtes problem mit dir.
    du schreibst einfach ZU großartig. gestern wollte ich sofort allein nach paris aufbrechen und heute will ich ein baby haben.
    wann schreibst du eigentlich dein erstes buch?
    egal, worum es geht, ich würde es lesen. und lieben.
    viele grüße, frau nord

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    1. Oh. Ohhh. Feuchte Augen schon vor dem ersten Kaffee, Frau Nord. Dankesehr.

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  11. Ohhh, liebe Okka, ich hab`s jetzt 2x gelesen... Danke für diese persönlichen Einblicke und Antworten... Als "noch-nicht-Mami" hat es so viel Spaß gemacht alles durchzulesen... Noch letzte Woche war ich im Kreißsaal, um meinem Neffen beim Start ins Leben zu begrüßen... Wirklich ein Wunder!

    Und: Hey, sogar Papis haben das Bedürfnis, dir hier einen Kommentar zu hinterlassen! Nicht selbstverständlich und daher soooo großartig!!!

    Auf mit voller Power und Liebe in die Stadt der Liebe!

    Wünsche Dir eine Okka`sche-Boomchakalaka-Zeit in Paris!!!

    Allerbeste Grüße und ein Knaller-Wochenende
    Jules

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  12. Schööön geschrieben! Nur die letzte Frage ärgert mich. Die soll cool und witzig klingen, aber sie macht die Fragerin total unsympathisch. Jede Mutter hebt mal hoch und riecht an der Windel, das passiert auch im Café. Wer das ekelig findet, ist geistig noch Teenager oder sehr oberflächlich!

    Die sonst stille Leserin: Sabine

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    1. Liebe Sabina, aaaach, nicht so streng sein. Ich finde die Frage sehr lustig. Und ich kann ehrlich auch verstehen, dass man solche Szenen lustig findet. Als Nicht-Mama, aber auch als Mama. Ich erwisch mich selbst manchmal bei Sätzen, die würdest du nicht GLAUBEN. Und ekelig findet Steffi das nun ganz sicher nicht (und oberflächlich ist sie schon gar nicht). Allerliebste Grüße, hab ein schönes Wochenende!

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  13. Okka, my love, vielen Dank für die tollen Antworten! Ich bin sehr froh, dass ich gerade im Büro sitze und nicht allein Zuhaus mit meinem Gatten... Ein bisschen muss es ja leider doch noch warten, bis das andere "Baby" geboren ist. Rock Paris!! Dicken Drücker, Steffi

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  14. Jetzt hab ich eben diesen Post gelesen und dann noch Fanny's Geburtsbericht und BOAH ich hab echt Gänsehaut. Trotz sovieler (na gut "nur" vier) eigener Geburten ist das so unglaublich bewegend zu lesen. Wahnsinn.

    Hab ein traumhaft schönes Wochenende und eine geniale Woche in der Stadt der Liebe und sei liebst gegrüsst von
    Frau Süd

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    1. Die allerliebsten Grüße zurück, Frau Süd!

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  15. Oh WIE WAHR IST DAS ALLES:
    ich habe damals gedacht, ach wir probieren das jetzt, das wird eh ewig dauern, hört man ja überall!
    PUSTEKUCHEN, nach einem Monat war ich schwanger! Mein erster Gedanke: jetzt gibt es KEIN Zurück mehr!
    ich hab Ewig gebraucht um Muttergefühle zu entwickeln. Als das Baby dann endlich da war, war da immer noch nicht so wirklich was! UND DANN??? dann wollte ich ihn nicht mehr hergeben, all meine Jobpläne, Tagesmutter etc. wurden über den Haufen geworfen und ich habe alles mir neu überlegt. Bin mittlerweile glücklichste Mama von 2 Kids, arbeite langsam wieder immer mehr und such mir ständig ein "neues" Leben aus, es ist herrlich!
    Muttersein ist das schönste, was es gibt und wer es nicht ist, verpasst etwas! Und das sage ich, die nie so ganz wirklich ernsthaft Mutter werden wollte ;-)
    Also los geht´s! ;-)

    Liebe Grüße Martina.

    PS: wobei ich ganz ehrlich auch sage: wer sich definitiv gegen Kinder entscheidet hat auch eine Daseinsberechtigung! Das ist viel ehrlicher, als die Eltern mit Kids, die ihre Kids nur haben, und wie ein Auto rumzeigen... :-(

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  16. Wunderschöne Gedanken zum Kinderkriegen, die ich alle unterschreiben kann! Genau und macht euch nicht zu viele Gedanken. Wenn es sein soll, dann wird es gut!

    Liebe Grüße
    Ursl

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  17. Liebe Okka!
    Auch ich bin sonst stille Leserin (seit ich dich in der Nido entdeckte übrigens!), aber jetzt bin ich so drin im Thema, dass ich auch mal was sagen will! Ich bin grad im 8ten Monat mit dem 2ten Baby und muss sagen, ich habe keine Angst vor der Geburt! Schon beim Großen habe ich mich sehr drauf gefreut und auf meine "Mutterkräfte" vertraut! Klar tut es weh, aber es hat halt ein Ziel- das hat man bei Schmerzen ja sonst nicht, da nerven die halt nur, aber wenn man ein Baby dafür bekommt...! Und dann sind da ja noch die ganzen Hormone! Ich fand meine erste Geburt wunderschön und wollte sofort nochmal! Jetzt wird es- wennn alles klappt- eine Hausgeburt werden! Ich freu mich wirklich! Tip: Bei Horrorgeschichten unbedingt weghören- es gibt auch ganz viele wunderschöne Geburtsgeschichten!!! (Kann das Buch "Luxus Privatgeburt" nur empfehlen, da will man sofort tausend Kinder bekommen!)
    Kinder-haben ist einfach wunderschön und ich kann auch nur alles bestätigen, was du schreibst! Jede schlaflose Nacht wird belohnt mit Kinderlachen, Sabberküssen, Laufversuchen...Manchmal frag ich mich, wie ich so viel Glück aushalten kann!
    Zum Thema, wie sich das Leben ändert:
    Mein Sohn, der fast drei ist, fragte neulich im Schwimmbad, was eine Frau ist. Ich hab gesagt, dass ich zum Beispiel eine Frau bin.Darauf war er entrüstet und sagte: " Nein, du bist eine Mama!"
    Tja, ich glaub das triffts manchmal ganz gut! Manchmal ist man eben "nur" eine Mama. Aber man will und muss darauf achten, dass man auch weiterhin Frau ist! Nur dann kann man auch eine gute Mutter sein!
    Den Papa-Tip mit der Hebamme find ich auch ganz wichtig! Und: hört auf euer Bauchgefühl!!! In der Schwangerschft, Geburt und danach- ihr wisst am besten, was gut für euch ist!
    So, genug! Jetzt les ich still weiter und freu mich auf Paris- Berichte!
    Viel Spaß dir und genieß die "Frau"-Zeit! :-)
    Liebste Grüße von Mareike

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    1. Liebe Mareike, nein, bitte nicht still weiterlesen, du schreibst so schön! "Nein, du bist eine Mama!". Ist das süß. (Und wahr, was du dazu schreibst...). Ich wünsch dir alles, alles Gute für die Geburt und die letzten Tage und Wochen!

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  18. Liebe Okka -

    vielen Dank für diesen sehr persönlichen und sehr bewegenden Beitrag. Beim Lesen kamen mir die Tränen, sowohl weil Du so schön geschrieben hast, aber auch weil es mich an mein eigenes Kinderkriegen erinnert hat. Lange habe ich überlegt ob ich dazu was schreiben will, aber dann habe ich mir gedacht wenn andere so mutig sein können, und es anderen hilft, dann kann ich das auch.

    Mir ging es nämlich ähnlich wie einigen der Antworten weiter oben, bei mir setzte die Liebe auch nicht sofort ein. Meinem Mann floss das Herz fast über, ich dagegen stand diesem neuen Wesen etwas apathisch gegenüber. Und war enttäuscht, hatte ich mich doch so auf diesem Moment gefreut. Hiess das ich war eine schlechte Mutter? Ich wollte zwar nicht nach Hause und Fernsehen, aber mir war es ganz recht wenn jemand anders den Kleinen halten wollte. Und es hat lange gedauert. Etwa 6-8 Wochen habe ich mich in den Schlaf geheult, weil die Gefühle, die ich dachte die ich haben müsste, einfach nicht einsetzen wollten. An manchen Tagen wusste ich noch nicht einmal ob ich unseren Sohn überhaupt mochte, der mir den Schlaf raubte, selber nie schlafen wollte, das Stillen nicht so richtig kapierte. Ich fühlte mich wie die größte Rabenmutter, dass ich solche Gedanken hatte.

    Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal als ich ihn alleine lies mit seinem Vater. Es war nur für eine Stunde. Mein Mann sagte "geh, nimm dir eine Stunde, geh spazieren, trink einen Kaffee bei Starbucks, lass dir von der frischen Luft den Kopf frei pusten, aber geh einfach". Und ich ging in den Park, und heulte. Nicht, weil ich meinen Sohn vermisste, sondern weil ich nicht wieder zurück wollte, mir wünschte, das die Stunde ewig dauern würde. Und wenn man dann gefragt wurde "so, are you enjoying being a mother?" war es absolut tabu was zum Gegenteil zu sagen. Da hiess es dann nur tapfer mit dem Kopf nicken.

    Heute kann ich mir ein Leben ohne Oskar gar nicht mehr vorstellen. Und heute geht mir das Herz genauso über. Zum Beispiel wenn er mir in die Arme läuft wenn ich ihn von der KITA abholt, oder mir ein Gute Nacht Küsschen gibt wenn sein Papa ihn ins Bett bringt, oder selbst ganz stolz in die Hände klatscht wenn er was neues gelernt hat, oder sich versucht die Schuhe anzuziehen damit er seinem Papa zur Arbeit hinterherlaufen kann, oder beim Baden das ganze Badezimmer unter Wasser setzt und dabei vor Freude quietscht, oder, oder, oder...

    Aber vergessen habe ich die ersten Wochen nicht, und ich würde jeder neuen Mutter sagen, mach Dir keine Vorwürfe wenn Du Dich so fühlst, es wird schon irgendwann kommen. Lass es Zeit, zwinge es nicht. Und vor allem, schäme Dich nicht dafür. Du bist keine schlechte Mutter, Du bist einfach nur Mensch.

    Liebe Grüsse,
    Jenni

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    1. Danke, Jenny! Ich habe auch solche "schwarzen" Erinnerungen. Und manchmal tun sie weh. Immer noch. Danke, dass du das so ehrlich aufgeschrieben hast. Mö

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    2. Liebe Jenni,
      weißt du, wie oft ich mich beim Bloggen frage, ob ich das wirklich schreiben kann? Ob ich wirklich schreiben kann, wie fertig ich manchmal bin, wie müde oder was für eine Angst ich hatte? Und dann lese ich, was du schreibst und heule auf der Stelle los. Und weiß die Antwort. Den Satz "Du bist keine schlechte Mutter, du bist einfach nur ein Mensch" werde ich mir für die Zukunft aufheben und rausholen, wenn alles mal wieder viel zu viel ist. Ich danke dir so sehr für diesen Kommentar, liebe Jenni. Danke.

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  19. toll...dein Beitrag! liebe Gruesse von einer Mama, die 2 Kids hat (2 und 4 J. alt :)

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  20. Liebe Okka, liebe Kommentatorinnen, ;-)

    schön mal wieder, wie hier verschiedene Erfahrungen nebeneinander stehen dürfen. Und ich finde es ganz mutig, dass ihr alle so offen schreibt. Auch von den sicher schwierigen Erfahrungen, wenn einen die ganz große Liebe zum Kind eben nicht in der Sekunde der Geburt ereilt.

    Ich mag hier einfach mal auch an diejenigen denken, bei denen es nicht so easy klappt mit dem Kinderkriegen.Es gibt eben verschiedene Lebensentwürfe: mit oder ohne Kinder, freiwillig oder weil es keine Möglichkeit gibt, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Und so oder so kann man sicher ein erfülltes und glückliches Leben führen.

    Sätze wie: "Muttersein ist das schönste, was es gibt und wer es nicht ist, verpasst etwas!" sind sehr subjektiv. Martina, ich bin sicher, so hast du es auch gemeint. Trotzdem kann das verdammt weh tun und ich fände es schön, wenn ihr versucht, auch das ein bisschen zu verstehen.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,

      ganz schön emotional hier heute, oder? Ich war auch sehr aufgewühlt beim Schreiben. So ein unendlich subjektives Thema, so viele Geschichten, aber auch Wunden. Ich kann total verstehen, dass du das schreibst. Und ich kann mir vorstellen, wie verdammt weh das tun muss. Wenn ich hier übers Muttersein schreibe, dann ist das immer nur meine Geschichte. Eine Variante von Leben. Du hast total recht, wenn du sagst: man kann mit und ohne Kind ein erfülltes und glückliches Leben führen. Das sollte hier nie in Frage gestellt werden. Und verletzten soll das schon überhaupt niemanden, ich hoffe, du weißt das.... Ganz liebe Grüße!

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    2. hallo meine liebe Kerstin,

      lese das gerade...und kann das gut verstehen...auch ein Leben ohne Kinder kann ein Wunderbares erfülltes sein. Für alle, die sich bewußst entschließen keine Kinder zu haben, ein Leichtes. Für alle anderen, die denn Wunsch haben und bei denen es nicht klappt oder etwas den Wunsch zerbricht, bestimmt nicht leicht. Wir haben auch länger auf unser kleines Wunder gewartet und oftmals schon die Hoffnung aufgegeben...immer in dem Glauben das nur das die Erfüllung bringt.In dieser Zeit durfte ich dann lernen, dass es da noch soviel anderes gibt...vorallem die Menschen um dich herum...mit ihnen steht und fällt dein Leben...sie sind das, was dich ausmacht...und das kann soviel sein...Als Mutter hat man wirklich nicht die Weisheit mit dem Löffel gefressen, ich begegne da jeden Tag Menschen,die das nicht merken, die so mit all diesen mütterlichen Gefühlen beschäftigt sind und glauben der Nabel der Welt dreht sich nur um sie...vollkommener Quatsch...verpassen ja oder nein...manchmal zwingt ein das Leben Dinge anzunehmen, ob man will oder nicht und daraus das Schönste für sich zu machen...wir alle...Mütter oder nicht...wollte das nur gesagt haben und schicke dir ganz liebe Grüsse...alles Liebe...cheers and hugs...i...

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    3. Liebe Okka,

      lass dich mal umarmen. Das weiß ich doch und ich hoffe, du weißt, wie gern ich von dir und Fanny lese. Das ist herzerwärmend, ganz egal, ob man selbst Mama ist oder nicht.

      Es ging mir nur darum, auch die andere Seite der Kinderlosigkeit nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Und dabei habe ich nicht nur an mich gedacht, sondern an die vielen Frauen, die schon so viel mehr als ich mitgemacht haben wegen ihres Kinderwunsches.

      Ganz liebe Grüße nach Paris
      Kerstin

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    4. Liebe Kerstin.

      ich hätte den Satz doch nochmals umformulieren sollen. Tut mir leid, ich wollte damit auch niemandem weh tun. Wie gesagt, alle Lebenskonzepte sind vollkommen akzeptiert! Ich habe viele Freundinnen, die hart für ihr Mutter-dasein gekämpft haben und die ich total dafür bewundere, ich weiß nicht, ob ich das so geschafft hätte.
      Also wie gesagt, ich möchte niemanden verletzten, wenn dies der Fall war, dann tut es mir leid!

      Liebe Grüße Martina.

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  21. Musste bei Deinem Artikel schmunzeln und grinsen, du schreibst so schön aus dem Leben und es macht Spass, Dein Mutterglück über Deinen Blog teilen zu dürfen. Bin ein grosser Fan!!!!!
    Schönes Wochenende
    limone

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  22. Och...wie schön, traurig, grandios und spannend hier alles zu lesen. Ich könnte hier auch von drei super unterschiedlichen Geburten berichten, aber das würde zu lange dauern...hihi. Eine Geburt ist etwas ganz Besonderes und jeder erlebt es anders, weil wir doch eben Individuen sind und deshalb würde ich einer schwangeren Frau niemals von meinen Geburten erzählen, sondern sagen:"Sei gespannt und erlebe es selbst!" Und das es schmerzhaft ist, dass ist kein Geheimnis oder? Das brauch man ja nicht extra erwähnen. Da fand ich den Satz von Mareike passend, dass man aber wenigstens ein Geschenk dafür bekommt...hihi.
    Salut Okka, vielen Dank für deinen so tiefen Einblick. Ich war mal wieder sehr stark gerührt! Wobei ich sehr froh bin, dass dieses erste Jahr jetzt endlich rum ist. Denn ich fühle mich im ersten Jahr immer eher wie ein Zombie in der Hauptsaison...höhö.

    Liebste Grüße von Jenny, die sich so freut, dass du da in Paris sitzt und trotzdem hier schreibst! Wie toll ist das denn? Viel Spaß wünsche ich dir noch!:o)

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  23. Noch viel mehr als sonst kann ich es in diesem Moment, in dieser Sekunde, kaum abwarten, bis sich der Herzenswunsch endlich erfüllt.

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  24. Hallo Okka,
    wie nett, dass du auf meinen " strengen" Komnentar eingehst. Ich habe leider schon oft mals die Erfahrung gemacht, dass andere Frauen Dinge eklig finden, die mit Kindern zu tun haben. Volle Windeln im Restaurant, rotzige Tempos in der Tasche und stillende Mütter in einer Ecke der Bücherhalle. Erst vorgestern wurde ich angefeindet, weil unser Däumling sich im Bus übergeben hat. Es sei eine Frechheit, der Umwelt ein magenkrankes Kind zuzumuten. Auf die Idee, dass ich selbst keine Freude dabei habe, hektisch den Boden zu wischen, während das Kind weint; darauf ist die Frau nicht gekommen. So was hab ich schon oft erlebt! Darum reagiere ich allergisch auf Frauen, die mit der Realität des Lebens abwertend umgehen. Hat vielleicht auch mit meinem Job zu tun, ich arbeite in einem Pflegeberuf und weiss, dass Anfang und Ende des Lebens oft mit stinkenden Windeln einher gehen.
    Gruss aus der Nacht:Sabine

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    1. Unfassbar. Eine Frechheit, der Umwelt ein magenkrankes Kind zuzumuten? Oh, vielen Dank auch. Und schön, dass sie auch sofort versucht hat, dir zu helfen. Was geht in solchen Köpfen vor? Ach, Sabine, das tut mir leid. Hoffe, dem Däumling gehts wieder besser! Ein schönes Wochenende und liebe Grüße!

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  25. uiuiui, da wollte ich auch mal kurz ein kommentar hinterlassen, und verliere mich gerade in diesem emotionalen thema. eigentlich wäre mein ratschlag oder meine empfehlung für eine schwangere: go with the flow. klingt jetzt n büschen obercool, aber ich finde, das muss man irgendwie werden mit kind. jedes kind ist anders, jede mutter ist anders. wenn man auf seine intuition vertraut, macht man schon das meiste (oder alles) richtig. meine geburt war relativ harmlos, die nächte sind meistens ruhig (nur früh wach wird er) und ich habe keine einzige arschlochmutter kennengelernt. und ob ein kind eine /oder gar die erfüllung ist? dass zu behaupten, soweit möchte ich gar nicht gehen. denn irgendwie hiesse das ja, dass ich vorher unglücklich war oder das was gefehlt hat. und das war sicher nicht so. auch ich war übrigens nicht sofort überwältigt vor liebe nach der geburt. zwar wollte ich nicht weg, oder habe mich überfordert gefühlt - es war eher so nach dem motto: aha, okay. mal sehen wie das wird mit uns. jemand fragte mich auch am nächsten tag: und - ein wahnsinnsgefühl, oder? und ich habe etwas ausweichend geantwortet: im moment bin ich eigentlich nur von der müdigkeit überwältigt...
    wie eine schlechte mutter fühle ich mich allerdings nie. allerdings auch nicht wie eine besonders gute ;-)

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  26. auch ich musste mehrmals schlucken, vor freude an worten, an eigenen erinnerungen, vor mitgefühl und weil unser 5monatiger till so fidel im hintergrund jauchzt.
    wo wir jetzt schon so fleissig freud und leid des mutterseins, nichtmutterseins und des nicht mutterwerdenkönnens beleuchten, bringe ich noch eine weitere facette ans licht:
    wir haben eine "problemschwangerschaft" hinter uns, d.h. ich musste (einen tag vor unserer hochzeit...) in der woche 27. (für nichtmütter 6.monat) wegen einer leichten blutung ins krankenhaus zur abklärung.
    diagnose: willkommen im krankenhaus, sie bleiben bis zur geburt, bestellen sie ihren koffer, gleich kommt noch ein arzt um über notkaiserschnitt aufzuklären...
    da kommt man dann schlagartig auf andere gedanken: nix mit geburtsvorbereitung, kaufe ich rosa, blau oder sonst eine farbe, nichts mit "ach ist treppenlaufen anstrengend", ich passe nicht mehr in meine kleider, ich hab zuviel oder zuwenig appetit - auf einmal fragt man sich, was wenn wirs nicht schaffen? wenn der/die/das kleine jetzt auf die welt kommt? ist es lebensfähig? gibt es einschränkungen? 1000g??? wollten wir heiraten? - völlig schnuppe!
    plötzlich liegt man mit lauter "liegendschwangerschaften" in einem zimmer, hört geschichten, von denen man immer dachte, das gibts nur ganz selten, sicher nicht bei mir... es gibt zimmer mit schwangerschaften ab woche 27., diese babys werden als lebensfähig eingestuft und es wird ihnen geholfen, es gibt aber auch frauen in anderen zimmern, die sind noch nicht soweit, die werden je nachdem auch wieder nachhause geschickt, weil eh nichts zu machen ist, wenns losgeht. auf einmal geht es nicht mehr nur ums neue leben, sondern auch um tod. schluck.
    jetzt im nachhinein fühlt/liest sich das fast noch schlimmer, als es sich in dem moment angefühlt hat, klar war da eine unendliche angst um das kleine wesen -und dass auch eine gewisse gefahr für die mutter bestände, eh nicht vorstellbar. aber irgendwie hab ich einen pakt geschlossen mit meinem kleinen engel: wir warten bis es soweit ist. und merkwürdigerweise, gab mir das sicherheit, ich hab ihn gespürt und gewusst, wir bleiben zusammen, solang wie möglich.
    aufklärung der kinderärzte: was bedeutet es, wenn das kind jetzt geholt werden müsste - risiken, nebenwirkungen, blider von frühchen, inkubatoren, schläuchen, monitoren, sensoren. es ist nämlich der absolute wahnsinn was unsere körper da "einfach so" leisten und was es braucht, wenn das nicht funktioniert. und das etwas nicht funktioniert kommt dann doch öfter vor, als man das so mitbekommt. es kamen zusprüche von überall "der und der war auch zu früh", "die und die mussten auch liegen", ist einem natürlich wurscht, aber lieb gemeint. nach 5 wochen im krankenhaus, durfte ich doch nochmal 4 wochen nachhause, da keine blutung mehr auftrat - absolute bettruhe selbstverständlich. trotzdem noch eine kleine hochzeit.
    wir haben durchgehalten, in der woche 36. wurde till per geplantem kaiserschnitt auf die welt geholt, jede wehe wäre für ihn lebensgefährlich gewesen, deshalb so früh. ich hab auf dem OP tisch gelegen und meinen mann angestrahlt, wie honigkuchen, angst? null! 4 min - ein kleiner schrei - mein engel! auf den ersten blick alles in ordnung, papa darf mit zum untersuch und kommt mit meinem fröschlein stolz wieder zu mir, legt es mir an die schulter - wahnsinn! nach der ganzen näherei erwarten mich vater und sohn in einem normalen gebärsaal - himmel und geigen! erster trinkversuch, till zeigt noch kein wirkliches interesse. fühlt sich warm und gut an... endlich ist er da!

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  27. doch dann macht die hebamme uns vorsichtig darauf aufmerksam, dass er sich sehr stark anstrengt beim atmen, dass seine fingerchen blau werden. schluck. sie bläst im sauerstoff ins gesicht, klebt einen sensor auf. immer wenn sie aufhört, fängt er wieder an zu fiepen. sie erklärt uns, dass das nicht dramatisch ist, sie wird die kinderärzte rufen, vielleicht muss er doch zur überwachung. ich nehm das im ersten moment ganz tapfer auf, klar er ist noch klein 2480g und 4 wochen zu früh, ich wusste, dass es sein kann, dass er noch unterstützung braucht. aber als die ärzte mit dem transportinkubator kommen (die kinderintensiv ist ist in einem anderen gebäude - 5min autofahrt) und mir das warme bündel vom nackten oberkörper nehmen, fühlt sich das an als würden sie uns zerreissen.
    diesen und die nächsten beiden tage haben sie mich auf der bahre mit krankenwagen zu till gebracht, dann konnte ich langsam wieder aufstehen, von liegendschwangerschaft und kaiserschnitt ziemlich hinüber.ich wollte nachhause, oder eigentlich nur auf die kinderintensiv - meine mutter kam um mich daheim zu unterstützen mich ins krankenhaus zu meinem engel zu bringen, tag für tag an seinem bett. stillversuche. känguruhen. pflegen helfen. man gewöhnt sich schnell an die schläuche, monitore, videoüberwachung, hört das piepsen nicht mehr, weiss welche signale was bedeuten - auch an all den anderen betten, denn auch hier gibt es vielmehr winzige kinderlein, als man sich das so vorstellt. ist unglaublich müde und dann doch wieder voller kraft. muss sich ständig verabschieden.
    nach zwei wochen hiess es dann doch etwas überraschend, "sie können ihn morgen mit heimnehmen"!?!
    und dann fängt das neue leben an, wahnsinnig viel verantwortung, erst recht wenn vorher maschinen und ein mehrköpfiges ärzte- und pflegeteam verantwortlich war - übrigens wahnsinnig kompetent und liebevoll! aber man lernt sich auf sein gefühl zu verlassen, immer mehr.
    ich könnte noch seiten füllen, tus aber erst mal nicht, weil mein engel gerade wieder wach wird.
    nur soviel: trotz alldem gibt es nachts verpennte verzweifelung, wenn er zum dritten und vierten mal trinken will, es aber vor müdigkeit oder hektik nicht gescheit herbekommt und man sich dann am nächsten morgen schämt und denkt, man war wahrscheinlich selber zu wenig liebevoll, müde und hektisch, er kann ja nichts dafür, nichts falsch machen... schon sich das einzugestehen ist schwer, deshalb hut ab auch vor euch da oben in den kommentaren die ihr euch die auch die unperfektheiten des mutterdaseins zugesteht.
    und das dann auch noch: wir wollen ein zweites kind in 1-2 jahren, denn das strahlen und glucksen, das schmusen und spielen, die kleine hand auf der brust beim trinken und der bedingungslos vertrauensvolle blick wiegt die sorgen und ängste, die müdigkeit und einschränkungen mit leichtigkeit wieder auf!

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    1. Liebe Hanna, ich bin tief beeindruckt und wünsche euch allen ganz viel Glück - Till, dir und deinem Mann ... und dann dem neuen Leben.

      Grüße! N.

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    2. Liebe Hanna, beim Lesen nur immer geschluckt und geschluckt und geschluckt. Ich bin so froh, dass es euch allen gut geht. Und ich bin gerade sehr umgeworfen von deiner Geschichte. Woher nimmst du nur all die Kraft? Ich wünsche euch alles nur erdenklich Gute! Die allerliebsten Grüße - natürlich auch an Till!

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    3. Danke euch! Diese Kraft würde jede Mutter für ihr Kind aufbringen, eine riesen Achterbahn...
      Aber unsere Geschichte ist noch verhältnismässig harmlos, da gibt es Frauen die liegen 5 Monate und werden täglich von ihren 2 jährigen Kindern besucht, müssen erklären warum Mami immer noch nicht mit nachhause kann, Frauen die mehrere Fehlgeburten hinter sich haben und damit das URvertrauen bereits verloren haben und dann Eltern von ungeborenen Leben, die einfach nicht mehr wachsen und man weiss nicht warum und schlussendlich die Eltern von geborenen Kindern, bei denen nicht alles so funktioniert wie es sollte, die schon in ihren ersten Lebenswochen wieder und wieder operiert werden müssen und nicht absehbar ist, wie alles weitergeht.
      Zum Glück sind das natürlich alles Ausnahmefälle, aber wenn man dort ist, ist es die Regel und Kinderkriegen kommt einem wie Roulette vor.
      Also küssen wir einmal mehr unsere geborenen und ungeborenen Kinder und denken uns: es ist doch nur ein Milchzähnchen, etwas Bauchweh und ganz viel Müdigkeit! Schön, dass man das Leben spürt!

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  28. Oh so viele schöne Kommentare auf deinen wunderbaren Beitrag ...
    Ich könnte schon wieder Seiten dazu schreiben.
    Ich für mich kann sagen, dass ich mir das Kind soooo sehr gewünscht habe, sofort. Ich hab überhaupt nicht weiter nachgedacht, alles war so richtig, ein Mann, eine Liebe, ein gemeinsamer Familienwunsch - alles andere findet sich. Und das tat es auch.
    Sehr bizarr beim Kind: Ich habe gerade meine Diplomarbeit geschrieben, in der Neonathologie, Thema "Beatmungsfrequenz von Mangel- und Frühgeborenen" - ein Drei-Jahres-Vergleich von Beatmungsmethoden und Überlebenschancen. Da spielten nicht nur das medizinisch Machbare eine Rolle sondern auch ethische und moralische Aspekte. Ich bin mit meinem dicken Bauch zwischen den "Brutkästen" rumgeturnt, wo Kinder drin lagen, so "alt" wie das Kind, aber eben schon geboren, mehr Schlauch als Kind. Ich hab das völlig getrennt. Das hatte nichts mit meinem Bauch und dem Kind darin zu tun. Die Präsentation der fertigen Arbeit mussten wir leider verschieben, weil das Kind drei Wochen früher fertig war im Bauch, als von uns ausgerechnet. Und von da an war mein Leben sowieso ganz anders.

    Einen ganz anderen Aspekt hab ich dann beim Sohn erlebt. Wenn du magst, kannst du das hier nachlesen.

    Grüße! N.

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  29. Liebe Okka,

    ich bin jetzt gerade in der 30. Schwangerschaftswoche (Ende April soll unsere Tochter auf die Welt kommen) und hab mich sehr gefreut diesen Eintrag zu lesen; seit ich weiß, dass ich Mama werde habe ich deinen Blog entdeckt und er gibt mir ein bißchen Hoffnung, dass mit dem Mama werden mein "normales" Ich nicht vollkommen verschwindet. Ich wollte eigentlich nicht immer ein Baby. Aber: ich wollte mit dem richtigen Mann ein Kind. Und den hab ich jetzt gefunden. Als ich dann letzten August auf den Teststreifen "gepinkelt" habe und er mir "positiv" angezeigt hat ... hab ich dann auf dieses grosse JUHU ... Mutterliebe!!! ... Gefühlsausbruch!!! gewartet. Nö. Kam irgendwie nicht. Mir war übel. Ich hatte das Gefühl mein Körper gehört nicht mehr mir. Ich war keine Sekunde mehr allein. Immer dieses Wesen zu dem ich noch überhaupt keine Beziehung hatte (habe) in mir. Ich freue mich auf die Kleine und werde sie bestimmt mit allem was ich habe lieben und auf sie aufpassen ... aber ich muss zugeben, dass ich noch kein einziges Mal - wie gesagt jetzt schon im achten Monat - ein überwältigendes Glücks- oder Liebesgefühl hatte. Ich freu mich, dass es ihr gut geht. Sie so gut in meinem Bauch wächst. Gleichzeitig nervt sie mich, weil sie die ganze Zeit auf meine Leber (und Nerven!!) drückt. Ich bin froh, wenn sie endlich auf die Welt kommt. Ich bin ehrlich gesagt auch froh, wenn sie ein bißchen grösser ist. Ich abgestillt habe und mir mein Körper zumindest wieder gehört. Ich hoffe, dass klingt nicht zu negativ. Ich freu mich. Und wenn ich die Photos deiner Kleinen sehen, dann noch mehr: sie im Arm zu halten. Sie kennenzulernen. Wie einen neuen Menschen, denn man zumindest sofort mal sympathisch findet. Eine kleine Familie zu sein. Viele werdende Mütter setzen sich so unter Druck: man hat immer das Gefühl, dass man irgendwas UNBEDINGT fühlen MUSS. Aber ich denke alle Gefühle sind hier zugelassen und niemand kann beurteilen was in deiner Freundin ... Nachbarin ... irgendeiner anderen Mutter vorgeht. Alles ist ok. Jetzt schau ich weiter zu wie mein Bauch wächst und das kleine Wesen dann auf die Welt kommt. Alles Liebe.

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    1. Zuallererst: alles, alles Gute für euch, für die Geburt und die Zeit danach! Ich denke da ganz ähnlich wie du: alle Gefühle sind zugelassen, sollten zugelassen sein, alles ist okay. Fühlen müssen, wie soll das gehen? Aber der Druck, und auch das schreibst du sehr richtig, ist natürlich da. Alles ist okay. Man kann sich das gar nicht oft genug sagen. Danke dafür. Und nochmal alles Liebe und Gute für euch.

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  30. Ich habe keine Kinder. Beim Lesen Deiner Zeilen habe ich so viele meiner Gedanken und Ängste wiedererkannt...und zu lesen wie sich all das bei Dir in pure Liebe aufgelöst hat, hat mich zu Tränen gerührt. Danke für diese ehrlichen, sehr nahem Zeilen. Dein Post hat mich weitaus mehr berührt, als ich es von einem Blogeintrag erwarten würde. Danke dafür!

    Und auch ein liebes Kompliment für Deinen Blog im Allgemeinen. Sowohl Dein Schreibstil als auch die Abwechslung, mit der Du Deine Posts gestaltest, haben es mir wirklich angetan.

    Beste Grüße ausm Ruhrpott!
    Juli

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  31. Liebe Juli, danke sehr. Wie mich das freut!

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  32. Drei Geburten, drei ganz unterschiedlich.
    Ich konnte es eigentlich immer erst fassen, dass da ein neuer kleiner Mensch auf die Welt kam, als er dann da war. Vorher, während der Schwangerschaft, da war ich halt schwanger. Aber ein Mensch? In mir? Und ich soll zu dem eine Beziehung aufbauen? Nee, ging irgendwie gar nicht.
    Bei der ersten Geburt kamen auch nicht diese großartigen Muttergefühle, sondern eigentlich wollt ich endlich schlafen, denn es war nachts um 4 Uhr und ich war unendlich müde. Aber alles war gut.
    Geburt Nr. 2 war schrecklich, aber weil ich schon fast damit rechnete, dass ich nicht gleich vor Mutterglück aufgehen würde, wenn der kleine Mann da sein würde, empfand ich es auch nicht schlimm, dass ich ihn nicht in die Arm schließen durfte. Er schrie auch nicht und atmete am Anfang nicht. Mein Mann war voller Sorge, doch ich war unendlich gelassen und wusste einfach, dass alles gut gehen würde. Und es ging gut. Gott sei Dank.
    Geburt Nummer drei wollte ich nicht. Nein, eigentlich nicht. Die Erinnerungen an die Geburt Nr. 2 war noch viel zu existent - auch nach 3 Jahren noch. Und doch ging es irgendwie, wenn auch nicht wirklich so schön entspannt wie bei der ersten. Auch hier waren die Muttergefühle gar nicht so ausgeprägt, und doch war auch dieses Mal alles anders. Ich genoss die Tage im Krankenhaus mit dem Würmchen und mir, so allein zu zweit ohne die beiden Großen.
    Und heute mit ner siebenjährigen, nem vierjährigen und ner 18monate alten Tochter - so gern möcht ich arbeiten gehen. Nicht mich stets um die Kinder und den Haushalt kümmern müssen. Mal etwas Zeit für mich allein haben. Bin ich eine Rabenmutter? Liebe ich meine Kinder nicht genug?
    Eigentlich kann das gar nicht sein. Ich liebe sie alle drei, auch wenn ich weiß, dass es kein weiteres Kind sein wird. Denn dieses werd ich nicht mehr aushalten. Diese anstrengende, wenn auch schöne, Zeit der ersten zwei Jahre. Nachts aufstehen, Kind füttern, es trösten, beim Zahnen helfen und vieles mehr. Nein, ich möchte es nicht mehr, auch wenn mich kaum jemand versteht. Ich bin gerne Mutter, aber ich bin auch ich -eine Frau mit eigenen Bedürfnissen. Bisher fehlte dafür leider die Zeit.

    Mutter sein ist etwas Großartiges, wenn man sich nicht selbst dabei vergisst. Vergisst das man eine Frau, ein Mensch ist.

    Und jetzt stöber ich noch etwas in deinem Blog.

    Grüße aus Sockenbergen,
    E.

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    1. Liebe E., erster Gedanke beim Lesen: du hast drei Kinder, kümmerst dich um alles und fragst dich, ob du eine Rabenmutter bist? Deine Kinder nicht genug liebst? Weil du dich nach ein bisschen Zeit für dich sehnst, für dich allein? Ich hab nur ein Kind und sehne mich andauernd nach Zeit für mich. Du hast drei Kinder, E., drei! Zweiter Gedanke: Noch während ich schreiben will: Sei doch nicht so streng mit dir, was ist falsch daran, Bedürfnisse zu haben, fällt mir ein, wie oft ich haargenau dasselbe mache, wie oft ich denke: kann ich doch nicht machen, kann ich mir doch jetzt nicht wünschen, das geht doch gar nicht, ich bin eine MUTTER. Und eine Rabenmutter, wenn ich dies denke, dies tue, einfach mal genervt bin oder auch mal keine Lust habe aufs Muttersein. Aber wie hat Jenni es hier so gut geschrieben: Du bist keine schlechte Mutter, du bist einfach nur Mensch. Recht hat sie, oder? Liebe Grüße!

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  33. Stimmt man ist auch ein Mensch, nur vergessen Mütter dies sehr häufig.
    Und gestern war ich dann einfach mal drei Stunden shoppen in der größeren Stadt und hab mir etwas gegönnt und doch den Kindern etwas mitgebracht *grins*.

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