ZEHN KINDERBÜCHER, DIE WIR GERADE MÖGEN –
FÜR KLEINERE UND GRÖSSERE

FÜR KLEINERE:

Als Baby liebt Hanna ihre weiche, rosa Kuscheldecke, die sie Dede nennt, weil sie Decke noch nicht sagen kann. Dann wird Hanna größer. Plötzlich kann sie auf den Schoß von Papa klettern. Und alleine in einem großen Bett schlafen. Und je größer Hanna wird, desto älter und kaputter wird die vielgeliebte Decke, bis sie so zerschlissen ist, dass von ihr nur noch ein kleiner rosa Lappen übrig bleibt. Hanna bekommt davon nicht viel mit, sie ist zu sehr damit beschäftigt, noch viel größer zu werden. Bis ihr eines Tages ihre alte Dede einfällt. Und sie Abschied nehmen muss. Ein ganz zartes und wunderbares Buch über das Großwerden und Abschiednehmen, über Geborgenheit und das Loslassenlernen mit wunderschönen Tusche-Zeichnungen. 
Von Arthur Miller, illustriert von Al Parker, Kleine Gestalten, 19,90 Euro, ab 4 Jahren.

Der gestreifte gelbe Tiger hat uns schon oft gerettet. Denn jedes Mal, wenn sich der Kopf des kleinen Fingerpuppenbuches bewegt, kann sich Hedi gar nicht mehr einkriegen vor Lachen. Der gestreifte gelbe Tiger ist der lustigste Tiger der Welt. Jedenfalls für Hedi. Irgendwann werden wir ihr auch mal die Geschichte zum Wackeltigerkopf vorlesen. Bis dahin lachen wir einfach weiter.
Von Coppenrath, 7,99 Euro, ab 24 Monaten.

Sobald man Kinder bekommt, landet man in Zeitschleifen: Plötzlich sind da wieder all die Dinge, die man noch aus der eigenen Kindheit kennt. Fleischverkäuferinnen, die ein Würstchen über die Theke reichen, Fadenspiele, Sammelbilder, Erdbeerlollis. Und natürlich Kinderlieder. All die Kinderlieder, die man eigentlich nicht mehr hören kann, weil man sie schon viel zu oft gehört hat und selbst singen musste. Aber dann kommt ein Buch namens „Schön ist die Welt!” daher, und man merkt, dass man selbst den müde gespieltesten Greatest Hits ein großartiges, neues Leben einhauchen kann. In diesem Buch finden sich 16 Lieder, die wirklich jeder kennt, die „Drei Chinesen mit dem Kontrabass”, „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt” oder eine Seefahrt, die lustig ist, nur dass sie alle Knaller sind. Was an den Stimmen, den irren Instrumentierungen (Tuba, Akkordeon, Ukulele, alles dabei) und daran liegt, dass diese Songs in eine superlustige, ziemlich anarchische Geschichte eingebaut sind. 
Von Franziska Biermann und Nils Kacirek, mit CD, Carlsen, 19,99 Euro, ab 3 Jahren.

Nee, Paule, der Pinguin, hat wirklich keine gute Laune. Es ist einfach viel zu früh am Morgen. Und ihm friert der Schnabel. Und das Meer riecht heute wieder viel zu salzig. Und fliegen kann er auch nicht. Und das Allerschlimmste von all dem Schlimmen: Keiner interessiert sich dafür. Einfach: niemand! Bis ihm ein Walross auf die Schulter klopft und ihm mal kurz seinen kleinen Pinguinkopf wäscht. Am Ende merkt Paule, dass es eigentlich gar keinen Grund für seine schlechte Laune gibt. Naja, fast jedenfalls. Gott, ist das niedlich. Und schlau. Und herzwärmend. 
Von Jory John und Lane Smith, Carlsen, 14,99 Euro, ab 4 Jahren.

Im Briefkasten liegt eine Einladung zur größten, schönsten, hutigsten Party aller Zeiten. Man darf so viele Freunde mitbringen, wie man will, einzige Bedingung: Man muss einen Hut tragen. Unbedingt. Aber was ist, wenn man doch keinen Hut hat? Man fragt einen Affen, der einen Hut trägt, ob er nicht Lust hätte, mitzukommen. Der aber nicht reinkommt, weil der Türsteher heute keine huttragenden Affen durchlässt, es sei denn, sie tragen ein Monokel. Zum Glück gibt es den Dachs mit einem Monokel, der dem Affen sein Monokel leiht, aber nur, wenn er auch mit darf. So geht das noch eine ganze Weile weiter und die Geschichte wird immer wilder und verrückter. Eines der wenigen Bücher, die ich wirklich gerne hundertmal vorlese, weil es Riesenspaß macht. Und man in den schönen, bunten Zeichnungen immer wieder ein neues, lustiges Detail entdeckt.
Von Simon Philip & Kate Hindley, Gerstenberg, 13,95 Euro, ab 3 Jahren.

FÜR GRÖSSERE:

Dunne kommt gerade in die Schule. Erst fühlt sie sich dort ein wenig alleine, aber dann lernt sie Ella Frida kennen und die beiden werden beste Freundinnen. Bis Ella Frida wegzieht. Und Dunne so richtig traurig ist. Von diesem Buch hat uns eine sehr nette Buchhändlerin vorgeschwärmt. Was für eine tolle Empfehlung. Fanny liebt die ganze Dunne-Reihe und liest sie immer und immer wieder (was halbwegs schnell geht, weil die Texte und Zeichnungen ziemlich groß sind). Mich beeindruckt an diesen Büchern nicht nur ihre große Wärme, sondern auch, dass darin Themen wie Abschiede oder Krankheiten behandelt werden. Wie sagte Wieland Freund das so schön in der Welt? „Eine ganz kleine Geschichte über ganz große Gefühle.”
Von Rose Lagercrantz und Eva Eriksson, Moritz Verlag, 11,95 Euro, ab 7 Jahren. 

Ida zieht um, neue Schule, keine Freunde, alles doof. Und dann ist da Benni – ein smarter Junge, ein wenig verträumt, keine Freunde, alles doof. Die beiden sitzen nebeneinander, beäugen sich, werden erst nicht warm miteinander. Dann kommt die neue Lehrerin, Miss Cornfield, sieht ein wenig seltsam aus und ist noch seltsamer: Sie vertraut Ida und Benni nämlich zwei magische Tiere an, den Fuchs Rabbat und die Schildkröte Henrietta. Die können reden. Und sind weise. Geben Trost, gute Ratschläge, Hilfe und eine Aufgabe. Ein schönes, wildes, schlaues Buch über Freundschaft und das Groß- und Selbstwerden.
Von Margit Auer, Carlsen Verlag, 9,99 Euro, ab 8 Jahren.

Optische Täuschungen, Bilder, die nicht sind, wofür man sie zunächst hält, Klappseiten, Drehscheiben. Stell dir vor, du stehst vor einer Tür ohne Zimmer, bist du dann drinnen oder draußen? Stell dir ein Land vor, in dem Riesen leben. Stell dir vor, deine Spielsachen würden sich ein kleines bisschen verändern. Was für ein fantastisches, verrücktes, fantasievolles Buch. Wir schauen es immer wieder an. Und immer wieder gerne. 
Von Norman Messenger, Gerstenberg, 19,95 Euro, ab 4 Jahren.

Als Kind habe ich dieses Buch geliebt. Jetzt liebt Fanny es weiter. Weil Linnéa wie eine kleine rosafarbene Waldblume heißt. Weil man im Jahresbuch so viele Ideen findet, was man jeden Monat machen und basteln könnte, einen Zimmerschrebergarten zum Beispiel. Weil man viel über Vögel lernt. Und die Zeichnungen und Fotos so unglaublich schön sind, dass man es auch einfach nur stundenlang anschauen (und abmalen) kann. 
Von Christina Björk und Lena Anderson, 12,50 Euro, CBJ, ab 10 Jahren – wir haben aber auch schon Spaß daran.

Kindern erklären, was ein Kurator, der Unterschied zwischen einem Museum, einer Kunsthalle und einer Galerie ist, warum die Mona Lisa berühmt wurde, was eine Installation und was eine Performance ist? Doch, das geht. Und wie es geht! „Wie kommt die Kunst ins Museum?” ist ein Buch, bei dem man sich als Erwachsener nicht entscheiden kann, was an ihm verrückter ist: die Chuzpe, mit der sich ein Kinderbuch (ab acht, steht darauf, aber es funktioniert auch schon bei Fast-Siebenjährigen) vornimmt, Kindern lauter Sachen zu erklären, die viele Erwachsene nicht wissen (ich zum Beispiel), oder die Souveränität, mit der ihm das gelingt. Da ist wirklich unendlich viel drin, was man über Kunst, Künstler und das Ausstellen von Bildern wissen kann, und es macht wirklich unendlich viel Spaß, in einem Kinderbuch, das sich der Bildung verschrieben hat, Tracey Emin, Damien Hirst, Nam June Paik und Jackson Pollock wiederzufinden – fantastisch erklärt und auf hinreißend gemalten Großformatseiten. Mein Kinderbuch des Jahres.
Von David Böhm, Ondrěj Chrobák, Rostislav Koryčánek und Martin Vaněk, Karl Rauch Verlag, 20 Euro, ab 8 Jahren.

Was sind denn gerade eure Lieblingskinderbücher – alte Klassiker oder neue Entdeckungen? Freue mich über eure Empfehlungen.

EINE LIEBESLISTE MIT FINE-MACHERIN JUDITH SPRINGER



Ich sollte wohl gleich sagen, dass ich ein Fan bin, denn das bin ich wirklich. Ich freue mich immer unheimlich, wenn ich Produkte finde, die den Alltag ein bisschen besser machen. Nach dem perfekten Deo habe ich lange gesucht. Und dann „Fine” gefunden, das erste aluminiumfreie Deo, das bei mir wirklich funktioniert, herrlich nach Geranium und Vetiver duftet und mit seinem minimalistischen Design auch noch wunderschön aussieht. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich hier heute die Frau vorstellen darf, die sich all das ausgedacht hat. Weil Judith Springer kein natürliches Deo fand, das ihr wirklich gefiel, entwickelte sie einfach ihr eigenes. Das danach andauernd überall ausverkauft war. Mittlerweile hat Judith auch eine Variante mit Zeder und Bergamotte und eine duftneutrale Variante für (natron)sensible Haut entwickelt (die ich mit Hedi gerade bevorzuge). Und falls ihr jetzt auch neugierig seid auf die Frau hinter dieser Geschichte, die übrigens auch noch Mutter von zwei Töchtern und Yoga-Lehrerin ist: Hier ist Judiths Liebesliste. Kommt gut in die Woche!

1. Ein Buch, das dir viel bedeutet?
Ich habe nicht wirklich DAS Buch, es sind eher eine oder auch zwei Handvoll Bücher, die mich in verschiedenen Lebensphasen sehr begeistert und beschäftigt haben. Darunter zum Beispiel „Der Wolkenatlas” von David Mitchell und „Mister Aufziehvogel” von Haruki Murakami.

2. Ein Film, der lange bei dir geblieben ist?
Auch da fällt es mir sehr schwer, the one and only zu benennen. Ganz oben im Ranking sind aber auf jeden Fall: „Memento”, „Prinzessin Mononoke” (sowieso bin ich ein großer Miyazaki-Fan), „Some Like It Hot”, „L.A. Crash”, „City of God” und „Leon der Profi”.

3. Ein Song, der dir unendlich gute Laune macht?
„Wenn du tanzt“ von Von Wegen Lisbeth – so süß und charmant, zaubert mir auf jeden Fall ein Lächeln aufs Gesicht.

4. Was in deinem Kleiderschrank ziehst du immer wieder an?
Einen dunkelblauen ultraweichen Alpakapulli, mein absoluter Liebling, schon ganz ausgefranst an den Ärmeln, ich versuche ihn gerade langsam – rausschleichend sozusagen – durch einen neuen zu ersetzen, das fällt mir schwer.

5. Und was würdest du niemals wegwerfen, obwohl du es schon lange nicht mehr anziehst?
Wegwerfen eh nicht, ich würde es verschenken oder verkaufen. Aber es gibt nichts, was ich nicht weggeben würde. Sind doch nur Dinge.

6. Wonach duftest du gerne?
Ich bin immer ein großer Parfüm-Fan gewesen, bis ich meine Kinder bekam, da war mir das alles irgendwie zu aufdringlich. Auch beim Yoga stört mich das, und da ich jeden Tag übe, kommt Parfüm nur noch danach zum Einsatz. Aktuell: „Escentric Molecules molecule 01” – das riecht einfach zu gut. Meine Kinder lieben es übrigens.

7. Ein Lippenstift?
Da ich sehr helle Lippen habe, sehen angemalte Lippen, auch in der Nude-Variante, bei mir immer TOTAL angemalt aus. Knallrot darf er manchmal aber doch sein.

8. Ein Ort, der Zuhause ist?
Meine Yogamatte und natürlich unser Zuhause. Rom, auch wenn ich da schon lange nicht mehr war. Und mein absoluter Lieblingsort: ein ehemaliger Bauernhof in Marokko.

9. Und an welchen wilst du unbedingt noch reisen?
Nach Los Angeles und Japan.

10. Was gehört zu einem guten Abend?
Ein lauer Sommerabend auf dem Balkon (im Sommer) und ein Alster, Kamin und Yogitee (im Winter) – und meine Ruhe oder eine gute Serie.


11. Und zu einem guten Morgen?
Kein Wecker um 6.30 Uhr, gemeinsam wach werden (ohne von den Kindern geweckt zu werden) und einfach im Bett liegen bleiben. Und natürlich mein Matcha-Latte.

12. Ein Gefühl, das du magst?
Diesen vollkommen leeren, erfüllten Zustand in der Meditation. Und das Gefühl nach einer intensiven Yogapraxis.

13. Welcher Gegenstand war dir mit sechs wichtig? Mit 16? Und heute?
Mein rotes Stoffpüppchen.

Mein Abdeckstift. Ich litt in der Pubertät sehr unter meinen Pickeln, rannte natürlich zum Hautarzt, der mithilfe von bescheuerten Säuren meine Haut noch furchtbarer aussehen ließ. Zum Abdecken verschrieb er mir einen schwefelhaltigen Puder (zum Abdecken?!! Auf schuppiger, da geschälter Haut???). Der war drei Stufen dunkler als meine Haut und sah natürlich ganz, ganz schrecklich aus. Meine Kosmetikerin damals hat mir dann einfach einen Abdeckstift empfohlen. So einfach, aber es hat Wunder gewirkt und ich war happy!

Und jetzt? Meine Wärmflasche und meine Yogamatte. Und ja, ich fürchte, ich muss sagen: mein Computer bzw. Smartphone, eher aus einer Notwendigkeit heraus. Ist ja irgendwie oll, das als wichtigen Gegenstand zu bezeichnen.

14. Welchen Wunsch wirst du dir nie abgewöhnen?
Auf dem Land, am liebsten im Süden zu wohnen.

15. Worauf fühlt sich deine Haut am wohlsten?
Sonne, Sand, Meer und frische Bettwäsche.

16. Schönste Sünde?
Marzipan, Marzipan, Marzipan – und das Eis von Tribeca Icecream, Gott sei Dank für uns nicht in Laufweite. Ach, und ich liebe Fünf-Uhr-Tee mit Gebäck.

17. Eine gute Entdeckung der letzten Zeit?
Nicht wirklich neu, aber jetzt ist es erst richtig bei mir angekommen: Du bist alles, Du weißt alles, Du kannst alles (mal sehr knapp formuliert).

18. Beste Lehre, die dir zuteil wurde?
Das hängt unmittelbar mit dem vorher gesagten zusammen. Angestoßen durch die Lehren und Philosophie des Yoga, über Eckhart Tolle („Eine neue Erde”, auch ein großartiges Buch!) bin ich über meine Heilpraktikerin zu tiefen Einsichten gekommen. Sehr tief, sehr umfassend, sehr beeindruckend – und viel Arbeit.

19. Ein schöner Mensch, den du nicht persönlich kennst? 
Und leider auch nie mehr kennenlernen werde: Schön, im Sinne von erleuchtet: B.K.S. Iyengar, der Guru des Iyengar-Yoga, das ich täglich praktiziere und ewig dankbar bin, dass ich es gefunden habe.

20. Große Liebe? Klitzekleine, aber unverzichtbare Liebe?
Mein Mann, meine zwei Töchter – natürlich. Die kleinen Lieben sind ganz klar die klitzekleinen Freuden im Alltag: Spekulatius in den Kaffee tunken, ein kaltes Radler nach einem anstrengenden heißen Tag, wenn man im Herbst endlich wieder den Ofen anmachen kann (seitdem freue ich mich auf den Berliner Winter!), gute Kunst, ein Lächeln von Fremden, Fan-Mails von meinen KundInnen oder eine Maniküre.

Danke fürs Ausfüllen der Liste, liebe Judith. Hier geht´s zu allen anderen Liebeslisten. Und hier zur Website von Fine.

Fotos: Oben links: Jessica Beau / ibelieveinsymmetry_ (übrigens ein ganz wunderschöner Account), das Portrait von Judith Springer hat Jules Villbrandt von herz.und.blut gemacht, alle anderen Fotos sind von Judith Springer / Fine.

DER OKTOBER 2017 (UND WAS IHN GUT GEMACHT HAT)



Wie die letzten Wochen waren:
Wirklich schön. Da ist sie wieder, die Leichtigkeit. Obwohl die letzten Wochen auch nicht weniger chaotisch waren als die Wochen davor. Aber irgendwie habe ich Freundschaft mit der Wildheit geschlossen. Schon verrückt, wie sehr sich die Dinge mit der Perspektive auf sie verändern. Nach einigen ziemlich turbulenten Tagen war mir einfach klar: Bis Hedi im Frühjahr in die Kita kommt, werden die Tage immer zu kurz sein für all das, was gerade gemacht und erledigt werden muss. Keine besonders originelle Erkenntnis, und doch hat es mir geholfen, das festzustellen. Jetzt gebe ich einfach mein Bestes. Und nehme die Grütze-Tage öfter als das, was sie sind: als Tage vor und nach denen, die gerade sehr glitzern. 

Der schönste Moment:
Hedis Geburtstagsmorgen. Ihr Blick, als sie ihre Geschenke gesehen und zusammen mit Fanny ausgepackt hat. Diese erst ganz leise und dann ganz laute Freude. Ich kann mich noch so gut an den Morgen erinnern, als ich dachte: Heute geht es los, jetzt kommt sie endlich. Und dann kam sie wirklich. Ein Jahr ist das jetzt her. Schon. Erst. Himmel, wie sehr kann man lieben.

Der zweitschönste Moment:
Der Morgen, den ich mit meiner Freundin Maria in unserer Küche verbracht habe. Mit manchen Menschen passt es einfach. Und Maria ist genau so ein Mensch. Ein Mensch, der Wärme ausstrahlt, Herzlichkeit und Großzügigkeit. Was ja an sich schon toll wäre, aber dann ist Maria auch noch eine unglaubliche Puppenmacherin. Vielleicht erinnert ihr euch noch an sie: Vor vier Jahren haben wir zusammen für Fanny eine Puppe genäht. Und weil Lotte sehr geliebt wird, haben Maria und ich nun auch eine Puppe für Hedi gemacht. Mit knallroten Haaren und Sommersprossen. Ich glaube, das wird wieder eine ganz große Puppen-Liebe.  

Liebste Nebenbeschäftigung:
Schatzsuche. Eigentlich ist unsere Wohnung fertig. So richtig fertig fühlt sie sich aber immer noch nicht an, es fehlt noch ein wenig Gemütlichkeit und Wärme. Ein paar besondere, alte Stücke. Dummerweise (aber was heißt dummerweise) bin ich beim Rumgucken sehr fündig geworden: bei Soeur Maison, auf dem Flohmarkt und in einem neuen Lieblingsladen, von dem ich hier bald mehr erzählen werde. In Fannys Zimmer ist eine kleine Bank eingezogen. Und ein altes Küchenbord, in dem nun ihre Lieblingsdinge wohnen. In die Küche ein alter Flaschentrockner und ein kleines Schränkchen, von dem ich ganz hingerissen bin. Ich mag sie so, diese neuen, alten Schätze. 

Eine Idee, die ich sofort geklaut habe:
Den Adventskalender von Rike Drust. Die hat ihren mit Süßigkeiten aus der ganzen Welt bestückt und ich fand diese Idee so fabelhaft, dass ich sie sofort nachgemacht habe. Wie konnte ich denn nicht mitkriegen, dass es in meinem Kiez einen Süßigkeitenladen namens Sugafari gibt? Ich hab noch einen Kinderatlas dazu besorgt, damit wir jeden Tag nachgucken können, woher die verrückten Köstlichkeiten kommen. 

Gerne gesehen:
Die Dokumentation über die große Autorin Joan Didion auf Netflix: „Die Mitte wird nicht halten”. Beeindruckend, aber auch sehr beklemmend. Habt ihr sie euch schon angesehen? Hier ist ein Interview mit den Machern.

Bester Kauf:
Die allerersten Schuhe für Hedi. Schon wieder so ein erstes Mal. Und: die Kuschelpullis, die ich für die beiden Mädchen gekauft habe. Hellrosé, unfassbar weich und kuschelig, einen in groß, einen in klein. Schwesternpullis.

Und für mich:
Ein neues Kochbuch. Selten hat mich ein Buch beim Durchblättern im Buchladen so vorfreudig gemacht wie „Koch doch einfach!” von Clare Lattin und Tom Hill. Ich schreibe die Tage mal mehr darüber. Auch über das andere Kochbuch, auf das ich mich schon so freue: „Das Beste vom Wochenmarkt” – neue Kolumnen und Rezepte aus dem ZEITmagazin von Elisabeth Raether. Das erste war ja schon so ein Knaller.

Gerne geklickt:
* Julia Child – wie man sie bislang nicht gesehen hat. Was für wunderbare Bilder.
* Spinat und Feta gehen für mich immer. Deshalb habe ich dieses Rezept sofort abgespeichert.
* Ein Text über die Schauspielerin und Regisseurin Greta Gerwig.
* Womit wir in den Herbstferien sehr viel Zeit verbracht haben. 
* Ein Instagram-Account, den ich mir gerade gerne ansehe. Und noch einer. Und dieser hier. (Was sind denn eure liebsten Interior-Instagram-Accounts? Ich kann gerade gar nicht genug bekommen von tollen Wohnungen und schönen Möbeln)...
* Und wenn wir schon bei schönen Wohnungen sind: Wie toll ist die von Igor Josif und diese Bilder?
* Die Videos von Violette. Ach, die Französinnen. 
* Wie großartig ist bitte Julia Roberts? (Und James Corden sowieso).

Und ihr so? 
« »

Slomo All rights reserved © Blog Milk Powered by Blogger