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FILMCLUB: LIEBLINGS-FERNSEHSERIEN


Wenn ich mir jetzt etwas wünschen dürfte, dann wären es: eine Woche frei, mein Bett, Berge von Essen und eine Fernsehserie. Nein, nichts Dramatisches, ich bin bloß ein bisschen müde von der Woche, ein bisschen neben der Spur auch, die Art Danebensein, gegen die bei mir eigentlich bloß Rumsumpfen hilft, Zeit zum Verplempern, damit der Kopf all den Dingen, die so passiert sind, hinterher kommen kann. Deswegen gibt es heute im Filmclub drei Fernsehserien, mit denen mir das Abtauchen leicht gefallen ist:

DOWNTON ABBEY Große britische Adelsfamilie, großes Schloss, große Gefühle -  ich liebe es. Robert Crawley, der Earl von Grantham, und seine Frau Cora haben drei Töchter, aber keinen Erben für Downton Abbey. Nun droht der Besitz an einen Verwandten dritten Grades zu fallen, was die Familie um jeden Preis und mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Die Bediensteten sind nicht minder intrigant (und gewitzt). Meine Lieblingsserie der letzten Monate, rührend, spannend, tragisch, mitunter brüllkomisch (allen voran die großartig biestige Maggie Smith als Mutter des Lords). DOWNTON ABBEY mit Hugh Bonneville, Michelle Dockery, Dan Stevens, Brendan Coyle und Jim Carter. Hier gibt es jede Menge Informationen und die Sendetermine (die Serie läuft ab 30. Mai auf ZDF neo). Und hier gibt es ein paar Trailer.

HOMELAND Sergeant Brody war acht Jahre lang Gefangener der Al Qaida. Nach seiner Befreiung sind sich alle sicher: Der Mann ist ein Held. Nur CIA-Agentin Carrie Mathison ist überzeugt, dass Brody in seiner Gefangenschaft umgedreht wurde und nun ein Terrorist ist. Als selbst ihr Mentor Saul ihr nicht glaubt, ermittelt Carrie Mathison auf eigene Faust (und gegen jede Regel). Das klingt nach Action, aber in Wahrheit entwickelt sich die Spannung von HOMELAND (und ich habe selten eine so spannende Serie gesehen) vor allem aus dem Zweikampf zwischen Sergeant Brody und Agentin Mathison. Er: ein gebrochener, zu allem bereiter Kriegsheimkehrer, sie: eine bipolare, zu allem bereite Agentin. HOMELAND mit Claire Danes und Damian Lewis. Hier gibt es Ausschnitte, Videos und Informationen.

GIRLS Vier Freundinnen suchen in New York nach dem richtigen Leben und dem richtigen Mann. Das könnte einem ziemlich bekannt vorkommen, aber mit Sex and the City hat Girls (erfunden, geschrieben und teilweise auch gedreht von der großartigen Lena Dunham) herzlich wenig gemein: Statt Manolos und Mr. Big gibt es unterbezahlte Praktika und Liebeskummer. Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna zuzusehen ist zum Lachen und zum Heulen. Es ist das Großartige an dieser Serie: Sie kriegt einen, sie rumort in einem, man lacht und heult mit ihnen (und manchmal tut das Lachen weh), wie das eben ist mit guten Freundinnen. Hier ist die HBO-Seite zur Serie. Und Lena Dunham auf Instagram.

Auch auf dieser Liste könnte "Borgen" stehen. Und "West Wing". Ich liebe "Emergency Room". "In Treatment". Und "Being Erica". Jetzt hätte ich sehr gerne Nachschub, eine neue Fernsehserie (oder natürlich auch eine alte). Habt ihr Tipps, eine Lieblingsserie oder auch zwei? Tausend Dank! Und ein richtig schönes Wochenende!

PS: Vielleicht habt ihr ja auch Lust auf Schokoladenkuchen - ich probiere mal den von Alma...

3 LIEBLINGSFILME, 1 THEMA: ESSEN



Über das Thema für dieses Filmwochenende musste ich nicht lange nachdenken: Essen. Viel schwieriger war es, mich für drei Filme zu entscheiden. Am Ende habe ich mich für drei Filme entschieden, die ich schon so oft gesehen habe, dass ich es nicht mehr zählen kann. Sie sind in meiner DVD-Mappe, die ich überall hin mitschleppe, Filme, die satt machen:

Zuallererst ist da natürlich JULIE & JULIA. Meryl Streep spielt Julia Child, allein dafür sollte man sich diesen Film ansehen (ach ja, Meryl Streep. Ich kann nicht genug bekommen von Meryl Streep, ich würde ihr sogar zusehen, wenn sie drei Stunden lang eine Straßenlaterne spielt). "Julie & Julia" erzählt, wie aus Julia Child eine der berühmtesten amerikanischen Köchinnen und Kochbuchautorinnen wurde. Das ist die eine Hälfte des Films (meine Lieblingshälfte). Die andere Hälfte handelt von Julie Powell, die ein Food-Blog beginnt, weil sie nicht so recht weiß, wohin mit sich und ihrem Leben. Der Plan: Sie will alle 524 Rezepte aus Julia Childs Kochbuch "Mastering the Art of French Cooking" nachkochen. Zwei Frauen entdecken ihre Liebe zum Kochen (und sich selbst). Ich liebe diesen Film. Er ist wie ein Becher heiße Schokolade.
JULIE & JULIA, Regie: Nora Ephron mit Meryl Streep, Stanley Tucci, Amy Adams und Chris Messina. Hier ist der Trailer und einige Interviews. Und hier ist eine Geschichte von Lena Dunham über Nora Ephron.

Über SOUL KITCHEN von Fatih Akin will ich gar nicht so viel verraten, weil das den Film ruinieren würde. Nur das: Wenn ich Heimweh nach Hamburg habe, dann gucke ich diesen Film. Wenn ich miese Laune habe, dann höre ich den Soundtrack von diesem Film. Und wenn mich jemand fragt, ob mir ein guter Film einfällt, den man sich mal anschauen könnte, um einen richtigen guten Abend zu haben, dann sage ich so ziemlich als erstes: "Soul Kitchen". Mehr sagt der Trailer.
SOUL KITCHEN, Regie: Fatih Akin mit Adam Bousdoukos, Birol Ünel, Moritz Bleibtreu, Anna Bederke, Wotan Wilke Möhring und Monica Bleibtreu. Hier ist die Website zum Film und der Trailer.

Und natürlich BELLA MARTHA. Eine Köchin, sehr virtuos in ihrer Arbeit und deutlich weniger virtuos im Leben, bekommt ein Kind - die Tochter ihrer Schwester, die bei einem Verkehrsunfall stirbt. Gleichzeitig bekommt sie einen Konkurrenten im Restaurant. Beides wirft sie aus der Bahn (in der sie doch gar nicht wirklich ist), aber es ist das Beste, was ihr passieren konnte: Ohne die Sicherheiten, auf die sie sich immer verlassen hat, ratlos und aufgescheucht, merkt sie plötzlich, dass es da noch eine ganz andere Art von Leben gibt, als sie es sich immer zugetraut hat. Es tut so gut, diesen Film zu sehen. Auch weil es zu schön ist, Martha und ihrem Konkurrenten (der gar keiner ist) beim Kochen zuzusehen, ihrer Präzision und Hingabe und Leidenschaft, und wie sie einander weichkochen.
BELLA MARTHA, Regie: Sandra Nettelbeck mit Martina Gedeck, Sergio Castellitto und Maxime Foerste. Hier ist der Trailer (nicht abschrecken lassen, der Film ist so viel besser als der Trailer!). (Und das Remake ist übrigens furchtbar, finde ich).

Zu Essen gibt es mal wieder Steffis Ziegenkäse-Flammkuchen. Schon seit einer ganzen Weile mein Lieblingsrezept, es gibt eigentlich keine Woche ohne Ziegenkäse-Flammkuchen. Ein einfaches, schnelles und unglaublich gutes Rezept. Aber wen wundert´s, es ist ja auch von Steffi. Zum Rezept bitte hier entlang.

Und wenn wir schon gerade beim Thema Essen sind:
* Filme, die genauso gut auf dieser Liste stehen könnten: Eat Drink Man Woman. Ratatouille. Jennas Kuchen. Toast.
* Nicole Stich hat ein neues Kochbuch geschrieben: "Sweets". Meine Wochenendlektüre, ich freu mich schon. (Und wie hinreißend ist denn dieses Video auf ihrem Blog "Delicious Days"?)
* Sonntagsessen: ZITRONENHÄHNCHEN! Und mal wieder Tarte Tatin.
* Immer wieder gerne: Lottie + Doof. Eat This Food? und like a strawberry milk.
* Ach, und: Happyyolks.
* Süßkartoffel-Karotten-Curry-Suppe? Gute Idee.

Habt ein schönes Wochenende!

3 (KURZE) FILME, 1 THEMA: LIEBE



"Splitscreen: A Love Story" von James W. Griffiths.

"Paperman" von John Kahrs (nominiert für einen Oscar, via "A Cup of Jo")

"I´m Here - A Love Story in an absolut world" von Spike Jonze.

Diese Woche waren meine Gedanken woanders als beim Bloggen. Einen (kleinen) Filmclub gibt es heute trotzdem: Drei (kurze) Filme über die Liebe, die ich unheimlich mag. Nächste Woche dann wieder ein bisschen mehr von mir. Habt es schön am Wochenende!

3 LIEBLINGSFILME, 1 THEMA: FREUNDSCHAFT


Ich dachte, ich mache am Freitag jetzt öfter mal einen Filmclub. Einfach so, weil lange Filmnächte mich immer sehr glücklich machen (so viel glücklicher als Fernsehgeglotze jedenfalls). Die Idee: Drei Filme zu einem Thema, dazu ein Rezept, das beim Filmegucken schmeckt. Den Anfang machen heute drei Filme zum Thema UNGLEICHE FREUNDE.

Auf die Idee hat mich ABSOLUTE GIGANTEN gebracht - einer der schönsten Filme über Freundschaft, die ich kenne. Es ist schon viel zu lange her, dass ich mir die Geschichte um Floyd, Ricco und Walter angesehen habe, die eine letzte gemeinsame (und ziemlich wilde) Nacht in Hamburg verbringen, bevor Floyd am Morgen zur See fahren wird - und für alle ein neues Leben beginnt. ABSOLUTE GIGANTEN ist eine schmutzige, kleine Schönheit: es wird gefressen und gekickert, getanzt und geschwiegen. Frank Giering spielt mit, der wunderbare Frank Giering. Und es werden Sätze gesagt, die man auch zehn Jahre später noch nicht vergessen hat. Wie dieser hier von Floyd: "Es müsste immer Musik da sein. Bei allem, was du machst. Und wenn es so richtig scheiße ist, dann wäre wenigstens noch die Musik da."
ABSOLUTE GIGANTEN, Regie: Sebastian Schipper mit Frank Giering, Florian Lukas, Antoine Monot Jr. und Julia Hummer. Hier ist der Trailer.

Mein anderer liebster Film über die Freundschaft ist HALF NELSON. Dan Dunne ist Lehrer und das schlechteste Vorbild, das man sich nur vorstellen kann. Er kokst, er schläft mit Kolleginnen, fühlt aber nichts dabei, weil er noch seine Ex-Freundin liebt, die ihn verlassen hat, weil er ein Arschloch ist, ein "Riesen-Baby-Arschloch", wie er es nennt. Eigentlich ist Dan kein schlechter Mensch, er trifft nur zielsicher die falschen Entscheidungen. Vielleicht ist er auch einfach nur zu müde und zu kaputt, um kein Arschloch zu sein. Dann erwischt ihn seine Schülerin Drey beim Crack-Rauchen auf dem Schulklo, lange nach Unterrichtsschluss, eigentlich sollte niemand mehr da sein. Drey verät ihn nicht. Aber sie stellt ihm Fragen: "Wer ist diese Frau auf dem Bild im Wohnzimmer? Wirklich nur eine gute Freundin?". "Und wie ist es, wenn sie das Zeug rauchen?". Sie fragt, wie meistens nur Kinder fragen, direkt, ohne in Deckung zu gehen. Und sie lässt ihren Lehrer, der längst ein Freund geworden ist, auch nicht fallen, als er selbst jeden Glauben an sich verliert. HALF NELSON ist ein trauriger Film, aber es ist auch ein Film voller Wärme und Wahrhaftigkeit, eine Liebeserklärung an die Freundschaft. (Und falls das noch nicht reicht, um sich den Film ansehen zu wollen: Ryan Gosling spielt auch mit, und ich finde, es ist einer seiner besten Filme).
HALF NELSON, Regie: Ryan Fleck mit Ryan Gosling, Shareeka Epps und Anthony Mackie. Hier ist der Trailer.

ZIEMLICH BESTE FREUNDE habe ich im Kino gesehen und danach noch ein paar Mal auf Video und ich werde ihn mir dieses Wochenende gleich noch einmal ansehen, weil ich nach diesem Film immer ein bisschen versöhnter mit der Welt bin (außerdem ist die Tanz-Szene Weltklasse!). Die Geschichte kennt mittlerweile wahrscheinlich jeder: Philippe, der vom Hals abwärts gelähmt ist, stellt Driss als Pfleger ein. Das kann doch nicht gut gehen, sagen Freunde, Driss ist gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden, er ist ein Junge aus der rauen Vorstadt, so einer hat im elitären Leben des reichen Adligen Philippe doch nichts zu suchen. Aber die Männer werden Freunde, ziemlich beste Freunde. Und ihnen dabei zuzusehen macht mich schrecklich froh.
ZIEMLICH BESTE FREUNDE, Regie: Eric Toledano und Olivier Nakache mit Francois Cluzet, Omar Sy und Anne Le Ny. Hier ist der Trailer.

Zum Essen mache ich mir CURRY-POMMES MIT GURKEN-DIP nach einem Rezept, das ich bei "Sprouted Kitchen" gefunden habe. Das Rezept klingt simpel und braucht nicht allzu viele Zutaten, ganz so wie ich es mag. Hier ist das Rezept. (Foto: Sprouted Kitchen).

Vielleicht habt ihr an diesem verregneten Tag ja auch Lust auf Filme und Pommes. Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

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