Swildens





Noch nie von diesem Label gehört, bis ich letzte Woche bei Merci diese Schuhe gesehen habe: Swildens ist das Label von Designerin Juliette Swildens, ein bisschen rockig, ein bisschen romantisch und absolut mein Geschmack. Auf der Homepage gibt es einen E-Shop, der auch nach Deutschland liefert. Ich probiere nächste Woche mal diese Schuhe an:


Übrigens auch sehr schön: die Schwangerschaftsmode von Juliette Swildens: "1 et 1 font 3". Hier ist ein Interview mit ihr bei Paperblog und ein kleines Portrait bei "Do it in Paris". Foto oben: Marc Schwartz.
PS: Morgen dann ein paar Paris-Fotos aus den letzten Tagen.

Ein Spaziergang durchs Marais

Spaziergang im Marais. Regenwetter, fast alle Läden, die auf meiner Riesenliste stehen, hatten zu, Paris hat Ferien im August, es fuhr kaum ein Auto durch die Straßen, und sogar Isabel Marant hatte zu, obwohl ich doch auf der Jagd nach dieser Jacke bin und mich schon so darauf gefreut hatte, sie anzuprobieren. Und wie vollkommen egal mir das alles war, wie glücklich mich dieser Nachmittag gemacht hat, das Rumspazieren durch die Straßen, das Busfahren durch Paris, andauernd wird man angesprochen, man muss nur fünf Minuten in einem Café sitzen, schon werfen die Männer Fanny Luftküsse zu und sie lacht und winkt zurück, mit einer so huldvoll-monarchischen Handbewegung, dass ich jedes Mal niederbrechen möchte vor Lachen. Was für ein schöner Nachmittag. Hier ist mein Marais:


[Merci, 111, Boulevard Beaumarchais]
Vielleicht mein Lieblingsladen in Paris, wobei Laden es nur unzureichend beschreibt, eigentlich ist es mehr ein riesiges Haus mit einem Blumenladen, einem Café und Buchladen, und drei Etagen Glückseligkeit, es gibt Möbel, Küchenutensilien, Schmuck, Parfüm, Notizbücher, Postkarten und unfassbar gute Mode, eigentlich alle meine französischen Lieblingslabel, Etoile Isabel Marant, Vanessa Bruno, Swildens - hab mich ein bisschen in diese Schuhe verliebt, die aber natürlich ganz schön silber und Rockstar sind. Hm, vielleicht in braun? Der Erlös dieses wunderbaren Geschäfts geht übrigens an Kinder in Madagaskar.


[Bonton, 111, Boulevard des Filles du Calvaire]
Der schönste Kinderladen, der mir bisher untergekommen ist: unglaubliche Kindermode (leider auch zu unglaublichen Preisen, aber angucken macht ja auch Spaß), herrlich albernes Spielzeug, Bettwäsche, Notizbücher, I love mistakes-Radiergummis, Kindergeburtstagshüte, Quietscheentchen, die im Dunkeln leuchten, so wunderschön, dass man sofort das ganze Kinderzimmer neu einrichten will. (Ha, vielleicht mach ich das sogar, es gibt ja einen Onlineshop!).

[Isabel Marant, 47, Rue Saintonge]
Darf auf dieser Liste nicht fehlen, auch wenn gestern geschlossen war. (Und falls irgendwer weiß, wo es diese Jacke gibt??)

[Shine, 15, Rue de Poitou]
Hübscher, toll sortierter Conceptstore, Marc by Marc Jacobs, Repetto, Opening Ceremony, See by Chloé und tolle Schuhe.

[APC, 112, Rue du Vieille du Temple]
Schlichte, unglaublich gut geschnittene, sehr französische Mode. Ich liebe die T-Shirts, die Pullover und vor allem die Mäntel, die Schuhe liebe ich auch, allerdings nicht für diesen Preis.

[Vanessa Bruno, 100 Rue du Vieille du Temple]
Keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, diesen Laden ohne eine dieser Blusen zu verlassen.

[Rose Bakery, 30, Rue Debelleyme]
Mein Lieblingscafé im Marais, gutes, gesundes Essen, anständiger Kaffee, sehr gemütlich (und sehr gut zum Leutegucken).

[Tarte Kluger, 6, Rue du Forez]
Hatte gestern zu, aber da dieser Tipp von Jeanny kommt, empfehle ich ihn auch ungestetet: Bei Tarte Kluger gibt es süße und herzhafte Tartes, die so köstlich sein müssen, dass sie auch eine echte Back-Königin umhauen.

[Marché des Enfants Rouge, 39, Rue de Bretagne]
Der älteste Markt in ganz Paris. Blumen, Obst, Gemüse, Spezialitäten aus aller Welt, allein hier könnte ich einen ganzen Tag vertrödeln, den Händlern zusehen, einen Café trinken, für ein riesiges Picknick einkaufen, ein magischer Ort.



[Pain du Sucre, 14, Rue Rambuteau]
Ein winziger und doch ganz großer Laden: Keine Ahnung, wie lange ich beim Reinkommen die Törtchen in der Vitrine angestarrt habe, der Mann hinterm Tresen musste jedenfalls sehr lachen. Tatsächlich schmeckt alles auch noch so wie es aussieht. Ich kann verstehen, dass es Menschen gibt, die diese Patisserie für die beste der Stadt halten.





































Mit nach Hause gebracht: ein Babygap-Ringelpulli für Fanny (auf dem Nachhauseweg gekauft), ein Armband von Merci (okay, das ist gelogen, ich hab fünf davon gekauft, es sind meine Glücksarmbänder und ich werde nervös, wenn ich nicht ein paar auf Vorrat habe), zwei Quietscheentchen mit Herzen.



Was sonst noch passierte:
Fanny hat ihr erstes Baguette gefuttert (und konnte gar nicht genug davon bekommen).
Ich habe Windeln für 20 EURO gekauft (ich wurde vorgewarnt, dass sie teuer sind, aber SO teuer?).
Gegrinst über den Brei mit Käse, oui, Babybrei avec fromage.
Dieses selbstgemachte Kinderbuch entdeckt, wie entzückend ist das denn bitte? (Und überhaupt ein sehr schönes Blog).
Schönes Wochenende!

Fünf Dinge, die ich noch nicht über Paris wusste



Es gibt ein Restaurant mit nur einem einzigen Tisch: "La Tete dans les Olives". 

Und zwei Läden, die exakte Kopien von totgetragenen Lieblingskleidern und - schuhen anfertigen: "Jeveuxlememe" und "La Boutique Sentimentale". (Hätte ich das nur vorher gewusst.)

Einmal im Jahr, immer im Oktober, können sich heiratsunwilllige Romantiker beim Bürgermeister des 18. Bezirks ganz offiziell das Nein-Wort sagen. 

In der "Chignon Bar" von "Marianne Gray´s Hair Salon" kann man sich die Haare hochstecken und zeigen lassen, wie das wirklich geht (und ich überlege ernsthaft, das mal auszuprobieren).

Paris hat ein schönes Lächeln. Zu bewundern auf der Website von Fotograf David Ken. Der bringt für sein "LOL Project" Menschen zum Lachen und fotografiert sie. Wie wunderbar.

Diese und noch viele, viele weitere Paris-Tipps finden sich in "My Little Paris - the best kept Parisian secrets", das im August auch auf deutsch erscheint. Mehr im wöchentlichen Newsletter "My Little Paris". 

Paris, erster Tag








Sonst habe ich jedes Mal, wenn ich hier war, die Frauen beneidet. Für die Art, wie sie Frauen sind. Keine Mädchen, auch keine großen, keine Niedlichkeiten, auf eine beneidenswert erwachsene Art sexy. Heute habe ich mir zum ersten Mal gewünscht, ich könnte ein Mann sein. Nicht jetzt, sondern in 30, 40 Jahren. Dann würde ich mit den anderen Männern auf einem Platz gleich neben dem Park am Ende der Straße Boule spielen. Auf eine sehr entspannte und ernsthafte Art. Die Kugel polieren mit meinem Spezialtuch und dann eine Bogenlampe werfen, exakt auf die Kugel von Georges, der sich schon als Sieger gewähnt hatte. Und Georges würde sein Maßband herausholen, das er für solche Fälle immer in der Tasche hat, und lachen, hast recht, du bist wirklich näher dran, zwei Zentimeter nur, aber die Runde geht an dich. So ähnlich habe ich es heute an meinem ersten Tag in Paris beobachtet, ein paar Straßen weiter im Bezirkspark gleich neben dem Spielplatz. Ich hätte den alten Herren noch stundenlang weiter zusehen können, aber man sah auch: das war eindeutig Männersache, keine einzige Frau in der Nähe. Da wollte ich nicht stören und bin weiter, in ein Café, auf einen Déca und eine Orangina. Und noch einen Déca und eine Orangina. Paris macht schöne Sachen mit einem.

Barbara - Ma plus belle histoire d´amour.

Au revoir (und vielen Dank!)




















Mit einem Tag Verspätung geht es morgen früh nun wirklich los nach Paris. Tausend Dank für all Eure Tipps und Emails (Connie, Du bist unglaublich!), eine schöne Woche und bis ganz bald (mit Fotos aus Paris)!

PS: Und wie toll ist denn bitte diese Fotoserie?! (Glückwunsch!)

Mit Mädchen sprechen


























Eben diesen tollen Artikel von Joanna Goddard gelesen und die ganze Zeit genickt:

"I had just read the GREAT article How to Talk to Little Girls by Lisa Bloom, which encourages adults to ask little girls about ideas and books, instead of complimenting their looks. "Teaching girls that their appearance is the first thing you notice tells them that looks are more important than anything", says Bloom. "I always bite my tongue when I meet little girls, restraining myself from my first impulse, which is to tell them how darn cute/ pretty/ beautiful/ well-dressed/ well-manicured/ well-coiffed they are... It our culture standard talking-to-little-girls icebreaker, isn't it?" (It's true! It's really easy and almost instinctive to compliment a little girl appearance, don't you think?). "Clothes or hair or bodies... it's surprising how hard it is to stay away from those topics with little girls, but I stubborn", Bloom writes. "Try this the next time you meet a little girl (ask her what she's reading). She may be surprised and unsure at first, because few ask her about her mind, but be patient and stick with it... Model for her what a thinking woman says and does."

Sofort an meine Nichte und unseren gemeinsamen Urlaub gedacht und daran, wie oft ich ihr gesagt habe, wie toll/ hübsch/ wunderschön sie ist. Wir haben uns auch darüber unterhalten, was sie gerade liest und worüber sie schreibt (sie schreibt ganz wunderbare Kurzgeschichten) und Emma IST wunderschön und es ist sicher nichts falsch daran, sie das auch wissen zu lassen. Trotzdem habe ich mich ertappt gefühlt, als ich darüber nachgedacht habe, WIE OFT ich mit Emma über Aussehen (und über ihre Schuhe und ihre Kleider und ihre Taschen) gesprochen habe - als gäbe es nichts Wichtigeres. Als wären diese Dinge das Interessanteste an ihr. Mir definitiv vorgenommen, viel mehr darauf zu achten - auch bei Fanny.

Hier ist die ganze Geschichte von Joanna Goddard und hier noch einmal der Artikel von Lisa Bloom in der Huffingtonpost. Das Foto stammt von "The Glow" und zeigt Ruby Williams.

Was meint Ihr? Ist das übertrieben? Oder richtig?

Ein paar Dinge, die mir gute Laune machen


Diese Frau, diese Farben (Foto: Sartorialist).



















































Diese Frau, diese Wohnung via Refinery 29.



Diese Kuchen, dieses Weblog von Sweetapolita.


Dieses Geburtagspaket von Creature Comforts.

























Diese Frau, diese Jacke (Foto: Jak&Jil).


Dieses Foto, diese Wohnung von Misha Hollenbach und Shauna Toohey bei The Selby.


Diese Kuchenschachteln.


Diese Frau, dieser Overall via Refinery 29.



































Diese Illustrationen: "Favorite Snacks of Great Writers" von Wendy MacNaughton.


Diese Geschichte über Miranda July in der New York Times: "Miranda July, the Make-Believer".
(Foto:  Sam Taylor-Wood für die New York Times).
































Diese Teller von Marimekko aus dem holländischen Shop Tas-Ka.
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