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DREI LIEBLINGSMASKEN
(UND DAS ENDE DER SCHLECHTEN LAUNE)



Nach ein wenig zu viel Wäh in den letzten Tagen habe ich beschlossen, mir so lange gut zu tun, bis das Wäh selbst schlechte Laune bekommt und sich verzieht. Hat funktioniert. Mit einer Schlickertüte von Herrn Nilsson. Mit einem langen Vormittag im Leisepark mit der kleinen Spaziergängerin. Mit einem neuen Buch. Und schließlich einem kinderfreien Abend, den ich in der Wanne verbracht habe – mit Bademantelfernsehen auf dem Rechner und einer Maske im Gesicht. Falls es euch ähnlich geht: Hier sind drei Masken, die ich gerade mag.

Diese Maske mit Cranberry und Kurkuma-Extrakt wirkt wie ein doppelter Espresso fürs Gesicht. Hinterher sieht meine Haut frisch und wach aus. Und ist unglaublich weich. Was wahrscheinlich an der Kombination aus Maske und Peeling liegt, denn am Ende der Einwirkzeit massiert man die Maske mit feuchten Händen und kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Den kräuterigen Duft muss man wahrscheinlich mögen, ich mag ihn sehr. Weshalb diese Maske seit unserem Amsterdam-Urlaub in Dauerbenutzung ist.

Dazu: Auf jeden Fall Meryl Streep. „Julie & Julia” (weil: Meryl Streep UND Kochen UND Paris) oder „Wenn Liebe so einfach wäre” (weil: Meryl Streep UND Alec Baldwin UND diese Croissant-Szene UND diese Küche). 


Meinen beiden anderen Lieblingsmasken bin ich schon ewig treu und werde es wohl noch lange bleiben, weil sie meiner Haut geben, was sie eigentlich immer gut gebrauchen kann: eine anständige Reinigung und extraviel Feuchtigkeit. Wenn ich genug Zeit habe, benutze ich sie hintereinander. Zuerst das Peeling mit Glykolsäure und Papaya (dafür ohne Peelingkörnchen, was es sehr sanft macht). Dann die herrlich cremige Feuchtigkeitsmaske (Konsistenz ungefähr: Crème fraîche), die genau das tut, was sie verspricht und sich sehr luxuriös anfühlt.

Dazu: Zwei Folgen „Modern Family”. Oder zwei Folgen „How I Met Your Mother”, nein, drei.

Was sind denn gerade eure Lieblingsmasken? Alte Lieblinge oder neue Entdeckungen?
Ich wünsch euch einen schönen Tag.

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ANFÄNGE UND APFEL-ZIMT-STREUSELKUCHEN




Gestern Nacht, als ich nicht wieder einschlafen konnte, nachdem sie aufgewacht war, habe ich im Netz herumgelesen. Die meiste Zeit ging es darum, wie man es schafft, 2017 endlich effektiver zu werden. Effektiv abzunehmen, zu arbeiten, aufzuräumen. Ich las das alles und fragte mich, was eigentlich mein Plan für dieses Jahr ist. Was die Dinge sind, die meinem Leben gut tun würden, und natürlich gäbe es darin so einiges zu schaffen, lassen, straffen. Aber in Wahrheit will ich dieses Jahr eigentlich nur eines: wieder neugieriger auf mich selbst sein. Und zwar vollkommen ineffektiv. Mehr schreiben. Ohne Auftrag, ohne Formatierung, für mich, in dieses Weblog und gucken, wohin mich das bringt. Ausprobieren, was da an Ideen in mir herumpuckert und dabei oft um Rat und Expertise bitten (weil es bescheuert ist, das aus Verlegenheit nicht zu tun oder weil ich davon überzeugt bin, dass ich das sowieso nicht kann, ohne es überhaupt ausprobiert zu haben). Mehr Musik hören, vor allem solche, die ich nicht kenne. Meinen Albernheiten folgen, meiner Sehnsucht, meinem Bauch. Der wollte heute Apfelkuchen, einen, der mir im Kopf herumlungert, seit ich ihn in „Eat in My Kitchen” gesehen habe –  einem ganz wunderbaren Kochbuch, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe (vielleicht kennt ihr schon das ebenso wunderbare Weblog von Meike Peters). Ganz unten: ein wahnsinnig buttriger Teig, in der Mitte: saftige, leicht säuerliche Äpfel, oben: Unmengen von Zimt-Streuseln, die im Mund krachen. Dazu, und das steht nicht im Rezept: sehr viel Schlagsahne. Ein guter Anfang.




APFEL-ZIMT-STREUSELKUCHEN 
(nach einem Rezept von Meike Peters aus „Eat in My Kitchen”

Zutaten für den Teig
* 125 g weiche Butter
* 125 g Zucker
* 1/4 Vanilleschote, ausgekratzt
* 3 Eier
* 250 g Mehl
* 2 TL Backpulver
* 1 Prise feines Meersalz

Zutaten für die Obstfüllung
* 5 große saure Äpfel (ich nehme Boskop), geschält, halbiert und entkernt, die äußere Seite der Apfelhälften 5 Mal der Länge nach eingeritzt

Zutaten für die Streusel
* 200 g Mehl, nach Bedarf mehr
* 125 g Zucker
* 1/4 Vanilleschote, ausgekratzt
* 2 TL Zimt
* 125 g Butter, geschmolzen, nach Bedarf mehr

Zutaten für das Topping
* 2 TL Zucker
* 1/8 TL gemahlener Zimt

1) Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen.
2) Eine Springform (Durchmesser: 25cm) buttern.
3) Für den Teig die Butter, den Zucker und die Vanille in einer großen Schüssel mit einem Mixer cremig schlagen. Nacheinander die Eier dazugeben, dazwischen immer gut verrühren, dann etwa 2-3 Minuten cremig schlagen.
4) Das Mehl mit dem Backpulver und Salz vermischen. Zur Buttermischung geben und mit dem Mixer gut verrühren. Den Teig in die gebutterte Form geben, die Äpfel (mit der eingeritzten Seite nach oben) darauf verteilen und sanft in den Teig drücken.
5) Für die Streusel das Mehl, den Zucker, die Vanille und den Zimt in einer großen Schüssel vermischen. Die geschmolzene Butter dazugeben und mit den Knethaken eines Mixers rühren, bis sich erste Streusel bilden. Falls sie zu feucht oder klebrig sind, mehr Mehl nachgeben. Sind sie zu fein oder formen keine größeren Streusel, mehr geschmolzene Butter angießen. Sofort über den Äpfeln verteilen, mit den Fingern größere Streusel zerkrümeln.
6) Für das Topping den Zucker mit dem Zimt vermischen und über den Streuseln verteilen. Etwa 50-60 Minuten golden backen. Der Kuchen ist fertig, wenn ein Metall- oder Holzstäbchen, das man in die Mitte piekst, fast sauber bleibt. Den Kuchen mindestens 15 Minuten abkühlen lassen, bevor er aus der Form genommen wird.

Die Äpfel lassen sich auch durch 1 Kilo entsteinte, halbierte Pflaumen ersetzen. Oder durch 800 g geputzten, in 4 cm lange Stücke geschnittenen Rhabarber.

Meike Peters: „Eat in My Kitchen: Kochen, backen, essen und genießen”, Prestel, 256 Seiten, 29,95 Euro. Hier ist eine Review in der New York Times.


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