Before I die I want to...























Das "Before I Die"-Projekt von Candy Chang:

"It´s easy to get caught up in the day-to-day and forget what really matters to you. With help from friends and neighbors, I turned the side of an abandoned house in my neighborhood into a giant chalkboard to invite people to share what is important to them. Before I die transforms a neglected space into a constructive one where we can learn the hopes and aspirations of the people around us. It´s a question that changed me over the last year after I lost someone I loved very much. I also believe the design of our public spaces can better reflect what´s important to us as residents and as human beings."

Online kann man auch mitmachen. Toll.

Fanny


























43 Wochen. 300 Tage.

Ich will das iPhone.
Ich will die Zeitschriften.
Ich will das Bücherregal ausräumen.
Hm, lecker, Taschentücher.
Ich will die Fernbedienung.
Ich will das Telefon.
Ich will mit der Fernbedienung auf das Telefon hauen.
Ich will mit dem Telefon auf das Laptop hauen.
Ich will die DVD haben.
Jetzt.
Ich will die anderen DVDs auch haben.
Her damit.
Oder ich schreie.
Ich kann noch lauter schreien.
Jetzt schreie ich schon mal, da kann ich auch noch länger schreien.
Doch.
Kann ich.
Hunger.
Ich will Boobs.
Boobs.
BOOBS.
ICH HASSE BREI.
ICH HASSE MEINEN HOCHSTUHL.
Hm. Birne mit Marille.
Gar nicht schlecht.
Ich will den Löffel.
Ich will alleine essen.
ALLEINE.
Papa, krieg ich noch einen Keks zum Nachtisch?
ICH LIEBE KEKSE.
ICH LIEBE PAPA.
Ich will krabbeln.
Ich will auf den Arm.
Ich will krabbeln.
Ich will auf den Arm.
Durst.
Nein, kein Wasser.
Ich will Boobs.
Wieso nimmst du mir die Wasserflasche weg?
Ich will den Wasserflaschendeckel.
Ich will den Wasserflaschendeckel essen.
Ich will Mamas Laptop.
Müde.
Ich will nicht schlafen.
Ich will nicht schlafen.
Ich will nicht schlafen.
Hat es gerade geklingelt?
Ich will das Paket.
Ich will das Paket essen.
WIESO DARF ICH DAS PAKET NICHT ESSEN?
MAMAAAAAAA.
Müde.
Ich will nicht schlafen.
Ich will das iPhone.
Oh.
OH.
Meine Windel ist voll.
Mit voller Windel könntest du auch nicht schlafen.
Ich bin Baby und kann schon allein deswegen nicht schlafen.
Außerdem kriege ich einen Zahn.
Mal sehen, wie lange ich nicht schlafen kann.
Du willst mich wickeln?
Ich kann strampeln.
Ich kann ganz toll strampeln.
Mir doch egal, dass du mich wickeln willst.
Ich will das Papier.
Ich will das Papier essen.
Gib mir den Lappen.
Gib mir die Windel.
Ich hab die Windel ins Wasser geworfen.
Lustig.
Jetzt klatsche ich.
Wenn du nicht mitklatscht, kann ich auch schreien.
Komm, jetzt werfen wir auch meine Hose ins Wasser.
Nicht lustig?
Doch.
Sehr lustig.
Müde.
Ich will nicht schlafen.
Super Nase.
Ist die groß.
Da kneif ich mal rein.
Echt, das tut weh?
Jedes Mal?
Gleich nochmal probieren.
Echt, jedes Mal.
Warum musst du eigentlich immer über mich lachen?
Ich beiß dir in die Nase und du lachst.
Super Bauchnabel.
Da passt ja meine Nase rein.
Schmeckt aber nicht so gut.
Gib mal Boob.
Mehr Boob.
Ist das neben dir mein Schlafschaf?
Wieso steht mein Schlafschaf in deinem Bett?
Ich will mein Schaf.
Ich will mich kopfüber aus dem Bett stürzen.
Das ist sicher lustig.
Ich will krabbeln.
Ich will mich hinstellen.
Und die Schubladen in der Küche aufmachen.
Neinneinnein.
Kann ich genauso gut wie du.
Neinneinnein.
Neinei.
Nei.
(Kind schläft.)


(Ach, Fanny. Und ich dachte immer, noch mehr lieben kann ich dich nicht.)
(Und der Trick mit der Quietscheente ist ein Knaller.)


(Via Jason Good, der das für seinen Zweijährigen so sagenhaft schön aufgeschrieben hat).

Monday


























Via Bodie and Fou. 

Drive Darling



Stefanie, das hab ich das ganze Wochenende gehört. Danke. (Dir auch, Marlene).

Lists von Liza Kirwin


Eero Saarinen, list of Aline Bernstein´s´good qualities, ca. 1954.























Adolf Konrad, packing list, ca. 1962-63.


Benson Bond Moore, studies of ducks, undated.


Harry Bertoia "May-Self Rating Chart", School Assignment, 1932.

"Lists: To-dos, Illustrated Inventories, Collected Thoughts, and Other Artists Enumerations from the Smithsonian´s Archive of American Art" von Liza Kirwin. Copyright 2010 by Smithsonian Institution and reprinted with permission from Princeton Architectural Press, 17,30 Euro.
Via Flavorwire (1-3) und Sight Unseen (4). 

Und ich möchte sofort auch so eine Love List machen (obwohl das wohl eher ein Buch werden würde).

Das Glückspaket fürs Wochenende


Was für eine Woche. Schön, glücklich, dramatisch, traurig. Ein Abschied, der viel zu früh kam, und ich war nachdenklich und melancholisch und habe pausenlos über das Leben nachgedacht, so viele Warums im Kopf und kein einziges Darum. Aber manchmal erinnern einen so dramatische Ereignisse ja auch daran, dass es schon ziemlich gut ist, das Leben. Und nicht selbstverständlich. Ich hasse dieses ganze Carpe-diem-Gequatsche, aber natürlich ist da schon etwas dran. Und wenn diese merkwürdige Woche für irgendetwas gut war, dann vielleicht dafür, mich daran zu erinnern, auf die schönen Dinge zu gucken (statt mich über irgendeinen Mist einzuärgern, viel zu oft, ganz eindeutig). Mal kurz durchzuatmen und zu sehen, was da alles ist. Und da ist viel, großes Glück und kleines Glück und Glück, das einen Dreiviertelmeter groß ist. Ich war selten so dankbar dafür wie diese Woche.

(Hm, wollte ich nicht eigentlich darüber schreiben, was Steffi und ich uns ausgedacht habe? Entschuldigung. Noch einmal von vorn).

Freitag und das Wochenende liegt vor uns. Und als ich mir diese Woche mit der wunderbaren Steffi vom wunderbaren Blog "Ohhh...Mhhh" geschrieben hab, haben wir uns gefragt, ob wir diese Freitage nicht ein bisschen mehr zelebrieren  und feiern sollten. Sollten wir, da waren wir uns sofort einig, deswegen gibt es bei uns ab jetzt jede Woche "Das Glückspaket fürs Wochenende". Dinge, die uns gute Laune machen, auf die wir uns freuen, die wir gucken, kochen, backen, lesen, lieben.

Ich freue mich dieses Wochenende auf:


























































Den besten Schokoladenkuchen der Welt. Den Schokoladenkuchen von Kathreinerle, die Ihr wahrscheinlich schon längst von ihrem unglaublichen Blog "Photisserie" kennt. So göttlich schokoladig. Und saftig. Und trotzdem nicht zu süß, weil ordentlich viel Kaffee drin ist. Und die Glasur. OhGottistdergut. Wollt Ihr auch? Das Rezept (samt wunderschöner Fotos) gibt es hier. (Und liebe Kathreinerle: Willst Du die Bilder nicht bitte mal als Prints rausbringen, ich würde mir die sofort rahmen und überall aufhängen!).






























Worauf ich mich dieses Wochenende noch sehr freue: Das neue Buch "Design Sponge at Home" von Grace Bonney mit all den Dingen, die schon ihr Blog berühmt gemacht haben: wunderschöne Haustouren, Do-it-yourself-Anleitungen und Vorher-Nachhers (ich LIEBE Vorher-Nachher-Geschichten). Hier gibt es noch mehr Bilder. Und hier ein hübsches Video zum Buch.





























Einen langen Spaziergang mit Fanny. Eine Kanne Minze-Honig-Tee. Den Sieg vom HSV über Werder Bremen (haha, schön wär´s). Schlafen.

Macht Ihr mit und verratet uns, was Euch dieses Wochenende glücklich macht?

PS: Hier sind Steffis "Fünf Dinge".

Ein Tag in Bildern


07:35. Wach. Sehr, sehr wach.


08:00. Baden.


08:45. Frühstück. Mmmh, Pancakes.


09:20. Spülmaschine ausräumen.


09:25. Schubladen hochklettern.


09:40. Mit Papa telefonieren. 


10:05. Kurz angetäuschter Zwei-Minuten-Schlaf. Lieber noch ein bisschen Tasche ausräumen.


11:00. Schlafen ist eindeutig überbewertet. Wir machen uns hübsch und gehen raus, gleich treffen wir Marlene zum Kaffeetrinken (wie ich mich schon freue!). 


11:37. Jetzt aber los.


12:00. Schlafen.


13:00. Aufwachen und da wartet ein Geschenk.


13:02. Rote Babychucks. (Nicht heulen vor Rührung!). Ach, Marlene.


13:20. Sehr verliebt in die Patentante. Kann ich gut verstehen.


14:00. Mittagessen. 


14:30. Spazierengehen mit Marie und Stepha.


15:30. Und ein bisschen schlafen.


17:00. Nach dem Aufwachen gibt es schon wieder ein Geschenk, das Lieblingsbuch von Stepha: "Sophiechen und der Riese". Einfach so. Was für ein Tag. (Und was für zwei Frauen). Ist es wirklich schon fünf? 


17:15. Was gibts zum Abendessen? Kürbissuppe. Ich liebe Kürbisse. (Solange ich sie nicht schälen muss.) 

 


17:17. Fanny sagt Babababa, und ich vermisse den Mann gerade auch ganz schrecklich, ungewohnt, so ein Tag zu zweit. Jan Delay macht uns wieder ziemlich gute Laune.


17:45. Sind sie zu stark, bist du zu schwach? Ha! 


18:30. Abendessen. Fanny spielt verstecken. 


19:00. Müdes Kind. Gute Nacht, schlaf schön. Aber Fanny täuscht wieder nur an, geht links vorbei und schnappt sich ihr Schlafschaf. Pssst, Fännchen, kannst ruhig einschlafen. Aber Fanny beißt lieber in Mamas Nase. Und lacht. Und untersucht meinen Bauchnabel. Und lacht. Und unterhält sich mit dem Schaf. Schlafeinschlafeinschlafein.


20:20. Kürbissuppe und Fladenbrot. Denke kurz darüber nach, den Fernseher einzuschalten, ziemlich ruhig hier ohne Mann und Kind. Aber irgendwie auch schön, so eine Schale Suppe und Ruhe und sonst nichts.


20:55. Ein bisschen surfen und Emails beantworten.


21:30. Und die neue "Essen und Trinken". (Oh Gott, diese gefüllten Buchteln. Ich will jetzt sofort gefüllte Buchteln. Gefüllte Buchteln mit Vanillesauce und Powidl). 



22:30. Noch besser als ein Becher Häagen-Dazs? Der Mann ist wieder zu Hause. Und er hat zehn Kilo Zeitschriften vom Flughafen mitgebracht. Gute Nacht!
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