Das Glückspaket zum Wochenende (und ein Swap)


Jetzt überlege ich die ganze Zeit, wie ich eine total elegante Einleitung zu diesem Glückspaket schreibe, aber die Wahrheit ist: Ich bin ein Weihnachtsfreak. Pünktlich mit dem ersten Lebkuchen im Supermarktregal wächst mir ein Twin-Set. Und ich muss Kekse backen. Und Bratäpfel. Und ich lese Nigella Lawsons "How to be a Domestic Goddess" und meine gesammelten Brigitte Plätzchen-Hefte und überlege mir Fünf-Gänge-Weihnachtsmenüs. Ich weiß, ich weiß, ich hab einen Knall. Und mit Baby wird es nicht unbedingt besser, denn es ist zwar nicht Fannys erstes, aber immerhin ihr zweites (und erstes bewusstes) Weihnachtsfest und das muss doch anständig gefeiert werden, oder? Deswegen habe ich ihr diese Woche, gerade noch rechtzeitig, ihren allerersten Adventskalender gekauft, der am Wochenende gefüllt wird. Zumindest fang ich damit mal an. Und freu mich schon so. Tadaaa, hier ist er, der wunderschönste Adventskalender, der mir seit langer Zeit untergekommen ist, 24 handbedruckte Papiertüten von der Hamburger Grafidesignerin Ahoimeise:
























Was mich dieses Wochenende noch glücklich macht:

Die neue, uralte Gugelhupf-Form einzuweihen, die meine Mutter mir geschenkt hat, ich glaube, sie wiegt fünf Kilo. Was für ein wunderbares Geschenk.

Ganz in Ruhe den Zeitschriftenstapel neben dem Sofa klein zu lesen. Und die "Food and Drink"-Ausgabe vom New York Times Magazine. Und "The Gentlewoman".

Und ganz in Ruhe meine neue Jacke anzuprobieren (mit der ich mich langsam doch ein wenig anfreunde...).

Ein riesengroßes Geburtstagspaket für mein Patenkind Paul schnüren: die besten Tanzfilme (er tanzt und liebt Hip Hop), soviel Popcorn und Chips, dass ich meine Schwester vorher lieber nicht einweihe, und eine selbstgebrannte CD mit gutem Old-School-Hip Hop. Yo.

In Ruhe die neue "Feist" anzuhören. (Ich liebe dieses Lied. Und dieses.)

Das restliche Wochenende werde ich damit verbringen, über Fannys ersten Geburtstag und die große Party nachzudenken. Habt Ihr ein paar Lieblings-Inspirationslinks für Geburtstags-Parties und Deko und tolle Rezepte? (Ich bin ja sehr verliebt in die Oreo-Torte von Cake, aber dafür ist sie wohl noch ein bisschen klein).

Und zum Schluss noch eine Frage:
Wenn wir schon die ganze Zeit Glückspakete schnüren, wäre es nicht mal schön, auch welche zu verschicken, ganz klassisch per Post? Ich dachte an: einen Glückspakete-Swap!

Jeder, der Lust hat mitzumachen...
...packt ein Wochenend-Glückspaket (und bekommt dafür eins). (Nichts Riesengroßes, nur ein paar Kleinigkeiten, die gute Laune machen, mit Liebe ausgesucht).
... schreibt eine kleine Karte oder einen Gruß.
.... verschickt sein Paket zum übernächsten Freitag (21. Oktober).

Bei Interesse: Eine Email mit Name und Adresse an postanslomo@googlemail.com bis zum 12. Oktober. Ich suche dann die Partner aus und benachrichtige sie.

Steffi hat diese Woche wieder die allerschönsten Tipps: ein Feinschmeckermarkt (in Hamburg! Buhu!) und, ahhhhh, sie träumt von WEIHNACHTSBAUMDEKO (ach, Steffi, das beruhigt mich jetzt sehr! Ich bin nicht allein! Ein Battle?! Hm. Hmm. Großartige Idee! Und gute Besserung!)

Macht Ihr mit? Und was macht Euch gute Laune?
Ein schönes Wochenende!
Hohoho,
Okka

♥


























Heute per Email bekommen. Wie süß ist das denn?

Blick zurück

Eben bei der wundervollen "Miss Moss" diese Bilder entdeckt: Giuseppe Savini sammelt und kauft alte Fotos und hat mit ein paar besonders schönen Exemplaren diese Serie in Bologna fotografiert. Keine neue Idee, aber toll umgesetzt, oder? Mehr Entdeckungen dieser Art gibt es in der Flickr-Gruppe "Looking Into the Past" von Fotograf Jason Powell. (Hier ist ein Artikel über ihn in der Washington Post.)
































Behalten oder umtauschen?




















Eben hat der Postbote meine neue Jacke gebracht. Und ich mag sie. Trotzdem ist da noch ein kleines Fragezeichen (weil irgendetwas an dieser Jacke 80er Jahre sagt?). Hm. Behalten oder umtauschen?

Fanny







































46 Wochen.

Was Fanny liebt.
Weißwurst. Die Raupe Nimmersatt. Bauchpusten. Meine Tasche ausräumen. Mein Portemonnaie ausräumen. Quietscheentchen. Mit Quietscheentchen frühstücken. Quietscheentchen im Brei versenken. Gekitzelt werden. Das Sieb aus der Dusche fischen. Das Regal ausräumen. Bobo-Bücher. Äpfel. Die Schranktür aufmachen. Die Schranktür zumachen. Den Schrank ausräumen. Marvin Gaye. Den Stecker aus der Steckdose ziehen. Alle Stecker aus allen Steckdosen ziehen. Meinen Schlüsselbund. Im Kängurubeutel herumgetragen werden. Milchhörnchen. Die Mainzelmännchen. Die Wettervorhersage. Duplo-Figuren. Duplo-Häuser einreißen. Den Finger in Mamas Nase stecken. Den Finger in Mamas Mund stecken. Flaschendeckel auf Flaschen schrauben. Kochtöpfe. Die Spülmaschine. Jan Delay. Boobs. Kakaomilchschaum. Die Fernbedienung. DVD-Hüllen. Der Spiegel auf der letzten Seite von "Gesichter machen". Der Spiegel im Schlafzimmer. Auf Papas Schultern sitzen. Auf Papa schlafen. Zähne putzen. Die Socken ausziehen. Sand essen. Da sagen. Zeigen. Die Freud-Actionfigur. Verstecken spielen. Sechszahnkind gerufen werden.

(Und was ihr Papa an ihr liebt).

Tarte Tatin (und ein Stückchen Pizza)


Und wie sie eben so gekiekst hat am Telefon, so hab ich sie schon lange nicht mehr gehört, ach Paris, sagte sie. Und: Ich bin so glücklich und müde vom Rumgehen, und wie ich sofort wusste, was sie meinte, dieses sich müde laufen in Paris, weil man einfach immer mehr sehen möchte, mehr aufsaugen will, weitergehen muss. Und ich hab eine Tarte Tatin bei Laduree gegessen, sagte sie, und mir ging es genau wie dir, es hat nicht viel gefehlt, und ich hätte geheult, diese Creme Double, die sie auf einem Silbertablett servieren, ach, dieser Geschmack. Auf dem Nachhauseweg drei Boskopäpfel gekauft und geschält und in dicke Scheiben geschnitten und Karamell gemacht und die Apfelscheiben ganz vorsichtig darauf geschichtet und den Blätterteig zurechtgeschnitten und alles in den Ofen geschoben und ganz tief diesen Duft eingeatmet und gewartet, bis der Teig goldbraun ist und dann noch eine Viertelstunde gewartet, sehr ungeduldig schon, bis ich sie endlich stürzen konnte, und mich so gefreut, dass sie wirklich aussah wie eine Tarte Tatin und gleich die Hälfte gegessen, mit Creme fraiche, und die Augen geschlossen. Wie schön, dass man Glück manchmal auch backen kann.

Fanny hat sich am Wochenende auch glücklich gegessen. Ihr allererstes Stückchen Pizza.

Julia, verzweifelt gesucht!

Liebe Julia, DU (UND DEINE PIZZA MARGHERITA) HABT WIRKLICH DEN KALENDER GEWONNEN! Damit ich ihn Dir zuschicken kann, bräuchte ich allerdings Deinen Namen und Deine Adresse. Also melde Dich! Wenn nicht, zieht Fanny noch einmal einen Gewinner... Ein schönes Wochenende!
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