Fanny
46 Wochen.
Was Fanny liebt.
Weißwurst. Die Raupe Nimmersatt. Bauchpusten. Meine Tasche ausräumen. Mein Portemonnaie ausräumen. Quietscheentchen. Mit Quietscheentchen frühstücken. Quietscheentchen im Brei versenken. Gekitzelt werden. Das Sieb aus der Dusche fischen. Das Regal ausräumen. Bobo-Bücher. Äpfel. Die Schranktür aufmachen. Die Schranktür zumachen. Den Schrank ausräumen. Marvin Gaye. Den Stecker aus der Steckdose ziehen. Alle Stecker aus allen Steckdosen ziehen. Meinen Schlüsselbund. Im Kängurubeutel herumgetragen werden. Milchhörnchen. Die Mainzelmännchen. Die Wettervorhersage. Duplo-Figuren. Duplo-Häuser einreißen. Den Finger in Mamas Nase stecken. Den Finger in Mamas Mund stecken. Flaschendeckel auf Flaschen schrauben. Kochtöpfe. Die Spülmaschine. Jan Delay. Boobs. Kakaomilchschaum. Die Fernbedienung. DVD-Hüllen. Der Spiegel auf der letzten Seite von "Gesichter machen". Der Spiegel im Schlafzimmer. Auf Papas Schultern sitzen. Auf Papa schlafen. Zähne putzen. Die Socken ausziehen. Sand essen. Da sagen. Zeigen. Die Freud-Actionfigur. Verstecken spielen. Sechszahnkind gerufen werden.
(Und was ihr Papa an ihr liebt).
Tarte Tatin (und ein Stückchen Pizza)
Und wie sie eben so gekiekst hat am Telefon, so hab ich sie schon lange nicht mehr gehört, ach Paris, sagte sie. Und: Ich bin so glücklich und müde vom Rumgehen, und wie ich sofort wusste, was sie meinte, dieses sich müde laufen in Paris, weil man einfach immer mehr sehen möchte, mehr aufsaugen will, weitergehen muss. Und ich hab eine Tarte Tatin bei Laduree gegessen, sagte sie, und mir ging es genau wie dir, es hat nicht viel gefehlt, und ich hätte geheult, diese Creme Double, die sie auf einem Silbertablett servieren, ach, dieser Geschmack. Auf dem Nachhauseweg drei Boskopäpfel gekauft und geschält und in dicke Scheiben geschnitten und Karamell gemacht und die Apfelscheiben ganz vorsichtig darauf geschichtet und den Blätterteig zurechtgeschnitten und alles in den Ofen geschoben und ganz tief diesen Duft eingeatmet und gewartet, bis der Teig goldbraun ist und dann noch eine Viertelstunde gewartet, sehr ungeduldig schon, bis ich sie endlich stürzen konnte, und mich so gefreut, dass sie wirklich aussah wie eine Tarte Tatin und gleich die Hälfte gegessen, mit Creme fraiche, und die Augen geschlossen. Wie schön, dass man Glück manchmal auch backen kann.
Fanny hat sich am Wochenende auch glücklich gegessen. Ihr allererstes Stückchen Pizza.
Julia, verzweifelt gesucht!
Liebe Julia, DU (UND DEINE PIZZA MARGHERITA) HABT WIRKLICH DEN KALENDER GEWONNEN! Damit ich ihn Dir zuschicken kann, bräuchte ich allerdings Deinen Namen und Deine Adresse. Also melde Dich! Wenn nicht, zieht Fanny noch einmal einen Gewinner... Ein schönes Wochenende!
Das Glückspaket zum Wochenende
Sehr spät dran heute, aber eines muss ich vorweg trotzdem noch sagen: Ihr seid so toll. Ihr habt ja keine Ahnung, wie oft ich einen Eurer Kommentare lese und fast heule vor Rührung (was heißt fast), wie oft ich grinse oder nicke oder lange nachdenke über das, was Ihr mir schreibt. Das macht mich ganz wahnsinnig glücklich, vielen, vielen Dank dafür.
Was mich dieses Wochenende noch glücklich macht:
Schlafen. Ganz viel schlafen.
Den Herbstsoundtrack hören, den die großartige Silke mir geschickt hat (ach, Du).
Einen ganz langen Spaziergang machen. Im T-Shirt.
Mal wieder "The September Issue" gucken.
Und dann liegen bleiben und EINKAUFEN. Denn COS und Monki haben ja jetzt einen Onlineshop (YES!). (Ich war zwar erst gestern bei COS und hab einen wunderschönen blauen Pullover gekauft, aber, mh, wie soll ich sagen, da FEHLT noch was, eine graue Jeans zum Beispiel, und eine Jacke wie diese oder diese, habt Ihr vielleicht einen Tipp?).
Nochmal Zimtschnecken backen, die einfachsten und schnellsten Zimtschnecken der Welt. Wollt Ihr auch?
SUPERSCHNELLE ZIMTSCHNECKEN (angewandelt nach einem Rezept von Paula Deen)
1 TK-Hefeteig (mit ein bisschen mehr Zeit kann man den natürlich auch selbst machen, bei Frau Deen nachzulesen)
Zimt und Zucker
4 EL und 2 TL Butter
8 EL Puderzucker
1 TL Vanilleextrakt (das hier ist ein Knaller)
Den Hefeteig ein paar Stunden auftauen lassen und zu einem großen Rechteck ausrollen. Den Ofen auf 150 Grad vorheizen. 4 EL Butter schmelzen und den Teig damit bestreichen, großzügig mit Zimt und Zucker bestreuen. Das ganze Rechteck aufrollen und in etwa vier Zentimeter große Stücke schneiden. Eine Auflaufform buttern und die Zimtschnecken eng an eng aneinander legen. Bei 150 Grad ungefähr eine halbe Stunde backen, bis sie schön braun sind. In der Zwischenzeit die Glasur vorbereiten: Puderzucker (ich hab 8 gehäuft EL genommen) mit heißen Wasser auflösen (ungefähr 3 EL, ich mach das eigentlich immer nach Gefühl, man sieht ja, wann es schön zähflüssig ist) und mit 2 TL weicher Butter und 1 TL Vanilleextrakt verrühren. Die noch warmen Zimtschnecken damit bestreichen (und zwar großzügig) und sofort essen.
Und guckt doch mal, was sich Steffi heute wieder ausgedacht hat (eine VERLOSUNG und CAKE POPS, die ich UNBEDINGT probieren muss!).
Was macht Euch dieses Wochenende glücklich (und überhaupt?).
Schönes Wochenende!
Ein paar Bilder aus den letzten Tagen
Kiezbummel. Goldhahn und Sampson. Kochbuchschmökern. Sian. Ting. Kerzenständer. Zahnarzt. Every Cloud has a silver Lining. Massaman-Curry. Spielen. Baden. Reden. Kochen. Friedrichstraße. Mitte. Blauer Pulli. Blaue Strickjacke. Barcomi´s. Spaziergang. Currywurst. Die Gestalten. Turmbauen. Kuscheln. Süßkartoffel-Wedges. Elbspeicher B. Sonne. Tarte Tartin mit Creme fraiche.
Fanny
45 Wochen.
Plötzlich ZEIGT sie. Keine Ahnung, wo sie sich das abgeguckt hat, hat sie? Zeigen wir denn? Mit dem Zeigefinger? Sie jedenfalls tut es. Auf eines ihrer Bücher, auf Essen, auf uns. Plötzlich versteht sich ihr Bewusstsein auf eine neue Operation, kann eine imaginäre Linie zwischen Zeigefinger und einem Objekt ziehen, etwas MEINEN und WOLLEN und DA sagen.
Überhaupt die Magie der ersten Male. Das erste Mal Zeigen, das erste Mal Applaudieren, das erste Mal Lachen, das erste Mal Winken. Bald werden es die ersten Schritte sein, man kann es schon ahnen. Das Schöne dabei: Zuzusehen, wie sie sich selbst gar nicht einkriegen kann vor Freude darüber, etwas zu können, das sie einen Tag, ein paar Augenblicke davor, noch nicht gekonnt hat. Wie sie jedes Mal ganz aufgeregt ist, wenn sie merkt, dass sie jetzt etwas Neues im Repertoire hat. Wie merkt ein Baby eigentlich, dass es etwas Neues kann? Sicher, durch unseren Applaus, durch unser Feedback. Sie merkt, dass wir begeistert sind von ihren ersten Malen und freut sich über unsere Freude. Aber das allein kann es nicht sein. Es gibt auch eine Art Freude über das Wissen, Herausfinden, Lernen, strahlend, glucksend, fröhlich, hampelnd. Wie schade, dass man das später verliert, wenn man den Schulen (und dem Leben) in die Hände gerät.
Klingt vielleicht irre, so von einer Woche auf die andere, aber: plötzlich entwickelt sich auch so etwas wie eine Persönlichkeit. Und dann kommt dieser Augenblick (so kommt es einem jedenfalls vor, in Wahrheit sind es natürlich viele Augenblicke, aber es gibt immer den ersten, der einem auffällt), in dem es unwiderruflich ein Ich hat, Vorlieben, Einfälle, einen Charakter: Mag jetzt immer seltener Brei (und wenn überhaupt dann nur, wenn sie ihren eigenen Löffel bekommt). Liebt Weißwürste. Lässt sich immer seltener ablenken von dem, was sie will (nämlich das HANDY, nein die FERNBEDIENUNG, nein, BEIDES, und versuch nicht, ihr stattdessen Spielzeug anzudrehen). Ist stinksauer, wenn man ihr etwas wegnimmt. Kann Langeweile empfinden. Mag in Ruhe und alleine spielen. Solange es zwischendurch kommen und fünf Sekunden Liebe tanken kann. Macht Quatsch, spielt verstecken, stundenlang. Reißt energisch mein T-Shirt hoch, wenn sie Milch will, und während ich noch lache, hat sie schon angedockt (so wird das nie was mit dem Abstillen). Mag keine Abschiede. Ist die ersten fünf Minuten schüchtern, wenn Besuch kommt.
Vorhin mit Mami ein paar alte Fotos angesehen, schau mal, da war sie gerade drei Tage alt. Ach, ihr Lachen. Guck, da dreht sie sich zum ersten Mal. Und robbt. Und krabbelt. Und steht. Unglaublich, so ein Babygehirn.
Oh, oh, OH!
Wieder eine Nacht nicht geschlafen wegen Zahnschmerzen und dann wach ich heute auf, klapp den Rechner auf und seh noch vor dem ersten Kaffee: ministate of mind hat mir einen Bloggeraward verliehen, oh, oh, OH! Wie schön! Vor allem, weil "The Versatile Blogger-Award" zusammen mit ein paar ganz wunderbaren Regeln kommt:
+ Bedanke Dich bei der Person, die dir diese Preis verliehen hat (und verlinke sie).
+ Erzähl deinen Lesern sieben Dinge über Dich.
+ Verleihe diesen Preis an bis zu fünfzehn Lieblingsblogs.
+ Lass die Preisträger wissen, dass sie "The Versatile Blogger-Award" gewonnen haben.
Ich bedanke mich nur zu gern, denn "ministate of mind" ist ein ganz wunderbares Blog.
Sieben Dinge über mich? Pffff. Okay.
1. Ich heiße Rohd und werde (leider) gerne rot, aber meine Lieblingsfarbe ich dunkelblau.
2. Ich bin furchtbar abergläubisch. Ich klopfe auf Holz, trage ein Glücksarmband, achte penibel darauf, dass die Naht der Bettdecke beim Schlafen nie nach oben zeigt, weil das Laken dann die schönen Träume frisst, und der HSV ist gerade nur deshalb so schlecht, weil ich zum Anpfiff keine Tor-Zigarette mehr rauche.
3. Ich habe panische Angst vor Fischen. Bis vor ein paar Jahren konnte ich nicht einmal an Tiefkühltruhen vorbeigehen, in denen tote Fische zu sehen waren, ohne dass mein Körper von den ersten Symptomen einer Panikattacke heimgesucht wurde. Mittlerweile habe ich es immerhin geschafft, beim Anblick von Fisch-Fotos nicht laut zu schreien. Ins Meer kann ich trotzdem nur, wenn es klar ist und ich sehen kann, dass nicht Fischschwärme darauf lauern, mich zu überfallen.
4. Ich habe noch nie eine Deadline verpasst, ich habe noch nie einen Text nicht abgegeben, trotzdem frage ich mich jedes Mal: Schaff ich das? Wie soll ich das bloß schaffen? Fällt mir dazu etwas ein? Bin ich komplett talentfrei?
5. Es gibt das richtige System, eine Spülmaschine einzuräumen. Bis auf mich hat es nur keiner je begriffen (und er schon gar nicht).
6. Ich bin süchtig nach Ringelshirts, Cola Light, Kochbüchern, Kaffee, Krimis, Mokka-Cupcakes, Lippenbalsam und Babyspeckbeinen.
7. Mein zweiter Vorname ist Hildegard, früher habe ich ihn gehasst, heute mag ich ihn, weil meine beiden Großmütter Hildegard hießen.
Und jetzt, tadaaa, Trommelwirbel, geht der Preis weiter an sieben Lieblingsblogs, die mir jeden Tag gute Laune machen:
Spruced.
Hausbesuchwins.
Vier und mutig.
Ohh... Mhhh... (ach nee, geht ja nicht, Steffi hat den Award ja schon!)
Inattendu.
Lykkelig.
Fräulein Text.
Herzlichen Glückwunsch! Und heute Abend (wenn ich vom Zahnarzt zurück bin, ein paar Fotos von unserem Tag!).
+ Bedanke Dich bei der Person, die dir diese Preis verliehen hat (und verlinke sie).
+ Erzähl deinen Lesern sieben Dinge über Dich.
+ Verleihe diesen Preis an bis zu fünfzehn Lieblingsblogs.
+ Lass die Preisträger wissen, dass sie "The Versatile Blogger-Award" gewonnen haben.
Ich bedanke mich nur zu gern, denn "ministate of mind" ist ein ganz wunderbares Blog.
Sieben Dinge über mich? Pffff. Okay.
1. Ich heiße Rohd und werde (leider) gerne rot, aber meine Lieblingsfarbe ich dunkelblau.
2. Ich bin furchtbar abergläubisch. Ich klopfe auf Holz, trage ein Glücksarmband, achte penibel darauf, dass die Naht der Bettdecke beim Schlafen nie nach oben zeigt, weil das Laken dann die schönen Träume frisst, und der HSV ist gerade nur deshalb so schlecht, weil ich zum Anpfiff keine Tor-Zigarette mehr rauche.
3. Ich habe panische Angst vor Fischen. Bis vor ein paar Jahren konnte ich nicht einmal an Tiefkühltruhen vorbeigehen, in denen tote Fische zu sehen waren, ohne dass mein Körper von den ersten Symptomen einer Panikattacke heimgesucht wurde. Mittlerweile habe ich es immerhin geschafft, beim Anblick von Fisch-Fotos nicht laut zu schreien. Ins Meer kann ich trotzdem nur, wenn es klar ist und ich sehen kann, dass nicht Fischschwärme darauf lauern, mich zu überfallen.
4. Ich habe noch nie eine Deadline verpasst, ich habe noch nie einen Text nicht abgegeben, trotzdem frage ich mich jedes Mal: Schaff ich das? Wie soll ich das bloß schaffen? Fällt mir dazu etwas ein? Bin ich komplett talentfrei?
5. Es gibt das richtige System, eine Spülmaschine einzuräumen. Bis auf mich hat es nur keiner je begriffen (und er schon gar nicht).
6. Ich bin süchtig nach Ringelshirts, Cola Light, Kochbüchern, Kaffee, Krimis, Mokka-Cupcakes, Lippenbalsam und Babyspeckbeinen.
7. Mein zweiter Vorname ist Hildegard, früher habe ich ihn gehasst, heute mag ich ihn, weil meine beiden Großmütter Hildegard hießen.
Und jetzt, tadaaa, Trommelwirbel, geht der Preis weiter an sieben Lieblingsblogs, die mir jeden Tag gute Laune machen:
Spruced.
Hausbesuchwins.
Vier und mutig.
Ohh... Mhhh... (ach nee, geht ja nicht, Steffi hat den Award ja schon!)
Inattendu.
Lykkelig.
Fräulein Text.
Herzlichen Glückwunsch! Und heute Abend (wenn ich vom Zahnarzt zurück bin, ein paar Fotos von unserem Tag!).
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