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Lieblingsläden in Berlin: Ting







Auf dem Heimweg diesen neuen Laden gesehen, gleich bei mir um die Ecke. Leider keine Zeit gehabt. Am nächsten Tag sofort hingegangen, um zu gucken, ob der Laden wirklich so gut ist, wie er beim Vorbeigehen aussah. Reingegangen. Sofort hysterisch geworden. Ahhh, diese Metallhocker. Die Taschen. Die Kissen. Die Vasen, sind die japanisch? Was ist das hier überhaupt, irgendwie sieht das so skandinavisch aus und dann wieder so asiatisch? Ob ich einen Kaffee will? Gerne, danke. Und zwei von diesen Schokofröschen mit Cremefüllung, bitte. Und eins von diesen karierten Tabletts. Und so einen Stofffisch, den nehm ich für Fanny mit. Und drei Rollen buntes Klebeband. Und diese Geschenkanhänger für meine Schwester. 

Ist das schön hier. Seit wann gibt es Ting?
Laura Huppert: Seit zwei Monaten, eröffnet haben wir am 19. März.

Betreibst du den Laden alleine?
Mh, ja, ich bin einziger Inhaber und das Tagtägliche mache ich allein - aber mein Freund Chriz hat mir so viel bei den Vorbereitungen geholfen, beim Einkauf, Renovieren, und überhaupt mit dem Denken, dass es irgendwie auch unser gemeinsames Herzensprojekt ist. Samstags ist er auch als Unterstützung im Laden. Deshalb sage ich meistens "unser Laden".

Wann hattest du die Idee für diesen Laden?
Einen Laden wollte ich schon immer. Als Kind habe ich vor dem Spielplatz Gänseblümchen an Passanten verkauft, ein kleiner Kaufmann steckt da also schon lange drin. Auch in anderen Jobs habe ich oft von so einem Laden geträumt. Den Ausschlag hat dann eine Reise nach Tokyo vor einem guten Jahr gegeben. Dort gab es einfach die unglaublichsten kleinen Geschäfte, von denen ganz viele skandinavische und asiatische Einflüsse gemischt haben. Da war mir klar, dass ich das auch mal versuchen will. 

Was bedeutet der Name Ting?
Auf Dänisch bedeutet es ganz einfach Dinge, was super ist, weil ich ein richtiger Ding-Mensch bin. Und auf chinesisch hat Ting je nach Aussprache und Zeichen ganz verschiedene Bedeutungen, wovon eine kurz anhalten ist und daraus dann ting y ting: eine kleine Pause machen.

Wie kommst du ausgerechnet auf Asien und Skandinavien?
Das sind einfach zwei Gegenden, an die ich mein Reiseherz verloren haben. Nach Asien zieht es mich seit einer langen Reise nach dem Abi immer wieder. Vor der Gründung von Ting habe ich auch einen meiner Träume verwirklicht und zusammen mit Chriz für anderthalb Jahre in Peking gewohnt und von dort aus die Gegend erkundet. Und Chriz kommt aus Dänemark, so dass ich einen wirklich tiefen Einblick in das dänische Design bekommen habe, was dort einen ganz anderen, auch gesellschaftlichen Stellenwert hat als hier. Ich finde auch, dass viele Produkte in ihrer Schlichtheit und Ästhetik richtig gut zusammen passen. 

Gehst du bei schönen Produkten auch mal fremd?
Ein Fremdgehprodukt muss ich gestehen, und zwar den leckeren Løv Organic Tee. Der kommt eigentlich von den Kusmi-Tee-Machern aus Frankreich, behauptet aber skandinavisch inspiriert zu sein. Dann ist die Verpackung auch wirklich hübsch!

Bunte Papierboxen, Stempelsets, Hocker aus Metall, Kuscheltiere, aber auch ein anständiger Kaffee - was genau verkaufst du hier alles?
Das Konzept ist eigentlich: schöne Dinge aus dem nahen Norden und fernen Osten. Ich gehe danach, was mir gefällt. Zur Zeit sind es hauptsächlich Sachen für zu Hause wie handgewebte Baumwolldecken, dänische 60er Jahre Vintage-Möbel, neue Lampen und Tische, Papierkram wie zum Beispiel Hefte aus China, koreanische Stifte und Anhänger aus Dänemark. Und dann ganz viele Taschen, unter anderem von der großartigen Yumiko Sekine und ihrem Label foglinen work aus Japan. Und ein bisschen schöner Schmuck und Kleider, hauptsächlich von jungen Designer aus Bangkok.

Woher beziehst du die Sachen?
Das meiste haben Chriz und ich selbst in Asien oder Dänemark zusammengesucht und mitgeschleppt oder geschickt. Die Sachen von foglinen work habe ich zum ersten Mal in Tokyo gesehen und mich total gefreut, dass ich sie auch hierher bestellen konnte. Die Vintage-Möbel und Kleinigkeiten suchen wir auf dem Land in Dänemark zusammen. Ich liebe diese Suche nach Schätzen und es ist großartig, nicht mehr dauernd denken zu müssen "Oh, aber die Wohnung ist doch schon so voll", sondern es einfach für den Laden kaufen zu können. Bei den Süßigkeiten zum Kaffee (oh, noch eine Ausnahme: eine Berliner Röstung) und den Getränken halten wir uns an bewährte dänische Klassiker, die wir auch noch im Auto mitgenommen haben. Und ein paar Sachen bestelle ich natürlich auch einfach bei skandinavischen Herstellern, die mir gefallen.

Gibt es für alle Nicht-Berliner auch einen Online-Shop?
Daran arbeite ich gerade. Leider geht es parallel zum Laden nicht ganz so schnell vorwärts, aber ein paar Produkte sind schon online und ich versuche, laufend mehr reinzustellen.

Was ist für die Zukunft geplant?
In näherer Zukunft sind Einkaufsreisen nach Dänemark und Asien geplant, damit ich meine Kunden weiter mit schönen neuen Sachen überraschen kann. Der ganz große Zukunftstraum wäre ein kleiner Ting-Laden irgendwo am Meer, wo ich die Hälfte des Jahres verbringe, und die andere Hälfte reise ich durch die Welt und kaufe schöne Sachen. Aber erstmal ist alles prima, so wie es ist.

Fotos: Benedict Sicheneder für Ting (1 & 2), alle anderen Fotos sind von mir.

Ting, Rykestraße 41, 10405 Berlin, Telefon: 030 - 53 79 65 06, Di - Fr 11-19 Uhr, Sa 11-17:30 Uhr.

MACHERINNEN: LAURA HUPPERT ÜBER DIE GRÜNDUNG IHRES SCHMUCKLABELS TING GOODS (UND EINE VERLOSUNG!)



Wenn ich etwas Schönes für meine Wohnung oder ein Geschenk für eine Freundin suche, dann gehe ich zuerst zu ting. In ihrem Laden im Berliner Prenzlauer Berg verkauft Inhaberin Laura Huppert ihre Lieblingsfundstücke aus dem nahen Norden und fernen Osten, und ich weiß nicht, wie sie das anstellt, aber sie trifft dabei immer meinen Geschmack. Neu in ihrem Sortiment ist ihre Schmucklinie ting goods. Weil die mir ganz genauso gut gefällt, habe ich Laura gefragt, wie sie es geschafft hat, nun auch noch ein Schmucklabel zu gründen. Und wie ihre Stücke entstehen.

Laura, du betreibst einen meiner absoluten Lieblingsläden: ting. Neuerdings gibt es auch ting goods, deine Schmucklinie. Wie kam es dazu?
Die Idee zu ting goods entstand auf einer der vielen Asien-Reisen, die wir unternehmen, um neue tolle Dinge für ting zu entdecken. Wir waren in Indien unterwegs, in Jaipur, und haben dort zum Glück unsere jetzigen Partner Vipin und Parimal kennengelernt und im ersten Schritt ein paar Schmuckstücke für den Laden gemacht. Wir waren dann so begeistert davon, wie die beiden unsere Ideen in Handarbeiten umsetzen, dass wir einfach Lust hatten, mehr mit ihnen zu arbeiten und zusammen tollen Schmuck zu fairen Bedingungen zu produzieren.

Entwirfst du die Stücke selbst? 
Ja, zumindest im Anfangsstadium sind alle Stücke meine Idee. Da ich selber nicht viel Erfahrungen beim Silberschmieden habe, gibt es aber meistens noch einige Änderungen, wenn wir zusammen in Indien die Musterstücke machen.

Wie beginnst du also?
Ich gehe immer davon aus, was für Schmuck ich selbst mag, und das sind eher schlichte, aber nicht langweilige Sachen, für jeden Tag. Nichts, bei dem man denken muss „Oh, das ist nur etwas für ganz besondere Anlässe”. Im Endeffekt möchte ich unkomplizierten Schmuck für unkomplizierte Frauen machen. 

Wie würdest du den Stil dieses Schmuckes beschreiben?
Unser Schmuck verbindet skandinavischen Minimalismus mit indischem Handwerk. Das bedeutet für mich, dass unsere Formensprache eher schlicht und zurückhaltend ist, dabei aber der handwerkliche Aspekt zu sehen bleibt – kleine Unterschiede und Imperfektionen gehören da dazu. Ich finde es schön, wenn man den Stücken ansieht, dass sie handgemacht sind.

Haben bestimmte Stücke eine besondere Bedeutung für dich?
Letztes Jahr haben wir in Jaipur auf dem Basar wunderbare Glasperlen gefunden, mit denen ich unbedingt etwas machen wollte. Wir haben dann noch ein paar andere Zutaten besorgt und lange Ketten daraus gemacht, die etwas bunter und weniger schlicht sind, als unsere anderen Sachen. Da geht manchmal so ein kleiner Hippie mit mir durch... Dann haben wir gemerkt, dass wir mit unseren ungeübten Händen ewig brauchen zum Auffädeln. Am Ende haben das dann Parimals Frau Kalpana und ihre Freundinnen übernommen, und wir freuen uns, dass so ein kleiner Nebenverdienst für diese Frauen entstanden ist.



Wieso lässt du deinen Schmuck in Indien fertigen?
Wir sind schon immer viel durch Asien gereist und verdanken den Menschen und Orten dort sehr viel. Für uns ist es ein persönliches Bedürfnis, diesem Teil der Welt etwas zurückzugeben, unter anderem in Form von Arbeitsplätzen und fairer Bezahlung. Indien ist ein sehr armes Land und wir finden, dass ein guter Arbeitsplatz dort mindestens so wichtig ist, wenn nicht noch viel existentieller, als hier. Und natürlich spielt es eine Rolle, dass Jaipur eine lange Tradition in der Schmuckherstellung hat und es toll und aufregend ist, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die ihr Handwerk verstehen.

Wie läuft die Herstellung ab?
Meist läuft das so ab, dass ich mir hier in Berlin neue Sachen überlege und Vipin dann die ersten Zeichnungen und Maße schicke. Daraufhin schauen sich Vipin und Parimal das an, machen mich auf mögliche Probleme aufmerksam und bereiten erste Muster vor. Dann sind wir einmal im Jahr für ein paar Wochen in Jaipur und arbeiten zusammen weiter an den Mustern, bis die nächste Kollektion steht. Wir arbeiten dort direkt in der Werkstatt, man kann jede Änderung und Idee also sofort ausprobieren, und auf einem Riesenteppich nebendran lassen sich prima unendliche Mengen an Mustern, Steinproben und Zeichnungen ausbreiten. Dabei gibt es Unmengen von Chai und es geht sehr gemütlich zu. Schnelligkeit und Effektivität haben definitiv einen anderen Stellenwert und es tut gut, die Sachen mal recht langsam anzugehen. Wenn dieser Prozess dann beendet ist, übernehmen Vipin und Parimal die Produktion. 

Magst du ein bisschen von den beiden erzählen?
Vipin ist Ende 20 und hat dieses Jahr seine große Liebe aus Schulzeiten geheiratet. Das hat uns riesig gefreut, da es zwischendurch so aussah, als ob es vielleicht kein Happy End geben würde. Die beiden sind aus verschiedenen Kasten und eine Liebesheirat ist immer noch nicht Standard.

Parimal kommt, wie viele Silber- und Goldschmiede in Jaipur, eigentlich aus Kalkutta und lebt zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn in einer Straße in der Altstadt, in der viele Bengalen wohnen. Eine richtige kleine Community mit eigenem Tempel und starkem Zusammenhalt. Einmal im Jahr fahren sie mit dem Zug nach Kalkutta und besuchen ihre Familien dort für einen Monat. Bei der Arbeit schaut er gerne Cricket auf seinem total zerkratztem Handy. Und ohne Nickerchen geht nach dem Mittagessen gar nichts.

Beide finden eigentlich traditionellen indischen Schmuck mit ordentlich viel Schnörkeln und Ornamenten besser und lachen immer ein bisschen, wenn wir da sitzen und etwas gerne noch schlichter hätten oder als fertig deklarieren, ohne dass es irgendeine Art der Verzierung hat. Aber mittlerweile kennen wir gegenseitig unsere Geschmäcker und das macht die Arbeit einfacher und auch noch lustiger.



Was hast du von deinen Reisen nach Indien wieder mit nach Hause gebracht – an Eindrücken, Erfahrungen, Fundstücken?
Ich glaube, das Wichtigste, das ich jedes Mal mitnehme, ist eine große Portion Dankbarkeit dafür, wie gut es mir geht. Dazu kommt das Gefühl der eigenen Lächerlichkeit, wenn ich mich über Kleinigkeiten im Alltag aufrege. Indien rückt alles in Perspektive. Und dann sind da natürlich noch all die bunten, verrückten, lauten, intensiven Momente und Bilder, die einen fast umhauen. Ganz konkret bringe ich auch immer einen Haufen schöner Schals, Kissenhüllen oder Decken für den Laden mit, denn das Bedrucken von Baumwollstoffen ist eine der anderen Handwerkstraditionen aus der Gegend und viele der Stoffe sind unglaublich schön.

Wie ist deine Liebe zu Asien und Skandinavien eigentlich entstanden? In deinem Laden zeigst du ja deine Lieblingsstücke aus beiden Regionen?
Bei beiden Gegenden gab es immer schon eine gewisse Neugier und Faszination meinerseits, die sich dann auf meinen ersten Reisen ohne Eltern (Interrail in Skandinavien mit 16 – oh, klingt das altmodisch – und eine Reise quer durch Südostasien nach dem Abi) in eine große Liebe zu den Regionen verwandelt haben. Zu den Menschen, dem Essen, dem Alltag, den Gegenständen. Für mich haben beide Gegenden sowohl im Bereich Design, als auch bei den Alltagsobjekten so viel Tolles zu bieten, dass ich noch viele Jahre auf Entdeckungstour gehen möchte. Und in Vietnam habe ich auch meinen Freund Chris getroffen, einen Dänen, der zum Glück sowohl meine Reiseleidenschaft als auch die regionalen Vorlieben teilt.



Wieviele Sprachen sprichst du eigentlich?
Leider nicht so viele, wie ich es schön fände. Dänisch und Englisch so im normalen Leben und dann Radebrechen bei Französisch und Mandarin. Da reicht es immer nur für das Nötigste. Leider gar kein Hindi, was aber insofern unproblematisch ist, dass viele Inder ja gut Englisch sprechen und bis jetzt jedes Mal eine gute Seele geholfen hat, wenn dem nicht so war.

Unser erstes Interview haben wir 2011 gemacht – kurz nach der Eröffnung deines Ladens. Wie ist es dir seither mit deinem Laden ergangen? 
Gut, anders kann man das nicht sagen. Ich freue mich eigentlich jeden Tag auf meine Arbeit, über die Jahre hat ting so viele nette, tolle Kunden angezogen, bei denen ich mich freue, wenn sie in den Laden kommen, dafür bin ich sehr dankbar.

Du hast den Schritt der Ladengründung also nie bereut?
Bereut habe ich es nie. Manchmal gibt es in meinem Freiheitsdrang allerdings Momente, in denen es schwierig ist, einen Laden mit festen Öffnungszeiten zu haben. Das ist auch eine Verpflichtung – aber dafür habe und hatte ich immer tolle Mitarbeiterinnen, die den Laden auch schmeißen können, wenn ich nicht da bin. Ich kann also immer noch in der Welt herumreisen.

Falls ihr jetzt auch gerne ein Stück aus dieser Kollektion hättet: Unter allen Kommentaren verlose ich eine Circle Dot-Kette in Silber, wenn ihr mir bis zum 2. April um 20 Uhr schreibt, was euer Leben gerade ein bisschen schöner macht. Bitte keine Email-Adresse hinterlassen, sondern einfach gucken, wer gewonnen hat. Viel Glück!

ting, Rykestraße 41, 10405 Berlin, Email: hello@ting-shop.com. Und die ting goods sind hier zu finden.

Alle Fotos: ting.

***

Danke für all eure schönen Kommentare, ich habe sie so gerne gelesen! Gewonnen hat Katja mit ihrem Kommentar vom 29. März (11:03 Uhr). Liebe Katja, herzlichen Glückwunsch! Schreibst du mir eine Email an postanslomo(at)gmail(dot)com mit deiner Adresse? Vielen Dank.
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DAS GLÜCKSPAKET ZUM WOCHENENDE (UND EINE VERLOSUNG)

Aufgewacht, weil Fanny auf mich gekrabbelt ist und an meine Backe gepatscht hat, Mam-mam-mam, aufwachen, los, ich will spielen. Brioche zum Frühstück gegessen und Fanny ein Stückchen abgegeben, Brioche mit Creme fraiche, was für eine herrliche Schweinerei. Danach angefangen, das große Geburtstagsessen zu kochen, Möhren geschnitten und Ingwer und Rotkohl und Äpfel, und Musik gehört, nichts Besonderes eigentlich, und doch das Schönste, was ich mir für einen vernebelten Morgen vorstellen kann. Blumen gekauft, Christrosen, die Lieblingsblumen meiner Mutter. Einen Riesenspaziergang mit S. gemacht, und immer nur gedacht: Du bist so tolltolltoll, du bist so schön und warm und schlau. Nach Hause gekommen und mit M. telefoniert und schon wieder geseufzt. Bitte lass uns ewig Freundinnen bleiben wie wir jetzt Freundinnen sind, lass uns ewig über unsere Leben reden und über unseren Tag und darüber, was wir uns dieses Jahr zu Weihnachten schenken, oder vor Weihnachten, dieses Jahr bist du ja verreist (immer muss ich dich vermissen). Zum Abendessen den perfekten Burger und die perfekten Zwiebelringe und Süßkartoffelpüree mit Marshmellows vom Lieferservice. Vielleicht guck ich mir später noch "Barney´s Version" an, vielleicht überlege ich mir, welchen Geburtstagskuchen ich meiner Mama backe, vielleicht mach ich auch einfach das Licht aus und hör noch ein paar Mal dieses Lied. Und dieses.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich an Tagen wie diesen gerne einen Brief ans Universum schicken und danke sagen würde, nein, DANKE. Das war ein guter Tag, großes kleines Glück. Und das Wochenende hat noch nicht mal angefangen.

In dieser Minute hat meine Mutter Geburtstag und wird 70 Jahre alt und wir werden zum ersten Mal seit Jahren zusammen feiern, in meiner Küche. Das ist mein Glückspaket fürs Wochenende: Wir alle an einem Tisch und ein gutes Essen (hoff ich jedenfalls). Happy birthday!


Weil ich mich diese Woche so über eure Kommentare und Emails gefreut habe, weil meine Mama und ihr Geburtstag gefeiert werden müssen, habe ich aber auch ein Glückspaket für euch: Erinnert ihr euch noch an meinen Lieblingsladen Ting? Bei Ting gibt es wunderschöne Dinge aus Asien und Skandinavien, die allerleckersten Lakritzstangen (nach denen ich total süchtig bin) und einen Schnack mit Inhaberin Laura Huppert, deren Groupie ich bin. (Wirklich, liebe Berliner und Berlin-Besucher: Macht einen Abstecher zu Ting, danach braucht ihr auch keine Weihnachtsgeschenke mehr zu suchen). Ein großer Geburtstagsmonat ohne Ting geht natürlich gar nicht. Deswegen verlosen Ting und ich heute zwei Kerzenständer, die passenden Kerzen dazu und eine Packung LØv-Tee. Wenn ihr mir bis zum 29.11. um 18 Uhr in die Kommentare schreibt, wofür ihr mal DANKE sagen wollt. Ein schönes Wochenende! Und nicht vergessen, bei Steffi vorbeizugucken - die ist zwar diese Woche im Urlaub, aber Mr. Linky sammelt eure Glückspakete!


PS: Hahaha.
Foto: Benedict Sicheneder für Ting.

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Das Glückspaket von Ting hat Jenni Sophia Fuchs gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, hurra!

UND WAS WÜNSCHST DU DIR ZU WEIHNACHTEN, LAURA?


Könnten Läden Geräusche sein, dann wäre "Ting" von Laura Huppert ein Stoßseufzer. Keine Ahnung, wie oft dieser Laden mich schon gerettet hat - an Nachmittagen, an denen mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, auf der Suche nach einem besonderen Geschenk oder nach Weihnachtsdeko, die einen nicht anbrüllt - bei "Ting" werde ich immer fündig. Das liegt auch am ungewöhnlichen Konzept des Ladens: Laura verkauft in ihrem Berliner Geschäft (und im Internet) schöne, mit Liebe ausgesuchte Dinge aus dem nahen Norden und dem fernen Osten. Und ich schwöre, es ist unmöglich, "Ting" ohne eine skandinavische oder fernöstliche Schönheit zu verlassen. (Oder wenigstes ohne eine von diesen unverschämt guten Lakritzstangen...). Dieser Laden ist toll. So toll wie seine Besitzerin. Hier sind Lauras Wünsche:

Eins: Konzertkarten für Agnes Obel. (Zum Beispiel hier zu sehen, oder hier.)
Zwei: Ein neues RUM-Abo. Meine Lieblingseinrichtungszeitschrift aus Dänemark.
Drei: Und ein Abo des australischen Magazins "Frankie".
Vier: Das "Lis Dress 123" von Wood Wood.
Fünf: Das Buch "Scandinavian Modern Houses" von Tobias Faber, mit dem wunderschönen Haus von Poul Kjaerholm auf dem Titel.
Sechs: Ein Wandkalender für 2012 von RK Design.
Sieben: Die Kette "Pyrit Cube" von Hanna Pordzik.
Portraitfoto: Julia Klug.

PS: Wer auch immer mich für "Die Goldenen Blogger 2012" vorgeschlagen hat: DANKESCHÖN. Ich freue mich, als Bestes Mode/ Lifestyle-Blog nominiert zu sein. Ich freue mich so sehr.
PPS: Seit zwei Tagen fast ununterbrochen diesen einen Song gehört, den ich auf "Inattendu" entdeckt habe: "Matilda". Einer dieser Songs, die einen warm halten (danke, Tine!).

FANNYS NEUES KINDERZIMMER











Da ist es nun: Fannys neues Kindergartenmädchen-Zimmer. Neu eingezogen sind die Kommoden von Ikea, der Tisch mit Stühlen, eine Matratze und die Kugellampen von "La Case de cousin Paul". Die eingekauften Bilderleisten mussten nun doch einem Ebay-Glücksfund weichen: dem Wandregal mit Herzen. Die alte Obstkiste (auch Ebay) wurde zum Nachttisch. Und der Mann im Mond wacht über den Schlaf. Lieblinge, die geblieben sind: die Kissen von Philuko und "A Star is Born", die silbernen Dosen und der Drahtkorb von Ting und die Tierbaby-Fotos von Sharon Montrose.

Fanny


47 Wochen.

Babypubertät. Will die Schublade aufmachen und schafft es nicht und weint. Schafft es schließlich doch und klemmt sich die Finger und weint. Ist sauer, wenn sie es nicht schafft, sich die Socken auszuziehen. Ist sauer, wenn man ihr dabei hilft. Liebt Weißwurst. Hasst Weißwurst. Will auf den Arm. Will krabbeln. Will auf den Arm. Ist müde und will nicht schlafen. Weint, wenn Papa aus dem Zimmer geht. Will nicht im Hochstuhl sitzen. Will nicht im Kinderwagen sitzen. Will Fisherman´s Friends essen. Und die Schere. Wacht nachts alle zwei Stunden auf. Ach, Fännchen.

Ich bin so müdemüdemüde. Und frage mich, ob mein Kind das einzige auf dieser Welt ist, das NIEMALS durchschläft. Oder erst mit 16. Und die To-do-Liste wird immer länger und länger, und ich werd immer nöliger und nöliger. Ich brauch jetzt unbedingt ein paar Lakritzstangen, diese dänischen, die es bei Ting gibt und die so herrlich nach Sommerferien schmecken. Aber es regnet. Und mir ist kalt. Und der Mann reagiert auf den Satz "Ich hab soooo Heißhunger auf Lakritzstangen, LIEBLING" nur mit "Bringst du mir Kippen mit?". Muha. Ist das der Herbst oder bin das nur ich? Oder hab ich mich bei Fanny mit Babypubertät angesteckt? Ich glaub, ich mach uns jetzt mal Pfannkuchen.

Ein paar Bilder aus den letzten Tagen
























Kiezbummel. Goldhahn und Sampson. Kochbuchschmökern. Sian. Ting. Kerzenständer. Zahnarzt. Every Cloud has a silver Lining. Massaman-Curry. Spielen. Baden. Reden. Kochen. Friedrichstraße. Mitte. Blauer Pulli. Blaue Strickjacke. Barcomi´s. Spaziergang. Currywurst. Die Gestalten. Turmbauen. Kuscheln. Süßkartoffel-Wedges. Elbspeicher B. Sonne. Tarte Tartin mit Creme fraiche.

Kiezspaziergang




















Beim Spaziergang durch den Kiez entdeckt: diesen Drahtkorb von Ting und im Sale bei Noa Noa:
die silbernen Baby-Schuhe, in die ich mich schon vor Monaten verguckt hatte, und diese Jacke.
Schönes Wochenende!

Mein Wochenende in Bildern














Im Elbspeicher B die allerbesten Franzbrötchen von ganz Berlin gegessen (und ein bisschen Sehnsucht nach meiner alten Liebe Hamburg bekommen).















Auf dem Rückweg bunte Leder-Armbänder bei "Ting" gekauft (ach, ich liebe diesen Laden!). Nachmittags zum ersten Mal Erdbeer-Marmelade gekocht. Irgendwie hatte ich mir das komplizierter vorgestellt. So einfach, so lecker (und dieser Duft!). Abends ein paar Folgen"West Wing" geguckt. Wow. WOW. Ist das smart.















Einen superschönen Sonntag-Nachmittag mit Marlene verbracht und ganz viele Fotos gemacht. Das Ergebnis ab morgen auf ihrem Blog Spruced (ich bin ja so AUFGEREGT!). 















Spielen, spielen, spielen. Zwei Dinge, die mir den Abend versüßt haben: die britische Elle. Und meine neue Nigella Lawson-App (oh ja, ich steh auf Koch-Apps!), mit der ich Schokoladenkuchen gebacken habe. Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern. Das beste Dessert aller Zeiten, sagt der Mann. Und er steht eigentlich gar nicht auf Schokolade. 

Eine schöne Woche Euch allen!

NOVEMBER 2013


Ein paar Momente, die ich im November mochte:

* Eine hinreißende Such-Anzeige neben dem Supermarkt: "You looked at me. I got shy and began staring at a small dog instead that was standing between us." Ich hoffe, er hat sie gefunden.
* Ein neuer Pullover aus der Isabel Marant-H&M-Kollektion.
* Hagebutten-Zweige.
* Und die erste Weihnachts-Deko.
* Ein großer Tag fürs kleine Mädchen: der dritte Geburtstag. Ein unglaublich schöner Tag mit tollen, liebevollen, aufmerksamen, lustigen kleinen und großen Menschen.
* Gefeiert wurde auch mit Party-Animals (hier abgeguckt).
* Passend zum Geburtstag wurde aus dem Baby-Zimmer ein Mädchen-Zimmer mit großem Bett und kleinen Überraschungen. An der Wand: Ein Poster mit den Illustrationen aus "Schau mal, so viele Tiere" von Yayo Kawamura (als Geschenkpapier im Spielzeug-Laden gefunden).
* Große, bunte Sterne - eine der vielen tollen Entdeckungen bei Ting in Berlin.
* Neues Lieblingsrouge. Eine Farbe, die ich niemals ausprobiert hätte, wenn die nette Verkäuferin sie mir nicht empfohlen hätte. Aufgetragen sieht dieses Knallpink herrlich frisch und natürlich aus (und frisch kann ich im Dezember echt gebrauchen).
* Endlich gefunden: Gefütterte, sensationell bequeme Biker-Boots.

Schwer zu glauben, dass das Jahr schon fast zu Ende ist, noch schwerer zu glauben, dass in drei Wochen Weihnachten ist (irgendwie kommt´s mir vor, als hätten wir erst vorgestern im T-Shirt am Hudson River gesessen). Aber ich freu mich auf die nächsten Tage und Wochen, aufs Rumliegen, Lümmeln, Verhöhlen, Futtern, ich kann´s gebrauchen.

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